Ritter Sport und hoch über Oberhausen

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Die „Magischen Orte“ im Gasometer Oberhausen hatte ich bereits im letzten Jahr besucht, aber dank RuhrTopCard, habe ich die Chance genutzt, mir die Ausstellung ein zweites Mal anzusehen (kann ich übrigens nur empfehlen). Man betrachtet die Bilder der Ausstellung beim zweiten Mal aus einem ganz anderen Blickwinkel. Außerdem ist die Location „Gasometer“ für sich alleine schon einmalig. Der von der Außenwelt abgeschirmte Behälter würd erfüllt mit sphärischen Klängen, dazu erhebt sich in der 3. Ebene der unfaßbar große Nachbau eines Mammutbaums.

Ich sitze dann auf der obersten Treppenstufe (um nicht zu sagen ich liege) und lasse die Klänge und das Licht auf mich wirken. Dieses Mal hatte ich statt des ganzen Fotoequipments (die Bilder vom letzten Jahr sind z.B. bei Flickr im Album Ruhr 2011 zu finden) meine Videokamera dabei. Die Bilder können das Erlebnis Gasometer nicht im geringsten wiedergeben (bewegte Bilder folgen noch).

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Ein ebensolches Erlebnis ist die Aufzugfahrt im gläsernen Aufzug und plötzlich wird der riesige Mammutbaum ganz klein. Oben dann aus dem Aufzug treten und um die Ecke nach unten gucken … unbezahlbar. Zum guten Schluß die Krönung, die letzten zwei Treppenabsätze noch zu Fuß und man ist auf dem Dach des Gasometers. Je nach Wetterlage (ich schlage einen Sonnentag nach einem Gewitter oder einer kalten Nacht vor) geht die Sicht weit über Oberhausen hinaus. Es scheint als läge die Autobahn 42, der Rhein-Herne-Kanal oder die Emscher nur eine Handbreit voneinander entfernt.

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Von hier oben konnte ich ihn bereits sehen, den Ritter Sport Container, der während seiner Schokotour diese Woche in Oberhausen am Centro gastiert. Auf drei Etagen gibt es Werbespots, Merchandise und alle Sorten aus dem Hause Ritter Sport nicht nur zu bestaunen sondern auch zu kaufen. Dazu dürfen die Erwachsenen eine Tasse Kakao genießen (bei dem sonnigen Wetter nicht ganz so gefragt) während der Nachwuchs in der Schokowerkstatt selbst eine Tafel Ritter Sport kreiert. Ich konnte nicht umhin, mir auch ein kleines Andenken mitzunehmen, eine kleine Ritter Sport Metallkiste und dazu drei Tafeln, von denen ich glaube, daß sie mir schmecken werden.

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Ebenfalls vom Gasometer nur einen Steinwurf weit entfernt ist der OlgaPark. Bekannt nicht nur von Festivals wie „Ruhr in Love“, ist das Gelände der Landesgartenschau von 1999 auf dem Grundstück der ehemaligen Zeche und Kokerei Osterfeld enstanden. Heute erinnern nur noch das alte Steigerhaus, der Förderturm und die Pförtnerhäuser an die ehemalige Bestimmung als Zeche. Ich erinnere mich die Landesgartenschau seinerzeit besucht zu haben, leider ist von der Blumenpracht nichts mehr übrig geblieben. Stattdessen kann man auf dem Gelände spazieren gehen, Fußball spielen, Fahrradfahren oder sich sonstwie sportlich betätigen. Irgendwie ein bischen schade um den Park.

Bilder: Flickr, Sevenload, Picasa (Google+)

[Nachtrag]: Hier sind noch ein paar Bewegtbilder vom Gasometer, die lange nicht die Atmosphäre der Ausstellung „Magische Orte“ wiedergeben können.

Wintertage entlang der A42

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Die A42, im Volksmund Emscherschnellweg genannt, ist ebenso wie die A40 eine „Lebensader“ des Ruhrgebiets. Natürlich ist es merklich kalt in den letzten Tagen, trotzdem kein Grund nicht ein wenig vor die Türe zu gehen. Ganz im Gegenteil, auch der Winter hat seine schönen Seiten. Mein erster Abstecher galt an diesem Wochenende nochmal der Halde Schurenbach in Essen. Eine lange Treppe bringt den Kreislauf erstmal in Schwung und der Blick von oben zeigt, daß Fabriken und Schornsteine dem Winter mächtig einheizen.

Nur wenige 100 Meter entfernt fließt der Rhein-Herne-Kanal an der Schurenbachhalde vorbei und ganz spontan habe ich meinen Fotoapparat zur Kamera umfunktioniert und diesen Filmschnipsel erstellt. Noch haben die Schiffe auf dem Rhein-Herne-Kanal freie Fahrt und betätigen sich selbst als Eisbrecher.

Danach ging es auf der A42 in Richtung Oberhausen und zum Gleispark Frintrop. Schon oft habe ich davon gelesen und wollte nun endlich mal wissen wie es am ehemaligen Güterbahnhof in Essen-Frintrop aussieht. In Sichtweite zum Oberhausener Centro zwischen noch aktiven Gleisen auf denen sowohl Güter- als auch Personenzüge fahren liegt ein fast vergessenwirkendes Stück Natur. Jetzt in den Wintermonaten sieht es etwas öde aus, aber ich könnte mir vorstellen, daß wenn alles grünt und blüht dieser Park mit dem Fahrrad sehr schön zu erkunden ist. Ich werde also wiederkommen, wenn die Frühblüher (Stichwort Birke) ihre Hochzeit hinter sich haben 😉 .

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Nach einem Kaffee zum Aufwärmen ging es dann noch zum Landschaftspark Duisburg Nord. Schon seit langem hatte ich mir vorgenommen, die Industrieanlagen, die Abends und am Wochenende durch eine farbige Beleuchtung in Szene gesetzt werden, zu fotografieren. Ganz wider Erwarten war sogar der Hochofen 5 geöffnet, so daß ich mit dem Fotoequipment dort raufgestiefelt bin. Gut daß ich den Weg mitlerweile kenne, denn gerade der Abstieg im Dunkeln verlangt schon ein wenig Konzentration.

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Mehr Bilder gibt’s im Album Ruhr 2012 bei Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Ruhrgebiet bei Nacht (Frohes neues Jahr)

Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch. Ich hoffe doch, ihr seid gut reingerutscht, wobei ich ja diese Formulierung „Guten Rutsch“ nie so ganz verstanden habe. Aber wofür gibt es schließlich das Internet. Das mit dem „Guten Rutsch“ kam so …

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„Rosh Hashana“ heißt der erste Tag des Jahres auf Hebräisch. „Rosh“, das ist das Wort für „Kopf“ (auch benutzt als Bezeichnung für den „Ersten“ oder den „Anfang“) und „Shana“, ist das hebräische Wort für „Jahr“. „Rosh Hashana“ ist dementsprechend der Jahresanfang und einen guten solchen wünscht man sich eben.

So einfach kann’s sein, hätten wir das also geklärt. Ich schwenke nochmal kurz auf das vergangene Jahr zurück, denn die dunkle Jahreszeit hat ja auch so ihre Reize, zumindest in Bezug auf Fotos 🙂 . Also habe ich mir vorgenommen ein paar Landmarken, Emscherkunstwerke u.ä. auch mal im Dunklen abzulichten. Zuerst habe ich mich der Rehberger Brücke („Slinky Springs to Fame“) mit der Kamera genähert. Man muß wissen, daß die Brücke, ich will mal sagen, so ein bischen im halbdunklen liegt, was mir i.d.R. so ein bischen Unbehagen bereitet. Ab und zu begegnet einem ein Jogger, dann mal jemand mit Hund und halb im Gebüsch (wo man halt hinstolpert für gute Fotos) zum Glück auch noch ein paar andere Fotografen. Wohlgemerkt es war ca. 17.30 Uhr nicht kurz vor Mitternacht, aber dunkel ist dunkel.

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Dann ging es auf dem Rückweg, nochmal zu „Tiger and Turtle“, der begehbaren Achterbahn über die ich ja schon des öfteren hier berichtet habe. Hier war gegen 18.00 Uhr noch mehr los. Spaziergänger mit und ohne Hund machten die Runde, Fotografen folgen anderen Fotografen mit Stativ, ich fühlte mich in guter Gesellschaft 😀 . Die Landmarke im Angerpark ist am Abend, wie man den Fotos entnehmen kann, gut ausgeleuchtet, kann momentan aber nur zu bestimmten Zeiten betreten werden. Für ein paar Fotos und einen Blick über den Duisburger Süden reichte es allemal aus.

Bilder habt ihr vermutlich schon entdeckt, ansonsten hier: Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Auffe Zeche malochen gehen

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Auffe Zeche Zollverein malochen heute immer noch Bergleute und das, obwohl die Zeche bereits seit 1986 keine Kohle mehr fördert. Wußtet ihr nicht? Ich auch nicht, obwohl ich im letzten Jahr bereits eine Führung auf Zeche Zollverein mitgemacht habe. Dank RuhrTopCard ist die Führung inclusive und was liegt da näher, als dieses Jahr nochmals an einer Führung teilzunehmen. Auch wenn sich die Wege durch die Zeche z.T. gleichen, anderer Führer, andere Geschichten.

Wir erfuhren, ähnlich wie es die FAZ im April diesen Jahres in einem (wie ich finde) sehr interessanten Bericht schrieb, daß es noch bis in alle Ewigkeit dauern wird das Grubenwasser aus Tiefen von bis zu 1400 Meter abzupumpen. Eine Aufgabe für die nächste(n) Generation(en). Knapp zwei Stunden Führung vergingen nach einigem Treppauf und Treppab über das Gelände der Zeche Zollverein wieder wie im Fluge.

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Man erfuhr, warum der Bergmann z.B. ausschließlich Kleidung aus Baumwolle trägt oder warum es gefährlich war zwischen den Kohlewagen schnell mal über die Schienen „zu hüpfen“, warum Kohlestaub aus den Hallen abgesaugt wurde und für die Koksverarbeitung äußerst wichtig war oder warum die Kohlenwäsche eben Kohlenwäsche heißt.

Ich war erstaunt, daß die Zeche Zollverein nach wie vor eine hohe Anziehungskraft auszuüben scheint, denn an diesem Sonntagmittag waren es gut 50 interessierte Personen, die in zwei Gruppen aufzuteilen waren. Übrigens hat der Parkplatz A1 jetzt auch eine Station der MetropolradRuhr. Wer also ein Fahrrad für das große Gelände benötigt, anmelden und ausleihen einfach per Telefon. Ich habe 1,- Euro/Std. investiert, denn ich wollte noch einen Abstecher zu Riesenrad und Schwimmbad machen.

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Nebenbei habe ich, auf den Beginn der Führung wartend, endlich mal den Skulpturenwald gegenüber von Parkplatz A1 gesucht und gefunden. Dort stehen z.T. auf freier Fläche, zum Teil im Wald die Granitskulpturen von Ulrich Rückriem. Ganz ehrlich, Kunst ist ja immer Geschmackssache, aber insbesondere die Skulptur „Castell“ (hier auf dem Wikipedia Bild zu sehen) gleicht im Inneren einer Müllsammelstelle, bei der man vergessen hat die Tonnen wieder hinzustellen 😦 .

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Jetzt eine kleine Quizaufgabe, bei der ich die Antwort noch nicht kenne. Auf dem Gelände der Zeche Zollverein (und wie der Führer sagte auch an anderen Stellen in Essen) fielen mir kleine grüne Quadrate mit vier weißen Ecken auf, meist 2 – 3 nebeneinander. Weiß jemand von euch, wofür diese Quadrate zuständig sind?

Auf dem Rückweg habe ich schließlich noch einen Abstecher ins vermutlich kleinste Museum des Ruhrgebiets gemacht, dem Museum der Siedlung Eisenheim in Oberhausen. Über die Siedlung Eisenheim habe ich ja bereits hier etwas geschrieben.

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Im Museum Eisenheim, dem ehemaligen Waschhaus der ältesten Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets, erfährt man etwas über die Gründung und Entwicklung der Siedlung. Dazu gut zwei Hand voll Einrichtungsgegenstände der damaligen Zeit, vom Kohleofen bis zum Waschzuber. Für 1,50 Euro Eintritt kann man neben dem Waschhaus auch ein Original Zechenhaus, oder besser eine spezielle Wohnung innerhalb dieses Hauses, besuchen. Wer auch mal Lust hat, Sonntags von Ostern bis Oktober zwischen 10.00 und 17.00 Uhr, Berliner Str. 10 A, 46117 Oberhausen.

Bilder auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Slinky Springs to Fame

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Metallspirale, Treppenspirale, Regenbogenspirale, das Spielzeug hat viele Namen aber unter einem kennt man sie jetzt auch in Oberhausen, „Slinky“. So heißt nämlich die neue Brücke über denRhein-Herne-Kanal, die seit dem Wochenende geöffnet ist – „Slinky Springs to Fame“. So wie die kleine Spielzeugspirale windet sich auch die große Schwester, erdacht von Tobias Rehberger, über den Rhein-Herne-Kanal. Bereits im Kulturhauptstadtjahr 2010 sollte die Brücke Teil des Projektes Emscherkunst werden, aber gut Ding will eben Weile haben.

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Ja klar gibt es auch Kritiker, die sagen „warum baut man eine Brücke unweit einer anderen Brücke“, während andere sagen „es ist keine Brücke, es ist ein Kunstwerk“. Wie dem auch sei, sie ist jedenfalls fertig und eröffnet. Und sie ist schön geworden, schön bunt und irgendwie anders als andere Brücken. Schaumgummiboden, wie man ihn auf Spielplätzen findet, leicht ansteigend, leicht wippend in der Mitte und barrierefrei begeh- und befahrbar. Und wie findet man hin? Entweder man kommt zum Schloß Oberhausen und startet gleich auf der Rückseite zum Brückenabenteuer oder man parkt am Stadion von RWO (Rot Weiß Oberhausen) und läuft von dort aus ca. 5 Minuten zum anderen Ende der Spirale.

Bilder (ganz klar wo sonst) im „Ruhr 2011“ Album … Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Brücken am Gasometer

Da es letzte Woche wunderbar sonnig war, bin ich im Anschluß an meinen Gasometerbesuch noch die wenigen Meter zum Rhein-Herne-Kanal gelaufen. Der Rhein-Herne-Kanal ist reich an Brücken und wie man von oben bereits sehen konnte, gehen gleich hinter dem Gasometer mehrere Brücken über den Rhein-Herne-Kanal, über die Emscher und gleich noch über die A42. Das wollte ich mir mal näher ansehen. Zunächst wäre da die eigene Trasse des ÖPNV. Hier fahren Busse und Straßenbahnen vom Oberhausener Norden in den Süden und umgekehrt und bedienen damit unmittelbar das Centro im Minutentakt.

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Daneben eine Fußgängerbrücke (natürlich auch für Radfahrer) und diagonal über beide Brücken hinweg eine Eisenbahnbrücke (ich nehme an für den Güterverkehr). Ganz unten bewegt sich selbstverständlich noch der Schiffsverkehr. Kein Vergleich mit der Brückenlandschaft in den Ruhrauen zw. Mülheim und Duisburg, aber es sind ein paar ausgefallene Bilder entstanden. Wer übrigens am Nordende auf die andere Seite der ÖPNV Trasse möchte, findet am Ende der Fußgängerbrücke noch eine Art Steg, der alle Brücken unterquert. Gleich neben der idyllisch gelegenen Skaterbahn, welche unweit der Emscher und nur etwa 50 Meter von der A42 entfernt liegt. Hier wird sich keiner so schnell über Skaterlärm beschweren 😀 .

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Die Fotos im „Ruhr 2011“ Album werden langsam mehr … Flickr, Sevenload, Picasaweb (ans Ende scrollen).

Magische Orte (Gasometer)

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Weiter geht’s mit Ausflugsberichten. Ich hänge ein paar Tage hinterher, aber die Bilder und Texte gehen ja nicht verloren 😀 . Letzte Woche war ich mal wieder im Gasometer Oberhausen und habe mir dort die aktuelle Ausstellung „Magische Orte“ angesehen. In der Ausstellung 2011 geht es um „Meisterwerke der Baukunst des Menschen und gewaltige Monumente der Natur“.

Viele großformatige Bilder faszinieren den Betrachter von der Sphinx bis zur Golden Gate Bridge, von der Tempelanlage in Indien bis zum Kölner Dom ist alles vertreten. Mich haben jedoch die Naturfotografien besonders begeistert. Gewitter und Vulkane, Flußdelta und Gebirgsformationen manche mit Mustern, die man selbst als Künstler nur unter hohem Aufwand erstellen kann. Fundstücke aus einem Steinbruch im Altmühltal und Kristalle in der Größe eines kleinen Wohnzimmertisches schmücken ebenso die Ausstellung.

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Auf der Empore schließlich der Nachbau eines Regenwaldbaumes. Unter der 43 Meter hohen Regenwaldbaum-Nachbildung kommt man sich ganz klein vor. Der Baum wird wechselnd beleuchtet, mal nur der Stamm, mal die Baumkrone, mal in hellem weißem Licht, dann wieder in zartem gelb oder grün. Wenn man jetzt aber meint 43 Meter wären hoch, dann sollte man in den Gasometer Aufzug steigen und unter das Dach fahren. Plötzlich wird der 43 Meter hohe Baum ganz klein, schließlich ist die obere Etage, in welcher der Aufzug hält gut 100 Meter hoch. Mutig genug, links oder rechts neben den Aufzug auf die (vergitterte) Plattform zu treten? Die Blick 90 Meter tiefer in den Gasometer ist grandios. Zum Abschluß nach draußen, ein paar Treppenstufen hoch und ein weiter Blick über das Ruhrgebiet aus gut 110 Meter Höhe … unbezahlbar 😉 . Wer genau hinguckt entdeckt auch bereits die neue (Spiral-)Brücke am Kaisergarten.

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Bilder wieder im Ruhr 2011 Ablum auf Flickr, Sevenload, Picasaweb (ans Ende scrollen).

SeaLife und Schachtzeichen

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Ich war tatsächlich schon länger nicht mehr im SeaLife in Oberhausen. Was also liegt näher als dem Meeresaquarium mal wieder einen Besuch abzustatten. Am Samstag Mittag war das sogar ohne Warteschlange vor der Türe möglich. Dank RuhrTopCard und CityPowerCard (Vergünstigung der Stadtwerke zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein) war der Eintritt recht günstig. Vorbei an Fotografen, die einem ein Bild aufschwatzen wollen und unter Zurückweisung eines Begleitheftes ging es ab „unter das Meer“. Leider haben Fische die Eigenart immer in Bewegung zu sein, was dazu führt, daß das eigene Fotografieren doch Geduld erfordert 😀 .

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Seit dem letzten Jahr gibt es ein paar Neuheiten im SeaLife Oberhausen. Zum ersten wäre das die „Welt der Otter“, in einem kleinen Außengehege außerhalb des Gebäudes (aber innerhalb des Rundgangs). Otter sind ja sooo putzig und süß 🙂 , dann das Glasbodenboot, welches einen Blick auf das große Wasserbecken von oben ermöglicht (haben wir nicht ausprobiert) und last but not least natürlich der Octupus Garden zu Ehren von Paul (ihr erinnert euch, das war der Fußball WM Krake aus dem letzten Jahr). Nach wie vor am besten gefällt mir der Nachbau des Unterseebootes mit dem riesigen Bullauge, das einem das Gefühl gibt im Wasser zu stehen und das Rochenbecken. Die Rochen sind ja sooo neugierig 😀 . Da zuckt es einem im Arm, die Tiere zu streicheln (was aber glücklicherweise verboten ist).

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Nachdem wir eine gute Stunde zwischen den verschiedenen Becken hin und herspaziert sind und den Glastunnel durchwandert haben, haben wir noch einen kurzen Abstecher nach Gladbeck unternommen. Dort steht (am Freizeittreff KARO) in diese Woche wieder ein Schachtzeichen Ballon aus dem vergangenen Jahr am Himmel und zeigt dem Besucher den Weg zum Gelände der ehemaligen Zeche Graf Moltke. Eine kleine Ausstellung und verschiedene Freizeitaktivitäten sind diese Woche angekündigt. Wenn ihr in der Nähe seid, schaut mal rein.

Bilder: Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Kurzabstecher in Oberhausen

Einen Kurzbericht aus Oberhausen hätte ich noch nachzutragen. Am Ostermontag war ich zunächst im Oberhausener Stadtteil Eisenheim. Die Siedlung Eisenheim gilt als die älteste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets und diese wollte ich mir im Volksmuseum in der Berliner Straße näher ansehen. Leider war das Museum aus unerfindlichen Gründen geschlossen, obwohl es an Sonn- und Feiertagen (außer am 1. Mai) geöffnet sein soll. Also gab es nur ein paar Fotos aus der Straße, das Museum ist ein anderes Mal dran.

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Stattdessen habe eine Halde besucht, die nicht jedem gleich auffällt, wenn er durch Oberhausen fährt. Die Knappenhalde an der gleichnamigen Knappenstraße. Eigentlich nur ein kleiner Hügel, aber mit 101,35 Metern heute die höchste Erhebung in Oberhausen. Ein schöner Spaziergang mal steiler mal weniger steil durch dichtes Grün. In knapp einer 1/4 Stunde ist man am höchsten Punkt angekommen. Ein 15 Meter hoher Aussichtsturm belohnt den Besucher mit einer schönen Aussicht.

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Auf Grund der größer werdenden Bäume reicht der Blick leider nicht in alle Richtungen, aber einen Teil des Centros, der nahe liegende Gasometer und die Hochöfen von Duisburg sind deutlich zu erkennen. Wer mehr sehen will muß vermutlich im Winter kommen, denn dann tragen die Bäume keine Blätter 😀 . Ich hatte kurzzeitig überlegt den Besuchern auf dem Gasometerdach zuzuwinken, aber wenn ich mir die (älteren) Fotos aus umgekehrter Blickrichtung ansehe, dürfte man inmitten der Bäume kaum auffallen 😉 .

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Mehr Bilder wie immer bei Flickr, Sevenload und Picasaweb.

Bochum Woche und Ruhrgebiet Miniatur

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Vor lauter schönem Wetter komme ich garnicht dazu euch von meinen Touren dieser Woche zu berichten. Am Dienstag bin ich nochmal durch die MWO (Modellbahnwelt Oberhausen) geschlendert. Bereits im März 2010 habe ich euch über einen Besuch dort berichtet. Nachdem ich im letzten Jahr einiges im Ruhrgebiet „abgearbeitet“ habe, ist der Erkennungswert der Modellanlagen natürlich noch einmal höher, aber ich muß gestehen, wenn man zweimal da war hat man auch fast alles gesehen. Die Ausstellung entwickelt sich nicht wirklich weiter. Etwas schade wie ich finde.

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Am Mittwoch habe ich dann mal wieder einen Bochumtag eingelegt. Der Tag startete im Planetarium, in dem ich mir die Vorstellung „Faszinierendes Weltall“ reserviert hatte. Dank RuhrTopCard war eine Vorstellung in diesem Jahr im Kartenpreis inbegriffen. Schon erstaunlich, was die Technik dieser „Kamerakugel“ leisten kann. In bequemen (Kino-)Sesseln fliegt das Universum an einem vorbei und machmal hat man das Gefühl der ganze Saal würde sich um den Planeten drehen. Toll und sehenswert. Die 60 minütige Show war jedenfalls ruck zuck vorbei.

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Danach bin ich, sozusagen um wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren auf den Tippelsberg „getippelt“. Es ist keine Abraumhalde aus dem Bergbau sondern (ähnlich dem Alsumer Berg in Duisburg) eine ehemalige Bau- und Bodenschuttdeponie (u.a. aus dem U-Bahnbau). Die Sage erzählt noch etwas ganz anderes, ich sag nur der „Riese Tippulus“. Entlang des Aufstiegs finden sich rechts und links des Weges riesengroße Fußabdrücke (in Zement gegossen), die den Weg des Riesen Tippulus wiederspiegeln sollen.

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Oben angekommen gibt es einen Rundumblick über Bochum und das Ruhrgebiet. Acht Stelen aus Stahl erklären was man in einiger Entfernung sehen kann und bieten durch kleine Sehschlitze / Gucklöcher den direkten Blick auf das beschriebene Objekt. Wer übrigens ein Gipfelkreuz sucht, es ist liegend angebracht und dient als Sitz- oder Liegebank 😉 . Zum Tagesabschluß war ich am Dienstag noch auf der Zeche Hannover, einem Teil des LVL Industriemuseums.

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Dort hatte ich, da der Eintritt nichts kostet, außer dem Malakowturm eigentlich nichts erwartet, aber ich wurde positiv überrascht. Zuerst einmal war der Malakowturm bis in die erste Etage begehbar (leider nicht weiter, obwohl Treppen bis unter die Decke gehen) und nebenan gab es einen Einblick in den renovierten Maschinenraum mit der Dampfmaschine von 1893, die bei Führungen m.W. auch in Betrieb geht. Neben der Zeche Knirps, die der jungen Generation den Bergbau spielerisch näher bringt gab es vor der Zeche noch ein Feld mit rd. 350 Paar Schuhen, die mir zunächst ein Rätsel aufgegeben haben. Erst eine nachträgliche Recherche im Internet brachte mich auf den Künstler Marcus Kiel.

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Wenn ihr die Zeche Hannover besuchen wollt, achtet auf die etwas ungewöhnlichen Öffnungszeiten von April bis Oktober Mi-Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr. Ende Mai startet auf der Zeche Hannover das große Dampffestival Ruhr. Dann kostet es m.W. auch Eintritt.

Bilder im Ruhr 2011 Album … guckst du hier 😀 Flickr, Sevenload, Picasaweb.