Auffe Zeche malochen gehen

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Auffe Zeche Zollverein malochen heute immer noch Bergleute und das, obwohl die Zeche bereits seit 1986 keine Kohle mehr fördert. Wußtet ihr nicht? Ich auch nicht, obwohl ich im letzten Jahr bereits eine Führung auf Zeche Zollverein mitgemacht habe. Dank RuhrTopCard ist die Führung inclusive und was liegt da näher, als dieses Jahr nochmals an einer Führung teilzunehmen. Auch wenn sich die Wege durch die Zeche z.T. gleichen, anderer Führer, andere Geschichten.

Wir erfuhren, ähnlich wie es die FAZ im April diesen Jahres in einem (wie ich finde) sehr interessanten Bericht schrieb, daß es noch bis in alle Ewigkeit dauern wird das Grubenwasser aus Tiefen von bis zu 1400 Meter abzupumpen. Eine Aufgabe für die nächste(n) Generation(en). Knapp zwei Stunden Führung vergingen nach einigem Treppauf und Treppab über das Gelände der Zeche Zollverein wieder wie im Fluge.

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Man erfuhr, warum der Bergmann z.B. ausschließlich Kleidung aus Baumwolle trägt oder warum es gefährlich war zwischen den Kohlewagen schnell mal über die Schienen „zu hüpfen“, warum Kohlestaub aus den Hallen abgesaugt wurde und für die Koksverarbeitung äußerst wichtig war oder warum die Kohlenwäsche eben Kohlenwäsche heißt.

Ich war erstaunt, daß die Zeche Zollverein nach wie vor eine hohe Anziehungskraft auszuüben scheint, denn an diesem Sonntagmittag waren es gut 50 interessierte Personen, die in zwei Gruppen aufzuteilen waren. Übrigens hat der Parkplatz A1 jetzt auch eine Station der MetropolradRuhr. Wer also ein Fahrrad für das große Gelände benötigt, anmelden und ausleihen einfach per Telefon. Ich habe 1,- Euro/Std. investiert, denn ich wollte noch einen Abstecher zu Riesenrad und Schwimmbad machen.

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Nebenbei habe ich, auf den Beginn der Führung wartend, endlich mal den Skulpturenwald gegenüber von Parkplatz A1 gesucht und gefunden. Dort stehen z.T. auf freier Fläche, zum Teil im Wald die Granitskulpturen von Ulrich Rückriem. Ganz ehrlich, Kunst ist ja immer Geschmackssache, aber insbesondere die Skulptur „Castell“ (hier auf dem Wikipedia Bild zu sehen) gleicht im Inneren einer Müllsammelstelle, bei der man vergessen hat die Tonnen wieder hinzustellen 😦 .

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Jetzt eine kleine Quizaufgabe, bei der ich die Antwort noch nicht kenne. Auf dem Gelände der Zeche Zollverein (und wie der Führer sagte auch an anderen Stellen in Essen) fielen mir kleine grüne Quadrate mit vier weißen Ecken auf, meist 2 – 3 nebeneinander. Weiß jemand von euch, wofür diese Quadrate zuständig sind?

Auf dem Rückweg habe ich schließlich noch einen Abstecher ins vermutlich kleinste Museum des Ruhrgebiets gemacht, dem Museum der Siedlung Eisenheim in Oberhausen. Über die Siedlung Eisenheim habe ich ja bereits hier etwas geschrieben.

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Im Museum Eisenheim, dem ehemaligen Waschhaus der ältesten Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets, erfährt man etwas über die Gründung und Entwicklung der Siedlung. Dazu gut zwei Hand voll Einrichtungsgegenstände der damaligen Zeit, vom Kohleofen bis zum Waschzuber. Für 1,50 Euro Eintritt kann man neben dem Waschhaus auch ein Original Zechenhaus, oder besser eine spezielle Wohnung innerhalb dieses Hauses, besuchen. Wer auch mal Lust hat, Sonntags von Ostern bis Oktober zwischen 10.00 und 17.00 Uhr, Berliner Str. 10 A, 46117 Oberhausen.

Bilder auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

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