Westlichster Bergwerksposten

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Im Sommer 2013 war ich in Krefeld auf dem über alle Grenzen bekannten 😉 Aussichtsturm auf dem Hülser Berg und sah in einiger Entfernung einen alten Förderturm. Ein Bergwerk in Richtung Westen? Ich konnte den Förderturm nicht einordnen, denn die Blickrichtung war nicht Neukirchen Vlyn und erst recht nicht Moers. Megavergeßlich wie ich nun mal bin, habe ich den Förderturm, kaum daß ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, auch schon wieder vergessen.

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Als ich dann vor ein paar Tagen die WDR Lokalzeit Düsseldorf gucke (im Kabel habe ich die Lokalzeit aus Düsseldorf, auch wenn ich ab und zu die Lokalzeit Ruhr zitiere), sehe ich dort einen Bericht über eine alte Zeche und höre was von Abriß des Förderturms. Kanninchengleich stelten sich sofort meine Lauscher senkrecht. Ein Zechenbericht in der Düsseldorfer Lokalzeit? Ja, in der Tat. Es ging um die Zeche Tönisberg in Tönisberg bei Kempen am Niederrhein. Huch … Tönisberg? Da war ich ja noch nie (sonst würde ich die Zeche vermutlich auch kennen). Also flugs eine bekannte Suchmaschine in Gang gesetzt und mir den Weg dorthin rausgesucht … „Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt“.

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Zu meiner großen Freude sollte sich die Zeche Tönisberg (meines Wissens übrigens die westlichste Zeche in Deutschland und damit auch westliche Grenze des Steinkohlenbergbaus) in der Windmühlenstraße befinden und naheliegender Weise befindet sich dort auch noch eine restaurierte Kastenbockwindmühle am Wegesrand die auf Besichtigung wartet. Alles zusammen also der perfekte kleine Ausflug für einen Nachmittag. Donnerstag (Frühlingsanfang, schönstes Wetter) kurzerhand früher Feierabend gemacht und ab dafür.

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Fairer Weise sollte ich noch erwähnen, daß das ehemalige Zechengelände von einem Kunststoffhersteller genutzt wird und die Tore an dem Nachmittag offen standen. Ich habe mich für ein paar Fotos „reingeschlichen“, denn von außen ist neben einigen alten Gebäuden vom Förderturm leider nur wenig zu sehen. Ich bin gespannt, was aus dem Förderturm wird und erzähl’s euch, wenn der WDR wieder berichtet. Gerne hätte ich noch ein bisschen Zeit an der Winmühle verbracht, aber dafür war der Nachmittag zu kurz und rund um die Windmühle gibt’s außer einer Bank auch nur wenig Möglichkeiten sich aufzuhalten (dafür gab’s schöne Fotos 😀 ).

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P.S.: Ich habe noch ein paar Bilder hochgeladen bei Google+ und Flickr.

Zeche Holland

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Genug der Jahresrückblicke, ein Blick voraus … oder ne doch nicht, einen hab‘ ich nämlich noch aus 2013. Bevor ich mal wieder einer Show im Bochumer Planetarium beiwohnen durfte, habe ich in der letzten Dezemberwoche noch einen kleinen Abstecher nach Wattenscheid gemacht. Liegt ja sozusagen an der A40 gleich links. Dort liegt oder besser lag die Zeche Holland. Viel ist nicht mehr übrig, aber der markante Förderturm steht noch, etwas einsam und verlassen, in einer kombinierten Wohn-, Gewerbe- und Grünfläche. Aus der Ferne gut zu erkennen durch die Aufschrift „Holland“ trotzt der Förderturm dort Wind und Wetter. Leider ist Wind und Wetter wohl auch das Problem, daß eine Sanierung ins Stocken geraten ist oder besser gesagt garnicht wirklich in Angriff genommen wurde. Vor einer Sanierung müßte die Standsicherheit gesichert werden, aber auch das kostet wieder Geld.

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Schade um das schöne „Bauwerk“, das ursprünglich sogar mal über der Zeche Zollverein stand, bevor es nach Wattenscheid versetzt wurde. Jetzt dümpelt es so vor sich hin, nix Aussichtsplateau, nix Anstrich, nix Sanierung. Bevor es zu dem hoffentlich nicht stattfindenen Abriß kommen wird, dachte ich mir, machste doch mal ein paar Fotos. Liegt ja sozusagen an der A40 gleich links (aber das sagte ich ja schon). Die Bilder sind noch im 2013’er Album bei Flickr bzw. Google+ zu finden.

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Noch einmal (in) Essen

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Nein keine Angst, wer zu Weihnachten mehr als genug gegessen hat, den will ich hier nicht zum Essen verleiten. Ich wollte euch zu meinem (vor-)letzten Ruhrgebietsausflug in diesem Jahr mitnehmen. Ich überlege z.Zt. ob ich mir das 5. Jahr in Folge die RuhTopCard kaufen soll. Sie lohnt sich, ohne Frage (mit 45,- € für Stammkunden habe ich über 90,-€ Eintritt „gespart“), aber mittlerweile habe ich die meisten Museen einige Male durch und Anfang der Woche habe ich die (vor-)letzte Möglichkeit genutzt die 2013’er Karte einzusetzen (am Samstag bin ich dann zum letzten Termin im Planetarium in Bochum). Kurz vor Jahresende hat es mich nochmal auf das Gelände der Zeche Zollverein verschlagen. Hier gibt es gleich mehrere Möglicheiten für die RuhrTopCard.

1. Ruhrmuseum (hier kann man sich einige Stunden beschäftigen) und das Portal der Industriekultur (mit Rundumkino und einem Gang auf’s Dach der Zeche Zollverein)
2. RotDotDesign Museum (mit vielen innovativen und preisgekrönten Alltagsgegenständen, das Museum habe ich in den letzten beiden Jahren besucht)
3. Führung durch die Kokerei Zollverein (habe ich letztes Jahr gemacht, ein tolles Erlebnis)

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Wer dann noch Zeit hat, kann bis in die erste Januarwoche an der Kokerei Zollverein Schlittschuhlaufen (hier müßt ihr einen kleinen Eintritt zahlen). Ich bin ja so garkein Schlittschuhläufer und wollte auch keinen Supergau auslösen 😉 , aber vielleicht habt ihr ja in den Ferien noch etwas Zeit. Am Tag vor Weihnachten war rund um die Zeche Zollverein nicht so viel los, aber die Eisbahn war gut besucht. Wenn ihr den Parkplatz B benutzt, ist es zu allen o.g. Punkten kaum weiter als 10 Minuten zu Fuß, wer nur Schlittschuhlaufen möchte kann auch den Parkplatz C benutzen (alle kostenfrei versteht sich). Ihr wollt noch mehr zum Thema Zollverein erfahren? Dann gebt oben rechts den Suchbegriff „Zollverein“ ein (oder klickt hier 🙂 ).

Glück auf – Unterwegs mit der Dieselkatze

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Ihr erinnert euch vielleicht an die Extraschicht im Sommer diesen Jahres. Die RAG Deutsche Steinkohle AG hatte in dem Zusammenhang ein Gewinnspiel veranstaltet, an dessen Ende als Gewinn eine Grubenfahrt in ein echtes Bergwerk stand. Und was soll ich sagen, ich war einer der Gewinner. Die Unterlagen kamen im September und am Montag, ein Tag nach dem 3. Advent, war es soweit. Nachdem als erstes die Zeche Prosper Haniel in Bottrop Ziel sein sollte wurde Ende November die Grubenfahrt nach Marl verlegt. Das liegt natürlich nicht gleich bei mir um die Ecke, so daß erst einmal eine Anreise von rd. 80 km anstand, aber für diese einmalige Grubenfahrt in ein betriebsfähiges Bergwerk habe ich das gerne auf mich genommen. Das Gewinnspiel war auf der letzten Seite des Veranstaltungsheftes zur Extraschicht abgedruckt, aufmerksam geworden war ich aber bereits ein paar Tage vorher via Facebook (Danke Danny 😉 ). Also lag es nahe, daß ich Danny auch als Begleitperson zu dem Besuch eingeladen habe.

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Die Zeche Auguste Victoria in Marl ist neben Prosper Haniel eine der beiden verbliebenen Zechen, die von der RAG noch betrieben werden. Wenn ich ehrlich bin, war ich schon ein bisschen nervös in den Tagen vorher. Schließlich ging es hier nicht wie in Bochum in ein Besucherbergwerk 15 Meter unter der Erde, sondern in über 1080 Meter Tiefe auf Sohle 6. Wir starteten in einem gut geheizten Raum mit einem kleinen Überblick, über die RAG, über den Kohleabbau und über das was nach 2015, dem Ende von Auguste Victoria, kommt. Die Vorstellung endete mit einer kurzen Sicherheitseinweisung und dem Hinweis daß alles batteriebetriebene (Handy, Digitalkamera, Armbanduhr) aus Sicherheitsgründen über Tage bleiben muß, was ein Grund dafür ist, daß es im heutigen Blogbeitrag nur wenig Fotos gibt.

File0018_50%Als nächstes wurde die passende Bekleidung (vom Feinripp bis zur Jacke) ausgegeben, ich glaube bei der Hose hätte ich noch ordentlich zunehmen können 😉 , dazu Sicherheitsschuhe, Schienbeinschoner, Lampe, CO2 Filter für den Notfall, Helm und Schutzbrille. Leider habe ich vor lauter Begeisterung vergessen, Bilder von der Montur zu machen, aber das offizielle Gruppenfoto folgt in ein paar Tagen seht ihr am Anfang des Blogbeitrags. Ihr erinnert euch ja noch an das Bild, daß ich im Juni auf der Zeche Zollverein gemacht habe. Dann ging es im Förderkorb mit ca. 12 Metern/Sek. (rd. 40 km/h) auf Sohle 6 in rd. 1080 Meter Tiefe. Während der Seilfahrt mußte ich mir 2-3 Mal die Nase zuhalten und kurz zwecks Druckausgleichs pusten. Danach ging es mit der Dieselkatze (einer Art Einschienenhängebahn mit dieselhydraulischem Antrieb) zum Abbaufeld in rd. 3 km Entfernung.

Unter Tage sorgen mächtige Lüfter dauerhaft für frische Luft und dank Wärmetauschern (ich nenne die mal so) waren es gefühlte … na ich sag mal 24 Grad. Wir durften schließlich dem Kohleabbau mit einem Walzenschrämlader in einem Streb beiwohnen (ich hoffe ich habe das soweit richtig wiedergegeben). Schon beeindruckend, was so eine Maschine unter Einsatz von viel Wasser und noch mehr Kraft an Kohle aus der Wand „schält“. Allerdings mußte jemand, der wie ich rd. 1,80 Meter groß ist, an der Stelle schon ordentlich den Kopf einziehen. Wenn ihr mich jetzt fragt, wie man sich über 1000 Meter tief unter Tage fühlt, muß ich gestehen, daß die 1000 Meter höchstens im Kopf vorhanden sind. Abgesehen von der kurzen und ruckelnden Seilfahrt könnte man auch in einem U-Bahntunnel knapp unter Straßenniveau stehen.

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Alles in allem kann ich nur sagen, es hat sich gelohnt an der Grubenfahrt teilzunehmen, vor allem wenn man bedenkt, daß der Bundestag im Jahre 2011 das Ende der Steinkohlesubventionen und damit das Ende der Steinkohleförderung bis zum Jahr 2018 beschlossen hat. Der Ruhrbergbau hat selbstverständlich seine Spuren hinterlassen im Ruhrgebiet ober- wie unterirdisch, in Form von Fördertürmen und Halden aber auch in Form von Bergsenkungen (Teile des Ruhrgebiets liegen heute 15 bis 20 Meter tiefer als noch vor 200 Jahren) und damit manchmal verbundenen Schäden, aber von nix kommt bekanntlich nix. Wenn es in den nächsten 5 Jahren nochmal die Gelegenheit gibt zu sehen, wovon das Ruhrgebiet viele Jahre gelebt hat, nehmt die Möglichkeit unbedingt wahr (auch wenn es fast unmöglich ist, einen Termin zu bekommen). Mein Dank an alle Beteiligten der RAG, der Ruhr-Tourismus und den Kumpeln auf Zeche AV. Glück auf!

Haldenfetisch (II)

Samstags, halb Zehn in Deutschland, zunächst einmal Zeit für ein Frühstückchen. Nachdem ich die Bedienung beim Bäcker meines Vertrauens mit 2 für 1 Gutscheinen verwirrt habe und der erste Kaffee hinter mir liegt, mache ich mich auf nach Oberhausen. Ich habe mir vorgenommen noch einen kleinen Abstecher ins Centro zu machen, bevor es dann zu den Außerirdischen geht. Vor kurzem habe ich Produkte von „Rituals“ kennengelernt und im Centro gibt’s den passenden Laden.

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Danach geht’s einen Steinwurf weiter nach Bottrop zur Halde Beckstraße. Dort sollen z.Zt. die Außerirdischen wohnen. Wie wir letzte Woche lernen durften, ist selbst die berühmte Area51 nicht mehr als ein schnöder Testflughafen für Drohnen und andere geheime Flugapparate im kalten Krieg. Also schaun wir mal, was der Künstler Fred Fischer für fremde Lebensformen präsentiert. Er bespielt seit 2009 die Halde am Tetraeder. Nach anfänglichen Wiederständen, schließlich ist auch der Tetraeder und das Drumherum ein Kunstwerk, wird seine temporäre Installation mittlerweile geduldet. Und nicht nur das, man einigte sich mit dem Tetraeder Künstler auf ein temporäres Nutzungsrecht.

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Die Medien gaben sich letzte Woche die Klinke in die Hand, zuerst die Zeitung, später sogar die Lokalzeit des WDR und diesen Samstag auch ich ;-). Aus Recyclingmaterial zusammengebaut stehen die Aliens lebensgroß, aufrecht stehend und gut verzurrt wie gerade gelandet in Mitten des Steinemeers. Davon abgesehen glaube ich ja, daß Aliens ganz anders aussehen, als wir denken, z.B. so wie der Haldenbewohner unterhalb des Treppenaufgangs (auf dem Bild oben) :-D.

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Da das Wetter war an diesem Morgen noch etwas zaghaft war, war der Antrieb nicht so groß, die Halde gleich wieder zu verlassen. Also habe ich mich auf die zweite Etage des Tetraeders gestellt, ein paar „#Fromwhereistand“ Fotos gemacht und die todesmutigen Besucher beobachtet, die der wackeligen und nur duch Lichtgitter gesicherten Konstruktion „Tetraeder“ nicht wirklich trauten :-D. Irgendwann entschloß ich mich dann aber doch weiterzureisen, um auch noch meine Lieblingshalde in Herten/Recklinghausen zu besuchen. Auf nach Hoheward.

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Bitte? Nein ich sagte Hoheward nicht Mullewapp. Wollt ihr etwa behaupten ihr wäret Johnny Mauser oder Franz von Hahn und ich der dicke Waldemar :-)? Die Entscheidung weiter zur Halde Hoheward zu fahren war goldrichtig, denn unterwegs riss der Himmel auf und die Sonne kam hervor. Die Drachenbrücke in Sichtweite, Auto geparkt und ab aufe zweite Halde. Die Schüttung scheint beendet, die letzen Berge mit Material, die beim letzten Besuch noch da lagen waren verteilt. Man konnte bis an den Rand gehen und fast direkt auf die Zeche Ewald hinunterblicken.

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An der Westflanke war’s dafür mächtig windig, so sehr, daß ich mein Cap festgehalten habe (sicher ist sicher) und auch der Kragen des Poloshirts flatterte lustig im Wind. Vor meinen Füßen entdeckte ich ein Stückchen Kohle. Das ist doch Kohle, oder? Vielleicht auch nur ein Stein mit Kohleschicht drumherum, ich hab’s mal mitgenommen, man weiß ja nie was noch kommt.

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Das Hironzontobservatorium ist nach wie vor gesperrt, soll jetzt aber an den Schweißnäten untersucht werden, der Oeblisk zeigt nach wie vor die Jahreszeit und das Sternzeichen an und der Ausblick von der Halde ist wie immer grandios, insbesondere wenn dann auch noch fast blauer Himmel und tolle Wolkenformationen zu sehen sind. Während ihr diese Zeilen lest, dürften die Vorbereitungen für das Sunset Picknick am kommenden Samstag (24.08.2013) in vollem Gange sein, letzten Samstag war es hingegen ausgesprochen ruhig dort oben.

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Hab ich schon mal erwähnt, daß ich stundenlang dort sitzen könnte ;-)? Für’s nächste Mal habe ich dann auch so ein Akkuzusatzladegerät dabei, damit das Handy noch länger durchhält. Und wenn ihr noch nie dort gewesen seid, nehmt euch Zeit mit. Das mit den zusätzlichen Bildern kennt ihr ja. Klickt auf Flickr oder Google+.

Haldenfetisch

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Nach einem etwas nachdenklichen letzten Blogbeitrag heute wieder was aus der Rubrik Haldenfetisch. Vom linken Niederrhein aus habe ich in den letzten knapp 4 Jahren einiges an Haldenkilometern abgelaufen und wie ich letzte Woche festellen durfte immer noch nicht alle gesehen. Einige habe ich im Sommer wie im Winter besucht, andere nur im Sommer, manche wenige Male andere schon häufiger. Darum möchte ich heute mal drei grundlegende Fragen klären.

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1. Wird es nicht langweilig, immer wieder auf die gleichen Halden zu laufen? Die Antwort lautet eindeutig „Nein“, denn die Aussicht ist je nach Wetter immer wieder ein bischen anders. Außerdem kann ich einmal oben angekommen durchaus eine halbe Stunde einfach nur da sitzen und in die Ferne schauen.

2. Gibt es eine Lieblingshalde? Eine bestimmte eigentlich nicht. Vom Niederrhein kommend liegen die Halde Norddeutschland (in Neukirchen-Vluyn), Rheinpreußen (in Moers) und der Angerpark, eigentlich ja keine echte Halde, (in Duisburg) am nächsten, aber die Halde Haniel (Oberhausen/Bottrop) oder die Halde Hoheward (Recklinghausen/Herten), auf der ich dieses Jahr noch nicht war, bieten die schönsten Aussichten, weil sie zu den höchsten gehören.

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3. Was macht man eigentlich oben auf einer Halde? Dumm rumstehen und dazu ein intelligentes Gesicht ;-). Nein mal im Ernst, wer zum ersten Mal über das Ruhrgebiet guckt braucht schon mal etwas Hilfe bei der Orientierung. Viel Grün, eine Hand voll Kamine oder Kraftwerke, mal ein Fußballstadion, dat Ruhrgebiet halt. Wenn man zum zweiten oder dritten Mal kommt hat man schon einen ganz anderen Blick, denn man erkennt vielleicht die Halde wieder, auf der man letztens war, man erkennt, jetzt die eine oder andere Landmarke (Schalke Arena, Gasometer Oberhausen, die Stadtsilhouette von Essen, Zeche Nordstern mit seiner Herkulesfigur, den Tetraeder) oder was auch immer. Und machmal entdeckt man sogar „Wolke an Haldengewächs“ :-D.

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Warum ich das erzähle? Weil ich euch zum Ende meines Urlaubs nochmal ein paar Bilder von der Halde Rheinpreußen (Moers) zeigen wollte und weil ich letztens zum ersten Mal auf der Halde Prosperstarße in Bottrop war. Das ist die Halde mit der Skihalle darauf gleich gegenüber der Halde Beckstraße, dat ist die mitt’n Tetraeder. Luftlinie sind letztgenannte keine paar 100 Meter entfernt und trotzdem ergibt sich eine ganz andere Sicht. Hinzu kommt, daß das Bild des Ruhrgebiets auch noch wächst. Ich habe nachfolgend mal ein Bild der Mottbruchhalde (Gladbeck) aus 2011 und 2013 gegenübergestellt. Das untere ist vom Tertraeder, das obere auf der Halde Prosperstarße entstanden. Ja die Perspektive ist eine etwas andere, aber 2011 konnte man die Halde noch fast übersehen, heute fällt sie direkt auf und noch bis Ende 2013 sieht man LKW’s dort hochfahren und ihre „Bodenschätze“ abschütten. Ab 2014 soll die Halde (als eine der höchsten Erhebungen im nordwestlichen Ruhrgebiet) renaturiert werden. Wir können uns also freuen, in absehbarer Zeit ein weiteres Ziel zu haben.

Halde Mottbruch

Die Halde Prosperstraße hat übrigens einen unschlagbaren Vorteil für Fußfaule, denn man kann (ich weiß nicht wie das Abends, an Wochenenden oder Ruhetagen (Mo.+Di.) aussieht) mit dem Auto bis vor die Skihalle fahren, auch wenn man nicht Skifahren will (ich übernehme dafür aber keine Gewähr :-)). Die Straße geht ganz schön steil bergan und oben angekommen bietet sich ein Blick gleich auf die Kokerei, auf das umliegende Ruhrgebiet, insbesondere in nordöstlicher, östlicher und südöstlicher Richtung. Unten gibt’s aber auch einen Parkplatz und dann muß man eben seine Füße benutzen. Wer etwas Action mag, kann sich zusätzlich noch im Hochseilklettern oder auf der Sommerrodelbahn versuchen.

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Dank Ruhrtopcard habe ich die Sommerrodelbahn natürlich ausprobiert und darf sagen, mir hat’s gefallen, auch wenn ich am nächsten Tag sowas wie einen blauen Fleck am Rücken gespürt habe. Eigentlich wollte ich unterwegs auch ein paar Fotos machen, bin aber an den AUS Knopf der Kamera gekommen und habe es erst unten gemerkt, so beschäftigt war ich mit Bremsen und Beschleunigen. Mittels eines Hebels am Schlitten kann man die Geschwindigkeit weitestgehend selbst bestimmen. Also habe ich beim Wiederhochziehen des Schlittens ein paar Mal auf den Auslöser gedrückt, das passiert dann nämlich automatisch (also das Hochziehen zum Start meine ich).

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Last but not least gibt es neben den bereits oben erwähnten „Wolken an Haldengewächs“ noch „Wolken an Klettergerüst“ und „Wolken zum Selbsteinfangen“. Fragt mich jetzt bitte nicht, was man damit macht, ich bin schließlich nicht der Wolkenfachmann, dafür gibt es den Beruf mit 3 „o“ im Namen … Meteorologe.

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Ihr wollt nochmehr Bilder? Dann wie immer bei Flickr oder Google+.

Zeche Rheinpreußen

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Als das Wetter im März mal so „Na ja“ war, hatte ich euch schon mal kurz von der Zeche Rheinpreußen in Moers berichtet. Am Sonntag hatte sich die Sonne wieder mal zum Versteckespiel verabredet, aber bedauerlicherweise hat sie keiner wiedergefunden. Also war’s wieder so „Na ja“ und ich entdecke auf meinem Schreibtisch den Notizzettel „Moers Schacht IV, Sonntags 14.00 – 17.00 Uhr, Zechenstr. 50“.

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Jepp … dachte ich so bei mir … das ist die Gelegenheit, den Sonntag nicht völlig abzuhängen :-D. Wie schon erwähnt, steht von der ehemaligen Zeche Rheinpreußen auf den ersten Blick noch der Förderturm (ein 48 Meter hohes Doppelstrebengerüst, das älteste noch erhaltene dieser Bauart im Ruhrgebiet) und die Fördermaschinenhalle. Die anderen ebenfalls noch vorhandenen Gebäude sind mittlerweile anderen Firmen gewidmet. Die Fördermaschinenhalle ist Sonntags von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Wie ich erfuhr tobt an manchen Wochenenden dort Trödelmarkt vor der Türe und dann wird’s richtig voll, aber diesen Sonntag tobte da nix, nichtmal Fuchs und Hase. Und da komm‘ ich und will was von der Maschinenhalle sehen :-).

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Als erstes bekomme ich einen Strich in der Liste „erster Besucher in der ersten Stunde“ (und vermutlich auch der letzte für heute). Die beiden ehrenamtlichen Kumpel begrüßen mich mit einem „Glück auf“ und legen sich ins Zeug. Ich bekomme sowas wie eine kleine Privatführung. Bekomme die elektischen Gerätschaften gezeigt, erklärt warum und wofür die mehrere Tonnen schwere Schwungscheibe gut war, bekomme die Geheimnisse des Kellers Strebs zu sehen (in dem sonst Schulklassen der Bergbau erklärt wird), werde geprüft, in wie weit ich den einen oder anderen Begriff schon kenne 🙂 und darf zum Abschluß noch auf dem heiligen Stuhl (nein nicht d e n heiligen Stuhl), den des Fördermaschinisten Platz nehmen und den Förderkorb (spielerisch) in Gang setzen.

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Während der interessanten Stunde habe ich dann noch versucht ein paar Fotos zu machen, die ihr wie immer in den proppevollen Alben von Flickr und Google+ seht, und dabei ganz vergessen meine Visitenkarte zu hinterlassen. Wenn ihr also Sonntags mal eurem Zechenfetisch nachgehen wollt, schaut auf der Zechenstr. 50 in Moers vorbei (Parkplätze außer am Trödelmarkttag reichlich vorhanden).

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P.S. 1: Ans Herz gelegt wurde mir noch die (neue) Internetseite der Halde Rheinpreußen (die mit dem Geleucht) unter www.das-geleucht.de.
P.S. 2: An einigen Stellen der Halle fanden sich zusätzlich verschiedene Kunstwerke, wie z.B. die Figuren ohne Körper. Nun ja, Kunst eben ;-).

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Schiffe heben und Türme besteigen

Wild wild east oder eine Geschichte über Schiffe heben und Türme besteigen

Ein wettertechnisch wunderschöner Pfingstsonntag liegt hinter uns, für mich die Gelegenheit mal wieder in den Osten des Ruhrgebiets zu fahren. Warum gerade an diesem Sonntag? Weil es der 3. Sonntag im Monat war und das heißt auf Zeche Zollern „Führung durch die Maschinenhalle“, aber dazu gleich mehr. Außerdem ist ein Sonntag i.d.R. gut geeignet die Autobahnen im Ruhrpott zu nutzen, ohne im Stau zu stehen.

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Zunächst führte mich der Weg noch einmal zum Schiffshebewerk nach Henrichenburg. Das liegt nur wenige Autominuten von der Autobahn 2 entfernt und wenn ich ehrlich bin, bis 2010 wußte ich nichtmal von dessen Existenz. Schon von der Straße, die unterhalb des Schiffshebewerks hindurchführt, hat man einen tollen Blick auf das Gebäude, daß seit 1979 zum LWL-Industriemuseum gehört. Zur Zeit ist das Oberwasser (also oberhalb des Hebewerks, daher der Name Oberwasser ;-)) in Renovierung, was auch der Grund dafür ist, daß die Museumsschiffe derzeit nicht besichtigt werden können. Dennoch ist das Gelände einen Besuch wert, insbesondere, wenn man die engen Treppen in den Türmen nach oben klettert und von der Kommandobrücke ganz oben auf den alten Trog blickt, in dem früher die Schiffe transportiert wurden. Einen Blick auf den naheliegenden Hornbach Baumarkt gibt’s übrigens auch, tut hier aber nichts zu Sache ;-).

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Schiffe fahren durch dieses Hebewerk natürlich nicht mehr, aber im alten Transporttrog kann man anscheinend speisen. Zumindest standen eine ganze Menge Teller dort auf dem Boden ;-). Nachdem ich also die Stiegen wieder runtergekrakselt war habe ich mir die Keramiken dort auf dem Boden näher betrachtet. Nein Essen gab’s doch nur am Gastrobus nebenan, die Keramiken auf dem Boden waren alle leer. Ihr meint das wäre Kunst? Was seid ihr nur für schlaue Köpfe, denn was habt ihr wieder mal? Genau Recht habt ihr. Es handelt sich um eine Installation namens „Vessels“ (nein nicht die Mehrzahl von Fessel, sondern in der Übersetzung doppeldeutig – gleichermaßen für Gefäße wie für Schiffe), der Künstlerin Young-Jae Lee. Sieht schon merkwürdig aus, wenn die Kunst auf dem Boden verteilt steht, aber bitte Kunst liegt ja im Auge des Betrachters. Bis 16.6.2013 habt ihr noch die Möglichkeit „Vessels“ zu besuchen, aber nur gucken, nicht anfassen.

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Ich habe dann auch mal ein bisschen in Kunst gemacht und den Tellern meinen persönlichen Alien verpaßt. Ob das ’ne Marktlücke ist 😉 ? Im hinteren Bereich des Museumsgeländes wird’s übrigens gemütlich. Rattanstühle unter Hochspannungsmasten, ein Schwan im Wasser (wo auch sonst) und der Ankergebrauchtmarkt (die wollten mir keinen Anker als Geschenk verpacken 😮 ). Pffft, dann eben ab zum nächsten Ziel.

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Ca. 20 Kilometer weiter südlich gings zur Zeche Zollern. Die ehemalige Zeche im Jugendstil-Gewand ist nicht nur wunderschön anzusehen, man kann auch auf einen der beiden Fördertürme steigen klettern und im Besteigen Klettern bin ich gut 😀 . Dabei sind die beiden Türme garnicht die Originaltürme der Zeche Zollern, aber sie wurden zumindest baugleich ersetzt. Auch die Zeche Zollern ist ein Standort des LWL Industriemuseums und auch hier (wie in Henrichenburg) habe ich übrigens meine RuhrTopCard genutzt. Also zunächst ab nach oben und die Zeche von oben betrachten. Unten sieht’s ein bisschen aus, wie auf einer Modelleisenbahn, in der Ferne ist der Fernsehturm von Dortmund und dieses (angeblich) berühmte 😉 Stadion zu erkennen.

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Seit einiger Zeit sind die beiden Seilscheiben des Förderturms auch wieder mit Seilen bestückt und wenn die Maschinenhalle fertig renoviert ist, werden diese zu Schauzwecken auch wieder betrieben. Die Maschinenhalle ist seit 2007 (also schon bevor ich das erste Mal dort war) in Renovierung. Warum so lange? Weil ein Billiganbieter eine „agressive Plörre“ (O-Ton) draufgekippt hat, die mehr geschadet als genutzt hat. Also wird es wohl mindestens 2014 werden, bis die Halle wieder für alle zugänglich wird. Aber jeden 3. Sonntag im Monat gibt es eine ca. 1 stündige Führung durch die Halle und bei dem schönen Wetter fanden sich an diesem Sonntag über 60(!) Besucher zur Führung ein (darunter viele Fotografen). Die Halle selbst wird durch einen Nebeneingang betreten und gleicht von der Größe Höhe her einer kleinen Schiffswerft. Für die Zeche Zollern wurde seinerzeit die erste elektrische Fördermaschine der Welt in die Maschinenhalle eingebaut.

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Die Förderung von Mannschaften und Kohle erfolgte fortan mit durch Elektromotoren angetriebenen Treibscheiben. Auch die Schalttafeln an der Wand waren, für heutige Verhältnisse unvorstellbar, aus Marmor. Die Elektromotoren, die Schalttafeln, der Arbeitsplatz des Fördermaschinisten, alles das wird in der ca. 1 stündigen Führung vorgestellt (und ab irgendwann in 2014 auch sozusagen live). Bilderkes habe ich zu hunderten gemacht, eine Auswahl im sich mehr und mehr füllenden Album „Ruhr 2013“ bei Flickr und Google+.

In Bochums Unterwelt

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Es kam mir vor, als wäre ich erst vorgestern das letzte Mal da gewesen, dabei ist es schon wieder Monate, was sage ich Jahre her. Drei um genau zu sein, denn am letzen Wochenende war ich mal wieder im Bergbaumuseum in Bochum. Mein Weg führte mich über die A40 und ich gestehe, ich fahre gerne über die A40. Wie jetzt, über die stauträchtigste Autobahn im Revier? Ja, aber tunlichst am Sonntag, denn dann ist es dort i.d.R. so, daß man sich dem Verkehrsfluß anpassen kann und zwischen 60 und 100 km/h von einer Baustelle zur nächsten „mitschwimmen“ kann. Ich hab’s dann auch nicht eilig und kann gemütlich zusehen, wie ich bei Tempo 80 mit gefühlt 130 überholt werde, um am nächsten Blitzer wieder die hektischen Bremslichter zu beobachten.
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Das Bergbaumuseum hatte zur Grubenlampenbörse „Glanzlichter“ geladen, einer Art Trödel- und Antikmarkt für Grubenlampen und was sonst so entfernt mit dem Bergbau zu tun hat. Nein ich wollte nichts kaufen, ich hätte eh nicht die nötigen Scheinchen dabei gehabt. Als Grubenlampendummy hätte ich nicht mal sagen können, ob Original oder Nachbau. Aber gucken kostet ja nchts. Nach kurzer Stippvisite hatte ich daher auch genug „Glanzlichter“ gesehen und habe mich stattdessen mal wieder zu einer Grubenfahrt entschlossen.

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Eine Grubenfahrt in einen Stollen dauert i.d.R. mehrere Minuten und geht im nördlichen Ruhrgebiet bis zu 1000 Meter tief. Hier erreicht der Aufzug das Ziel schon nach ca. 15 bis 20 Sekunden. Ob der Aufzug so schnell ist 🙂 ? Nein, der Stollen liegt wesentlich niedriger. Ihr müßt nicht in die Kaue und nach dem Besuch erst recht nicht unter die Dusche, aber ihr bekommt Kohle zu sehen (wenn auch künstlich eingebrachte). Der Besucherstollen liegt nämlich nur 13 Meter tief und wurde als Anschauungsbergwerk angelegt.

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Was ich vergessen hatte war, daß geführte Touren durch das Anschauungsbergwerk nur Dienstag bis Freitagmittag angeboten werden. Freitagnachmittag und am Wochenende können Besucher die Grube mit Tonbandansagen selbst erkunden. Wir fahren also mit dem Aufzug in den Bergwerkskeller, steigen aus und plötzlich beginnt eine Stimme aus dem Off. Wo habe ich das mit der Tonband aus dem Off schon mal gehört …? Ich höre mir einen Teil der Ansage an und begebe mich dann selbst auf Tour. 13 Meter unter der Erde geht es immer den „Rundgang“ Schildern nach. Mal steht da das Handwerkszeug des Bergmanns, mal eine große Maschine, mal wird der Stollenbau erläutert während das Grubenpferd wiehert und wieder eine Ecke weiter ist ein moderner Walzen-Schremmlader beim Kohle hobeln zu entdecken (Kohle nicht Käse). Wo frage ich mich weiterhin, habe ich so eine Stimme aus dem Off nur schon mal gehört …?

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Eigentlich hat das Selbsterkunden des Anschauungsbergwerks auch einen Vorteil, denn so hat man mehr Zeit ein paar Fotos von der Bochumer Unterwelt zu machen. Bei einer Führung ist man doch eher geneigt der Gruppe zu folgen. Hier und da heißt es für Großgewachsene Kopf einziehen. Und schnell noch ein Foto. Nach einiger Zeit, es ist schließlich ein Rundweg, kommt man wieder am Aufzug an. Im Anschluß geht’s dann nach oben auf den Förderturm. Der stammt eigentlich aus Dortmund steht aber jetzt mitten in Bochum. Nicht gerade das beste Wetter, um ganz oben zu stehen, der Wind pfeift und die Sonne, wo war die noch gleich …? So bleibe ich nur für etwa 10-15 Minuten da oben, daddel wie immer schnell noch ein Instagrambild in den Mobilfunkhimmel und überlege immer noch, woher ich die Stimme aus dem Off kenne. Da plötzlich fällt es mir wieder ein. „Hallo … hier spricht Edgar Wallace“ 😉 . Mir läufts kalt den Rücken runter. Wegen Edgar Wallace? Nein, auf Grund des Winterwetters 😀 .

Ich stolpere noch durch ein zwei Ausstellungsräume,wechsel ein paar Worte mit C3PO und trete wieder den Rückzug an. Wenn ihr da seid, nehmt euch Zeit, denn das Museum ist neben dem Anschauungsbergwerk so umfangreich, daß man schon selektieren muß. Von den Anfängen des Kohleabbaus (zwölfzehnhundertplötzlich) bis zur Umwandlung der Kohle und anderen Bodenschätzen in Energie unserer heutigen Zeit ist alles vertreten. Bilder … genau bei Flickr und Google+.

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Stürmisch auf Rheinpreussen

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Kennt ihr das, wenn einem der Wind ins linke Nasenloch hineinpustet und durchs rechte wieder raus ohne daß man bewußt atmet. Heute war irgendwie so ein Tag, aber ich konnte mich nicht entschließen drinnen zu bleiben, ich mußte einfach raus an die Luft. So habe ich heute zum wiederholtem Mal die Halde Rheinpreussen besucht und dort war es eben ziemlich windig. Wieviel Besuche sind eigentlich notwendig, daß einem ein Stück der Halde gehört 😉 ? Einige Sonntagsausflügler hatten ihre Lenkdrachen mitgebracht und die Kaputze an meiner Jacke flatterte derart im Wind, daß ich mir fast selbst vorkam wie ein Lenkdrachen. Wie bitte? Ich kann nicht abheben? Hat da jemand „dick“ gesagt? Hallo!?! Ja, vielleicht ein bischen zu schwer 😀 .

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Aber es hat gut getan, schließlich soll es ab nächste Woche ja langsam winterlicher werden. Soll es ruhig, die Winterschluppen am Auto sind ja schon drauf. Da ich das „Geleucht“ mittlerweile von allen erdenklichen Seiten fotografiert habe, haben sich wenig neue Bilder ergeben. Könnte die RAG vielleicht mal ein paar neue Halden aufschütten und weitere Halden für den Besuch freigeben? Schließlich muß man doch Perspektiven für 2013 haben 😉 . Wer übrigens die Halde Rheinpreussen noch nicht kennt, der sollte bei der nächsten Fahrt über die Rheinbrücke der A42 (Höhe Duisburg Bearl) mal nach links auf den Hügel hinter der Rheinbrücke gucken. Ist nicht zu übersehen.

Bevor sich das Jahr zu Ende neigt, landen die Bilder nochmal im Album Ruhr 2012 bei Flickr, Sevenload, Picasaweb. Da sind irgendwie ganz viele Haldenbilder aus 2012 gelandet, weiß auch nicht warum 😀 .