Ein Schwank aus meinem Leben

Telefon1Der heutige Blogbeitrag wartet schon 2 Wochen auf Veröffentlichung und beginnt zunächst mit einer Frage. Warum gräbt unser Gehirn manchmal in der Mottenkiste nach verschollenen Gedanken? Plötzlich erinnere ich mich wieder an Dinge, von denen ich seit Jahren nicht mal mehr wußte, daß dieser Gedanke noch in meinem Gedächtniskeller schlummert. Warum tut unser Gedächtnis das? Ich weiß wirklich nicht, wie ich darauf kam, aber letztens fiel mir ein, wie ich das erste Mal selber telefonieren durfte. Heute ist es für uns und unsere Kinder selbstverständlich, daß man telefonieren kann. Fast jeder hat heute einen Festnetzanschluß (nennen wir ihn mal so, auch wenn er technisch übers Kabelnetz oder das Internet ins Haus kommt) und die ersten haben sogar schon wieder keinen Festnetzanschluß mehr, weil sie rund um die Uhr mit dem Handy telefonieren.

In meiner Grundschulklasse hatte ich einen Klassenkameraden mit dem ich Sammelbilder getauscht habe. Ich erinnere mich nicht mehr um was es da genau ging, vermutlich waren es Fußballbildchen, die heute längst wieder von Regenwürmern zu Humus verwandelt wurden, aber er hatte eine Reihe davon doppelt (Bilder nicht Regenwürmer) und wollte sie mir mitbringen. Er erzählte mir aber an jenem Tag, daß er bald umziehen und die Schule wechseln würde, höchste Zeit also, daß er mir die Bilder mitbringt. Um ihn nochmal zu erinnern mußte ich ihn anrufen. Nun war es damals noch so, daß ich im Grundschulalter zum Telefonieren in die Telefonzelle oder zu meiner Oma gehen mußte, weil meine Eltern noch keinen Telefonanschluß hatten. Ja, in den frühern 70’ern war das noch so. Ich marschierte also eines Nachmittags zu Oma und Opa, klingelte und bat darum ein Telefonat führen zu dürfen. Ich stellte mich an diesen hellgrauen Aparillo und benutzte die Wählscheibe 😮 . Ich wußte wie das ging, hatte aber keinen Plan, wie man sich beim Telefonieren verhält. Ich weiß, viele wissen das heute auch noch nicht (oder nicht mehr), aber sinnvollerweise meldet man sich mit seinem Namen und verlangt dann den entsprechenden Gesprächspartner.

Telefon2Ich wählte also die Nummer des Schulfreundes und es klingelte. Ans Telefon ging, huch welche Überraschung, aber nicht er selbst, sondern seine Schwester. Anstatt sich ordentlich zu melden, sagte ich nur „Bringst du mir die Bilder morgen mit“? Die Schwester ahnte vermutlich um was es ging, antwortete sowas wie „Ich werde es ausrichten“ und schwupps war das Gespräch auch schon wieder beendet. Ich weiß heute noch, daß meine Oma fragte, ob ich mit meinem Klassenkameraden gesprochen und mich auch mit meinem Namen gemeldet hätte. Ich mußte bedauerlicherweise beides verneinen. Hätte sie das nicht vorher fragen können 😀 ? Trotz des etwas verunglückten Telefonats bekam ich meines Wissens am nächsten Tag die erwarteten Bildchen.

Jetzt mal ehrlich, warum habe ich mich an diesen alten Kram plötzlich wieder erinnert? Vielleicht, weil meine Eltern irgendwann ihren eigenen Telefonanschluß bekamen und ich letztens darüber nachgedacht habe, daß ich deren Rufnummer als eine der wenigen Nummern schlafwandlerisch auswendig kann? Die Nummer hat sich nämlich seit über 40 Jahren nicht geändert.

Damals waren die Leitungen knapp und man mußte schon mal warten, bis der Telefonanschluß geschaltet wurde. Dann, von einem Tag auf den anderen, stand der Techniker der Deutschen Post(!) vor der Türe. Der Anschluß war ruck zuck gelegt und nach ein paar Tagen merkten wir auch warum plötzlich alles so schnell ging. Die Rufnummer gehörte zu einem abgemeldeten Anschluß einer Kneipe, die ein paar Straßen entfernt wohl ihr Geschäftsleben eingestellt hatte. In den nächsten Tagen klingelte das Telefon immer wieder mal und irgendjemand wollte, Hans und Franz oder einmal sogar Hinkebein sprechen 😀 . Das führte im Familienkreis immer wieder zu Lachanfällen.

Telefon3– Wußtet ihr, daß wenn man in den 70’ern als Anrufer das Gespräch nicht beendete, die Verbindung bestehen blieb und der Angerufene trotz zwischenzeitlichen Auflegens trotzdem weiter mit euch verbunden war?
– Wußtet ihr, daß man früher zufällig auch schon mal in fremde Gespräche reinhören konnte, wenn es zu einer Fehlschaltung kam?
– Wußtet ihr, daß die erste selbstwählbare Verbindung ins Ausland am 03.09.1955 eingerichtet wurde und sich die flächendeckende Einführung des Selbstwähldienstes noch bis 1966 hinzog (der Vollausbau in Westdeutschland sogar erst 1972 erreicht wurde, in einigen ländlichen Ortsnetzen in Ostdeutschland erst Ende der 1980er Jahre)?

Seht ihr, jetzt habt ihr sogar noch etwas gelernt, ich fürchte es hilft euch im Leben aber auch nicht weiter, es sei denn die Frage kommt demnächst im „Quizduell“ oder bei „Wer wird Millionär“ 😉 . Ich geh derweil mal wieder im Gedächtniskeller stöbern.

Serienfieber (Zack – Wusch – Peng)

Zack – Wusch – Peng – Boing – Wummer (… jetzt ist er völlig durchgeknallt 😀 ). Nein, so oder ähnlich klingt die Sprache der Comic Hefte. Ob Kraftwerk in den 80’er Jahren mit dem Titel „Boing bum Tschack“ an Comics dachte? Ich weiß es nicht, aber auch heute noch erfreuen sich Comics großer Beliebtheit. Doch wer ist der wahre Comic Held? Nächste Woche kann man im Privatfernsehen zwei neue Serien bestaunen die sich mit Comic Helden beschäftigen. Genau genommen gab es bereits am letzen Sonntag mit „Scorpion“ eine Serie, in der die Marvel Helden in die heutige Zeit versetzt werden. Insgesamt etwas abgedreht, oder wie sonst könnte man auf die Idee kommen, mit einem Jumbo mit 350 km/h(!) in 10 Meter Höhe über eine Landebahn zu fliegen und dabei einen LAN Kabel hinaus zu reichen, damit sich der Beifahrer im darunter fahrenden Ferrari, auch 350 km/h schnell, Software aus dem Jumbo auf einen Laptop kopieren kann 😀 . Öhm …

Serien

Mit den Comic Serien der nächsten Woche meinte ich „Gotham“ und „The Flash„. Ich bin echt mal gespannt, vor allem wie lange die Serien laufen. Vor einiger Zeit hatte ich hier an dieser Stelle schon mal was über Serien geschrieben und da war es auch so, Einschaltquote nicht zufriedenstellend, ab damit auf irgendeinen Spartensender. Nur so nebenbei, ich habe mich bei keinen der Netflix, Watchever, Maxdome sonstwas Angebote angemeldet, weil keiner davon alles zeigt und ich auch nicht die Zeit habe, ständig irgendwelche Serien in Dauerschleife zu gucken, aber 1 x pro Woche eine Fortsetzung zu gucken, das paßt ganz gut. Nachdem Homeland mit der 3. Staffel in meiner Gunst weit nach hinten gefallen ist, gucke ich lieber Serien wie Elementary, Navy CIS, The Mentalist, Criminal Minds, Scorpion (NEU), Detective Laura Diamond (NEU), Stalker (NEU) und allem voran Castle, ein NYPD Ermittlerteam, bei dem ich häufig breit grinsend auf der Couch sitze.

Ich weiß was ihr jetzt denkt und ihr habt Recht (verdammt wo habe ich diesen Spruch schon mal gehört 🙂 ), alles kalter Kaffee, uralt schon bei Netdings und Watchwas ge- sehen und ständig Werbung nervt auch. Na ja, stimmt ein bisschen, aber ich habe es schon geschafft, binnen 7 Min. Werbung zu duschen, und für irgendwas muß Werbung schließlich gut sein ;-).

Winterwunderland

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Was ist schöner als an einem freien Sonntag durch frischen Schnee zu stapfen? Genau, an einem freien Samstag durch frischen Schnee zu stapfen. Wie wettertechnisch gestern angekündigt sah die Welt heute früh, nachdem ich den Vorhang im Schlafzimmer aufgezogen hatte, schön weiß aus. Ob ich Spätaufsteher bin? Mhmmm … naja, sofern ich nichts konkretes vorhabe kann es schon mal 9.00 Uhr werden und da lagen bereits die ersten Schneeflocken.

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Während der Kaffee lief verkündeten die Verkehrshinweise bereits 6 km Stau hier und 10 km Stau da und ich fühlte mit euch, wenn ihr hinter einem querstehenden LKW euren heißen Kaffee vermißt habt. Daher habe ich mein Auto auch schön da gelassen, wo ich es am Freitag abgestellt habe, in der Garage. Außerdem habe ich mich am Freitag in die hiesige Waschstraße begeben und da fahre ich doch nicht raus in diesen Matsch ;-).

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Also frische Brötchen vom Bäcker (sowieso zu Fuß), einen heißen Kaffee, Schneeflocken vor dem Fenster, warum kann nicht jeder (Sams-)Tag so anfangen? Während die zweite Tasse Kaffee vor sich hindampft verkündet der Wetterbericht steigende Temperaturen für den Mittag und damit schon wieder dahinschmelzende Schneepracht. Also den Winterdress aus dem Schrank (soll ja schön muckelig sein) und ab in den Krefelder Stadtwald mit knirschendem Schnee auf fast unberührten Wiesen :-). Ich liebe dieses Geräusch.

Dazu ein paar Winterfotos (zu sehen bei Google+ bzw. bei Flickr), um sich an den Wintertag zu erinnern, der morgen vermutlich schon wieder vorbei ist. Eigentlich schade um die weiße Pracht, aber pssst … ich will morgen auf die Autobahn, denn es steht eine Einladung zum Mittagessen, da dürfen die Straßen ruhig wieder frei sein :-D.

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Zoo Krefeld

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Wenn ihr mich in den letzten Wochen im Ruhrgebiet vermißt habt, lag es nur am Wetter (und meinem Rücken) und daran, daß die Zeit in letzter Zeit schneller vergeht als sonst. Kaum liegt Silvester hinter uns, ist auch der halbe Januar schon wieder passé und so langsam kommt das Jahr in Fahrt. Was ich 2015 so vorhabe, habe ich ja letztens bereits geschrieben, was ich aber bereits im letzten Jahr vorhatte, war dem hiesigen Zoo in Krefeld des Öfteren mal einen Besuch abzustatten. Keine 10 Minuten entfernt und doch so verschmäht.

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Als ich dieser Tage feststellte, daß mein Perso abläuft und ich neue Fotos brauchte, fielen mir noch die Restbilder vom letzten Mal in die Hände. Da ich auf den Bildern aber noch jung und dynamisch aussah 😉 bin ich mit dem Rest am Samstag an die Zookasse und habe mir eine Jahreskarte gekauft (39,- €). Für den Personalausweis brauche ich natürlich neue (biometrische) Bilder auf denen ich aussehe wie auf einem Fahndungsplakat (nicht lächeln, keine Miene verziehen), aber für die Jahreskarte reichten die Bilder auf jeden Fall mehr als aus. Also werdet ihr mich demnächst, wenn das Wetter nur so na ja ist oder ich keine Lust oder Zeit für eine weitere Tour habe, des öfteren mal im Zoo in Krefeld antreffen.

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Ich wollte endlich mal die Gelegenheit wahrnehmen, das neue, bereits in 2014 eröffnete, Pinguingehege zu betrachten. Unter einem luftdurchlässigen Netz, einer Freiflughalle, findet man Vögel und Pinguine in einem Gehege und der Besucher kann über eine Art Schleuse mit zwei Türen mitten hindurchgehen. Man ist somit von den Pinguinen nur zwei bis drei Armlängen entfernt. Vor dem Gehege gibt es dann noch eine große Glasscheibe, die dem Besucher ermöglicht das Treiben unter Wasser zu beobachten. Einziges Manko, durch die biologische Klärung ist das Wasser ziemlich trübe, so daß man warten muß, daß die Pinguine unmittelbar an der Scheibe vorbeischwimmen … und dann gaaaaanz schnell auf den Auslöser drücken. Insbesondere bei Kinderhänden an der Scheibe scheinen die Tiere aber sehr neugierig 🙂 .

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Als ich nach einer großen Runde am Trampeltiergehege meinen Fotoapparat wieder verstaute, kam eines der Trampeltiere gleich angerannt, als würde es mich schon ewig kennen. Hatte wohl gedacht ich packe etwas aus statt ein und ich mußte es mit leeren Händen begrüßen. Seine Begrüßung fiel dann auch entsprechend kühl aus GGNW (gucken, gibt nichts, weg 🙂 ). Nun kann der Winter also gehen und der Frühling bitte kommen, denn dann werde ich die Jahreskarte bestimmt auch mal für einen Feierabendspaziergang durch den Zoo nutzen.

P.S.: Am 20. September ist übrigens Partnerzootag für die meisten Zoos in NRW. Das heißt an dem Tag kommt man mit seiner Jahreskarte in alle anderen Zoos, die sich daran beteiligen.
P.P.S.: Ich lade gleich noch ein paar Fotos ins Google+ Album bzw. zu Flickr hoch.

Jahresplanung 2015

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Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, ist momentan ein bisschen Flaute hier im Blog. Zum einen habe ich z.Zt. ein bisschen Rücken (wie Hape Kerkelings alter Ego Horst Schlämmer sagen würde) und zum anderen läd das Wetter nicht gerade dazu ein, sich regelmäßig vor die Türe zu wagen. Klar ins Büro natürlich schon, daher wäre ich in der Woche auch nicht so heiß auf Schnee, aber am Wochenende wäre er doch eine willkommene Abwechslung als Fotomotiv (so’n Wochenendschnee 😀 ).

Gut egal, ich nehme es wie es kommt und stöbere unterdessen durch die Terminkalender diverser Museen (LVR, LWL und wie sie alle heißen). Außerdem wartet die RuhrTopCard 2015 wieder auf ihren Einsatz und ich habe mir (wie in den letzten beiden Jahren auch) vorgenommen nicht nur den Zoo in Duisburg, sondern endlich auch mal den in Krefeld ausführlicher zu besuchen. Eine Jahreskarte kostet dort z.Zt. 39,- €, was sich bei mehr als 4 Besuchen lohnt. Außerdem gelten Vergünstigungen in Partnerzoos in NRW und 1 x im Jahr gibt’s sogar einen Tag mit freiem Eintritt in allen Partnerzoos.

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Bei Durchsicht der Angebote der RuhrTopCard ist mir außerdem aufgefallen, daß ich noch nie in der Burg Altena war (nicht mal in Altena), die Dechenhöhle bereits vor 2 Jahren besuchen wollte und evt. auch mal wieder (das allerdings ohne RuhrTopCard) das Freilichtmuseum in Kommern (bei Mechernich) besuchen möchte. Über und nach Ostern gibt es dort immer für eine Woche den „Jahrmarkt Anno dazumal“. Auch ins Gasometer (oberstes Bild) könnte ich mir vorstellen nochmal zu gehen, denn die Ausstellung ist nicht umsonst verlängert worden.

Der Bundeshauptstadt (Berlin) möchte ich dieses Jahr mal im Frühjahr eine Aufwartung machen und dafür 3 Tage Hamburg lieber mal in den Sommer verlegen (dann ist der Regen dort etwas wärmer 😉 ). Auf ein paar Oldtimertreffen werdet ihr mich genauso finden wie in verschiedenen Botanischen Gärten (ich muß endlich mal wieder nach Bochum) oder im Grugapark in Essen. Und auch seit längerem möchte ich mal den Niederrhein bei Wesel besuchen. Ihr seht also, ich brauche keine Fernreisen, freue ich aber schon auf eine Reihe hoffentlich schöner Ausflüge (auch wenn der Frühling den Heuschnupfen vermutlich wieder aufleben läßt).

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Guten Rutsch

Nur noch wenige Stunden, bis auch dieses Jahr wieder rum ist. Es kommt mir vor, als hätte ich selbiges eben erst geschrieben. Mein Kalender hat bereits eine ganze Reihe von Terminen für 2015 angesammelt (welche seht ihr wie immer am rechten Rand des Blogs). Ich freue mich schon auf viele neue und bekannte Unternehmungen und wünsche euch bis dahin einen guten Rutsch. Man liest sich 2015 😉 .

Silvester

Frohe Festtage

Alle Vorbereitungen abgeschlossen? Alle Geschenke verpackt? Das beste Kleidungsstück gebügelt? Dann habt ein paar gemütliche Weihnachtstage, ob mit Weihnachtsbraten oder Würstchen und Kartoffelsalat (immer noch eines der beliebtesten Weihnachtsessen wie ich las 🙂 ). Und falls ihr eure Familie besucht und mit dem Auto unterwegs seid, mit Schnee ist wohl nicht zu rechnen.

Weihnachten

Wetten dass.. heute die letzte Sendung läuft?

ZDF Tja, da läuft sie also heute, die letzte Sendung Wetten dass..? Einige von euch waren vor 33 Jahren noch nicht einmal auf der Welt, andere haben den Samstag geblockt und wieder andere haben darüber gemeckert, noch bevor die Eurovisionsfanfare kam. Nein, jede Sendung habe ich vermutlich auch nicht gesehen, aber doch relativ viele. Warum? Ich fand die Sendung unterhaltsam und finde sie heute noch besser, als manches was dem Privatfernsehen entspringt. Aber die Zeit ist weitergegangen, die Sendung ist stehengeblieben. Vor 33 Jahren gab es nur ARD und ZDF, die sogenannten „Dritten“ (Programme nicht Zähne 🙂 ) hatten damals noch kein Programmangebot wie heute, und selbst als die Privatsender dazu kamen, wurde am Samstag irgendeine Filmwiederholung ins Programm gehievt, weil eh alle Wetten dass..? gucken.

Die Zuschauerquote schwankte zwischen 23,4 Mio. (1985) und 5,5 Mio. (2014), es gab Kleidungsstücke von Thomas Gottschalk über die diskutiert wurde, es gab Wettpaten und Wetteinlösungen, mal interessant und mal peinlich, einige verweigerten die Wetteinlösung, andere schütteten sich Eiswürfel in die Hose und machten beim Sackhüpfen mit. Wetteinlösungen für einen guten Zweck wurden leider selten. Über Tom Hanks gab es sogar Schlagzeilen in einer amerikanischen Talkshow (crazy die Germans), aber lieber Sackhüpfen im Fernsehen als tödliche Schüsse auf Schwarze (crazy die Ammis).

Der Familiensamstag, an dem alle vor dem Bildschirm hockten … längst vergangen. Heute heißen die Shows „Ich blamiere mich bestmöglich bei einem Casting“, „Ich stürze mich von Brücken und find’s lustig“ oder „Ich bin doof und suche eine(n) der genauso ist“. Dazu Internetangebote und 6 x im Jahr Wetten dass..? Früher war man gespannt, wenn eine Fernsehsendung am Montag in der Zeitung verrissen wurde und am Dienstag hat’s schon keinen mehr gejuckt, früher schrieb man Zuschauerbriefe, die kamen dann 10 Tage nach der Show an, wurden gelesen und vernichtet, keiner erfuhr von seinem Inhalt (außer der Redaktion des ZDF). Und heute? Heute gibt es die Möglichkeit, sich noch während der Sendung zu äußern. Twitter, Facebook & Co. quellen über vor Kommentaren, zeitweise glaube ich, daß sich der eine oder andere nur deshalb im Internet befindet, weil er über Wetten dass..? herziehen kann.

Findet es kleinlich, aber ich finde es bis zu einem gewissen Punkt noch lustig, dann aber irgendwann gefährlich, wenn sich alle auf eine Sendung oder einen Moderator stürzen und ihn niedermachen. Das hatten wir doch schon mal, daß alle sich auf eine Gruppe stürzten und nicht mehr hinterfragten warum. Übertrieben? Unsinn? Vielleicht juckts am Dienstag auch schon keinen mehr, aber denkt mal darüber nach, auch hinter einer Show, ob beliebt oder nicht, stehen eine Menge Menschen, die sich die Mühe machen diese Show auf die Beine zu stellen. Gebt den öffentlich rechtlichen eine Chance, wer Müll sehen will soll sich eine Webcam in der Hausmülltonne installieren (oder RTL gucken 😉 ).

(Quelle des Wetten dass..? Logos ZDF. Da gibt’s übrigens heute noch einen kleinen Rückblick mit Bully Herbig „Bullys Wetten, dass..? Highlights“ und hier noch ein „Best of„).

Foto der Woche (Siebenundvierzig)

Tja, diese Woche (oder besser am letzten Wochenende) habe ich neben meinem Besuch des Tetraeders noch einen Abstecher in den Krefelder Stadtwald unternommen, weil die Abendsonne den Herbst in einem besonderen Licht erstrahlen läßt. Es sind zwei Hand voll Bilder entstanden und das hier habe ich kurzentschlossen zum Foto der Woche erklärt.

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Das hier sind die anderen Kandidaten, die es nicht zum Foto der Woche geschafft haben. Besonders viel Mühe hat sich allem Anschein nach jemand gegeben, als er (oder sie) aus den Resten eines gefällten Baums einen Pilz geschnitzt hat. Unter dem Holzpilz saßen dann auch gleich die vermeintlichen Waldbewohner 🙂 .

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