Parkgebühren zahlen per SMS?

Geld Es ist ja schon verrückt, da kurve ich durchs Ruhrgebiet, besuche mal Hamburg und mal Berlin, aber bis nach Düsseldorf (von Krefeld keine 30 km) schaffe ich es nur selten. Gut könntet ihr jetzt sagen, warum auch, denn Krefeld hat bestimmt auch schöne Töchter Geschäfte. Und damit wären wir bereits halb beim Thema, wer Stadtbummel sagt, denkt auch gleich an Parkgebühren. Es soll ja nicht kleinlich klingen, aber ich überlege mir schon, ob ich für einen Bummel entlang des Rheins 2,- €/Std. und mehr ausgeben möchte. Drei Stunden sind schließlich schnell vorbei und 2016 sollen die Parkgebühren in Düsseldorf sogar noch um 1,- € pro Stunde steigen. Kann man denn was sparen? Wäre es nicht schön, wenn man statt mit einem Berg Kleingeld, Parkgebühren mit dem Handy bezahlen könnte? Gibt’s dafür ’ne App?

Bezahlen per Mobiltelefon
Auto_5 Ja gibt’s, aber leider nicht einheitlich. Jeder Parkhausbetreiber kocht sein eigenes Süppchen und die Stadt Düsseldorf mit Parkautomaten wieder ein anderes. Ganz zu schweigen davon, daß man das gleiche System im Umland nicht auch nutzen kann. Parkhauspreise findet man übrigens (für verschiedene Städte) bei Parkopedia, allerdings würde ich mich nicht 100%ig auf die Aktualität verlassen. Gut, sortieren wir mal die Möglichkeiten am Beispiel von Düsseldorf.

Zunächst ist es nur schwer vorauszusagen, was das Parken kostet, denn es gibt, wie in vielen anderen Städten auch, drei Parkzonen und zusätzlich noch verschiedene Tarife der Parkhausbetreiber. Grundsätzlich kann man sagen, je näher es an die Altstadt heran geht, umso teurer wird’s. Dabei soll es entlang der Königsallee abends und am Wochenende sogar möglich sein kostenlos zu parken (was ich weder bestätigen noch verneinen kann) und Kurzparker können auch mit unter 1,- € für die erste halbe Stunde wegkommen. Aber was sind schon 30 Minuten 😉 ?

Parkscheinautomat
IMG_7605 Erste Möglichkeit in der Innenstadt ist der berühmte Parkschein, den man am Parkscheinautomaten zieht. Hier muß man sich i.d.R. vorab entscheiden, wie lange man parken möchte, Kleingeld einwerfen und fertig. Wer sich bei der Parkzeit nicht festlegen möchte oder kein Kleingeld zur Hand hat, dem bietet sich als erstes SMS Parken an. Mittels Handy sendet man eine SMS mit Kennzeichen und gewünschter Parkdauer an die Nr. die am Parkscheinautoamten steht, vorausgesetzt natürlich, die Straße in der man steht bietet diese Bezahlmethode an. Vorteil, die Parkzeit läßt sich später per SMS auch noch bis zur Höchstparkzeit erweitern, ohne daß man zwischendurch zum Auto zurückkehren muß. Das ist praktisch, aber mit zusätzlichen Kosten durch SMS und Serviceentgelt verbunden. Abgerechnet wird alles später über die Handyrechnung bzw. über das Prepaidguthaben. Prepaid Handys ohne Guthaben dürften den Zahlungsversuch demnach ablehnen.

P_TraviPay Wem das zu kompliziert ist, der wählt die App TraviPay (SMS&Park) von Sunhill Technologies, die ähnliches tut, einem aber die SMS Gebühr spart (Handy Datentarif oder naher WLAN Hotspot vorausgesetzt). Abgerechnet wird ebenso über die Handyrechnung, über das Prepaidguthaben oder per Bankeinzug, wenn man sich vorher anmeldet und seine Kontodaten hinterlegt. Erinnerungsfunktion und spätere Verlängerung der Parkzeit sind auch hier möglich.

Per SMS Parken
P_QPark Die gleiche Firma (Sunhill Technologies) bietet auch eine App unter dem Namen Q-Park an und kooperiert hier mit rd. 10 Parkhäusern. Die App selbst enthält aber nur ergänzende Informationen, Wegbeschreibungen usw., denn hier ist die Kombination zw. der Karte aus der Schranke an der Einfahrt und dem Handy notwendig. Man muß die Nummer der Parkkarte via SMS verschicken, um genau diese Parkkarte mit dem eigenen Kundenkonto zu verknüpfen. [Update: Alternativ kann die Verknüpfung auch über die App TraviPay stattfinden.] Dadurch spart man sich später den Weg zum Automaten und wird mit Verlassen des Parkhauses automatisch ausgebucht und abgerechnet.

Parken ohne Parkschein per RFID
P_Evopark Wieder anders, bei z.T. gleichen Parkhäusern, geht die Firma Evopark vor. Das Startup Unternehmen verschickt einmalig eine Karte mit RFID Chip, welche dann die Schranke von selber öffnet und so mitbekommt, wann man gekommen und wieder weggefahren ist. Wenn die Technik zuverlässig funktioniert eine tolle Sache. In Düsseldorf funktioniert das bis jetzt in sechs Parkhäusern. Mit der Karte entfällt die Überlegung, wie lange möchte ich wohl parken und der Parkvorgang ist bis auf die reinen Parkgebühren kostenfrei. Ich denke das ist mal einen Test wert, daher habe ich mir eine Karte angefordert (und eine App gibt’s auch dazu).

Private Parkplätze anmieten
P_ParkU Neue Wege geht auch die Firma ParkU. Auch hier sind z.T. Parkhäuser beteiligt, aber auch Privat- oder Firmenparkplätze, die tagsüber leer stehen. Man kann seinen Parkplatz bereits mehrere Tage im Vorhinein via App reservieren, mittels Handy die (sofern vorhanden) Schranke öffnen (QRCode am Parkhauseingang) und die Parkzeit auch noch verlängern, wenn nicht jemand anderes nach einem den gleichen Parkplatz reserviert hat. Großer Vorteil, die Abrechnung erfolgt ¼ Stundenweise. Mit einer (kostenlosen) Vignette zeigt man, daß man ParkU Kunde ist und abgebucht wird über Paypal oder Kreditkarte. Ich habe das gestern mal ausprobiert, 1 ¾ Stunde für 2,28 €. Nachteil natürlich, man muß zur (reservierten) Parkzeit da sein und man muß (da warte ich noch auf Bestätigung) mindestens 10,- € als PrePaid Guthaben anlegen. [Update: Wenn ihr per Kreditkarte zahlt, wird nur genau die Parkgebühr (bei mir 2,28 €) abgebucht]. Ach ja und Handyempfang ist zwingend notwendig, weil der gelesene QRCode an die Schranke zurückgemeldet werden muß (hat bei mir ein paar Sekunden gedauert). War was für euch dabei? Dann wünsche ich fröhliches Parken 🙂 .

Kostenlose WLAN Hotspots

WLAN_1 Na, ist eure Stadt auch schon an ein kostenloses WLAN Netz angeschlossen worden? Die öffentliche WLAN Versorgung ist zwar immer noch eine Inselversorgung, aber die Inseln werden langsam größer. Einziger Haken, fast jede Insel hat ihre eigene Lösung. Bereits vor einiger Zeit wollte ich in Düsseldorf das WLAN Netz der Firma WALL AG testen, bisher bin aber nicht dazu gekommen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Unterdessen nimmt die Firma Unitymedia hier in NRW die Fäden in die Hand. Köln, Düsseldorf, Krefeld, Oberhausen, Essen, Gelsenkirchen, Bochum oder Dortmund … die 100 größten Städte in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg sollen bis Jahresende mit kostenlosem WLAN versorgt werden.

Bis zu 100 MB pro Tag können dort kostenfrei genutzt werden. 100 MB sind nicht viel? Tja, kommt natürlich darauf an, was man so macht. 100 MB am Tag sind immerhin 3 GB im Monat. Außerhalb des Verbreitungsgebiets von Unitymedia ist Kabel Deutschland ähnlich fleißig und, wie ihr euch vielleicht erinnert (siehe Reisebericht), ist Hamburg mit kostenlosen Telekom Hotspots (60 Minuten pro Tag) versorgt. Und wie geht das jetzt?

Unitymedia
WLAN_UM Ihr sucht euch einen öffentlichen WLAN Punkt und wählt dort unter dem Punkt WLAN eures Mobilgerätes das offene Netzwerk „Unitymedia Public WifiSpot“. Dann öffnet ihr den Browser und es sollte sich eine Seite öffnen, auf der eine HandyNr. genannt ist. An diese HandyNr. schickt ihr eine SMS mit dem Text „Wifi“ (die SMS ist kostenpflichtig).

Auf der Unitymedia Webseite https://www.unitymedia.de/wifispot steht bereits eine HandyNr. (nämlich +49 177 178 55 77), ich nehme an, daß es damit funktioniert (bei mir ging‘s jedenfalls). Ihr erhaltet dann einmalig einen Link und ein Kennwort als Antwort. Klickt auf den Link und bestätigt die Geschäftsbedingungen. Wichtig, erst wenn die Bestätigung kommt, daß die Anmeldung abgeschlossen ist, seid ihr auch registriert.

Jetzt könnt ihr wählen, ob ihr offen (ungeschützt) oder mit WPA2 Verschlüsselung (geschützt) weitersurfen möchtet. Mobilfunknummer und Kennwort gelten dabei als Zugangsdaten. Es wird empfohlen die verschlüsselte Verbindung zu wählen. Bevor es aber damit losgeht ist eine einmalige Konfiguration im Handy notwendig. Ich habe es bisher nicht geschafft, mich verschlüsselt anzumelden, unverschlüsselt laufen die Hotspots aber mit 10 MBit.

WLAN_Handy Die Konfiguration für die Verschlüsselung ist (sehr klein) auf der Seite beschrieben, die erscheint, wenn ihr nach der Registrierung auf „Jetzt konfigurieren“ klickt, ich rate allerdings dazu vorab hier hin zu surfen. Die Zugangskennung bleibt (egal ob verschlüsselt oder unverschlüsselt) 24 Monate lang gültig und läuft im Umkreis von ca. 100 – 150 Metern um die Wifi Knotenpunkte. Die Nutzung ist in jeder Stadt mit Unitymedia WLAN möglich, ab 100 MB/Tag wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Ach ja, beim ersten Anmelden pro Tag müßt ihr die AGB (Browser öffnen und x-beliebige Seite aufrufen) neu bestätigen. Als Nutzer der Unitymedia Wifi Spots solltet ihr euch die Seite http://services.unitymedia.de/wifi merken, denn hier gibt es eine Karte mit den nächsten Wifi Spots z.B. in Düsseldorf, Krefeld, Frankfurt, Stuttgart oder im Ruhrgebiet.

WALL AG
WLAN_Wall Wer häufiger in Düsseldorf unterwegs ist hat dort eine zweite Möglichkeit, sogar ohne Begrenzung auf 100 MB, online zu gehen. Hier bietet die Firma WALL AG an ausgewählten Punkten WLAN unter dem Namen „bluespot Free WiFi Hotspot“ an, an denen ihr kostenlos und unbegrenzt surfen könnt. Hier ist es evt. sinnvoll sich vorab auf der Webseite https://www.bluespot-WiFi.de anzumelden (Punkt „Jetzt registrieren“ wählen). Das geht zwar auch später online, vorab ist’s aber etwas einfacher. Über die Seite http://www.bluespot.de/ bzw. http://bluespot-apps.de/ erfahrt ihr auch gleich etwas über die Apps, die zum einen Reiseführer sein sollen und zum anderen später eine noch schnellere Anmeldung zum WLAN ermöglichen.

Vor Ort macht ihr dann folgendes:
WALL AG – Ihr sucht euch einen öffentlichen WLAN Punkt der Firma WALL AG und aktiviert (sofern noch nicht geschehen) wiederum die WLAN-Option am Handy
– Wählt dann das Netzwerk „bluespot“ aus
– Jetzt erfolgt die Anmeldung mit den o.g. Kontaktdaten (registrierte Nutzer können sich einfach und schnell mit Ihrem Benutzernamen und Passwort einloggen)
– Die App ermöglicht es die Anmeldedaten auch gleich zu hinterlegen, so daß die Einwahl binnen weniger Fingertips funktionieren soll.

Die Wifi Spots der WALL AG sind übrigens in diesen Werbekästen zu finden (ich glaube die heißen CityLight Poster).

Kabel Deutschland
WLAN_KD Mit Düsseldorf, Krefeld und rauf ins Ruhrgebiet hätte ich nun meinen näheren Ausflugs- und Wirkungskreis bezügl. kostenlosem WLAN abgesteckt. Was aber wenn ich mal wieder durch Hamburg oder Berlin tingle? Hamburg habe ich zum einen oben schon erwähnt, zum anderen stellt Kabel Deutschland hier (und in vielen weiteren Orten) offenes WLAN zur Verfügung. Allerdings nur 30 Min. am Tag (Kunden von Kabel Deutschland dürfen länger ans Netz). Als Nutzer der Kabel Deutschland Wifi Spots solltet ihr euch die Seite http://www.kabeldeutschland.de/wlan-hotspots/hotspots-finden.html merken, denn hier gibt’s die passende Karte mit den nächsten Wifi Spots z.B. in Hamburg und auch in Berlin, München oder Leipzig, aber Achtung, wer kein Kunde bei Kabel Deutschland ist, sollte die Option „Homespot“ ausknipsen, weil man dort ohne Anmeldung nicht reinkommt. Indoor (Café u.ä.) und Outdoor Hotspots sind hingegen frei verfügbar.

Einfach die WLAN-Hotspot-Startseite im Internetbrowser öffnen (öffnet sich ggf. automatisch, sobald ihr einen KD Hotspot ausgewählt habt), die Nutzungsbedingungen akzeptieren und lossurfen. Kabel Deutschland bietet zur einfacheren Suche des nächsten Hotspots auch noch eine passende App unter dem Namen „KD Hotspot Finder“.

WLAN_Berlin Zum Thema offenes WLAN in Berlin hat die Stadt Berlin last but not least noch eine Seite unter der Überschrift Projekt Zukunft online gestellt, die sich größtenteils mit den Hotspots von Kabel Deutschland deckt. Deren Hotspots werde ich bei meinem nächsten Berlinbesuch im Oktober mal genauer unter die Lupe nehmen. (Huch schon wieder in Berlin? Ja, dazu in ein paar Tagen mehr 😉 ).

Ich freue mich über eure Erfahrungen oder Ergänzungen, die ihr in die Kommentare schreiben könnt, so habe ich z.B. für München neben Kabel Deutschland noch M-Net mit „M-WLAN Free Wi-Fi“ gefunden. Gibt’s weitere freie Wifi Hotspots (Freifunk mal außen vor)?

Dem deutschen Volke (Reisetipp Berlin)

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Nur ein kurzer Hinweis (weil der neue Blogbeitrag noch auf sich warten läßt 🙂 ). Im letzten Jahr habe ich euch, für den Fall daß ihr im Sommer in Berlin seid, hier eine Multimediaprojektion mit dem Titel „Dem deutschen Volke“ empfohlen. An der Fassade des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses läuft die halbstündige OpenAir Show und erklärt euch 130 Jahre parlamentarische Demokratie. Die Show ist meiner Meinung nach ein echter Hingucker, Geschichte erleben in 30 Minuten. Da die Show auch 2015 wieder stattfindet, schaut sie euch an, wenn ihr bis zum 3. Oktober 2015 in Berlin seid. Mehr Informationen findet ihr auf der Seite des Deutschen Bundestages bzw. hier (als PDF Flyer). Der Eintritt ist natürlich frei.

Die Hexe und Wind in meinen Ohren

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Manchmal kletter ich auf ’ne Halde und freue mich, wenn mir der Wind in die Ohren pustet. Ich stehe dann einfach nur da, gucke in die Ferne und erfreue mich an den Wolkenformationen. Und warum mache ich das? Weil ich es kann? Nein, der Grund liegt schon länger zurück.

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Es war nämlich vor langer langer Zeit, da traf ich im tiefen düsteren Wald eine ziemlich häßliche Hexe. Es war ein verfluchter Wald und es kam wie es kommen mußte, die Hexe kam schnurstracks auf mich zu (auf wen auch sonst ich war ja der einzige da). Sie fragte „Findest du mich schön“?

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Ich war etwas verdattert und murmelte sowas wie „Häääh“? Sie aber, die sie wohl schon häufiger als häßlich bezeichnet wurde, verstand sowas wie „Näää“! Und weil Hexen dann üblicherweise irgendwelche Flüche ausstoßen, legte sie auch einen Fluch über mich. Der Fluch sollte mein Hörvermögen einschränken, nur merkte ich das zu Anfang nicht.

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Erst als damals alle in meinem Haushalt wach waren, bevor ich meinen Wecker endlich auch mal hörte, wurde der Fluch langsam Wirklichkeit. Auch mein Hexenfluchaustreiber Hans Norbert Ohnenamen (kurz HNO) wußte nicht wirklich weiter. Einige Jahre gingen so ins Land und mal ging’s den Ohren besser und mal wieder schlechter.

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Seit ein paar Tagen macht sich der Fluch wieder häufiger bemerkbar. Das sind dann die Tage, an denen ich gerne mal auf die Halde Norddeutschland in Neukirchen Vluyn kletter. Die Halde ist nur rd. 15 km von Krefeld entfernt und weil das Plateau relativ flach ist’s da oben fast immer windig.

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Was das jetzt mit der Hexe Schrumpeldei Tinitus zu tuen hat? Der Wind der an meinen Ohren vorbeiströmt ist lauter, als die Töne die nur ich höre und überdeckt das dumpfe Gefühl, das ich ansonsten empfinde. Dann könnte ich wieder mal stundenlang da stehen, die Wolkenformationen beobachten, während die Hexe irgendwo im nächsten Baum sitzt und sich ins Fäustchen lacht.

Schulabschluß

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Es ist jetzt 34 Jahre her, daß ich meinen Schulabschluß an der Realschule erleben durfte. Mein Gott ist das eine lange Zeit. Manchmal wird mir das erst dann wieder deutlich, wenn ich einen Grund habe, darüber nachzudenken. Der Grund war letzte Woche gegeben, weil unsere Große ihre Schule mit der 10. Klasse beendet hat. Erinnert ihr euch noch an euren Schulabschluß? Klar werden einige von euch sagen, die erst vor kurzem ihren Abschluß gemacht haben. Aber auch, wenn der Abschluß schon zig Jahre zurück liegt? War’s ein großes Fest oder mehr klein und unscheinbar? Die Schule unserer Großen hatte einen Saal gemietet, für den wir als Eltern dann Eintritt zahlen durften. Dafür gab es aber auch eine kleine Show, denn jede 10. Klasse (in dem Fall ihrer fünf) hatte etwas einstudiert.

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Dazwischen wurde einer Klasse nach der anderen, nach amüsanten wie auch süffisanten Worten der jeweiligen Klassenlehrer(-innen), die Zeugnisse überreicht. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich noch die Einschulung unserer Großen mit ihrer Schultüte 🙂 . Während ich also da so saß, dachte ich an meine Schulzeit zurück. Wir hatten eine Schulaula in der, soweit ich mich dunkel erinnere, die Schulband spielte. Der Schuldirektor hat damals ein paar Worte an uns gerichtet und wir hatten weder einen Anzug noch hatten die Mädchen … ach ne, Mädchen hatten wir ja gar keine. Ja das gab’s damals in Oberhausen. Wir waren in der Jungen- gegenüber war die Mädchenschule. Erst zwei Jahre nach meiner Einschulung dort wurden die neuen Klassen gemischt. Da nützte auch 1 x sitzenbleiben leider nichts 😮 . Also nochmal zurück, wir hatten keinen Anzug an, sondern sind in Alltagskleidung am letzten Schultag dort aufgelaufen. Nach kurzem Programm, an das ich mich nicht mehr im Detail erinnere, ging’s meines Wissens in den Klassenraum. Dort überreichte uns der Klassenlehrer das Abschlußzeugnis, fertig.

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Beim Abschluß der Großen hatten die ersten beiden Klassen einen Klassenlehrer und nahmen ihre Zeugnisse, wie bei uns, mit einem Handschlag entgegen. Dann kamen die Klassen mit Klassenlehrerin. Hier umarmte (fast) jeder Schüler und jede Schülerin seine/ihre Lehrerin, teilweise so herzhaft, daß man Angst um die Lehrkraft bekam 😉 . Sowas hätte ich mir früher niemals vorstellen können. Die Lehrer waren uns niemals so nahe, daß wir sie hätten umarmen wollen. Nach rd. 2 1/2 Stunden ging die „Show“ schließlich dem Ende zu. Danach ging’s zum Abendessen, an dem alle Schüler, Eltern und natürlich die Klassenlehrerin teilnehmen durften. Bei uns gab’s früher ausnahmsweise ein Gläschen Sekt (Piccolo), ein bisschen Smalltalk, sonst nichts was mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben wäre. Keine Abschluß Sweatshirts, keine Abschlußfahrt, keine Lehrerscherze, keine Jahrgangsbücher, nichts von allem. Irgendwann gegen Mittag löste sich die Veranstaltung bei meinem Schulabschluß auf und ich habe nie wieder einen Mitschüler von damals getroffen. Ehrlich gesagt, ich hatte auch keinen wirklichen Bedarf danach.

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Manchmal denke ich, daß es schon schade ist, daß wir so ohne jegliche Erinnerung auseinander gegangen sind, vor allem wenn ich sehe, mit welcher Herzlichkeit die Klasse unserer Großen das Schuljahr beendet hat. Letztens habe ich tatsächlich mal die Homepage meiner damaligen Schule aufgerufen, um zu sehen ob ich etwas wiedererkenne. Zwei, drei Lehrernamen kamen mir noch bekannt vor, aber sonst nichts mehr. Ich wünsche allen Klassen, die in diesen Wochen ihren Abschluß gemacht haben, daß sie sich vielleicht irgendwann nochmal über den Weg laufen. Dank Internet, SocialMedia u.v.m. könnte das heute ja durchaus machbar sein.

P.S.: Die Bilder sind noch Nachträge aus dem Botanischen Garten und haben mit dem Schulabschluß nichts zu tun ;-).

Kommt jetzt der Sommer?

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Manchmal bin ich von mir selbst beeindruckt. Mein Kopf fragt „Was hast du in den letzten vier Wochen so gemacht“? Dann frage ich meinen Blog und der sagt, du warst auf der Halde Hoheward (nebst Wittringen und Westerholt), du warst in Berlin und 2 x in Bochum und letzte Woche warst du auf dem Flachsmarkt. Dann staune ich kurz über mich selbst und schwupp die wupp schon wieder ist der Monat rum.

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Ich bin auch ein bisschen stolz auf mich, denn ich war den ganzen Monat pünktlich gegen 07.10 Uhr (oder früher) im Büro, was entweder frühen Feierabend hieß oder Zuwachs bei den Gleitzeitstunden (kann man ja brauchen, wenn es wieder mal auf Reisen geht), dann hatte ich Pfingstmontag mal wieder ein fast taubes Ohr (gepaart mit einem nervenden Pfeifen) und gestern hätte ich beinahe eine Dame beim Rücksetzen auf dem Parkplatz angefahren (was läuft die auch während ich rückwärts setze genau hinter meinem Auto lang). Läuft bei mir 😮 .

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Vor 4 Wochen habe ich an dieser Stelle vom „Tanz in den Mai“ geschrieben und euch ein paar Frühlingsblumen gezeigt. Ich hätte noch ein paar weitere aus den letzten Wochen und die zeige ich euch heute, in der Hoffnung endlich nicht mehr im Pullover auf dem Sofa sitzen zu müssen, denn in 3 Wochen ist (kalendarischer) Sommeranfang. Mal sehen, was der Juni so bringt, denn bis zu den nächsten Reisen dauert es noch bis in die zweite Hälfte Juli. Nebenbei, war jemand von euch schon mal beim „Festival of Lights“ in Berlin? Ich überlege, ob ich im Oktober nochmal hinfahre, das letzte Mal war ich 2008 dabei. Bis dahin habt ein entspanntes Wochenende.

Opel Astra J ruckelt – Zündspule defekt

Auto_3Eigentlich bin ich ja mit meinem Opel Astra J, (Baujahr. 07/2012), ganz zufrieden, denn trotz rd. 15.000 km im Jahr hatte ich bisher recht wenig an ihm auszusetzen. Das galt bis zum Wochenende, da ruckelte er plötzlich beim Gas geben, so daß ich dachte, ich wäre im falschen Gang. Eigentlich kann man den Wagen ruhig untertourig fahren, ohne daß er meckert. Das konnte also nicht der Grund sein. Nach meinem Thema “Kanalabschaltung” beim letzten Opel Astra H, hatte ich aber schon so ein Grummeln in der Magengegend. Am Sonntag war ich nur zwei kurze Strecken unterwegs, so daß sich nichts tat, aber am Montag auf dem Weg zu Arbeit das gleiche Spielchen.

Kaum ist der Motor auf der Autobahn so richtig warm und ich fahre wieder ab, beginnt der Motor wieder zu ruckeln. Ein Blick auf den Drehzahlmesser zeigt, den Schluckauf gab’s immer dann, wenn ich im dritten Gang rd. 1500 U/Min. überschritten habe, insbesondere wenn man Gas wegnimmt und wieder beschleunigt. Also war ich am späten Nachmittag beim FOH (Freundlichen Opel Händler) meines Vertrauens und habe von meinen Beobachtungen berichtet.

MotorGlücklicherweise ließ sich das Problem vorführen, auch wenn noch kein Lämpchen aufleuchtete. Heute dann das Ergebnis, eine defekte Zündspule war der Verursacher und eine Zündkerze hatte es wohl auch erwischt. Also wurden die Zündkerzen (alle vier) gleich mitgewechselt. Leider hat Opel eine 100%ige Übernahme abgelehnt, bei 30% Opel, 10 % Händler und 60% Kunde (also ich) aber zugestimmt. Da Zündkerzen und Fehlersuche eh bei mir hängen bleiben, standen am Ende rd. 290,- € (plus Leihwagen für einen Tag) auf der Rechnung. Nun schau’n wir mal, ob er wieder dauerhaft schnurrt.

[Nachtrag] 3 Jahre und 3 Monate sind jetzt vergangen. Am letzten Wochenende wollte ich die Klimaanlage einschalten und im selben Moment fing der Motor wieder an zu ruckeln. Ich hatte die Reparatur aus 2015 schon verdrängt und kurz vorm Wochenende (wann auch sonst) war da nichts mehr zu machen. Während ich am Montag auf Dienstreise war, nahm man sich das Autos zu Beginn der neuen Woche wieder vor. Unglaublich aber war, erneut mußte die Zündspule erneuert werden. Dieses Mal standen 383,- € auf der Rechnung. Scheint eindeutig eine Schwachstelle des Astras zu sein.

Tanz in den Mai

Ich liebe die Frühlingsfarben und nachdem sich meine Frühblüherallergie wieder etwas gelegt hat, kann ich mich gar nicht satt sehen, an den Bildern, die ich letzte Woche im Botanischen Garten Krefeld gemacht habe. Denkt an die Ausstellung „Art of Eden“ (01.-03. Mai) und genießt ansonsten ein schönes, langes und buntes Wochenende (auch wenn es im Süden ziemlich feucht werden soll).

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P.S.: Nein ich tanze nicht in den Mai, ich schreibe nur Blogbeiträge die so heißen 😉 .

Frühling

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Nach kurzem Hatschiiii folgt das Jabba-dabba-duuuu, wir haben wieder Frühling 😀 . Endlich möchte man sagen und trotz meiner Allergie, die sich dieses Jahr erfreulich wenig bemerkbar macht, freue ich mich über die neu erblühte Natur. Der Winter ist auch eine schöne Jahreszeit und ein paar Fotos im Schnee sind auch nicht zu verachten, allerdings gab es dieses Jahr äußerst wenig davon, da der wenige Schnee sehr plötzlich kam und tags darauf schon wieder fast verschwunden war. Dunkle Abende und grauer Himmel, im Dezember noch akzeptabel, schlagen mir spätestens im Januar/Februar gehörig auf’s Gemüt. Sobald es nur noch selten Nachtfrost gibt, kommen daher die ersten bunten Frühlingsboten auf den Balkon und wenn dann unser Botanischer Garten seine Pforten wieder länger öffnet, gucke ich die Pflanzen sprichwörtlich aus dem Boden.

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Als erstes blühen im Botanischen Garten die Kirschbäume, dann kommen die Magnolien, meist noch bevor anderswo die Blätter zu sehen sind und ab Mitte April leuchten einem dann die Tulpen entgegen. Obwohl es immer wieder ähnliche Fotos gibt, schließlich ist die Tulpe unter Umständen sogar aus derselben Zwiebel wie im Vorjahr erwachsen, zieht es mich jedes Jahr aufs Neue in die Hocke und ans Blumenbeet. Ob ich den sprichwörtlich grünen Daumen habe? Öhm … laßt mich kurz überlegen … nein, kann man nicht sagen. Im Gegenteil ich freue mich immer, wenn die Balkonpflanzen bei mir halbwegs den Sommer überleben. Aber vielleicht ist das der Grund, daß ich Botanische Gärten und Parks so gerne besuche, denn da schuften andere, um mir zu zeigen, was alles so wachsen und gedeihen kann. Euch Gärtnern unbekannterweise ein herzliches Dankeschön dafür.

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Zumindest habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, meine Pflanzen mal weniger im Super- oder Baumarkt sondern im Pflanzenmarkt oder besser gleich in der Gärtnerei zu kaufen. Nur wenige Meter hinter dem Ortsausgangsschild findet man hier die ersten Gärtnereien und die Preise scheinen sich auch im Rahmen zu halten. Neben den Botanischen Gärten in Krefeld und Duisburg (über Duisburg schrieb ich vor ein paar Tagen) habe ich mir vorgenommen dieses Jahr endlich auch mal wieder den Botanischen Garten in Bochum zu besuchen. Das letzte Mal war ich vor … raschel … ah hier … 2013 dort. Und es wird wieder ein Sonntag oder zumindest ein Wochenende sein, weil die Parkplatzsituation dann wesentlich entspannter ist. Manchmal lernt man sogar noch etwas, so weiß ich z.B. nur durch den Besuch im Park, daß es einen Taschentuchbaum gibt, der letztens sogar Teil einer Quizsendung im Fernsehen war 😀 .

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Ach übrigens, von Freitag den 1. bis Sonntag, den 3. Mai (jeweils 10.00 bis 19.00 Uhr) findet im Botanischen Garten Krefeld wieder die (Verkaufs-)Ausstellung „Art of Eden“ – Kunst und Design im Botanischen Garten statt. Die diesjährige Art Of Eden bietet 30 bis 40 Künstlern und Künstlerinnen aus Deutschland und dem europäischen Umfeld eine Plattform. Während der Botanische Garten Krefeld ansonsten keinen Eintritt kostet, kostet er an dem Wochenende 6,- €, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren sind frei. Bisher habe ich keine Notwendigkeit gesehen, diese Ausstellung zu besuchen, da mein Balkon i.d.R. keine Kunstwerke benötigt, aber vielleicht lasse ich mich dieses Jahr doch mal überreden und sei es nur, um ein paar Bilder der Kunstwerke zu machen.

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Leider sind die Kirschblüten unterdessen schon wieder verblüht und auch die Magnolien waren Mitte letzter Woche in voller Blüte, so daß sie in ein paar Tagen bereits ihre Blütenblätter wieder abgeworfen haben dürften. Da macht es doppelt Spaß die Bilder zu begutachten und wenn euch die Bilder hier nicht ausreichen, geht’s wie immer bei Flickr oder Google+ weiter.

Wie die Zeit vergeht – Back to the 80’s

Frühling

Letztens schrieb ich an dieser Stelle, daß ich so’n doofen Traum hatte, mit Erinnerung an alten Zeiten und so. Früher war alles … ne nicht besser, aber man erinnert sich halt so ab und zu dran. Manchmal werde ich gefragt, ob ich Probleme mit dem Alter hätte und wenn ich ehrlich bin … öhmmm … nein. Ist doch egal ob vorne eine Null und dahinter eine fünf steht oder umgekehrt 🙂 . Na gut, ich möchte nicht nochmal fünf sein, aber ich erinnere mich manchmal an die (nicht ganz so) alten Zeiten, wenn wieder mal so’ne Fernsehsendung unter dem Motto „Hits der 80’er“ oder „Das war’n die 90’er“ läuft. Das war doch gerade erst vorgestern, war es doch oder? Nicht …?

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Moment 90’er bis 2000 sind rd. 10 Jahre und jetzt haben wir 2015, das sind 15 Jahre plus … ooops … das ist 20-25 Jahre her. Und die 80’er nochmal 10 Jahre drauf? Aber die Musik, das war doch gerade … ich hab‘ da noch eine Musikkassette … irgendwo 🙂 . Ey Moment, auf Vorspulen drücken ist doof. Hat keiner gedrückt? Dann sitze ich da und denke „Verdammt das darf doch nicht wahr sein, 30 Jahre ist das alles schon her“? Zur Sicherheit benutze ich meine Finger, um die Jahrzehnte abzuzählen, aber es bleiben zwischen 25 und 35 Jahre. Und weil sich wundern auch ein bisschen doof ist, bin ich manchmal über mich selbst verwundert, wenn ich mich wundere, daß Sängerinnen und Sänger mit Playback ihre Songs von damals in der Jetztzeit präsentieren und ganz überraschend auch 25-35 Jahre älter geworden sind. Mensch die war doch mal … weißte noch … ist das wirklich die oder der von damals?

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Letztens habe ich mich verleiten lassen eine Internet Suchmaschine nach verschiedenen Lebensabschnitten suchen zu lassen (wobei man bedenken muß, daß bis Mitte der 90’er Jahre „Internet“ ja noch ein Fremdwort war). Die Firma in der ich meine Ausbildung gemacht habe ist längst fusioniert, die Kaserne in der ich meine Wehrdienstzeit verbracht habe ist, wie ich las, längst Geschichte und die Firma, in welcher der kaufmännische Leiter und der Firmenchef unterschiedlicher Meinung war, ob ich weiter dort arbeiten dürfte, wurde mittlerweile auch von einem anderen Unternehmen übernommen. Googelt ihr euch auch ab und zu durch euer bisheriges Leben? Manchmal würde ich gerne eine Zeitreise unternehmen, so wie Marty McFly in „Zurück in die Zukunft“, und nochmal gucken, wie das damals war. Im Oktober warte ich auf Marty McFly in der Jetztzeit, mit Hoverboard und selbstschnürenden Turnschuhen (Power Laces) 🙂 und dann machen wir ’ne Party … back to the 80’s 😀 .

P.S.: Wenn ihr der Meinung seid, ich hätte einen ziemlich wirren Blogbeitrag geschrieben, dann habt ihr Recht 😉 und wenn euch die Fotos dieses Blogposts gefallen, dann erzähle ich auch noch, daß diese heute im Botanischen Garten Krefeld entstanden sind.