Wie ich in der Küche für Unordnung sorgte …

IMG_3897… und selber wieder aufräumen mußte 😉 . Dieser Blogpost ist nicht für euch liebe Leserinnen es sei denn ihr habt noch mehr linke Hände als ich und auch wenn ihr als Bäcker o.ä. unterwegs seid, scrollt am besten gleich weiter nach unten, der Schock wird euch sicher den Magen verdrehn, aber das ist nicht meine Schuld (eine Textzeile frei nach Frank Zander) 😉 . Bisher beschränkten sich meine Kochkünste auf das nötigste. Reis oder Nudeln kochen, Fleisch anbraten (um das Beste von Uncle Bens darüber zu schütten) bekomme ich locker hin, Fertigpizza in den Ofen schieben kann ich besonders gut. Kuchen backen? WTH … (What The Hell) … noch nie.

IMG_3908Als Onkel Döttker seine Fertigmischungen auf den Markt gebracht hat wurde das Backen ja schon einfacher, aber man muß immer noch selber mixen. Nun geht Mondamin noch einen Schritt weiter, sie liefern Fertigteig (zumindest habe ich den jetzt entdeckt und Mondamin liefert sogar über Amazon). Nur noch in die gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form gießen, backen fertig. Ich hab’s ja gesagt, der Schock könnte tief sitzen, aber ich habe euch ausdrücklich gewarnt 😀 .

IMG_3919Ich wollte mal was Produktives fabrizieren, weil ich in euren Blogs immer von so leckeren Dingen lese. Los gings mit dem Kauf einer Backform und einer Packung Fertigteig aus dem Hause Mondamin im Supermarkt. Die Packung beschreibt die Backform zu fetten, ich bin aber zu faul später alles wieder sauber zu machen, also habe ich Backpapier reingelegt. Das habe ich ja sowieso im Haus (siehe meine Fertigkeit mit der Fertigpizza 🙂 ). Danach heißt es den Backofen auf 175 Grad vorheizen, den Teig in eine 25 cm Kastenform gießen, ca. 30 Min. in den Ofen (unteres Drittel) und zack fertig ist der (Nuß-)Kuchen.

IMG_3926Also ich glaube, das bekommt jeder hin, selbst mit zwei linken Händen. Was zahlt ihr für Mehl, Eier, Backpulver, Milch, Butter und was sonst so in einen Kuchenteig kommt? 2,- bis 2,50 €? Der Fertigteig kostet mit 2,99 € nur unwesentlich mehr. Anschließend noch ein bisschen Puderzucker über den fertigen Kuchen und frisch anschneiden. Also ich habe nichts an dem Fertigteig auszusetzen.

IMG_3930Ich finde es schon erstaunlich, was die Lebensmittelindustrie so fertig bekommt und kaum zu glauben, der Kuchen schmeckt sogar. Außerdem duftet es so gut, wenn er im Backofen so vor sich hinbackt. Nachdem das also so gut gelungen ist, versuche ich morgen oder übermorgen mal selber Pizza zu fabrizieren (natürlich auch mit Fertigpizzateig). Ich berichte bald über das nächste Küchenchaos … möchte jemand ein Stückchen Kuchen 😉 ?

Der Frühling der ein Winter war

Frühling

Dieser blöde Wettergott hat mir ja einen ganz schönen Strich durch die Rechnung gemacht. Zu Ostern ein paar Tage Urlaub dachte ich, kann ja nicht schaden und man kann so mal wieder den Ruhrpott unsicher machen. Und wat is? 4 Grad und eisiger Ostwind *grrmff*. Nach 3-4 Monaten Winter, Kälte und Dunkelheit brauche ich die Sonne wie der Monopolyspieler die Schloßallee. Ich sauge sie regelrecht auf, die Sonne nicht die Schloßallee, auch wenn es nur 2-3 Stunden pro Tag sind.

Über meinen Abstecher zu Christos Big Air Package hatte ich ja schon berichtet und als sich die Sonne am Mittwoch wieder blicken ließ, habe ich mich dick verpackt (wie ein Paket zu Weihnachten, um mal die Temparaturen der Jahreszeit zuzuordnen) und bin raus. Also Ereigniskarte gezogen und ab auf’e A52, bevor es wieder Schneegrieselt oder sonstwie usselig wird. Der direkte Weg ging dieses Mal zum Baldeneysee, so direkt wie beim Monopoly der Weg ins Gefängnis.

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Da die Außentemparatur weiterhin nur wenige Grad über Null lag und der Wind aus Richtung Osten blies, wollte ich kaum angekommen fast wieder auf dem Absatz kehrt machen (Gehe 3 Felder zurück), aber da ich nun einmal da war, gabs doch einen kleinen Spaziergang entlang der Promenade. Auf dem See war wenig, um nicht zu sagen garnichts los, aber entlang des Ufers ergaben sich ein paar überraschende Naturphänomene. Das schwappene Seewasser und regelmäßige Wassertropfen die durch Wind und Wellen ans Ufer spritzten, hatten ihre Spuren an Büschen und Sträuchern hinterlassen.

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Die niedrigen Temparaturen hatten zu Eiszapfen an ufernahen Büschen und Bäumen geführt. Das sah schon irgendwie faszinierend aus. Zusammen mit der Sonne ergaben sich so doch noch ein paar Fotomotive und kaum kam ich wieder aus dem Gestrüpp gekrabbelt zogen auch andere Spaziergänger ihre kleinen Kameras aus der Tasche 😀 . Angeblich werden wir über die Feiertage das kälteste Ostern seit ewig erleben … wenn ihr bis dahin nicht erfroren seid … ich ziehe mal eine Gemeinschaftskarte „Du hast den 2. Preis in einer Schönheitskonkurrenz gewonnen“. Na bitte 😉 . Fotos auch von diesem Weltereignis bei Flickr und Google+.
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OsterfuchsIhr erinnert euch an die Frage, welches Tier euch spontan einfällt, wenn ihr an Ostern denkt? Warum eure Antwort Osterfuchs (statt Osterhase oder Osterlamm) lauten sollte und seit wann es den Osterfuchs gibt, lest ihr im Beitrag „(Oster-)Fuchs sein fetzt„, den ich vor ein paar Tagen hier veröffentlicht habe. Bis dahin wünsche ich euch schöne Ostertage und daß ihr auch alle Eier findet.

In Christos Stoffzelle (BigAirPackage)

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Ker wat war dat gestern windig im Revier. Ich hatte mich aufgemacht das große Luft Packet (BigAirPackage) von Christo im Gasometer zu bestaunen. Der Name paßte zum Wetter, kein Wunder also, daß die Luft da mächtig wehte, aber bereits vor der Türe und zwar eisekalt aus Richtung Ost (was nicht wirklich mit der Ausstellung zu tun hatte 🙂 ). Kurz eine Erklärung für alle, denen der Gasometer jetzt nicht so geläufig ist. Der Gasometer ist ursprünglich ein 117 Meter hoher „Behälter“ in dem Gichtgas und später Kokereigas zwischengespeichert wurde. Heute ist es die höchste Ausstellungshalle Europas mit einem Speichervolumen von 347 000 m³, einer Höhe von 117 Meter und einem Durchmesser von knapp 68 Meter (Quelle: Wikipedia).

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Im Inneren dieser „Halle“ hat Christo nun also eine Skulptur aus 20.350 Quadratmetern lichtdurchlässigem Gewebe und 4.500 Metern Seil fertigen lassen. Die Skulptur wird mit zwei Gebläsen und einem konstanten Luftdruck aufgeblasen wie ein riesiger Ballon. Im aufgeblasenen Zustand erreicht das BigAirPackage ein Gewicht von 5,3 Tonnen, eine Höhe von mehr als 90 Metern, einen Durchmesser von 50 Metern und ein Volumen von 177.000 Kubikmetern. Der Clou man kann den „Ballon“ nicht nur von außen bestaunen (mit dem Aufzug aufs Dach des Gasometers sogar von oben), sondern auch von innen. Eine Drehtüre und ein paar Treppenstufen führt mitten hinein in ein weißes Nichts.

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Kaum drinnen, fletzen sich bereits die ersten Besucher auf großen Kissen auf dem Boden, weitere laufen auf und ab oder sitzen auf den Treppenstufen. Alles ist weiß, die Stoffbahnen an den Wänden, die Decke, der Fußboden, die Treppen … eben alles. Man hat kaum Anhaltspunkte, um die Höhe zuschätzen. Aber alle fotografieren erstmal, ich natürlich auch 😀 . Durch die Dachluken scheint die Sonne von oben auf den Stoff, dazu hängen von der Decke eine Reihe von Lampen. Ein angenehmes Rauschen der Gebläse ist zu vernehmen, es herrscht kein unangenehmer Überdruck o.ä. wie ich es vermutet hatte. Die Kinder spielen Fangen, ihre Rufe hallen wieder, ansonsten ist es relativ ruhig. Zeit einfach Luftlöcher in das BigAirPackage zu gucken. Einige sprechen von Problemen mit dem Gleichgewicht, weil alles weiß in weiß ist, ich habe keine derartigen Probleme. Ich starre die Wände an, gucke wieder an die Decke, beobachte die Leute und starre wieder an die Wände. Bin hin und hergerissen zwischen Kälte am Po (die Metalltreppe auf der ich sitze) und Faszination der Installation. Ich daddel ein bisschen am Handy (kein G3 Empfang in dem „Behälter“) und sitze so bestimmt 20 Minuten da rum. Ganz schön Gaga oder?

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Dann geht’s in den gläsernen Aufzug und ab nach oben. Jetzt merkt man erst wie riesig das BigAirPackage ist. Man fährt und fährt und fährt … Knapp unter der Decke darf man aussteigen und runterschauen. Keine Angst, kräfigartige Metallgitter verhindern schlimmeres. Fotos machen ohne Ende, dann rauf aufs Dach zur Aussichtsetage. Solange man auf der Westseite steht geht’s. Wunderschöner Sonnentag bei rd. 3-4 Grad. Geht man dann den Rundweg einmal rund ums Dach kommt man unweigerlich auf die Ostseite und der Ostwind bläst einem alles weg, was bei 117 Metern Höhe nicht angebunden oder festgezurrt ist. Ich habe Mühe den Fotoapparat ruhig zu halten. Das hält man ja im Kopp nicht aus. Schnell wieder zurück auf die Westseite, Instagrambild zusammengedaddelt, zurück nach drinnen und im Aufzug wieder nach unten. In Parterre gibt’s noch eine Ausstellung bisheriger Christo Projekte. Jetzt brauche ich wieder etwas Wärme und da das Auto schön in der Sonne steht, schnell rein und Türe zu. Ich finde der Besuch hat sich gelohnt, für den Eintritt habe ich übrigens die RuhrTopCard genutzt.

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Das Bilder Nachbearbeiten hat etwas Zeit gekostet, denn das weiße Nichts zu fotografieren ist garnicht so einfach. Wenn ihr also „nichts“ sehen wollt, guckt ihr hier bei Flickr oder Google+.

In Bochums Unterwelt

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Es kam mir vor, als wäre ich erst vorgestern das letzte Mal da gewesen, dabei ist es schon wieder Monate, was sage ich Jahre her. Drei um genau zu sein, denn am letzen Wochenende war ich mal wieder im Bergbaumuseum in Bochum. Mein Weg führte mich über die A40 und ich gestehe, ich fahre gerne über die A40. Wie jetzt, über die stauträchtigste Autobahn im Revier? Ja, aber tunlichst am Sonntag, denn dann ist es dort i.d.R. so, daß man sich dem Verkehrsfluß anpassen kann und zwischen 60 und 100 km/h von einer Baustelle zur nächsten „mitschwimmen“ kann. Ich hab’s dann auch nicht eilig und kann gemütlich zusehen, wie ich bei Tempo 80 mit gefühlt 130 überholt werde, um am nächsten Blitzer wieder die hektischen Bremslichter zu beobachten.
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Das Bergbaumuseum hatte zur Grubenlampenbörse „Glanzlichter“ geladen, einer Art Trödel- und Antikmarkt für Grubenlampen und was sonst so entfernt mit dem Bergbau zu tun hat. Nein ich wollte nichts kaufen, ich hätte eh nicht die nötigen Scheinchen dabei gehabt. Als Grubenlampendummy hätte ich nicht mal sagen können, ob Original oder Nachbau. Aber gucken kostet ja nchts. Nach kurzer Stippvisite hatte ich daher auch genug „Glanzlichter“ gesehen und habe mich stattdessen mal wieder zu einer Grubenfahrt entschlossen.

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Eine Grubenfahrt in einen Stollen dauert i.d.R. mehrere Minuten und geht im nördlichen Ruhrgebiet bis zu 1000 Meter tief. Hier erreicht der Aufzug das Ziel schon nach ca. 15 bis 20 Sekunden. Ob der Aufzug so schnell ist 🙂 ? Nein, der Stollen liegt wesentlich niedriger. Ihr müßt nicht in die Kaue und nach dem Besuch erst recht nicht unter die Dusche, aber ihr bekommt Kohle zu sehen (wenn auch künstlich eingebrachte). Der Besucherstollen liegt nämlich nur 13 Meter tief und wurde als Anschauungsbergwerk angelegt.

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Was ich vergessen hatte war, daß geführte Touren durch das Anschauungsbergwerk nur Dienstag bis Freitagmittag angeboten werden. Freitagnachmittag und am Wochenende können Besucher die Grube mit Tonbandansagen selbst erkunden. Wir fahren also mit dem Aufzug in den Bergwerkskeller, steigen aus und plötzlich beginnt eine Stimme aus dem Off. Wo habe ich das mit der Tonband aus dem Off schon mal gehört …? Ich höre mir einen Teil der Ansage an und begebe mich dann selbst auf Tour. 13 Meter unter der Erde geht es immer den „Rundgang“ Schildern nach. Mal steht da das Handwerkszeug des Bergmanns, mal eine große Maschine, mal wird der Stollenbau erläutert während das Grubenpferd wiehert und wieder eine Ecke weiter ist ein moderner Walzen-Schremmlader beim Kohle hobeln zu entdecken (Kohle nicht Käse). Wo frage ich mich weiterhin, habe ich so eine Stimme aus dem Off nur schon mal gehört …?

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Eigentlich hat das Selbsterkunden des Anschauungsbergwerks auch einen Vorteil, denn so hat man mehr Zeit ein paar Fotos von der Bochumer Unterwelt zu machen. Bei einer Führung ist man doch eher geneigt der Gruppe zu folgen. Hier und da heißt es für Großgewachsene Kopf einziehen. Und schnell noch ein Foto. Nach einiger Zeit, es ist schließlich ein Rundweg, kommt man wieder am Aufzug an. Im Anschluß geht’s dann nach oben auf den Förderturm. Der stammt eigentlich aus Dortmund steht aber jetzt mitten in Bochum. Nicht gerade das beste Wetter, um ganz oben zu stehen, der Wind pfeift und die Sonne, wo war die noch gleich …? So bleibe ich nur für etwa 10-15 Minuten da oben, daddel wie immer schnell noch ein Instagrambild in den Mobilfunkhimmel und überlege immer noch, woher ich die Stimme aus dem Off kenne. Da plötzlich fällt es mir wieder ein. „Hallo … hier spricht Edgar Wallace“ 😉 . Mir läufts kalt den Rücken runter. Wegen Edgar Wallace? Nein, auf Grund des Winterwetters 😀 .

Ich stolpere noch durch ein zwei Ausstellungsräume,wechsel ein paar Worte mit C3PO und trete wieder den Rückzug an. Wenn ihr da seid, nehmt euch Zeit, denn das Museum ist neben dem Anschauungsbergwerk so umfangreich, daß man schon selektieren muß. Von den Anfängen des Kohleabbaus (zwölfzehnhundertplötzlich) bis zur Umwandlung der Kohle und anderen Bodenschätzen in Energie unserer heutigen Zeit ist alles vertreten. Bilder … genau bei Flickr und Google+.

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Wenn das Wetter so „na ja“ ist

Heute war das Wetter ja weiterhin nur so „na ja“ und immer wenn das Wetter so „na ja“ ist, hat man Zeit mal was abzuarbeiten, was schon kürzer oder länger auf der Liste steht. Außerdem kann man ein bisschen vorgucken und sich dann das eine oder andere Ziel für schönerers Wetter wieder auf die ToDo Liste setzen.

KorteKlippe

Also ab dafür, zunächst in Richtung Baldeneysee. Schon länger hatte ich nach einer Möglichkeit gesucht, den See mal von oben zu betrachten. Die Villa Hügel liegt gut, bietet aber nur wenig Sicht, die Villavue, das Restaurant von Mirja Boes käme in Frage, liegt aber westlich des Stauwehrs und dann las ich auf einem meiner Lieblingsblogs den Bericht von der Korte Klippe. Jepp das ist es, was ich gesucht hatte. Ausgeschildert ist der Aussichtspunkt ja nicht gerade gut, genauer garnicht. Man muß schon wissen, wo er ist, aber vom Parkplatz am Jagdhaus läßt sich das Ziel mit Geschick in wenigen Minuten finden. Nach dem „Na-ja-Wetter“ komme ich auf jeden Fall bei Sonne nochmal wieder (und ich kenne da noch jemand 😉 ).

CafeEinhorn

Danach wollte ich nach Mülheim/Ruhr, denn mein Ruhrgebietskalender hat für jeden Tag einen (mehr oder weniger) tollen Tipp parat. Der vom Donnerstag empfahl das Cafe Einhorn auf der Duisburger Str. 127 in Mülheim/Ruhr. Warum das Cafe so heißt? Weil es in der alten Einhorn Apotheke beheimatet ist. Wie geil ist das denn? Original Glasamphoren in den original Regalen verraten, was in alter Zeit in diesen Räumlichkeiten verkauft wurde. Jetzt gibt es Frühstücksbuffet, Kaffee, Tee, Kuchen uvm. Neugierig? Schaut mal auf die Homepage oder auf die Facebookseite. Die Umgebung vor der Türe sieht momentan etwas nach Baustelle aus, aber wen interessierts, denn dafür ist’s drinnen total gemütlich und die „Apothekerin“ total nett 😉 . Ich muß da bei Gelegenheit unbedingt nochmal frühstücken.

Zeche Rheinpreussen

Ein weiterer Punkt auf meiner immer offenen ToDo Liste wollte in Moers abgearbeitet werden. Unweit der A40 mitten zwischen Hornbach, real & Co. ragt hier noch der Förderturm der Zeche Rheinpreußen in die Höhe. Die gleichnamige Halde (die mit dem Geleucht) habe ich ja schon häufiger besucht, aber daß hier noch soviel Zeche steht wußte ich nicht. Natürlich sind die Gebäude längst anderen Firmen gewidmet, so ließen die offenen Fenster ein Fitnessstudio o.ä. vermuten .. 1, 2, 1, 2 und immer wieder sind es die selben Lieder … :-D. Ältere Moerser werden jetzt vielleicht vermuten, daß ich nie im PM war und was hammse? Recht hammse. Die Disco scheint am, im oder unterm Förderturm zu sein (oder es war nur Werbung dort). Auch das Fördermaschinengebäude war verschlossen, aber in den Sommermonaten (Mai – Oktober) ist das Industriedenkmal sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Liebe Zeche und Schacht IV der Termin ist an einem sonnigen Sonntag fest reserviert.

Ein paar zusätzliche „Na ja Wetter“ Bilder in den üblichen Alben bei Flickr und Google+ folgen kurzfristig sind online.

Der erste Tatort mit Til Schweiger

fernsehenDas war er also, der erste Tatort mit Til Schweiger. Eines vorweg, ich bin auch kein ausgesprochender Fan von Til Schweiger, auch den Tatort schaue ich nur unregelmäßig und natürlich mag ich auch Köln, Leipzig oder Münster, aber die heutige erste Folge mit dem neuen Hamburger Kommissar hat mir gut gefallen.

Natürlich war klar, daß es ebensoviele Pro wie Contra Meinungen geben wird und so ist es auch, wenn man sich die Kommentare der Facebookseiten von ARD oder Tatort durchliest. In den nächsten Tagen werden weitere Meinungen von unrealistischen Handlungen und zu viel Geballer schreiben und ja alle haben sicherlich ein bisschen Recht. Aber wenn ich manch anderen schnarchlangweiligen Tatort dagegen stelle oder sehe welche abgedrehten Handlungen (ich glaube aus der Schweiz oder war’s das Team aus Österreich) mich schon nach 15 Minuten zum Abschalten bewogen haben, hat mir diese Folge ausgesprochen gut gefallen.

Es war nicht das übliche, wo zwei Kommissare Zeugen befragen, Notizen an die Wand pinnen, ermitteln und schlußfolgern, dafür war ein bisschen mehr Aktion. Erinnert sich jemand an die erste Folge Tatort mit Horst Schimanski alias Götz George? Meine Güte was wurde damals geschimpft, der Krimi war dem Untergang geweiht. Die Anzahl der „Scheiße“ Ausrufe wurde gezählt. Und jetzt, über 30 Jahre später ist Schimanski Kult. Laßt den Machern weitere 1-2 Folgen, bevor ihr urteilt und das nächste Mal kommen auch wieder Thiel und Boerne. Kurz gesagt, mir hat’s gefallen … willkommen Herr Tschiller mit „T“, ich nuschel ein bisschen 😉 .

Auf der Fähre, wenig Kunst und ein Arsch

Fähre + Rheindeich Walsum

Seit zwischen Siebzehnhundertplötzlich und Achtzehnhundertblumenkohl die erste Rheinquerung bei Worms eingeweiht wurde ist die Überbrückung des Flußes für die meisten Reisenden wohl kein Problem mehr, denn es gibt diverse Brücken und erst Recht diverse Autobahnen die den Rhein queren. Dennoch gibt es vereinzelt immer noch winzig kleine Rheinfähren, die den geneigten Auto-/Radfahrer oder Fußgänger übersetzen. Wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich bisher nicht das Verlangen eine dieser Fähren zu nutzen und kannte (Auto-)Fähren bisher nur von der Ostsee (z.B. von Travemünde auf den Priwall). Aber der Reiz war groß und heute war Premiere. Was tut man nicht alles für ein paar Fotos 🙂 . Todesmutig habe ich mich also entschlossen, zwischen (Walsum und Orsoy) den Rhein zu überqueren. Es kostete für den PKW (incl. Fahrer) 3,00 €, aber dafür hatte ich 5 Minuten Pause und einen vernebelten schönen Blick auf und über den Rhein.

Fähre + Rheindeich WalsumJetzt fragt ihr euch, warum ich mich an dieser gottverlassenen abgelegenen Stelle rumgetrieben habe und zu was? Genau, zu Recht 😀 . Vor ein paar Tagen habe ich euch auf die bevorstehende Kunstaktion „Emscherkunst“ aufmerksam gemacht, die ab Juni wieder entlang der Emscher stattfindet. Eines von vielen Projekten trägt den Titel „Antiherbst“ und wird eben dort auf dem Rheindeich nördlich der Hubbrücke Walsum zwischen Duisburg und Dinslaken stattfinden. An einem dort einsam stehendenden Baum wurden seit dem Frühherbst die gefallenen Blätter … nein nicht kompostiert sondern aufgesammelt und mit feinem Draht wieder an die Äste geheftet. Klingt verrückt, oder? Na ja so isse die Kunst. Den genauen Standort dieses Baum habe ich mir via GoogleMaps herausgesucht und heute mal besucht, in der Annahme, daß die angetackerten Blätter da immer noch hängen. Taten sie aber nicht 😦 … nur in der herbstlichen Phase wurden die Blätter aufgesammelt, angetackert und dann ein Zeitrafferfilm darüber gemacht.

Wenn ihr mehr zu den Emscherkunst Projekten wissen wollt, der klickt mal hier auf die Seiten der Emscherkunst und wo wir gerade dabei sind, ich hatte vor ein paar Wochen gefragt, ob generelles Interesse an einer (Foto-)Radtour zur Emscherkunst 2013 besteht. Einzige Bedingung, ihr solltet euch halbwegs unfallfrei auf einem Fahrrad halten können und auch mehr als 5 km schaffen ohne nach Luft zu jappsen 🙂 . Ich bin auch völlig unsportlich, abba anne Emscher lang is ja allet platt. Und da ihr ja bestimmt widder nix ine Kommentare schreibt, habe ich mal eine kleine Umfrage zusammengeklöppelt.

Kommt jetzt ma ehrlich, fast jeder kann radfahren, du auch …! Hier gibt’s übrigens noch ein paar Bilder, die ich auf der letzten Emscherkunst Radtour 2010 gemacht habe … nur so als Anregung.

Zeche Nordstern

Nach dem künstlerischen Fehlschlag hätte ich schlau sein sollen, aber was mache ich, ich will noch mehr Kunst. Videokunst im Nordsternturm des Nordsternparks in Gelsenkirchen. In der 11. Etage (Start) und dann abwärts bis zur 6. Etage gibt’s jede Menge Bildschirme, Leinwände und Diashows. Allerdings war ich wohl noch schockgefrostet kunstgeschockt, denn auf mich wirkten die Bilder irgendwie so wie Arte und Phönix Nachts um 3.00 Uhr. Zeche NordsternMädels für euch wäre vielleicht der nackte Mann interessant an dem was herumbaumelte, das mir bekannt vorkommt 😀 , aber ansonsten habe ich eher Riesenkürbisse vor Industriekulisse und die Berliner Mauer in 3 cm Abstand erkannt. Stattdessen habe ich versucht ein paar Bilder vom Innenleben des Nordsternturms zu machen, habe dann noch ein paar Worte mit dem Personal gewechselt (Kunst ist ja sowas von Ansichtssache) und mich auf die Dachterasse im 18. Stock verzogen. Hier war ich schon mal im Okober 2012, als die Sicht super war. Heute war alles im Nebel und die Sonne war nur spärlich zu sehen. Also habe ich noch ein paar Fotos von dem Arsch (siehe rechts) gemacht …. (sagt jetzt nichts falsches 😀 ), ein bisschen auf dem Handy rumgedaddelt um anschließend wieder im Aufzug vom 18. Stock in die Tiefe zu fahren.

Zeche Nordstern

Vor der Türe konnte man übrigens sehen, daß auf der Zeche Nordstern zwar keine Kohle mehr gefördert, aber allem anschein nach immer noch Aktion in der Erde herscht. Die Wiesenflächen waren übersäht von Mauwurfhügeln. Diese habe ich abschließend noch bewundert und bin dann wieder gen Heimat aufgebrochen. Ein paar (künstlerische) Bilder gibt’s wie immer in den Alben von Flickr und Google+ (Picasaweb)