Eher auf die Halde oder in den Park

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Der Montag war typisch für die letzten Tage. Ich bin erst gegen 8.45 Uhr aufgestanden, hatte nach dem Frühstück ein paar Dinge zu erledigen und als ich damit durch war, schien die Sonne durch mein Wohnzimmerfenster. Es sah nach schönem Wetter aus. Hatte der Wetterbericht im Radio nicht irgendwas von Schauern erzählt? Was soll’s, ich brauche ein bisschen frische Luft und Bewegung. Nachdem ich am Samstag mal wieder im Grugapark war, könnte es heute doch mal wieder auf eine Halde gehen. Eine Halde geht bekanntlich immer, also steige ich ins Auto und fahre in Richtung Moers. Die Halde Rheinpreußen in Moers gehört, neben der Halde Norddeutschland in Neukirchen Vluyn, zu den am nächsten liegenden Halden. Weiterlesen →

Wolkenformationen

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Seid ehrlich, ihr habt als Kind im Sommer auch auf der Wiese gelegen, die Wolken beobachtet und euch vorgestellt, ob die dicke Wolke da links nicht vielleicht ein Hund sein kann. Oder die große da rechts, die sieht doch aus wie Fuchur der Drache aus der unendlichen Geschichte :-). Stunden konnte man so zubringen, weil einen der Ernst des Lebens noch nicht erfaßt hatte. Und heute? Auch heute könnte ich manchmal einfach nur so dasitzen und den Wolken bei Vorbeiziehen zusehen. Manchmal denke ich darüber nach, ob uns evt. die Fantasie abhanden gekommen ist. Weiterlesen →

Rheinkilometer 780

Homberg (Rheinkilometer 780)

Ich sollte Wetterbeobachter werden, denn als gestern Morgen die Sonne durch die Wolken guckte, tat sie das genau so lange, bis ich vor die Tür trat (also jetzt nicht wörtlich 😉 ). Wenn ich draußen bin geht die Sonne rein, so einfach ist das. Und weil sich daraus keine Geschichte ergibt, gibt’s heute nur die Bilder … „Gestern bei Rheinkilometer 780“ (Duisburg Homberg gegenüber Rheinorange).

Die Hexe und Wind in meinen Ohren

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Manchmal kletter ich auf ’ne Halde und freue mich, wenn mir der Wind in die Ohren pustet. Ich stehe dann einfach nur da, gucke in die Ferne und erfreue mich an den Wolkenformationen. Und warum mache ich das? Weil ich es kann? Nein, der Grund liegt schon länger zurück.

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Es war nämlich vor langer langer Zeit, da traf ich im tiefen düsteren Wald eine ziemlich häßliche Hexe. Es war ein verfluchter Wald und es kam wie es kommen mußte, die Hexe kam schnurstracks auf mich zu (auf wen auch sonst ich war ja der einzige da). Sie fragte „Findest du mich schön“?

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Ich war etwas verdattert und murmelte sowas wie „Häääh“? Sie aber, die sie wohl schon häufiger als häßlich bezeichnet wurde, verstand sowas wie „Näää“! Und weil Hexen dann üblicherweise irgendwelche Flüche ausstoßen, legte sie auch einen Fluch über mich. Der Fluch sollte mein Hörvermögen einschränken, nur merkte ich das zu Anfang nicht.

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Erst als damals alle in meinem Haushalt wach waren, bevor ich meinen Wecker endlich auch mal hörte, wurde der Fluch langsam Wirklichkeit. Auch mein Hexenfluchaustreiber Hans Norbert Ohnenamen (kurz HNO) wußte nicht wirklich weiter. Einige Jahre gingen so ins Land und mal ging’s den Ohren besser und mal wieder schlechter.

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Seit ein paar Tagen macht sich der Fluch wieder häufiger bemerkbar. Das sind dann die Tage, an denen ich gerne mal auf die Halde Norddeutschland in Neukirchen Vluyn kletter. Die Halde ist nur rd. 15 km von Krefeld entfernt und weil das Plateau relativ flach ist’s da oben fast immer windig.

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Was das jetzt mit der Hexe Schrumpeldei Tinitus zu tuen hat? Der Wind der an meinen Ohren vorbeiströmt ist lauter, als die Töne die nur ich höre und überdeckt das dumpfe Gefühl, das ich ansonsten empfinde. Dann könnte ich wieder mal stundenlang da stehen, die Wolkenformationen beobachten, während die Hexe irgendwo im nächsten Baum sitzt und sich ins Fäustchen lacht.