Emscherkunst

Emscherkunst

Ich hoffe, mein Geschreibsel zum Thema Emscherkunst hängt euch noch nicht zu den Ohren raus :-). Denjenigen von euch, die denken ich wäre so der Museumstyp, mit Bilder gucken und darüber diskutieren, ob der Maler van Dingensbums die Nase .. äh .. Vase auch wirklich so rot haben wollte und warum, dem sei gesagt, nix dergleichen, alles Unfug. Emscherkunst ist ganz was anderes, nämlich frische Luft, Bewegung und Kunstwerke draußen. Auf 47 Quadratkilometern entlang der Emscher (und des Rhein-Herne-Kanals) stehen riesige Obelisken, singende Felsen und tanzende Strommasten, an Hand eines fast schwebenden Toilettenhäuschens wird die biologische Reinigung von Wasser erklärt, ihr besteigt schwingende Brücken, Hütten auf Stelzen, Brückenskulpturen noch bevor der Fluß kommt u.v.m.

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Unweit der Slinky Springs to Fame Brücke (auch Rehbergerbrücke genannt) fand an diesem Wochenende in Oberhausen die Eröffnung der Emscherkunst 2013 statt. Trotz Regenschauern hatten sich einige 100 Interessenten eingefunden. Alle Kunstwerke an einem Tag abzufrühstücken dürfte etwas schwerfallen, selbst wenn entlang von Emscher und Rhein-Herne-Kanal alles weitgehend ebenerdig ist. Aber wer 2-3 Touren einplant dürfte fündig werden. Und das schöne, die Kunstwerke stehen den ganzen Sommer über bis zum 6. Oktober 2013 da draußen. Einige (dauerhaft stehende Objekte) sind rund um die Uhr andere zu den üblichen Öffnungszeiten von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet und kosten keinen Eintritt. Beleuchtungskunstwerke (wie im Berne Park, Bottrop) sind z.T. zu anderen Zeiten, auch am Abend geöffnet.

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Nebenbei sei erwähnt, daß es dieses Jahr eine passende Kunst- und Radkarte gibt, die zwar 5,- Euro kostet, dafür aber seitens der Organisatoren in Besucherzentren, in einen Fahrradverleih und vor allen Dingen in Wegweiser investiert wurde. Alles Dinge, die es bei der letzten Emscherkunst 2010 nicht gab. Den Fahrradverleih findet ihr unter der Adresse www.revierrad.de/ek2013. Die Räder können mindestens 24 Stunden (ein Miettag) benutzt werden, die Mietgebühren je Miettag betragen für ein CityBike 12 €, für ein E-Bike 24 € und für ein Kinderrad 7 € (unter 8 Std. 9 €, 18 €, 5 €). Ich werde euch in den nächsten Tagen (oder Wochen) das eine oder andere vorstellen und so gut es geht, den Weg dorthin beschreiben. Bitte bedenkt, nicht jedes Kunstwerk ist mit dem Auto zu erreichen, ein bisschen zu Fuß (oder mit dem Rad) müßt ihr schon sein.

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Gerne hätte ich euch auch noch die Radkarte hier angeboten, aber die kostenlosen Exemplare waren begrenzt und wohl abgezählt :-(. Aber wenn ich helfen kann fragt ruhig, ich schreibe dann einen GoogleMaps Link von der entsprechenden Stelle in die Kommentare (oder schaut mal in den Tourplaner) . Den Auftakt hat heute, neben dem Projekt BLOWIN‘ FREE (dem Containerdorf der KunstVereineRuhr auf dem Gelände des Stadtsportbundes) der „Zauberlehrling“ (auch tanzender Strommast) gemacht (Standort unweit des Haus Ripshorst: http://goo.gl/maps/oI26n). Ich war zu Fuß dort, das heißt ca. 2 x 3 km (von der Eröffnungsveranstaltung an der Slinky Springs to Fame/Rehberger Brücke) und damit weiter als ich erwartet hatte. Beim nächsten Mal schnappe ich mir ein Fahrrad bzw. besuche einige Punkte mit dem Auto. Auch witzig sind die Fernrohre, die an verschiedenen Stellen stehen und überraschende Einblicke bieten, aber davon mehr beim nächsten Mal.

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Übrigens, an oder in einigen Kunstwerken („Warten auf den Fluß“, „Fluß wird Wolke“ und in 1000 Zelten des Künstlers Ai Weiwei) kann man sogar übernachten und wird somit Teil des Kunstwerks. Die Übernachtung in „Warten auf den Fluß“ (Oberhausen, Flugstraße, Nähe Am Bruchsteg + 10 Min. Fußweg) kostet beispielsweise 90,- Euro bei voller Verpflegung und Stellung von Bettzeug und Handtüchern. Vielleicht wäre diese Brücke tagsüber ein möglicher BloggerTreffpunkt. Die Homepage der Emscherkunst verkündet z.B. am kommenden Sonntag (30.06.2013), an besagtem Kunstwerk „Warten auf den Fluß“ zw. 15.00 und 18.00 Uhr eine „Beatbürger Jamsession“. Wenn ich’s schaffe schaue ich bestimmt mal rein.

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Mehr Bilder in den Ruhr2013 Alben bei Flickr und Google+, mehr Emscherkunst hier.

Pottköppe, Extraschicht und Emscherkunst

Pottköppe Was macht ihr denn so am 6. Juli (wenn’s nicht schneit oder regnet) ;-)? Da war doch was? Und ob da was war, der 6. Juli ist die Nacht der Industriekultur, kurz Extraschicht genannt. Einer der vielen Programmpunkte werden die „Pottköppe“ sein. Drei Meter große Kunststoffköpfe werden in Essen auf der Kokerei Zollverein mit Gesichtern von echten Pottköppen bespielt. Bis dahin alles im grünen Bereich 🙂 . Dann aber berichtete Juli alias Heimatpottential über die Aktion und sprach mich auch an, ob ich nicht Lust hätte mitzumachen. Als fleißiger Ruhrpottbloger konnte ich da nicht nein sagen und heute war der Termin für die Aufnahmen.

Oh man, auf was habe ich mich da bloß eingelassen 😮 . Ich sach’et mal so, man darf sich da nicht peinlich sein, auch mal Verrücktes zu machen. Und wenn ich ehrlich bin, so verrückt bin ich eigentlich garnicht, aber wenn ich einmal zusage, dann bleibt es auch dabei. Heute war ich in Essen zu den Aufnahmen meines „Pottkopps“. Jetzt kann ich nur abwarten und bin auf das Ergebnis gespannt. Ich glaube ich habe mich da ziemlich deppert angestellt, vor allem bei der Erzeugung von Geräuschen mit denen die Köppe bespielt werden solange es noch hell ist. Laßt euch überraschen (ich bin selbst gespannt).

EmscherkunstUnd noch ein Termin. In gut 3 1/2 Wochen (genauer am 22. Juni 2013) startet die Emscherkunst (ich berichtete bereits im Januar davon) und fragte euch im März, ob Interesse an einer (Foto-)Radtour zur Emscherkunst 2013 besteht. Die Umfrage, die ich mühsam zusammengeklöppelt hatte, hat noch Antwortpotential. Jetzt wo sich die Kunstaktion nähert habt ihr nochmal die Möglichkeit eure Meinung kund zu tun. Keine Angst, ich sehe nicht wer dabei was anklickt, sondern nur das Endergebnis. Eure letzte Chance ;-), denn wenn das Wetter weiter so unentschlossen ist, muß man sonnentechnisch wohl kurzfristig handeln. Kaum scheint mal die Sonne ist’s auch schon wieder vorbei, aber ich bin zuversichtlich, die Emscherkunst läuft immerhin bis 06. Oktober 2013.

Auf der Fähre, wenig Kunst und ein Arsch

Fähre + Rheindeich Walsum

Seit zwischen Siebzehnhundertplötzlich und Achtzehnhundertblumenkohl die erste Rheinquerung bei Worms eingeweiht wurde ist die Überbrückung des Flußes für die meisten Reisenden wohl kein Problem mehr, denn es gibt diverse Brücken und erst Recht diverse Autobahnen die den Rhein queren. Dennoch gibt es vereinzelt immer noch winzig kleine Rheinfähren, die den geneigten Auto-/Radfahrer oder Fußgänger übersetzen. Wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich bisher nicht das Verlangen eine dieser Fähren zu nutzen und kannte (Auto-)Fähren bisher nur von der Ostsee (z.B. von Travemünde auf den Priwall). Aber der Reiz war groß und heute war Premiere. Was tut man nicht alles für ein paar Fotos 🙂 . Todesmutig habe ich mich also entschlossen, zwischen (Walsum und Orsoy) den Rhein zu überqueren. Es kostete für den PKW (incl. Fahrer) 3,00 €, aber dafür hatte ich 5 Minuten Pause und einen vernebelten schönen Blick auf und über den Rhein.

Fähre + Rheindeich WalsumJetzt fragt ihr euch, warum ich mich an dieser gottverlassenen abgelegenen Stelle rumgetrieben habe und zu was? Genau, zu Recht 😀 . Vor ein paar Tagen habe ich euch auf die bevorstehende Kunstaktion „Emscherkunst“ aufmerksam gemacht, die ab Juni wieder entlang der Emscher stattfindet. Eines von vielen Projekten trägt den Titel „Antiherbst“ und wird eben dort auf dem Rheindeich nördlich der Hubbrücke Walsum zwischen Duisburg und Dinslaken stattfinden. An einem dort einsam stehendenden Baum wurden seit dem Frühherbst die gefallenen Blätter … nein nicht kompostiert sondern aufgesammelt und mit feinem Draht wieder an die Äste geheftet. Klingt verrückt, oder? Na ja so isse die Kunst. Den genauen Standort dieses Baum habe ich mir via GoogleMaps herausgesucht und heute mal besucht, in der Annahme, daß die angetackerten Blätter da immer noch hängen. Taten sie aber nicht 😦 … nur in der herbstlichen Phase wurden die Blätter aufgesammelt, angetackert und dann ein Zeitrafferfilm darüber gemacht.

Wenn ihr mehr zu den Emscherkunst Projekten wissen wollt, der klickt mal hier auf die Seiten der Emscherkunst und wo wir gerade dabei sind, ich hatte vor ein paar Wochen gefragt, ob generelles Interesse an einer (Foto-)Radtour zur Emscherkunst 2013 besteht. Einzige Bedingung, ihr solltet euch halbwegs unfallfrei auf einem Fahrrad halten können und auch mehr als 5 km schaffen ohne nach Luft zu jappsen 🙂 . Ich bin auch völlig unsportlich, abba anne Emscher lang is ja allet platt. Und da ihr ja bestimmt widder nix ine Kommentare schreibt, habe ich mal eine kleine Umfrage zusammengeklöppelt.

Kommt jetzt ma ehrlich, fast jeder kann radfahren, du auch …! Hier gibt’s übrigens noch ein paar Bilder, die ich auf der letzten Emscherkunst Radtour 2010 gemacht habe … nur so als Anregung.

Zeche Nordstern

Nach dem künstlerischen Fehlschlag hätte ich schlau sein sollen, aber was mache ich, ich will noch mehr Kunst. Videokunst im Nordsternturm des Nordsternparks in Gelsenkirchen. In der 11. Etage (Start) und dann abwärts bis zur 6. Etage gibt’s jede Menge Bildschirme, Leinwände und Diashows. Allerdings war ich wohl noch schockgefrostet kunstgeschockt, denn auf mich wirkten die Bilder irgendwie so wie Arte und Phönix Nachts um 3.00 Uhr. Zeche NordsternMädels für euch wäre vielleicht der nackte Mann interessant an dem was herumbaumelte, das mir bekannt vorkommt 😀 , aber ansonsten habe ich eher Riesenkürbisse vor Industriekulisse und die Berliner Mauer in 3 cm Abstand erkannt. Stattdessen habe ich versucht ein paar Bilder vom Innenleben des Nordsternturms zu machen, habe dann noch ein paar Worte mit dem Personal gewechselt (Kunst ist ja sowas von Ansichtssache) und mich auf die Dachterasse im 18. Stock verzogen. Hier war ich schon mal im Okober 2012, als die Sicht super war. Heute war alles im Nebel und die Sonne war nur spärlich zu sehen. Also habe ich noch ein paar Fotos von dem Arsch (siehe rechts) gemacht …. (sagt jetzt nichts falsches 😀 ), ein bisschen auf dem Handy rumgedaddelt um anschließend wieder im Aufzug vom 18. Stock in die Tiefe zu fahren.

Zeche Nordstern

Vor der Türe konnte man übrigens sehen, daß auf der Zeche Nordstern zwar keine Kohle mehr gefördert, aber allem anschein nach immer noch Aktion in der Erde herscht. Die Wiesenflächen waren übersäht von Mauwurfhügeln. Diese habe ich abschließend noch bewundert und bin dann wieder gen Heimat aufgebrochen. Ein paar (künstlerische) Bilder gibt’s wie immer in den Alben von Flickr und Google+ (Picasaweb)

Ruhr Magazin und Emschertreffen zur Emscherkunst

RuhrAlso als erstes mußte ich heute nach Feierabend zum nächsten größeren Zeitungskiosk um die druckfrische Ausgabe des Monopol Magazins zu besorgen. Ich kannte zwar die Zeitschrift nicht, aber eine Sonderausgabe zum Thema „Ruhr“ paßt genau in meine Planung für 2013. Ja, ich gebe unumwunden zu, ich bin kein Gallerie Typ. Öl gehört auf den Salat und nicht mit Farbe auf Karton 😉 . Daher sind bestimmt auch ein paar Seiten in dem Kultur Magazin nicht für mich gemacht, aber im großen und ganzen scheint das Heft lesenswert.

Daneben war ich heute ganz hibbelig, als ich auf der Emscherkunst Seite den Flyer zur Emscherkunst.2013 entdeckt habe. Soviele tolle Fotomotive, die sich da ab Juni bieten und zu meiner Freude nicht nur tief im Osten des Ruhrpotts sondern auch hier im Westen bis hoch nach Dinslaken. Das ist Kunst zum Anfassen, zum Liebhaben, zum Fotografieren.

3Ansonsten muß ich ma meckern. Entweder ich bin jetzt sauer oder ihr seid feige. Ich will aber nicht sauer sein, also bleibt … gut lassen wir das. Ich hatte euch vor ein paar Tagen gefragt, was ihr so dieses Jahr für Unternehmungen plant oder was ihr mir für zusätzliche Tipps geben könnt. Entweder ihr plant nichts (weil ihr keine Planer(innen) seid) oder ich bin einfach zu früh dran.

Dann machen wir das eben anders herum, ich erzähle euch demnächst vor einem planungsreichen Wochenende wo ich mich so rumtreibe und ihr guckt, ob ihr mir über den Weg laufen wollt. Sollte sich die Erde so drehen, daß sich eventuell unter ganz bestimmten Umständen unser Weg kreuzt, erwarte ich aber ein zackiges „Hallo“ 😉 . Und wo wir gerade bei der Planung sind, wenn die Emscherkunst vom 22.06.2013 – 06.10.2013 entlang der Emscher tobt, 4muß man da entweder zu Fuß ran (das Auto reicht nur in den seltensten Fällen bis direkt an die Kunstwerke) oder man leiht sich ein Fahrrad und tourt damit entlang der Emscher. Und dieses Jahr möchte ich nicht wieder alleine radeln. So und jetzt ihr, sagt mir bis Juni wenn ihr los wollt, wir machen ein Blog/Facebook/Google/Twitter/Radlertreffen draus (Räder kann man leihen) ;-).

Ich werde mir höchstpersönlich eine harte Strafe ausdenken, wenn Petrus wieder mal so einen Fisselsommer aus der Tasche zieht, denn entlang der Emscher kann man da eine regelrechte MehrGanztagestour draus machen. Auf dem Foto in der Mitte rechts seht ihr übrigens “Warten auf den Fluss”, was auch 2013 wieder aufgebaut wird und sogar zur Übernachtung am Fluß einläd. Jemand Lust? Ach jaaaa, ich schwelge schon wieder in Gedanken im Sommer bei momentan -3 Grad 😀 .

Und was plant ihr so für 2013?

ZecheDas Internet ist schon eine feine Sache. Während der Frühling noch fern ist suche ich im Netz nach Veranstaltungen in und um das Ruhrgebiet. Keine Konzerte oder Musicals, auch keine Wanderungen bei Mondlicht (obwohl … 😉 ), sondern Veranstaltungen wie z.B. Zechen-, Museums- oder Haldenfeste, Oldtimertreffen usw. Gerade las ich sogar etwas von einer „Safari im Welterbe Zollverein“ (am 30.06.). Die daraus erstellte Liste nutze ich dann das Jahr über, wenn ich wieder mal auf Ruhrpott Tour gehe.

Hinzu kommt dann noch die RuhrTopCard, eine Plastikkarte, die gegen einmaligen Kaufpreis kostenlosen oder IMG_5681vergünstigten Eintritt in diverse Museen, Ausstellungen, Zechenführungen, Zoos bis hin zur Extraschicht (50%) gewährt. Ebenso in der Tasche habe ich meistens die CityPowerCard. Wer Strom bei einem regionalen Versorger zw. Niederrhein und Gelsenkirchen bezieht bekommt die CityPowerCard kostenlos beim Energieversorger. Die Karte ermäßigt bundesweit den Eintritt in verschiedene Museen, Zoos u.ä. im Schnitt um 10%.

Wer dann noch mehr (NRW weite) Termine haben möchte, dem empfehle ich das Buch „Hits zum Wochenende“ (5,95 Euro). Das Buch erscheint jährlich im April/Mai und enthält neben vielen Terminen auch eine Reihe von Gutscheinen, die wiederum vergünstigten Eintritt gewähren (meist auch um die 10%).

zooSo kommen eine ganze Reihe von Terminen zusammen, mal ganz abgesehen von den Besuchen auf Zeche Zollverein, auf verschiedenen Halden und Landmarken, am Baldeneysee oder entlang der Ruhr oder der Emscher, was ja keinen Eintritt kostet. Natürlich spielt das Wetter nicht immer mit, so daß der eine oder andere Termin schon mal sprichwörtlich ins Wasser fällt, aber ich hätte da schon mal ein paar (wie ich finde) interessante Termine gesammelt (ein Auszug und ohne Gewähr 😉 ).


– Parkleuchten Essen Gruga 08.02.-17.03.
– BigAir Package Gasometer Oberhausen 15.03.-30.12.
– „Glanzlichter“ 3. Bochumer Börse für Grubenlampen und Bergbaugeschichte 17.03.
– Henrichshütte Hattingen, jeden 1. Sa. im Monat und jeden So. Führung durch den Luftschutzstollen 2,- € (zuzüglich Eintritt)
– Oldtimertreffen Kokerei Zollverein Essen, jeden 1. So. im Monat von April bis Oktober
– Eisenbahnmuseum Bochum – Museumstage 20./21.04. + 14./15.09.
– Zeche Hannover Dampf-Festival 04./05.05.
– Museumsfest Schiffshebewerk Henrichenburg 05.05.
– GreifvogelFlugshow Gruga 09.05. / 30.06. / 29.09
– Flachsmarkt Krefeld 18.-20.05.
– Drachenboot FunRegatta Duisburg 15./16.06.
– Emscherkunst 22.06.-06.10.
– Drachenboot Baldeneysee 29./30.06.
– E x t r a s c h i c h t 06.07.
– Grugaparkfest 19.-21.07.
– Drachenfest Moers (Halde Rheinpreussen) 17.-18.08.
– Drachenshow Oberhausen (OlgaPark) 14./15.09.
– Zechenfest Zollverein 28./29.09.
– Urbanatix Bochum 15.-24.11.

Außerdem vielleicht mal mit dem Schienenbus durchs Ruhrtal, ins Freilichtmuseum Hagen, Tetraeder Bottrop, Halde Hoheward, Zeche Zollern, Westfalenpark Dortmund, Zoo Duisburg, Weiße Flotte, LaPaDu … u.v.m.

Glück_aufOb ich die Ausflüge alleine mache? Ja meistens schon, aber ich habe damit wenig Probleme, denn so kann ich ich problemlos auch mal ein 1/2 Stündchen damit zubringen ein Fotomotiv auszukundschaften ohne jemanden zu langweilen, schließlich will gut Ding Foto ja Weile haben 😉 . Wenn euch jetzt aber einer der o.g. Termine zusagt macht euch via Kommentar bemerkbar, vielleicht läuft man sich ja mal über den Weg. Bis dahin ein „Glück auf“.

Zeche Nordstern, Emscherkunst und Rungenberg

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Ein weiterer Bericht über eine weitere Halde? Nicht ganz, aber auch. Diese Woche hat es mich nochmal nach Gelsenkirchen gezogen. Zunächst ging es vom Nordsternpark (der Turm der Zeche Nordstern ist mit der Skulptur des „Herkules“ unverkennbar) via Fahrrad (metropolradruhr) entlang des Rhein-Herne-Kanals zum Emscherkunstprojekt „Monument for a Forgotten Future“ (nördlich der Schleuse in Gelsenkirchen). Der Weg ist vom Nordsternpark in ca. 15 Min. bequem zu erreichen. Das „Monument for a Forgotten Future“ ist die Kopie einer Bergformation aus dem Nationalpark Joshua Tree bei Los Angeles und spielt in seinem Inneren leise Musik, wenn man sich dem Berg nähert.

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Danach habe ich wieder mal die Graffitiwand im Nordsternpark besucht, um zu sehen, was sich seit dem letzten Besuch verändert hat. Die Mauer am ehemaligen Kohlehafen darf ganz offiziell besprüht werden und wandelt sich alle paar Monate. Einmal in Gelsenkirchen bieten sich zwei Halden an besucht zu werden. Im Süden der Stadt (unweit der A40) die Halde „Rheinelbe“ über die ich im letzten Jahr hier berichtet habe und zum anderen die Halde „Rungenberg“ im Norden (unweit der A2), die ich bisher noch nicht kannte. Also ging der Ausflug dorthin.

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Die Straße führte mich zunächst durch die Siedlung Schüngelberg, die ebenfalls zur Route der Industriekultur gehört. Zweigeschossige Häuser die zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut wurden mit zum Teil getrennt liegenden Gärten und einem später integrierten Mulden-Rigolen-System zur Ableitung des Regenwassers. In den 90’er Jahren kam dann ein Neubaugebiet hinzu, daß mit Verlaub etwas künstlich wirkt. Von der Siedlung Schüngelberg aus führt eine Treppe (ca. 300 Stufen) hinauf zur Halde. Diese hat zwei Spitzen, an denen je ein Scheinwerfer steht. Die Scheinwerfer formen (soweit ich weiß) Nachts mit ihren Strahlen aus einer zerschnittenen Pyramide optisch eine ganze Pyramide. Bilder auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Emscherkunst

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Es war das größte Kunstprojekt der Kulturhauptstadt 2010. Acht Ausstellungsräume auf der Emscherinsel zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal, 40 Künstlerinnen und Künstler, 20 Werke unterschiedlichster Art. Das ist die Zusammenfassung des Kunstprojektes „Emscherkunst„. Es endete mit einer Fotoaktion bei der ich mich auch mit diesem Bild beteiligt habe. Nun habe ich nicht den 1. oder 2. Platz gemacht, aber am Donnerstag kam ein Überraschungspaket, mit dem ich garnicht gerechnet hatte. Auf diesem Weg nochmal ein herzliches Dankeschön an die Emschergenossenschaft und auf neue Projekte 2013.

Brücken am Gasometer

Da es letzte Woche wunderbar sonnig war, bin ich im Anschluß an meinen Gasometerbesuch noch die wenigen Meter zum Rhein-Herne-Kanal gelaufen. Der Rhein-Herne-Kanal ist reich an Brücken und wie man von oben bereits sehen konnte, gehen gleich hinter dem Gasometer mehrere Brücken über den Rhein-Herne-Kanal, über die Emscher und gleich noch über die A42. Das wollte ich mir mal näher ansehen. Zunächst wäre da die eigene Trasse des ÖPNV. Hier fahren Busse und Straßenbahnen vom Oberhausener Norden in den Süden und umgekehrt und bedienen damit unmittelbar das Centro im Minutentakt.

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Daneben eine Fußgängerbrücke (natürlich auch für Radfahrer) und diagonal über beide Brücken hinweg eine Eisenbahnbrücke (ich nehme an für den Güterverkehr). Ganz unten bewegt sich selbstverständlich noch der Schiffsverkehr. Kein Vergleich mit der Brückenlandschaft in den Ruhrauen zw. Mülheim und Duisburg, aber es sind ein paar ausgefallene Bilder entstanden. Wer übrigens am Nordende auf die andere Seite der ÖPNV Trasse möchte, findet am Ende der Fußgängerbrücke noch eine Art Steg, der alle Brücken unterquert. Gleich neben der idyllisch gelegenen Skaterbahn, welche unweit der Emscher und nur etwa 50 Meter von der A42 entfernt liegt. Hier wird sich keiner so schnell über Skaterlärm beschweren 😀 .

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Die Fotos im „Ruhr 2011“ Album werden langsam mehr … Flickr, Sevenload, Picasaweb (ans Ende scrollen).

Insel Tour

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Und weiter geht’s … Dieses Mal habe ich mir ein Fahrrad ausgeliehen und bin über die Emscherinsel immer entlang des Rhein-Herne-Kanals bzw. entlang der Emscher gefahren. Das Fahrrad habe ich in Oberhausen bei Revierrad geliehen. Revierrad deßhalb, weil MetroradRuhr z.Zt. noch keine Räder in Oberhausen anbietet. Qualität des Rades … o.k. würde ich sagen, Narbenschaltung, gute Bremsen, lediglich das Schloß war nur ein einfaches Rahmenschloß und das noch etwas wackelig.

Entlang der Emscherinsel bin ich gefahren, weil dort im Kulturhauptstadtjahr auch die Ausstellung Emscherkunst zu finden ist. Emscherkunst? Ja, auch darüber habe ich vor gut 4 Wochen schon mal berichtet.

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Start war im Haus Ripshorst nur 100 Meter vom Rhein-Herne-Kanal entfernt. Von da aus immer Richtung Osten. Am BernePark geht es dann einmal quer über die Emscherinsel, die an dieser Stelle ihre breiteste Stelle hat. Im Rahmen der Emscherrenaturierung wird aus der ehemaligen Kläranlage der Bernepark mit begehbarerm Klärbecken. Statt Wasser wachsen jetzt Blumen in einem der Becken. Um eine Vorstellung von der Größe der Abwasserrohre zu bekommen, durch die zukünftig die Emscher fließen soll, sind 4 Rohrstücke zu „Hotelzimmern“ (mit Übernachtungsmöglichkeit) ausgebaut.

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Weiter geht es zunächst unter der A42 entlang und dann direkt daran vorbei. So müssen sich Anwohner an der A40 fühlen. Einige Zeit danach, man hat die Emscher mitlerweile zweimal gequert, trifft man auf das Emscherkunstprojekt „Between the waters“ einer Art biologischer Kläranlage mit zwei richtigen Toiletten die ausprobiert werden wollen (nein ich habe sie nicht benutzt 😀 ).

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Auf das Kunstprojekt „Obelisk“ (ein paar hundert Meter weiter) muß man etwas genauer achten, denn es liegt etwas abseits des unmittelbaren Fahrradweges. Der 14 Meter hohe Obelisk besteht aus Karbon was wiederum aus Kohlefaser besteht (daher der Bezug zum Ruhrgebiet). Anfassen erlaubt. Weniger zum Anfassen ist die Vergoldung des Abschlussgeländers am ehemaligen Kohlebunker der Schurenbachhalde. Die Goldauflage ist aus der Ferne nur schwer zu erkennen, soll aber das Wortspiel Steinkohle ist das „schwarze Gold“ des Ruhrgebiets wiederspiegeln.

Das Projekt „Warten auf den Fluss“ habe ich bereits beim letzten Mal ausführlich beschrieben, so daß ich gleich an mein Ziel die Zeche Nordstern weitergefahren bin. Eine kleine Stärkung, eine Abkühlung am Brunnen vor der Zeche, ein Schlenker zur Graffitiwand und vor dort aus wieder zurück nach Oberhausen.

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Falls ihr diese oder einen anderen Teil der Emscherinsel befahren möchtet besorgt euch die kostenlose Karte „Emscher InselTour“. Sie ist in den meisten „Ruhr.2010“ Besucherzentren oder bei Revierrad zu bekommen.

Nebenbei, recht amüsant sind die, auf den ersten Blick etwas sinnlosen, Tafeln am Wegesrand, welche aus der Kunstaktion „Bilder am Kanal“ entstanden sind, oder hätte euch „Frauenhandtasche, rotes Leder“ etwas gesagt 😀 ? Schaut mal ins Ruhr2010 Album auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Besetzt (auf die Suche nach Klohäuschen)

An was erinnert euch der Ausruf „Besetzt“? Ja genau, ihr steht vor der verschlossenen Toilettentür und müßt mal wieder ganz nötig aufs „Stille Örtchen“. Und damit sind wir auch schon voll im Thema.

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„Besetzt“ heißt eine Ausstellung von mobilen Toiletten, landläufig auch Dixi Klo genannt, in Oberhausen. Am Sonntag habe ich auf dem Weg nach Essen einen kurzen Stop eingelegt. Die Häuschen sind selbstverständlich unbenutzt und auch nicht für eine Nutzung ausgelegt, stattdessen wird in jedem Toilettenhäuschen künstlerisch auf die Entstehung der Toilette eingegangen und deren verfremdete Nutzung präsentiert.

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20 mobile Klohäuschen werden bis zum 24. Oktober 2010 auf der Emscherinsel (beim Stadtsportbund, Lindnerstr. 2) stehen. Die Inhalte der Häuschen sind mal literarisch, mal filmisch und mal lehrreich gestaltet, oder hättet ihr soviele Begriffe für das „Stille Örtchen“ gekannt? Wer sich einen Moment Zeit nimmt kann zusätzlich noch zwischen verschiedenen Musikstücken auf dem „Rock-Klo“ wählen oder zwischen verschiedenen Auszügen aus (Hör-)Büchern auf dem „Literatur-Klo“.

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So richtig anheimelnd wird das „Stille Örtchen“, mit giftgrünen Toilettendeckelüberziehern und einem Toilettenbürstenhalter in Form eines süßen kleinen Hundes. Was denn, euer „Örtchen“ sieht nicht so aus? Gott sei Dank 😀 . Mehr Bilder im Ruhr2010 Album bei Flickr, Sevenload oder Picasaweb.