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Beiträge von Michael

Geboren im Ruhrgebiet, wohnhaft am Niederrhein und unterwegs zwischen Dortmund und Köln (meist jedoch zwischen Krefeld, Düsseldorf und Essen).

Oldtimertreffen

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In meinen Fotoalben gibt es bereits verschiedenste Bilder vom hiesigen Oldtimertreffen in Krefeld, aber dieses Mal gab es gleich zwei Treffen an einem Tag, bei denen ich mich mal umgeschaut habe (bereits am vorletzten Wochenende). Zunächst das bereits bekannt Treffen im Krefelder Stadtwald. Dieses Mal fanden sich mehr Fahrzeuge aus der jüngeren Oldtimergeschichte ein, zumindest in der knappen Stunde, in der ich da war. Da aber ständig neue Oldtimer kommen und andere wieder wegfahren, muß man ein bischen Glück haben. Nichts desto Trotz war es wieder voll auf dem Parkplatz an der Rennbahn.

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Da das Wetter so schön war, habe ich mich auch noch aufgemacht nach Essen, wo sich an jedem ersten Sonntag im Monat (April – Oktober) rund um die Kokerei Zollverein die Oldtimerfreunde treffen. Nicht nur, daß es unerträglich warm und drückend war an diesem Sonntag, es war unbeschreiblich voll. Ich hätte nicht gedacht, daß so viele Interessenten aber auch so viele Oldtimer den Weg auf das Zechen bzw. Kokereigelände finden würden. Die Autos stehen auf diesem Gelände vielfach hintereinander, so daß dazwischen herumwuselnde Menschen und ein paar häßliche Bauzäune den Fotoeindruck etwas trüben. Trotzdem sehenswert.

Nordsternpark

Am Tag nach Fronleichnam (für viele Brückentag in NRW) bin ich der Route der Industriekultur gefolgt und war nach vielen Jahren mal wieder im Nordsternpark in Gelsenkirchen.

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Es ist sage und schreibe schon 13 Jahre her, daß ich das erste Mal dort war. Es war das Jahr 1997 und der Nordsternpark war Teil der Bundesgartenschau. Heute 13 Jahre später sind die bunten Blumen verschwunden, aber der Wasserspielplatz und die Rest der einstigen Zeche, auf dessen Grund sich der Nordsternpark befindet, stehen noch immer. Mitten durch den Park ziehen sich der Rhein-Herne-Kanal und die Emscher und weil man diese Flüsse häufiger überqueren möchte gibt es gleich mehrere Brücken.

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Die bekannteste davon vermutlich die 36 Meter hohe, stählerne Doppelbogenbrücke. Mit einer Spannweite von 80 Metern und zwei unsymmetrischen, aber parallelen Bögen liegt sie schräg über dem Rhein-Herne-Kanal. Wer auf dem kostenlosen Parkplatz am Amphitheater parkt hat es nicht weit zum Kinderland, läuft aber auch Gefahr, den Rest des Parks nicht mehr zu sehen, weil die Kinder besonders an warmen Tagen vom Wasserspielplatz nicht mehr weg zu bekommen sind 🙂 .

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So bunt wie zur Bundesgartenschau geht es nicht mehr zu auf dem Gelände, aber zum Fahrradfahren oder Spazierengehen sind die Wege wie gemacht. Im Kulturhauptstadtsommer ist der Nordsternpark außerdem zentrale Anlaufstation für die Aktion „Emscherkunst„. Der Fahrradverleih unweit des Besucherzentrums am „blauen“ Pumpwerk ist ein möglicher Ausgangspunkt die Emscherinsel zu erkunden.

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Ein Kunstwerk der Emscherkunst findet sich direkt vor Ort, „Das laufende Haus“ (Walking House) der dänischen Künstlergruppe N 55. Eine Art 6-eckiger Zylinder mit sechs Beinen, die das ganze Haus vorwärts bewegen. Momentan wird das Haus nur zeitweise bewegt, wie man mir aber sagte, soll es aber ab ca. Mitte Juni regelmäßige Vorführungen geben. Die Emscherinsel und die Emscherkunst werde ich mir noch einmal gesondert ansehen, dann vermutlich via Fahrrad.

Fotos im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Nebel in Berlin

Auch aus Berlin habe ich mal wieder etwas zu berichten. Ein beruflicher Abstecher hat mich nach einem ¾ Jahr Pause in der letzten Woche wieder hingeführt. Leider war das Wetter dieses Mal nicht so toll. Nieselregen, 12 Grad und Nebel.

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Die wenigen Sonnenstrahlen habe ich genutzt und bin endlich mal über das Gelände der Charité gelaufen. Ich kannte bisher nur das weithin sichtbare Hochhaus, aber auf dem Gelände stehen noch eine Reihe gut erhaltener Gebäude aus rotem Backstein, die mitlerweile unter Denkmalschutz stehen. Die Eingänge liegen ein bischen abseits der üblichen Touristenrouten, so dass sie mir bisher nicht aufgefallen sind. Aufgefallen ist mir stattdessen, daß es am schönsten Platz Berlins, am Gendarmenmarkt, immer noch ein Café Achteck gibt.

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Café Achteck ist eine scherzhafte Bezeichnung für bestimmte öffentliche Pissoirs, hier sogar mit getrennten Eingängen für Herren und für Damen. Auf dem Rückweg habe ich schließlich am Brandenburger Tor noch zwei (musizierende) Indianer geftroffen 🙂 .

Am zweiten Abend habe ich endlich mal die Chance genutzt, um mir das neu eröffnete Gelände „Topographie des Terrors“ anzusehen. Wie so oft, wenn es um die Dokumentation und Aufarbeitung des Terrors in der NS Zeit geht, ging auch diesem Projekt politischer Streit voraus. Der Wikipedia Artikel gibt das ganz gut wieder.

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Zu der Freiluftausstellung gehört ein umfangreiches Dokumentationszentrum, für das man sich aber Zeit nehmen sollte. Leider hatte ich an diesem Abend nicht mehr nicht mehr genug Zeit und auch nicht die Kraft, die man für eine solche Ausstellungen braucht. Die knappe Zeit war stattdessen reserviert, unserem ehemaligen NRW Landesvater und Bundespräsidenten a.D. Johannes Rau einen Besuch an seinem Grab abzustatten.

Der dritte Abend, wiederum Nieselregen, bewog mich Madame Tussauds zu besuchen. Seit 2008 befindet sich eine Ausstellung dieses Namens auch in Berlin („Unter den Linden“, unweit vom Brandenburger Tor). Nicht ganz billig, habe ich die CityTourCard für einen zumindest etwas vergünstigten Eintritt genutzt. Die Ausstellung startet mit dem Otto von Bismarck, geht über die 30’er Jahre (Karl Marx, Sofie Scholl, Anne Frank und Adolf Hitler) …

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… weiter zu den Kanzlern der Bundesrepublik und schwenkt dann zu Persönlichkeiten aus dem Kulturbereich (Einstein, Grass, Dietrich), zeigt uns die Fernsehschaffenden (Jauch, Gottschalk, Raab), Sportgrößen wie Becker, Graf, Maske und zum guten Schluß Größen aus Musik und Film.

Die Ausstellung ist kurzweilig und kann rd. 2 Stunden „Unterhaltung“ bringen (ich musste mich auf Grund des späten Besuchs etwas ranhalten). Der späte Besuch hatte aber auch den Vorteil, dass es keine Wartezeit und keine Schlangen an der Kasse gab und auch nicht vor den Wachsfiguren.

Fotos im Berlin 2010 Album auf Flickr, Sevenload und Picasaweb.

Auf dem Hochofen (Landschaftspark Duisburg)

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Donnerstag letzter Woche war Fronleichnam (also Feiertag in NRW). Da die Sonne schien, wollte ich die Zeit nutzen und endlich mal auf den Hochofen Nr. 5 im Landschaftspark Duisburg-Nord zu klettern. Ich war ja schon häufiger da, aber bisher war der Aufgang immer gesperrt. An diesem Donnerstag nicht, aber auf die Idee waren auch einiger Hundert andere gekommen 🙂 . Egal, ich bin also auf direktem Weg dorthin und habe die Stufen erklommen.

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Ich gebe zu die Treppen, ursprünglich ja nicht für Besucher konzipiert, sind schon abenteuerlich. Offene Stufen und weitestgehend außen am Turm kosten etwas Überwindung. Aber wer den Tetraeder erklommen hat kommt auch hier hoch. Ganze Familien (einigen ist die Überwindung anzusehen) haben sich hier auf den Weg auf den Hochofen gemacht. Dafür ist die Entschädigung (im wahrsten Sinne des Wortes) auch sehr aussichtsreich. Der Blick geht über die umliegenden Städte, Oberhausen, Mülheim, Bottrop … usw. mit ihren jeweiligen Landmarken und Sehenswürdigkeiten.

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Wer noch nie im Landschaftspark Duisburg-Nord war, kann von dort oben einen Rundumblick über das ganze Gelände genießen und sogar die A42 beobachten. Last but not least, wer mit offenen Augen anschließend durch den Park geht sieht so ganz nebenbei noch Kunstwerke aus der Ruhr2010 Aktion „Starke Orte“ die noch bis September 2010 andauert.

Fotos im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

RuhrAtoll

Hallo werte Blogleser(innen), nach ein paar Tagen ohne Beiträge geht’s heute ans Aufarbeiten der Themen. In der vergangenen Woche habe ich dem Baldeneysee einen Besuch abgestattet.

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Der Baldeneysee, ein künstlicher Ruhrstausee, ist schon so einen Besuch wert, doch zur Zeit findet dort das RuhrAtoll statt. Kunstinstallationen in Form großer künstlicher Inseln liegen seit ein paar Tagen dort vor Anker, unweit der Staumauer und nur wenige Minuten zu Fuß vom Parkplatz am Ragattaturm entfernt. Wer näher heran will hat zwei Möglichkeiten. Entweder ein Tretboot mieten (reservieren!) und selber bis zum Anlegesteg fahren, der (so sah es für mich aus) an drei von z.Zt. vier Inseln zu finden ist, oder man nimmt die Personenfähre, die einen ans andere Seeufer bringt (einfache Fahrt oder hin und zurück).

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Die Fähre fährt relativ nahe an den Inseln vorbei, so dass sich auf jeden Fall ein paar Fotos von außen ergeben. Ich habe die letztere Variante genutzt, den Weg über die Staumauer bin ich gelaufen und zurück bin ich gefahren. Außerdem war der letzte Samstag gleichzeitig auch der letzte Schachtzeichentag und wenn man genau hingesehen hat, gab’s am anderen Ende des Sees auch noch einen großen gelben Ballon zu sehen. Fotos im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

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Nebenbei, wer gerne ein paar größere Flugzeuge sehen will, das Ende des Baldeneysees liegt in der Einflugschneise des Düsseldorfer Flughafens.

Madame Tussauds




Madame Tussauds

Ursprünglich hochgeladen von Eichental

Was macht man in Berlin wenn das Wetter nur mittelmäßig ist? Richtig man besucht ein Museum. Nun bin ich ja z.Zt. nicht zu meinem Vergnügen hier und außerdem schließen die meisten Museen gegen 18.00 Uhr, aber ich habe gestern noch was gefunden. Madame Tussauds – auf der Straße "Unter den Linden". Vorteil meines späten Besuchs in dem Fall … es war angenehm leer. Selbstverständlich habe eine Reihe Fotos gemacht … mehr dazu in ein paar Tagen.

Abwesenheitsmeldung


Mein Blog ist jetzt protected (das verstehen jetzt wieder nur Twitter User) 😀 . Nein im Ernst, ich muß euch für ein paar Tage Richtung Hauptstadt verlassen, Dienstreise nennt sich sowas, aber Mitte der Woche bin ich ja schon wieder da und dann geht’s auch gleich in ein langes Wochenende hier in NRW. Zeit um wieder neuen Abenteuern im Ruhrgebiet nachzujagen und neue Fotos zu schießen. Also bis die Tage …

Flachsmarkt 2010

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Wieder ist ein Jahr wie im Fluge vergangen und wieder war Pfingsten. Das heißt für Krefeld „Flachsmarkt“. Dieses Jahr hatte ich ein bischen mehr Zeit, um mich in aller Ruhe umzusehen. Pünktlich aufgestanden war der Markt gegen kurz vor 10.00 am Samstag schon gut besucht, aber auf jeden Fall noch überschaubar. Schmuckmacher und Kerzenzieher, Filzerin und Glasbläser, Senf- und Hutmacher, Buchbinder und Töpfer, kein Handwerk das hier nicht vertreten ist. Und das Beste, an vielen Ständen kann man sich auch selbst am jeweiligen Handwerk versuchen und das Erarbeitete gleich mit nach Hause nehmen.

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Es gibt wie immer eine so reichliche Auswahl, daß man es selbst in 4-5 Stunden nicht schafft jeden Stand zu besuchen. Nach einer kräftigen Stärkung mit Spießbraten oder Erbsensuppe, mit Baguette oder Bratwurst und einem guten Getränk gehts dann auf die Ritterwiese. Hier kann man in einem kleinen Lager sehen, wie Rittersleut früher gewohnt und gekocht haben und schließlich darf man einem Schwertkampf oder sogar einem Rittertunier beiwohnen. Und nicht nur die Ritter haben gezeigt was sie können, auch die Dame war flott am Schwert.

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Als hätte man den Wettergott bestochen, gab es dieses Jahr 1a Frühlingswetter und weit und breit keinen Regen, so daß der Termin für 2011 (11.-13. Juni) schon mal vorgemerkt ist. Eine Auswahl von Fotos gibts bei Flickr oder Sevenload. Dieses Mal habe ich weniger die Handwerker selbst fotografiert sondern mehr das, was sie an ihren Ständen angeboten haben.

Ach ja, die Falknerei hätte ich beinahe vergessen, sehr schöne Tiere, die sich hier dem Puplikum präsentiert haben. Die Flugshow habe ich aus Zeitgründen leider nicht gesehen.

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Schachtzeichen (Halde Hoheward)

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An diesem Wochenende stand einmal Niederrhein und einmal Ruhrgebiet auf dem Ausflugsplan. Hier (weil’s aktueller ist) zunächst mein Eindruck von der Aktion „Schachtzeichen“ zur Ruhr2010. Allen die nicht aus dem Ruhrgebiet kommen sei erklärt, daß im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr2010 in dieser Woche (leider sehr wetterabhängig) versucht wird, über 300 alte Schachtanlagen durch das Auflassen gelber Ballons weithin erkennbar und damit den Wandel im Ruhrgebiet erlebbar zu machen.

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Daher war ich am Sonntag auf der Halde Hoheward, um mir das Ereignis von dort aus erhöhter Position anzusehen. Vor 6 Wochen war ich bis auf ein paar Mitstreiter fast alleine auf der Halde, an diesem Sonntag standen die parkenden Fahrzeuge entlang der Cranger Straße (aus Richtung Herne) bereits 1 Kilometer vorher Stoßstange an Stoßstange. Während die meisten Besucher ihre Haldentour an der Drachenbrücke begonnen haben, bin ich vom
Salentinplatz aus über die Treppen-/Stiegenkonstruktion mit 529 Stufen hinauf aufs Plateau [da sag noch einer ich mache keinen Sport 😀 ].

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Leider war es etwas diesig, aber die Aussicht dafür (wie bereits beim ersten Mal) grandios. Gleich vor der Halde gab es einen Ballon zu sehen und im großen Rund (soweit die Sicht es erlaubte) locker 10-15 weitere. Wahre Menschenmengen und dazwischen unerschrockene Fahrradfahrer bahnten sich ihren Weg über die Halde. Bedauerlicherweise gab es heute auch schon die ersten Vandalismusmeldungen zu einzelnen Ballonen, trotzdem drücke ich allen Machern und Freiwilligen die Daumen, daß die Aktion noch bis zum Ende der Woche durchgestanden werden kann.

Ein paar Bilder folgen wie immer in den bekannten Alben bei Flickr, Sevenload und Picasaweb.

Ruhrmündung

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Wo mündet eigentlich der die Ruhr in den Rhein? Sagen wir mal so, da, wo Rheinorange steht. Rheinorange? Ja, ein Stahlquader, 25 Meter hoch, 7 Meter breit, 1 Meter tief, genau an der Stelle (in Duisburg Ruhrort), wo die Ruhr in den Rhein mündet. Heute habe ich mich dort mal umgesehen. Duisburg Ruhrort ist Industrie, Schwerverkehr. Nicht besonders attraktiv.

Aber ein kleiner Teil, die Mercatorinsel (früher Speditionsinsel genannt) beginnend an der Friedrich-Ebert-Brücke, soll mit der Unterstützung von Haniel zu einer neuen Kulturinsel ausgebaut werden. Dazu wurde an der Friedrich-Ebert-Brücke z.B. eine neue Treppe (Haniel Treppe) installiert, weitere Attraktionen sollen in den nächsten Tagen folgen.

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Am Sonntag startet Duisburg zu den „Lokal Heroes“ im Rahmen von Ruhr2010 und parallel die 33. Auflage der Duisburger Akzente. Da die neue Brücke auf die Mercatorinsel zum Zeitpunkt meines Besuchs allerdings gesperrt war, kann ich noch nichts zur Belebung der Insel sagen.

Die Ruhrmündung selbst läd jedenfalls zum verweilen ein, vor allem wenn man den richtigen Weg nimmt und direkt am Stahlquader landet und nicht (wie ich) am gegenüberliegenden Ufer 😉 . Zu Fuß, per Fahrrad oder auf dem Segway kommt hier am besten vorwärts.

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Mehr Bilder wieder bei Flickr, Picasaweb oder Sevenload.