Bookcrossing

bc Vor einigen Wochen beschrieb ich euch das Projekt „Bookcrossing“ , einer Art Zweitverwendung von gebrauchten und gelesenen Büchern.

Leider haben meine Bücher bis heute keinen weiteren Eintrag im Internet erhalten. Das könnte an zwei Dingen liegen. Entweder die Bücher wurden als Altpapier interpretiert und entsorgt, die Finder trauen sich nicht etwas ins Internet zu schreiben oder sehen das gefundene Buch einfach als ihres an.

Eigentlich hatte ich mir etwas mehr davon versprochen, aber vielleicht waren es auch die falschen Stellen, an denen ich die Bücher zurückgelassen habe. Ich würde gerne mal jemanden (via Kommentar o.ä.) kennenlernen, dessen/deren Buch gefunden wurde und weitergereist ist.

Deutschland ist mit 5.720 Büchern, nach den USA, das Land, in dem die meisten Bücher freigelassen wurden. Fragt sich nur, ob sie auch jemand gefunden hat. Schaut doch mal nach, ob in eurer Stadt in letzter Zeit ein Buch freigelassen wurde.

Freiballon Festival

1Am letzten Wochenende fand in Moers das 9. Moerser Freiballon Fetsival statt. Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich vorher noch nie davon gehört hatte, obwohl Moers hier gleich bei uns um die Ecke liegt, aber dieses Mal hatte ich in der Zeitung davon gelesen. Zunächst gab es am Nachmittag kleinere Ballons (nennt man die auch Heißluftballons?) zu sehen. Auch diese wurden mit einem Brenner beheizt, faßten in ihrem Korb (oder was halt unten dranhing) aber nur ein paar Stofftiere oder mal einen Fallschirmspringer aus Kunststoff, der fernausgelöst aus 5-6 Metern Höhe wieder dem Boden entgegen sprang. Bereits diese Ballons waren lustig anzusehen obwohl oder gerade weil sie von Freizeitkapitänen gesteuert wurden.

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Gegen 17.00 Uhr wurde es dann wuselig auf dem Platz, denn die echten Heißluftballone wurden ausgepackt und aufgeheizt. Ich hätte nie gedacht, daß das so schnell geht, aber binnen ca. 15 – 20 Minuten waren die ersten Ballons in der Luft und innerhalb etwa einer Stunde stiegen 15 Ballons samt Fahrgästen in den Himmel. Ich war zum ersten Mal so hautnah bei einem Heißluftballonstart dabei. Auch die Kinder waren beeindruckt. Ich denke die Bilder bei Flickr und Sevenload sprechen für sich.

Spätsommer in Berlin

Endlich ist der Blogbeitrag fertig, schließlich bin ich schon 2 Wochen wieder zu Hause. Aber besser spät als nie heißt das ganze dann auch „Spät(!)sommer in Berlin“ 😀 .

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Mein erster Besuch führte mich, wie es der Zufall wollte zum Hauptbahnhof und dort geradewegs zur Sandkunstausstellung „Sandsation“. Es war der letzte Tag dieser Ausstellung die bereits über den ganzen Sommer gelaufen war. Thema „City Of Future“, also Berlin der Zukunft. Wie würde Berlin (aus Sicht der Künstler) wohl im Jahre 2222 aussehen. Einige der Skulpturen muteten schon recht abstrakt an. Trotz der „schwarzen“ Zukunft haben mir aber auch diese Skulptuen wieder mal gut gefallen.

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Einmal in der Nähe des Hauptbahnhofs habe ich mir dann gleich die neue U-Bahn (U55) mit Start/Ziel im Hauptbahnhof angesehen. Die kürzeste U-Bahnstrecke (vermutlich in ganz Deutschland) hat zur Zeit nur drei U-Bahnhöfe. Hauptbahnhof, Bundestag und Brandenburger Tor. Fahrzeit keine 5 Minuten. Besonders interessant gestaltet wurde der U-Bahnhof Brandenburger Tor, weil dort versucht wurde die Teilung der Stadt vom Mauerbau bis zum Mauerfall abzubilden.

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Der Sonnenuntergang des ersten Tages führte mich vom Pariser Platz zum Holocaust Denkmal, das bei Sonnenuntergang eine ganz besondere Magie hat und große und kleine Schatten wirft. Der Folgetag führte mich dann zum Ostbahnhof und von dort, vorbei am Yaam Club, zur East Side Gallery. Die East Side Gallery ist, wie der Name vermuten läßt, der östliche Mauerteil, also die Hinterlandmauer auf DDR Seiten. Vor 20 Jahren wurde diese Mauer von Künstlern bemalt, aber der Zahn der Zeit und einige Touristen haben an der Wand genagt. 2009 wird diese Mauer wieder renoviert und ich empfehle euch den Besuch dort auf jeden Fall. Am Ende der Mauer schwirrt euch der Kopf.

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Ganz im Osten war ich dann nochmal (auch nicht zum ersten Mal) am Ostkreuz (nicht Ostbahnhof). Ein Bahnhof wie aus dem Dornröschenschlaf, über 100 Jahre alt und rostig bis zur letzten Niete. Daher erfolgt z.Zt. der Neubau eines modernen Bahnhofs, der den Namen Ostkreuz verdient. Aber die Nostalgie geht dabei verloren, Gelegenheit also für eine ganze Hand voll Hobbyfotografen sich ein „letztes Bild“ zu machen. Ganz neu ist hingegen der riesengroße Platz gleich gegenüber dem Berliner Dom. Früher stand hier mal der Palast der Republik. Übriggeblieben ist nur ein riesiger Rasenplatz und ein paar Holzstege. Genügend Platz sich vom Stadtspaziergang auszuruhen, sitzend oder liegend die Schäfchenwolken zählen.

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Den Tag beendet habe ich auf der Terasse des Hotel „Park In“. Von hier hat man mit 3,- Euro Eintritt einen weitreichenden Blick vom Alexanderplatz bis zum Regierungsviertel. Zum guten Schluß habe ich im 20. Jahr des Mauerfalls nochmal einen Teil des Mauerwegs abgeschritten. Von der Bernauer Str., wo der breite Mauerstreifen langsam zuwächst und zugebaut wird, vorbei am Mauerpark, wo Graffitisprayer ihr Werk hinterlassen (haben) zum Schedter Steg einer auffälligen Fußgängerbrücke, welche die Schwedter Straße an die Behmstraßenbrücke anschließt. Am letzten Tag habe ich dann noch ein paar Bilder im U-Bahnhof Rüdesheimer Platz gemacht und am Potsdamer Platz ein paar Aufnahmen rund um’s Sony Center bei Nacht.

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Mehr Bilder auf Flickr oder auf Sevenload.

Achtung – Bücher kreuzen den Weg

bc Wer mir via Twitter folgt hat vielleicht schon gelesen, daß ich in der letzten Woche meine ersten Bücher in die Freiheit entlassen habe. Was aber heißt „In die Freiheit entlassen“?

Habt ihr schon mal ein Buch gefunden, das auf dem Deckblatt oder auf der ersten Seite das links stehende Bild enthielt? Nein? Habt ihr schon mal von BookCrossing gehört? Als ich vor längerem mal einen Artikel darüber gelesen habe, fand ich das furchtbar interessant. Leider bin ich nicht der große Buchleser, so daß ich das Thema erst mal auf Seite gelegt habe. Erst jetzt habe ich mich wieder mal daran erinnert.

Bücher die man einmal gelesen hat und die viel zu schade sind, um sie wegzuwerfen verstauben zu Hause im Regal. Jedoch nochmal lesen will man sie meist auch nicht mehr und genau da setzt BookCrossing an. Man registriert sein Buch auf der Seite von BookCrossing.com bzw. auf dem deutschen Pendant BookCrossers.de. Anschließend schreibt man die „Registriernummer“ in das Buch, klebt vielleicht noch einen Hinweis auf die Aktion drauf („… ich wurde nicht verloren, sondern mit Absicht hier abgelegt …“) und legt es an eine Stelle, wo andere es finden können. Der Finder wiederum gibt die Reg.Nr. im Internet ein, schreibt seine Meinung dazu und legt das Buch (nachdem er es gelesen hat) an anderer Stelle wieder ab. So kreuzt das Buch von einem Besitzer zum anderen und das Internet protokolliert den Weg des Buches.

Die ganze Welt als Bibliothek – das ist die Idee, die hinter Bookcrossing steckt. Dafür stehen auch die drei „R“: „Read, Register, Release – Lesen, Registrieren, Freilassen“. Ich habe jetzt meine ersten Bücher (so eine Art spezielle Reiseführer über Berlin) freigelassen. Gefunden habe ich allerdings noch nie ein Buch und ich fürchte auch, daß ein Teil der Bücher in irgendeinem Papierkorb verschwindet. Vielleicht auch meine Bücher, denn je nach Ablageplatz des Buches könnte es trotz entsprechendem Aufdruck für Altpapier o.ä. gehalten werden.

Zoom Erlebniswelt

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Habe ich euch eigentlich erzählt, daß ich letzte Woche in der Zoom Erlebniswelt war? Nein? Glatt verschwitzt, um mal das aktuelle Wetter mit einzubeziehen. Aber was ist überhaupt die Zoom Erlebniswelt? Es handelt sich hier um den, zur Erlebniswelt umgestalteten, ehemaligen Ruhr-Zoo in Gelsenkirchen.

Erlebniswelt vermutlich deßhalb, weil anders als in „normalen“ Zoos, die Tiere nicht in rechtwinklig abgezirkelten Gehegen oder gar Käfigen leben, sondern in einer Umgebung, einer künstlichen versteht sich, die ihrem natürlichen Lebensraum entspricht. Die ZOOM Erlebniswelt bietet momentan zwei von einander getrennte Themenbereiche, Alaska und Afrika. Im kommenden Frühjahr (2010) soll dann noch Asien dazukommen. Jeder Themenbereich ist mit einem rd. 1,5 bis 1,8 km langen Rundweg erschlossen. Die Tiere in den Gehegen sind zum größten Teil nur durch einen Graben o.ä. vom Publikum getrennt und können, da der Rundweg um die Gehege herum verläuft, von mehreren Seiten beobachtet werden.

Nun ist es in Zoos üblicherweise so, daß manches Tier einfach in Ruhe gelassen werden will und demnach manchmal auch nur schlafend angetroffen wird. Sind die Tiere dann aber einmal wach, gibt es, durch Panzerglasscheiben getrennt, ganz engen Kontakt. Leider gehörten die Löwen im Afrikateil an dem Tag zu den Schläfern, aber dafür waren die Schimpansen umso aktiver und boten dem Puplikum eine regelrechte Show. Fragt sich wer hier wen hinter der Glasscheibe beobachtet hat 😀 .

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Glück hatten wir bei den Eisbären. Hier wurde die Panzerglasscheibe so angebracht, daß man das Wasserbecken zur Hälfe oberhalb und zur Hälfte unterhalb der Wasseroberfläche beobachten kann. Einer der Eisbären schwomm seine Runden so, daß er auf die Besucher zuschwamm (manchmal auch tauchender Weise) und sich dann an der Glasscheibe mit seinen Pranken abstieß, wie ein Schwimmer bei der Wende. Grandios hier zuzuschauen.

Interessant auch das Alaska Ice Adventure. (eine simulierte Fahrt in einem Iglu auf einer Eisscholle) und eine echte Bootsfahrt durch einen Teil der Erlebniswelt Afrika. Beides im Preis inclusive. Apropo Preis, der ist natürlich ordentlich und was ich schade fand es gab nichtmal Familienkarten. Wer also mal nach Gelsenkirchen will, sollte Ausschau halten nach Vergünstigungen z.B. der CityPowerCard die hier von verschiedenen Stadtwerken aus der Rhein/Ruhr Region kostenlos vergeben wird.

Was ich vermißt habe ist die Möglichkeit sich einmal abseits des Trubels etwas auszuruhen. Bis auf eine Reihe halbierter Baumstämme gab es so gut wie keine Sitzmöglichkleit. Selbst an den Kiosken gab es nur Baumstümpfe (passend zur Landschaft). Eine kleine Auswahl von Fotos gibts wie immer in meinen Fotoalben bei Flickr oder Sevenload.

Nachtrag aus Hamburg

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Wieder einmal ein Kurztripp nach Hamburg in der vergangenen Woche. Dieses Mal ging es auf Grund des guten Wetters auf die Hauptkirche Sankt Michaelis, kurz Michel genannt, dann zum fast gegenüberliegenden alten Elbpark mit weithin sichtbarem Bismarck Denkmal und von dort in die Wallanlagen, einem sehr schönen Park, der für mich direkt südlich an Planten un Bloomen anschließt, während Wikipedia schreibt, daß die Wallanlagen zwischen Millerntor und Dammtor seit 1986 offiziell den Namen Planten un Blomen tragen. Wie dem auch sei, man kann hier stundenlang spazieren gehen.

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Ein Springbrunnen reiht sich dabei an den anderen und alle verführen dazu bei sehr warmem Wetter auch mal die Füße reinzustecken 😀 . Ich denke niemand würde etwas sagen, denn auch die Wiesen sind dank einer Reihe von Ruhemöglichkeiten zum Benutzen und nicht nur zum Angucken gedacht. Ich frag mich ja, was das alles für Menschen waren, die dort saßen. Hatten die (auch) alle nichts zu tun 😀 ?

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Den Nachmittag habe ich dann genutzt endlich auch mal die Außenalster zu sehen. Bisher war ich zwar schon zig Mal an der Binnenalster (sprich rund um den Jungfernstieg), aber noch nie draußen im Alsterpark. Hier habe ich dann Zeit gehabt eine Zeit lang die Schwäne nebst ihrer Jungen zu beobachten und ein bischen den Booten auf dem Wasser zuzusehen. Hier könnte man es bei gutem Wetter sicherlich den ganzen Tag aushalten. Aber 2 Tage sind knapp. Also bevor es zurück ins Hotel ging noch ein abschließender Abstecher in die Speicherstadt. Am Abend ist es hier ziemlich ruhig. Die Baustellen verweist, die Büros leer und die Hafencity noch im Bau. Also Zeit die Dämmerung ein bischen auf sich wirken zu lassen.

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Am zweiten Tag gab es dann noch ein klitzekleines Twitter/Bloggertreffen, denn wie es der Zufall wollte war neben meiner Wenigkeit KRDigital zur selben Zeit auch der Meikel_NMS in Hamburg. Also haben wir uns auf ein/zwei Bierchen am Gänsemarkt niedergelassen. War ein netter Abend (danke Meikel), nur ein bischen wärmer hätte es sein dürfen. Mehr Bilder gibt’s wie sonst auch bei Flickr oder Sevenload.

Flachsmarkt 2009

Wie angekündigt waren wir heute mal wieder auf dem Flachsmarkt. Leider war die Familie nicht zu bewegen noch etwas länger zu bleiben, denn wie jedes Jahr war es natürlich rappelvoll auf dem Gelände der Burg in Krefeld Linn. Auch für die „Kleinen“ gab es einiges zu sehen, aber man muß sich natürlich dafür begeistern können :D.

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Neben vielen Händlern, die ihre Waren feilgeboten haben gab es wie jedes Jahr auch Handwerker denen man über die Schulter gucken konnte. Hutmacher, Puppenmacher genauso wie Bonbonmacher aber auch künstlerische Berufe wie  Steinmetze, Maler, Schmuckmacher u.v.m.

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Wer es sich nicht nehmen lassen möchte, findet auch Berufe aus der guten alten Zeit wie z.B. den Barbier … Rasur gefällig? Und dazwischen immer mal wieder Musiker und Statisten, welche die Kleidung längst vergangener Jahrhunderte tragen.

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1-2 mal am Tag versammelt sich das Volk auf einem großen Platz, wo dann ein mittelalterliches Ritterturnier stattfindet. Dieses war für heute leider erst auf den Nachmittag terminiert, so daß wir es nicht mehr mitbekommen haben. Wer trotzdem ein paar Fotos sehen möchte klickt wie immer auf Flickr / Sevenload und dort im Album “Rund um Krefeld”.

Annoncen Avis (die 193’er)

Ich möchte den Blog nutzen einmal zurückzublicken, zurück in das Jahr 1989. Ich glaube zwar nicht, daß ich auf diesem Weg jemanden wiederfinde, aber versuchen muß man es ja.

1989 war das Internet für die meisten noch weit weg. Zu dieser Zeit gab es eine Annoncen Zeitung namens „Annoncen Avis“ (im Netz mitlerweile zusammengefaßt unter Quoka.de). Diese Zeitung bestand zu 100% nur aus Annoncen, so wie ihr sie aus der Samstagszeitung kennt. Suche, biete, kaufe, tausche … das übliche eben. Der Clou, die Zeitung selbst kostete 1,- DM, das Aufgeben einer Annonce war für Privatanzeigen kostenlos (bis auf die Briefmarke oder den Telefonanruf). Eine der vielen Rubriken hieß damals „Grüße“ und dort standen in den ersten Ausgaben so 2-3 Texte, mit Glückwünschen für die Oma u.ä. Doch plötzlich erschienen die ersten Annoncen mit Pseudonym, ähnlich einem Chat oder etwas moderner das, was heute z.B. Twitter ist.

Da die Texte in dieser Rubrik ebenso kostenlos waren, wie im Rest der Zeitung, fanden sich dort innerhalb kürzester Zeit zwei Spalten, dann eine Seite und nach 4-6 Wochen bereits 2 ganze Zeitungsseiten voll mit Anzeigen wie „Black Tiger grüßt Snoopy, wie war dein Wochenende …“ usw. Etwa 20-30 verschiedene Pseudonyme waren in ständigem Kontakt bis irgendwann jemand auf die Idee kam Freitags oder Samstags in einer bestimmten Kneipe aufzutauchen und andere dazu einzuladen.

Zunächst kamen 2-3 und berichteten in der Folgewoche, dann 5-8 und nach ca. 3 Wochen kamen bereits 15-20 Schreiber dieser Rubrik (übrigens es war, soweit ich mich erinnere, die Rubrik 193) vom ganzen Niederrhein in diese eine Kneipe. 70% kamen mit dem Auto und tranken demnach nur Limo und Wasser, was den Wirt zunächst verwunderte, aber aus dieser Idee kam für ca. ein 1 Jahr eine wunderbare Gruppe zusammen. Leider hat man sich dann schnell wieder aus den Augen verloren, weil eben doch nicht jeder mit jedem konnte.

Wohlgemerkt, wer sich nicht persönlich sah oder anderweitig kannte, mußte damals auf eine Antwort eine Woche warten, bis daß der Text in der Zeitung der Folgewoche zu lesen war. In der heutigen Internetgeneration ist es unvorstellbar, weil e-mails, Twitternachrichten u.ä. binnen Sekunden rund um den Globus laufen. Aber wenn sich jemand vom Niederrhein an die 193’er Zeit im „BIT77“ erinnert (1989 / 1990) möge er oder sie sich doch mal hier melden.

RUHR.2010

ruhr2010 Unter dem Motto „Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010“ wird im kommenden Jahr ein Kulturfestival der besonderen Art gefeiert. Eine ganze (Industrie-)Region wird 2010 zur Kulturregion. Aber was ist das eigentlich, eine Kulturregion? Ich zitiere mal auszugsweise von der Homepage.

Die Stadtregion Ruhr ist der drittgrößte Ballungsraum Europas mit 5,3 Millionen Menschen aus über 170 Nationen in 53 Städten. Nirgendwo auf der Welt sieht es aus wie im Ruhrgebiet. Die Landschaften der Region sind von Menschen gemacht und von Bergbau und Industrie gezeichnet.

Seit einigen Jahren verändern sich die Landschaften, denn Industriebrachen werden zu Landschaftsparks, Halden werden zu grünen Oasen und bahnbrechende Kunst und Architektur verwandeln die Zeichen der industriellen Vergangenheit.

Aus kleinen Siedlungen, die sich um hunderte von Bergbauschächten und Stahlhütten gebildet hatten, entstand Mitte des 19. Jahrhunderts rasend schnell eine der pulsierendsten Industrieregionen Europas. Nach dem Niedergang der Kohle- und Stahlindustrie in den 1960er Jahren hat sich das Ruhrgebiet fast ebenso schnell vom verrußten Kohlenpott zur Dienstleistungsmetropole gewandelt„.

Ich komme gebürtig aus dem Ruhrgebiet, aber ich kenne längst nicht alle Facetten dieses Wandels, insbesondere die nicht, die sich in den letzten 20 Jahren entwickelt haben. Was bitte macht eine Kulturregion eigentlich aus? Viele Museen, viele Konzerte und Festivals, Besuch von alten Industrieanlagen oder grünen Flächen, die früher Abraumhalten waren? Ich halte euch für 2010 auf dem Laufenden. Ein Termin steht bereits fest, am 18.07.2010 wird ein Teil der Autobahn A40 für einen Tag gesperrt. Eine Autobahn zu Fuß erkunden, das stelle ich mir spannend interessant vor. Weitere Aktivitäten werden vermutlich folgen.

Eine erste Programmbroschüre „RUHR.2010 zum Mitnehmen“ gibt übrigens es hier (Achtung rd. 7,5 MB).

[Update]
– Als offizieller Mobilitäts- und Logistikpartner der Kulturhauptstadt startet die Deutsche Bahn, wie hier zu lesen ist, mit der Beklebung ihrer Fahrzeugflotte mit dem offiziellen Kooperationslogo. Auch voraussichtliche (Sonder-)Fahrpreise findet man bereits. Klickt hier.

– Desweiteren hat der ADAC unter dem Titel „Erlebnis Ruhrgebiet – Kulturhauptstadt Europas 2010“ eine ADAC-Broschüre mit Ausflugs- und Freizeittipps für die Metropole Ruhr zusammengestellt. Die Broschüre ist kostenlos in allen Geschäftsstellen des ADAC in NRW erhältlich.

Ein Besuch in Hamburg

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Hier endlich der seit ein paar Tagen versprochene (Dienst-)Reisebericht aus Hamburg. Zunächst habe ich mich mal wieder ausführlich mit der Digitalkamera in der Hafencity umgesehen. Vor zwei Jahren lagen die ersten Gebäude dort noch mitten in einer riesigen Baustelle. Vor einem Jahr konnte man erste Konturen entdecken und dieses Jahr hatte ich zum ersten Mal das Gefühl hier entsteht etwas. Die Hafencity, für alle die Hamburg nicht so gut kennen, ist das ehemalige Hafengebiet welches jetzt zu einem komplett neuen Stadtteil heranwächst.

Eine gewisse Herausforderung an die Architekten ist nicht nur die Form der Gebäude, sonden auch, daß sie gegen Hochwasser gesichert sind, denn in den Hafenbecken steigen und fallen die Pegelstände der Elbe auf Grund der Gezeiten (der Nordsee) um rund 3,50 Meter zwischen Ebbe und Flut. Wer Glück hat entdeckt am Kreuzfahrtkai vieleicht eines der Traumschiffe, als ich dort ankam lag das neueste Schiff aus der AIDA Flotte vor Anker.

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Am Sandtorkai liegen mitlerweile die Pontons für den Traditionsschiffhafen und warten darauf, daß Besucher und Einheimische dort flanieren. Auch die ersten Schiffe schienen zu dem Zeitpunkt als ich dort war bereits aus dem Winterschlaf zu erwachen. Sie bieten fototechnisch gesehen, zusammen mit den neuen Gebäuden ausgefallene Motive.

Nur 100 Meter entfernt auf der anderen Straßenseite befindet sich die Speicherstadt, nach wie vor noch ein Warenumschlagplatz vom Kaffee bis zum Teppich. Sehr schön und weithin sichtbar ist der Kaiserspeicher, der mitlerweile ein Maritimes Museum beherbergt. Zu erreichen über eine langgestreckte Brücke oder über einen Parkplatz auf der Rückseite.

Daß Hamburg eine Hafenstadt und die Speicherstadt weltbekannt ist habe ich also gerade beschrieben, aber einen Strand entlang der Elbe? Der ist weniger bekannt, wenn man nicht in Hamburg wohnt. Mit der Hafenfähre (Nr. 62) geht es zum Ticketpreis des HVV, von den Landungsbrücken in weniger als 10 Minuten nach Oevelgönne. Dort befindet sich gleich an der Anlegestelle der Hafenfähre der Museumshafen. Kleine und mittlere Kähne warten dort auf Besucher und ein kleines Schiffsrestaurant läd zum Essen ein. Dazu ein Blick auf die Hafenschlepper, die auf ihren Einsatz warten, auf einen Schwimmkran und auf Containerschiffe, die Hochhausgleich an einem vorbeischwimmen.

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Gleich hinter dem Museumshafen startet der Elbstrand. Im März noch nicht so einladend wie im Sommer, aber man kann sich vorstellen, wie an heißen Tagen hier die Kinder spielen und die Erwachsenen die Sonnenstrahlen bei einem kühlen Blonden genießen. Dazwischen laufen ein paar Hunde und immer wenn wieder mal ein großer Frachter vorbeifährt schwappen die Wellen an den Strand (was je nach Schiffsgröße nicht ganz ungefährlich ist).

Positiver Nebeneffekt des Besuchs in Oevelgönne – wer die Hafenfähre benutzt hat die Möglichkeit Hamburg einmal von der Wasserseite aus kennenzulernen, ohne gleich die große Rundfahfart buchen zu müssen. So kommt man an dem futuristischen Bürogebäude „Dockland“ vorbei, an dem Fischmarkthallen von St. Pauli und an den berühmt berüchtigten Häusern der Hafenstraße. Da die Hafenfähre auf der Rücktour von Oevelgönne ziemlich weit ausholt, um auf der anderen Elbeseite zu fahren (auch auf der Elbe gilt Rechtsverkehr) kann man einen kurzen Blick in das Trockendock von Blohm und Voss werfen.

Am folgenden Abend habe ich dann nochmal einen Blick in den alten Elbtunnel geworfen, der nach wie vor eifrig genutzt wird (in den rd. 15 Minuten, die ich für Fotos dort unten verweilte fuhren mindestens 6 oder 7 Autos an mir vorbei, ebenso wie eine Reihe von Fußgängern den Tunnel nutzten).

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An diesem Abend gab es bei fast wolkenlosem Himmel einen sehr sehenswerten Sonnenuntergang über der Elbe. Von meinem Standpunkt an den Landungsbrücken konnte ich längst der Elbe, mit direktem Blick auf Blohm und Voss, einen fast orangefarbenen Himmel erleben. Auf dem Rückweg zur U-Bahn habe ich dann noch einen Abstecher zur Rickmer Rickmers gemacht. Die Rickmer Rickmers sieht im dunkeln aus wie ein Priatenschiff in schummriger Beleuchtung (finde ich zumindest).

Bevor ich mich auf die Rückreise gemacht habe, hatte ich noch Gelegenheit einen Blick auf den Innenhof des Hamburger Rathauses zu reskieren. Wenn es das Wetter erlaubt, sollte man seinen Blick u.a. auch in Richtung Himmel wenden, um die wunderschönen Figuren zu betrachten, die weit oben auf den Dachfirsten stehen. Fast schon zu schade, sie soweit oben aufzustellen.

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Wer mehr Bilder sehen möchte klickt bitte einen der folgenden Links bei Flickr, Sevenload oder Picasaweb an. Viel Spaß dabei.