Bookcrossing

bc Vor einigen Wochen beschrieb ich euch das Projekt „Bookcrossing“ , einer Art Zweitverwendung von gebrauchten und gelesenen Büchern.

Leider haben meine Bücher bis heute keinen weiteren Eintrag im Internet erhalten. Das könnte an zwei Dingen liegen. Entweder die Bücher wurden als Altpapier interpretiert und entsorgt, die Finder trauen sich nicht etwas ins Internet zu schreiben oder sehen das gefundene Buch einfach als ihres an.

Eigentlich hatte ich mir etwas mehr davon versprochen, aber vielleicht waren es auch die falschen Stellen, an denen ich die Bücher zurückgelassen habe. Ich würde gerne mal jemanden (via Kommentar o.ä.) kennenlernen, dessen/deren Buch gefunden wurde und weitergereist ist.

Deutschland ist mit 5.720 Büchern, nach den USA, das Land, in dem die meisten Bücher freigelassen wurden. Fragt sich nur, ob sie auch jemand gefunden hat. Schaut doch mal nach, ob in eurer Stadt in letzter Zeit ein Buch freigelassen wurde.

Achtung – Bücher kreuzen den Weg

bc Wer mir via Twitter folgt hat vielleicht schon gelesen, daß ich in der letzten Woche meine ersten Bücher in die Freiheit entlassen habe. Was aber heißt „In die Freiheit entlassen“?

Habt ihr schon mal ein Buch gefunden, das auf dem Deckblatt oder auf der ersten Seite das links stehende Bild enthielt? Nein? Habt ihr schon mal von BookCrossing gehört? Als ich vor längerem mal einen Artikel darüber gelesen habe, fand ich das furchtbar interessant. Leider bin ich nicht der große Buchleser, so daß ich das Thema erst mal auf Seite gelegt habe. Erst jetzt habe ich mich wieder mal daran erinnert.

Bücher die man einmal gelesen hat und die viel zu schade sind, um sie wegzuwerfen verstauben zu Hause im Regal. Jedoch nochmal lesen will man sie meist auch nicht mehr und genau da setzt BookCrossing an. Man registriert sein Buch auf der Seite von BookCrossing.com bzw. auf dem deutschen Pendant BookCrossers.de. Anschließend schreibt man die „Registriernummer“ in das Buch, klebt vielleicht noch einen Hinweis auf die Aktion drauf („… ich wurde nicht verloren, sondern mit Absicht hier abgelegt …“) und legt es an eine Stelle, wo andere es finden können. Der Finder wiederum gibt die Reg.Nr. im Internet ein, schreibt seine Meinung dazu und legt das Buch (nachdem er es gelesen hat) an anderer Stelle wieder ab. So kreuzt das Buch von einem Besitzer zum anderen und das Internet protokolliert den Weg des Buches.

Die ganze Welt als Bibliothek – das ist die Idee, die hinter Bookcrossing steckt. Dafür stehen auch die drei „R“: „Read, Register, Release – Lesen, Registrieren, Freilassen“. Ich habe jetzt meine ersten Bücher (so eine Art spezielle Reiseführer über Berlin) freigelassen. Gefunden habe ich allerdings noch nie ein Buch und ich fürchte auch, daß ein Teil der Bücher in irgendeinem Papierkorb verschwindet. Vielleicht auch meine Bücher, denn je nach Ablageplatz des Buches könnte es trotz entsprechendem Aufdruck für Altpapier o.ä. gehalten werden.