Sommerliches Hamburg

In der vergangenen Woche war ich mal wieder in Hamburg. Ich habe die freie Zeit genutzt und mich wieder mal in der Hafencity umgesehen (alleine schon deßhalb, weil das Seminargebäude welches ich aufsuchen durfte, sich dort befindet), ich war mal wieder im MiniturWunderLand und zum ersten Mal im Botanischen Garten in Klein Flottbek. Aber der Reihe nach …

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Am Ankunftstag habe ich gleich einen Abstecher ins MiWuLa gemacht. Schließlich wurde vor einiger Zeit die Schweiz dort eröffnet und ich hatte selbige noch nicht gesehen. Alleine zwei Stunden habe ich mich in unserem „Nachbarland“ aufgehalten bevor ich dann nochmal in die bereits bekannten Bereiche des MiniaturWunderLandes gegangen bin. Besonders witzig fand ich die Darstellung eines Stausees mit den darin versunkenen Häusern und den niedlich spukenden Gespenstern. Die Zeit in der Ausstellung vergeht regelrecht wie im Fluge. Auch wenn’s 10,- Euro Eintritt kostet, das lohnt immer wieder.

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Den nächsten Abend habe ich dann im Botanischen Garten verbracht (S-Bahn bis Klein Flottbek). Ein riesengroßes Gelände in dem man sich ebenfalls 2-3 Stunden aufhalten könnte. Highlight war die Pyramide der Vereinigten Arabischen Emirate wiederzusehen, der ich seinerzeit auf der IGA 2003 in Rostock schon begegnet war.

Morgens bietet sich immer mal die Gelegenheit einen Abstecher zu den neuen Gebäuden der Hafencity zu machen. Ich war jetzt ein Jahr nicht dort und seitdem ist wieder eine Menge gebaut worden. Aber trotzdem wird es noch Jahre dauern, bis alle Bauabschnitte fertig sind. Dort wo noch Bagger und Kräne rollen fehlen z.Zt. noch die Grünflächen, aber es macht trotzdem Spaß immer wieder nach neuen Blickwinkeln und neuen Persektiven zu suchen.

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Den dritten Abend bin ich auf den Spuren von Ina Müller gewandelt. Wer schon mal die Sendung „Ina’s Nacht“ gesehen hat, weiß, daß die Sendung in einer ganz kleinen Kneipe in Altona produziert wird, kaum Platz für 10 Leute und genau dorthin habe ich mich begeben. „Zum Schellfischposten“ heiß Hamburgs älteste Seemanskneipe unweit der Köhlbrandtreppe und als ich sah, daß es dort auch noch Duckstein im Ausschank gab, wußte ich wo ich an dem Abend ganz in Ruhe mein Feierabendbierchen genießen durfte 🙂 .

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Am letzten Abend war das Wetter dann nicht mehr ganz so gut, aber endlich habe ich mal Zeit gefunden mir den Sprinkenhof von außen und vor allem von innen anzusehen. Das Treppenhaus war in einem Reiseführer als sehenswert gekennzeichnet, aber bisher war das Haus immer zu, wenn ich dort war. Seht selbst, fotographisch in der Tat ein Leckerbissen.

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Das soll’s für dieses Mal gewesen sein, Bilder gibts im „Hamburg 2010“ Album bei Flickr, Sevenload und Picasaweb.

Zum Schellfischposten

Gestern habe ich es kaum mehr ausgehalten, so drückend warm war es in der Sonne. Also mußte ein kühles (Weizen-)Getränk her. Aber wohin gehen in Hamburg? Da fiel mir ein, daß ich ja schon immer mal sehen wollte wo die ARD Sendung „Ina’s Nacht“ gedreht wird. „Zum Schellfischposten“ heißt Hamburgs älteste Seemannskneipe, nur unweit vom Fischmarkt. Also ab auf eine der Hafenfähren bis zum Anleger „Altona Fischmarkt“ und noch ca. 5 Minuten zu Fuß. Klein ist sie wirklich, aber auch so wie man sie im Fernsehen zu sehen bekommt. Und sogar „Duckstein“ haben die auf der Karte. Genau der richtige Platz also, um sich ein gemütliches Bierchen zu gönnen. Bilder habe ich auch gemacht, allerdings mit der Digitalkamera. Ein paar Tage Geduld also :-).

Botanischer Garten




Botanischer Garten

Ursprünglich hochgeladen von Eichental

Auch in Hamburg ist das Wetter unverändert sonnig. Daher hält es mich nach Ende meiner Schulung auch nicht drinnen. Heute bin ich mit der S-Bahn nach Klein-Flottbek gefahren und habe dem Botanischen Garten einen Besuch abgestattet. Die Pyramide (ein Geschenk der Araber) habe ich irgendwo schon mal gesehen. Wenn ich mich nicht täusche war es auf der Internationalen Gartenbauausstellung in Rostock.

Unwetter – Landunter auf dem Balkon

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Ist es eigentlich nur ein Gefühl, daß es früher zwar auch Gewitter gab, bei denen es geblitzt, gedonnert und mal etwas stärker geregnet hat, aber nicht immer gleich Land unter folgte? Heute kommen bei einem Sommergewitter Regenmengen von bis zu 30 Liter je Quadratmeter herunter. Mein Balkon mußte heute zusätzlich die über das Dach hinausschießenden Wassermassen aufnehmen und da der kleine Gulli in der Ecke vom Balkon mit nur zwei, drei Blättern verdeckt war, füllte sich der Balkon zu einem kleinen Aquarium.

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Was tun? Wo war der Schrubber? Ah klar, auch auf dem Balkon. Also Balkontüre auf, erster Schwupp Wasser in die Wohnung, Schrubber schnappen, Türe wieder zu. Handtuch hinwerfen, um das Wasser aufzusaugen, rüber in die Küche, Fenster auf (genau über dem besagten Gulli) und Blätter beiseite schieben. Ein Glück, das Wasser läuft ab. Eben noch 33 Grad, jetzt plötzlich nur noch 20 Grad. Vermutlich sind das jetzt unsere Sommergewitter. Morgen wird’s wieder heiß, als wäre nichts gewesen.

Schiffshebewerk Henrichenburg

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Gestern habe ich mich über die A2 in den Nordosten des Ruhrgebiets aufgemacht. Vorbei an der weithin sichtbaren Halde Hoheward ging es dieses Mal zum Schiffshebewerk Henrichenburg.

Beinahe wäre der imposante Eingang zum Dortmund-Ems Kanal in den 70’er Jahren abgerissen worden, hätte nicht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe 1979 beschlossen das technische Denkmal als Standort des Westfälischen Industriemuseums (heute LWL-Industriemuseum) wieder aufzubauen. Pünktlich um kurz vor 10.00 war ich dort und durfte dank RuhrTopCard auch gleich hinein.

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Am 11. August 1899 von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht, konnte das Hebewerk seinerzeit 3600 Tonnen in die Höhe heben einzig und alleine durch fünf zylindrischen Schwimmer, die in 33 Meter tiefe, wassergefüllte Brunnen eintauchten. Der Auftrieb und ein relativ kleiner elektrischer Motor, mit etwa 110 kW, zum Überwinden der Reibungswiderstände, reichte aus, um den Trog aufwärts oder abwärts in Bewegung zu setzen. Man darf nicht vergessen, daß diese Ingenieursleistung um 1895 zu Stande gekommen ist, also lange bevor es Computer oder Taschenrechner gab.

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Und warum überhaupt ein Schiffshebewerk und keine Schleuse? Weil im Umfeld dieser Hebeanlage kein „echter“ Fluß in der Nähe war, um den Dortmund-Ems-Kanal wieder aufzufüllen, denn eine Schleuse hat einen hohen Wasserverlust. Pumpen waren 1899 nicht leistungsstark genug die 14 Meter Höhenunterschied wieder mit Wasser auszugleichen. Wer schwindelfrei ist, kann sogar die Türme über mehr als 130 Treppenstufen besteigen und sich anschließend das Hebewerk von oben ansehen.

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Der Schleusenpark ist im Laufe der Jahre gewachsen, so daß mittlerweile zwei Hebewerke, das von 1899 und das von 1962 dort zu finden sind ebenso wie zwei Sparschleusen. Die neueren Modelle dieser Schleusen speichern einen Großteil des Wassers zwischen, so daß der Wasserverlust nicht mehr so groß ist. Außerdem unterstützen Pumpen heute beim Wasserausgleich zw. Unter- und Oberwasser. Zur Zeit ist nur noch die neueste Schleuse in Betrieb, das erste Modell der Sparschleuse wurde im Schleusenbereich geöffnet und kann nun wie eine Art Tunnel durchlaufen bzw. mit dem Fahrrad durchfahren werden.

Umfrage oder doch nicht

Vielleicht erinnert ihr euch, daß ich gestern twitterte: „Telefon klingelt. Umfrage d. Max-Planck-Instituts. Wenn’s nicht so lange dauert. Wohnen Sie HausNr. 2-88? Ja. Dann kommen Sie nicht in Frage„.

Irgendwie kam mir das ja merkwürdig vor. Wollte da nur jemand mein „Ja“ am Telefon hören? Nennt es Paranoia, aber man weiß ja nie, wer einem da am Telefon wieder was aufschwatzen will.

Heute habe ich aber tatsächlich eine Seite im Netz gefunden, welche diese Umfrage belegt. Unter http://www.mmg.mpg.de/zusammenleben/index.html steht, daß die Umfrage in folgen Städten stattfindet: Bochum, Delmenhorst, Dormagen, Emden, Frankfurt am Main, Gießen, Hamburg, Herten, Ingolstadt, Konstanz, Krefeld, Leverkusen, Lübeck, Mannheim, Schweinfurt und Viersen.

Ich fürchte, ich hätte sowieso nicht viel zum Ergebnis beitragen können, denn gefragt wurde anscheinend wie Lebensumstände im Wohnviertel das soziale Leben beeinflussen, wie die Bevölkerung im Wohnviertel zusammengesetzt ist oder wie zufrieden ich in meinem Wohnviertel bin. Nun ja, 7 Wochen nach meinem Umzug und als berufstätiger Mensch kenne ich kaum meine Nachbarn, geschweige welche Menschen in dem Viertel wohnen.

Immerhin begann das Sprüchlein nicht mit „Schön daß ich Sie persönlich erreiche Herr …“, wie die meisten Werbeanrufe ja so anfangen. Was tut ihr, wenn euch so ein Anruf erreicht. Seid ihr bereit Auskunft zu geben oder legt ihr (dankend) wieder auf, weil ständig vor dubiosen Anrufen gewarnt wird. Ein falsches „Ja“ und das Topfset oder das Zeitungsabo kommen ins Haus 😉 .

Rheinelbe und Rhein-Herne(-Kanal)

Der vorerst heißeste Tag in diesem Sommer und ich habe mich mal wieder auf Haldentour gemacht. Verrückt? Nein, ich war schließlich schon um 8.00 Uhr unterwegs. Dieses Mal sollte es zur Halde Rheinelbe gehen, denn da war ich noch nicht.

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Aber die Halde ist gut versteckt, zumindest für den, der noch nicht dort war. Ich bin zunächst 2 x daran vorbeigefahren, bevor ich den kleinen Fuß-/Radweg entdeckt habe. Die Sonne stand bereits gegen 9.00 Uhr hoch am Himmel, aber in gut 10 Minuten war die Spitze der Halde erreicht. Ob steht die weithin sichtbare Himmelstreppe, ein 10 Meter hoher Aufbau aus schweren Betonblöcken. Mitlerweile fällt auch die Orientierung leichter, wenn man bekannte (Hoch-)Punkte immer wiedererkennt.

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Danach ging es einmal quer durch Gelsenkirchen bis nach Essen zum bereits bekannten Aufgang der Schurenbachhalde. Von hier aus wollte ich einen Kurzbesuch am Rhein-Herne-Kanal absolvieren und prüfen, wie weit von hieraus die Objekte der „Emscherkunst“ fußläufig zu erreichen sind. Unmittelbar am Übergang zur Emscherinsel befindet sich das Kunstwerk „Schlafende Brücke – Warten auf den Fluß“ (mit Übernachtungsmöglichkeit). Die Brücke wartet auf die Renaturierung der Emscher an dieser Stelle.

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Da sich die Emscherkunst entlang der Emscherinsel (zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher) erstreckt, ist man gut beraten ein Fahrrad mitzunehmen. Ich habe mich dennoch zu Fuß in westliche Richtung aufgemacht und in ca. 10-15 Minuten Entfernung noch den Obelisken ausfindig gemacht. „Between the waters“ wäre noch einmal 10-15 Minuten weiter entfernt gewesen, für einen heißen Tag in praller Sonne eindeutig zuweit.

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Nebenbei, machmal ist es schwierig Kunst auch als Kunst zu erkennen. An einer Ecke habe ich ein paar Bänke mit eingelassenen Betonplatten gefunden und einen mit Stroh bedeckten (und abgesperrten) Uferstreifen zum Rhein-Herne-Kanal. Keine Ahnung, ob das auch Kunst sein sollte 😀 . Zum Tagesabschluß habe ich noch einen kurzen Abstecher auf die Schurenbachhalde gemacht, wenn man schon unmittelbar davor parkt. Da es aber mittlerweile auf die 12.00 Uhr zuging wurde es auch unerträglich heiß und ich habe mich auf den Rückweg gemacht.

Mehr Bildmaterial im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.