Vorsatz für 2014 – Sonntags auf’e Halde

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Gute Vorsätze für’s neue Jahr? Ganz ehrlich? Habt ihr jemals eure Vorsätze länger als eine Woche gehalten? Genau! Aber ich dachte mir, wenn ich einen guten Vorsatz fasse und ihn unmittelbar danach ausführe, kann ja nichts schiefgehen 😉 . Wenn die Sonne kommt machst du einen Haldenspaziergang. Sonntag schien die Sonne und zack … wenn einen die Sonne so nett anlacht 🙂 . Die Halde Norddeutschland, über die ich ja schon häufiger berichtet habe, liegt in Neukirchen Vluyn und ist von Krefeld nur rd. 20 Autominuten entfernt. Daher war diese Halde bevorzugtest Ziel, für den guten Vorsatz im neuen Jahr.

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Die Wetterfrösche unter euch wissen, das Wetter kommt häufig von Westen und wo liegt diese Halde? Genau, ganz im Westen (des Ruhrgebiets). Sehr häufig habe ich von hier schon tolle Wolkenformationen fotografieren können bevor der Himmel wieder zugezogen ist. So war es auch an diesem (also letzten) Sonntag. Außerdem ist die Halde auf Grund ihrer Weitläufigkeit Treffpunkt für Modellflieger und Drachenfreunde (also diese an den Schnüren 😉 ). An diesem Sonntag kamen die PKW’s sogar aus Viersen und Mönchengladbach, um hier die Flieger in die Luft steigen zu lassen. Die freie Fläche des Niederrheins sorgt dafür, daß der Wind hier oben an machen Tagen heftig weht und trotzdem kann es an der niedrigsten Stelle der Halde fest windstill sein.

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Bei einem Besuch im Sommer, herrschte am Fuß der Halde T-Shirt Wetter bei 22 Grad und oben auf der Halde habe ich leicht gefröstelt. Aber der Sonnenuntergang im Juli ist ja nun auch schon wieder ein paar Tage her. Das letzte Mal war ich im November oben, allerdings habe ich seinerzeit nicht darüber berichtet, schließlich will ich euch ja nicht langweilen, wenn ich zum wiederholten Male über die selbe Halde stolpere.

Halde Norddeutschland

November = Kalt und trotzdem bin ich ohne Mütze rauf. Ergebnis = Kalte Ohren, aber nicht mit mir. Wozu hat man schließlich ein Kaputzenshirt an. Also Kaputze und Sonnenbrille auf und blöd cool aussehen 😉 . Am letzten Sonntag gab’s leichte Wolken und damit neue Blickwinkel und neue (Wolken-)Bilder und dieses Mal wieder mit Mütze. Während ich also die Himmelstreppe hochkeuche sehe ich, wie mir jemand mit einem Fernglas entgegen kommt. Fernglas … so’n kleines für die Jackentasche, das habe ich doch auch noch irgendwo. Ich glaube das gab’s mal beim Kaffeeröster des Vertrauens.

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Hallo!? Warum habe ich das Fernglas noch nie mit auf eine Halde genommen? Ich glaube in dem Moment schwebten Fragezeichen sichtbar über meinem Kopf. Also ich mach‘ mich dann mal auf die Suche nach dem Ding, in einem guten Haushalt sollte schließlich nichts verloren gehen. Ihr habt unterdessen die Gelegenheit ein paar weitere Bilder anzugucken. Flickr oder Google+ … die 2014’er Alben ganz frisch geröstet … äh … eröffnet.

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Glück auf – Unterwegs mit der Dieselkatze

AV

Ihr erinnert euch vielleicht an die Extraschicht im Sommer diesen Jahres. Die RAG Deutsche Steinkohle AG hatte in dem Zusammenhang ein Gewinnspiel veranstaltet, an dessen Ende als Gewinn eine Grubenfahrt in ein echtes Bergwerk stand. Und was soll ich sagen, ich war einer der Gewinner. Die Unterlagen kamen im September und am Montag, ein Tag nach dem 3. Advent, war es soweit. Nachdem als erstes die Zeche Prosper Haniel in Bottrop Ziel sein sollte wurde Ende November die Grubenfahrt nach Marl verlegt. Das liegt natürlich nicht gleich bei mir um die Ecke, so daß erst einmal eine Anreise von rd. 80 km anstand, aber für diese einmalige Grubenfahrt in ein betriebsfähiges Bergwerk habe ich das gerne auf mich genommen. Das Gewinnspiel war auf der letzten Seite des Veranstaltungsheftes zur Extraschicht abgedruckt, aufmerksam geworden war ich aber bereits ein paar Tage vorher via Facebook (Danke Danny 😉 ). Also lag es nahe, daß ich Danny auch als Begleitperson zu dem Besuch eingeladen habe.

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Die Zeche Auguste Victoria in Marl ist neben Prosper Haniel eine der beiden verbliebenen Zechen, die von der RAG noch betrieben werden. Wenn ich ehrlich bin, war ich schon ein bisschen nervös in den Tagen vorher. Schließlich ging es hier nicht wie in Bochum in ein Besucherbergwerk 15 Meter unter der Erde, sondern in über 1080 Meter Tiefe auf Sohle 6. Wir starteten in einem gut geheizten Raum mit einem kleinen Überblick, über die RAG, über den Kohleabbau und über das was nach 2015, dem Ende von Auguste Victoria, kommt. Die Vorstellung endete mit einer kurzen Sicherheitseinweisung und dem Hinweis daß alles batteriebetriebene (Handy, Digitalkamera, Armbanduhr) aus Sicherheitsgründen über Tage bleiben muß, was ein Grund dafür ist, daß es im heutigen Blogbeitrag nur wenig Fotos gibt.

File0018_50%Als nächstes wurde die passende Bekleidung (vom Feinripp bis zur Jacke) ausgegeben, ich glaube bei der Hose hätte ich noch ordentlich zunehmen können 😉 , dazu Sicherheitsschuhe, Schienbeinschoner, Lampe, CO2 Filter für den Notfall, Helm und Schutzbrille. Leider habe ich vor lauter Begeisterung vergessen, Bilder von der Montur zu machen, aber das offizielle Gruppenfoto folgt in ein paar Tagen seht ihr am Anfang des Blogbeitrags. Ihr erinnert euch ja noch an das Bild, daß ich im Juni auf der Zeche Zollverein gemacht habe. Dann ging es im Förderkorb mit ca. 12 Metern/Sek. (rd. 40 km/h) auf Sohle 6 in rd. 1080 Meter Tiefe. Während der Seilfahrt mußte ich mir 2-3 Mal die Nase zuhalten und kurz zwecks Druckausgleichs pusten. Danach ging es mit der Dieselkatze (einer Art Einschienenhängebahn mit dieselhydraulischem Antrieb) zum Abbaufeld in rd. 3 km Entfernung.

Unter Tage sorgen mächtige Lüfter dauerhaft für frische Luft und dank Wärmetauschern (ich nenne die mal so) waren es gefühlte … na ich sag mal 24 Grad. Wir durften schließlich dem Kohleabbau mit einem Walzenschrämlader in einem Streb beiwohnen (ich hoffe ich habe das soweit richtig wiedergegeben). Schon beeindruckend, was so eine Maschine unter Einsatz von viel Wasser und noch mehr Kraft an Kohle aus der Wand „schält“. Allerdings mußte jemand, der wie ich rd. 1,80 Meter groß ist, an der Stelle schon ordentlich den Kopf einziehen. Wenn ihr mich jetzt fragt, wie man sich über 1000 Meter tief unter Tage fühlt, muß ich gestehen, daß die 1000 Meter höchstens im Kopf vorhanden sind. Abgesehen von der kurzen und ruckelnden Seilfahrt könnte man auch in einem U-Bahntunnel knapp unter Straßenniveau stehen.

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Alles in allem kann ich nur sagen, es hat sich gelohnt an der Grubenfahrt teilzunehmen, vor allem wenn man bedenkt, daß der Bundestag im Jahre 2011 das Ende der Steinkohlesubventionen und damit das Ende der Steinkohleförderung bis zum Jahr 2018 beschlossen hat. Der Ruhrbergbau hat selbstverständlich seine Spuren hinterlassen im Ruhrgebiet ober- wie unterirdisch, in Form von Fördertürmen und Halden aber auch in Form von Bergsenkungen (Teile des Ruhrgebiets liegen heute 15 bis 20 Meter tiefer als noch vor 200 Jahren) und damit manchmal verbundenen Schäden, aber von nix kommt bekanntlich nix. Wenn es in den nächsten 5 Jahren nochmal die Gelegenheit gibt zu sehen, wovon das Ruhrgebiet viele Jahre gelebt hat, nehmt die Möglichkeit unbedingt wahr (auch wenn es fast unmöglich ist, einen Termin zu bekommen). Mein Dank an alle Beteiligten der RAG, der Ruhr-Tourismus und den Kumpeln auf Zeche AV. Glück auf!

Haldenfetisch (II)

Samstags, halb Zehn in Deutschland, zunächst einmal Zeit für ein Frühstückchen. Nachdem ich die Bedienung beim Bäcker meines Vertrauens mit 2 für 1 Gutscheinen verwirrt habe und der erste Kaffee hinter mir liegt, mache ich mich auf nach Oberhausen. Ich habe mir vorgenommen noch einen kleinen Abstecher ins Centro zu machen, bevor es dann zu den Außerirdischen geht. Vor kurzem habe ich Produkte von „Rituals“ kennengelernt und im Centro gibt’s den passenden Laden.

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Danach geht’s einen Steinwurf weiter nach Bottrop zur Halde Beckstraße. Dort sollen z.Zt. die Außerirdischen wohnen. Wie wir letzte Woche lernen durften, ist selbst die berühmte Area51 nicht mehr als ein schnöder Testflughafen für Drohnen und andere geheime Flugapparate im kalten Krieg. Also schaun wir mal, was der Künstler Fred Fischer für fremde Lebensformen präsentiert. Er bespielt seit 2009 die Halde am Tetraeder. Nach anfänglichen Wiederständen, schließlich ist auch der Tetraeder und das Drumherum ein Kunstwerk, wird seine temporäre Installation mittlerweile geduldet. Und nicht nur das, man einigte sich mit dem Tetraeder Künstler auf ein temporäres Nutzungsrecht.

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Die Medien gaben sich letzte Woche die Klinke in die Hand, zuerst die Zeitung, später sogar die Lokalzeit des WDR und diesen Samstag auch ich ;-). Aus Recyclingmaterial zusammengebaut stehen die Aliens lebensgroß, aufrecht stehend und gut verzurrt wie gerade gelandet in Mitten des Steinemeers. Davon abgesehen glaube ich ja, daß Aliens ganz anders aussehen, als wir denken, z.B. so wie der Haldenbewohner unterhalb des Treppenaufgangs (auf dem Bild oben) :-D.

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Da das Wetter war an diesem Morgen noch etwas zaghaft war, war der Antrieb nicht so groß, die Halde gleich wieder zu verlassen. Also habe ich mich auf die zweite Etage des Tetraeders gestellt, ein paar „#Fromwhereistand“ Fotos gemacht und die todesmutigen Besucher beobachtet, die der wackeligen und nur duch Lichtgitter gesicherten Konstruktion „Tetraeder“ nicht wirklich trauten :-D. Irgendwann entschloß ich mich dann aber doch weiterzureisen, um auch noch meine Lieblingshalde in Herten/Recklinghausen zu besuchen. Auf nach Hoheward.

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Bitte? Nein ich sagte Hoheward nicht Mullewapp. Wollt ihr etwa behaupten ihr wäret Johnny Mauser oder Franz von Hahn und ich der dicke Waldemar :-)? Die Entscheidung weiter zur Halde Hoheward zu fahren war goldrichtig, denn unterwegs riss der Himmel auf und die Sonne kam hervor. Die Drachenbrücke in Sichtweite, Auto geparkt und ab aufe zweite Halde. Die Schüttung scheint beendet, die letzen Berge mit Material, die beim letzten Besuch noch da lagen waren verteilt. Man konnte bis an den Rand gehen und fast direkt auf die Zeche Ewald hinunterblicken.

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An der Westflanke war’s dafür mächtig windig, so sehr, daß ich mein Cap festgehalten habe (sicher ist sicher) und auch der Kragen des Poloshirts flatterte lustig im Wind. Vor meinen Füßen entdeckte ich ein Stückchen Kohle. Das ist doch Kohle, oder? Vielleicht auch nur ein Stein mit Kohleschicht drumherum, ich hab’s mal mitgenommen, man weiß ja nie was noch kommt.

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Das Hironzontobservatorium ist nach wie vor gesperrt, soll jetzt aber an den Schweißnäten untersucht werden, der Oeblisk zeigt nach wie vor die Jahreszeit und das Sternzeichen an und der Ausblick von der Halde ist wie immer grandios, insbesondere wenn dann auch noch fast blauer Himmel und tolle Wolkenformationen zu sehen sind. Während ihr diese Zeilen lest, dürften die Vorbereitungen für das Sunset Picknick am kommenden Samstag (24.08.2013) in vollem Gange sein, letzten Samstag war es hingegen ausgesprochen ruhig dort oben.

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Hab ich schon mal erwähnt, daß ich stundenlang dort sitzen könnte ;-)? Für’s nächste Mal habe ich dann auch so ein Akkuzusatzladegerät dabei, damit das Handy noch länger durchhält. Und wenn ihr noch nie dort gewesen seid, nehmt euch Zeit mit. Das mit den zusätzlichen Bildern kennt ihr ja. Klickt auf Flickr oder Google+.

Haldenfetisch

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Nach einem etwas nachdenklichen letzten Blogbeitrag heute wieder was aus der Rubrik Haldenfetisch. Vom linken Niederrhein aus habe ich in den letzten knapp 4 Jahren einiges an Haldenkilometern abgelaufen und wie ich letzte Woche festellen durfte immer noch nicht alle gesehen. Einige habe ich im Sommer wie im Winter besucht, andere nur im Sommer, manche wenige Male andere schon häufiger. Darum möchte ich heute mal drei grundlegende Fragen klären.

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1. Wird es nicht langweilig, immer wieder auf die gleichen Halden zu laufen? Die Antwort lautet eindeutig „Nein“, denn die Aussicht ist je nach Wetter immer wieder ein bischen anders. Außerdem kann ich einmal oben angekommen durchaus eine halbe Stunde einfach nur da sitzen und in die Ferne schauen.

2. Gibt es eine Lieblingshalde? Eine bestimmte eigentlich nicht. Vom Niederrhein kommend liegen die Halde Norddeutschland (in Neukirchen-Vluyn), Rheinpreußen (in Moers) und der Angerpark, eigentlich ja keine echte Halde, (in Duisburg) am nächsten, aber die Halde Haniel (Oberhausen/Bottrop) oder die Halde Hoheward (Recklinghausen/Herten), auf der ich dieses Jahr noch nicht war, bieten die schönsten Aussichten, weil sie zu den höchsten gehören.

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3. Was macht man eigentlich oben auf einer Halde? Dumm rumstehen und dazu ein intelligentes Gesicht ;-). Nein mal im Ernst, wer zum ersten Mal über das Ruhrgebiet guckt braucht schon mal etwas Hilfe bei der Orientierung. Viel Grün, eine Hand voll Kamine oder Kraftwerke, mal ein Fußballstadion, dat Ruhrgebiet halt. Wenn man zum zweiten oder dritten Mal kommt hat man schon einen ganz anderen Blick, denn man erkennt vielleicht die Halde wieder, auf der man letztens war, man erkennt, jetzt die eine oder andere Landmarke (Schalke Arena, Gasometer Oberhausen, die Stadtsilhouette von Essen, Zeche Nordstern mit seiner Herkulesfigur, den Tetraeder) oder was auch immer. Und machmal entdeckt man sogar „Wolke an Haldengewächs“ :-D.

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Warum ich das erzähle? Weil ich euch zum Ende meines Urlaubs nochmal ein paar Bilder von der Halde Rheinpreußen (Moers) zeigen wollte und weil ich letztens zum ersten Mal auf der Halde Prosperstarße in Bottrop war. Das ist die Halde mit der Skihalle darauf gleich gegenüber der Halde Beckstraße, dat ist die mitt’n Tetraeder. Luftlinie sind letztgenannte keine paar 100 Meter entfernt und trotzdem ergibt sich eine ganz andere Sicht. Hinzu kommt, daß das Bild des Ruhrgebiets auch noch wächst. Ich habe nachfolgend mal ein Bild der Mottbruchhalde (Gladbeck) aus 2011 und 2013 gegenübergestellt. Das untere ist vom Tertraeder, das obere auf der Halde Prosperstarße entstanden. Ja die Perspektive ist eine etwas andere, aber 2011 konnte man die Halde noch fast übersehen, heute fällt sie direkt auf und noch bis Ende 2013 sieht man LKW’s dort hochfahren und ihre „Bodenschätze“ abschütten. Ab 2014 soll die Halde (als eine der höchsten Erhebungen im nordwestlichen Ruhrgebiet) renaturiert werden. Wir können uns also freuen, in absehbarer Zeit ein weiteres Ziel zu haben.

Halde Mottbruch

Die Halde Prosperstraße hat übrigens einen unschlagbaren Vorteil für Fußfaule, denn man kann (ich weiß nicht wie das Abends, an Wochenenden oder Ruhetagen (Mo.+Di.) aussieht) mit dem Auto bis vor die Skihalle fahren, auch wenn man nicht Skifahren will (ich übernehme dafür aber keine Gewähr :-)). Die Straße geht ganz schön steil bergan und oben angekommen bietet sich ein Blick gleich auf die Kokerei, auf das umliegende Ruhrgebiet, insbesondere in nordöstlicher, östlicher und südöstlicher Richtung. Unten gibt’s aber auch einen Parkplatz und dann muß man eben seine Füße benutzen. Wer etwas Action mag, kann sich zusätzlich noch im Hochseilklettern oder auf der Sommerrodelbahn versuchen.

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Dank Ruhrtopcard habe ich die Sommerrodelbahn natürlich ausprobiert und darf sagen, mir hat’s gefallen, auch wenn ich am nächsten Tag sowas wie einen blauen Fleck am Rücken gespürt habe. Eigentlich wollte ich unterwegs auch ein paar Fotos machen, bin aber an den AUS Knopf der Kamera gekommen und habe es erst unten gemerkt, so beschäftigt war ich mit Bremsen und Beschleunigen. Mittels eines Hebels am Schlitten kann man die Geschwindigkeit weitestgehend selbst bestimmen. Also habe ich beim Wiederhochziehen des Schlittens ein paar Mal auf den Auslöser gedrückt, das passiert dann nämlich automatisch (also das Hochziehen zum Start meine ich).

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Last but not least gibt es neben den bereits oben erwähnten „Wolken an Haldengewächs“ noch „Wolken an Klettergerüst“ und „Wolken zum Selbsteinfangen“. Fragt mich jetzt bitte nicht, was man damit macht, ich bin schließlich nicht der Wolkenfachmann, dafür gibt es den Beruf mit 3 „o“ im Namen … Meteorologe.

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Ihr wollt nochmehr Bilder? Dann wie immer bei Flickr oder Google+.

Zeche Rheinpreußen

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Als das Wetter im März mal so „Na ja“ war, hatte ich euch schon mal kurz von der Zeche Rheinpreußen in Moers berichtet. Am Sonntag hatte sich die Sonne wieder mal zum Versteckespiel verabredet, aber bedauerlicherweise hat sie keiner wiedergefunden. Also war’s wieder so „Na ja“ und ich entdecke auf meinem Schreibtisch den Notizzettel „Moers Schacht IV, Sonntags 14.00 – 17.00 Uhr, Zechenstr. 50“.

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Jepp … dachte ich so bei mir … das ist die Gelegenheit, den Sonntag nicht völlig abzuhängen :-D. Wie schon erwähnt, steht von der ehemaligen Zeche Rheinpreußen auf den ersten Blick noch der Förderturm (ein 48 Meter hohes Doppelstrebengerüst, das älteste noch erhaltene dieser Bauart im Ruhrgebiet) und die Fördermaschinenhalle. Die anderen ebenfalls noch vorhandenen Gebäude sind mittlerweile anderen Firmen gewidmet. Die Fördermaschinenhalle ist Sonntags von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Wie ich erfuhr tobt an manchen Wochenenden dort Trödelmarkt vor der Türe und dann wird’s richtig voll, aber diesen Sonntag tobte da nix, nichtmal Fuchs und Hase. Und da komm‘ ich und will was von der Maschinenhalle sehen :-).

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Als erstes bekomme ich einen Strich in der Liste „erster Besucher in der ersten Stunde“ (und vermutlich auch der letzte für heute). Die beiden ehrenamtlichen Kumpel begrüßen mich mit einem „Glück auf“ und legen sich ins Zeug. Ich bekomme sowas wie eine kleine Privatführung. Bekomme die elektischen Gerätschaften gezeigt, erklärt warum und wofür die mehrere Tonnen schwere Schwungscheibe gut war, bekomme die Geheimnisse des Kellers Strebs zu sehen (in dem sonst Schulklassen der Bergbau erklärt wird), werde geprüft, in wie weit ich den einen oder anderen Begriff schon kenne 🙂 und darf zum Abschluß noch auf dem heiligen Stuhl (nein nicht d e n heiligen Stuhl), den des Fördermaschinisten Platz nehmen und den Förderkorb (spielerisch) in Gang setzen.

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Während der interessanten Stunde habe ich dann noch versucht ein paar Fotos zu machen, die ihr wie immer in den proppevollen Alben von Flickr und Google+ seht, und dabei ganz vergessen meine Visitenkarte zu hinterlassen. Wenn ihr also Sonntags mal eurem Zechenfetisch nachgehen wollt, schaut auf der Zechenstr. 50 in Moers vorbei (Parkplätze außer am Trödelmarkttag reichlich vorhanden).

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P.S. 1: Ans Herz gelegt wurde mir noch die (neue) Internetseite der Halde Rheinpreußen (die mit dem Geleucht) unter www.das-geleucht.de.
P.S. 2: An einigen Stellen der Halle fanden sich zusätzlich verschiedene Kunstwerke, wie z.B. die Figuren ohne Körper. Nun ja, Kunst eben ;-).

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Schiffe heben und Türme besteigen

Wild wild east oder eine Geschichte über Schiffe heben und Türme besteigen

Ein wettertechnisch wunderschöner Pfingstsonntag liegt hinter uns, für mich die Gelegenheit mal wieder in den Osten des Ruhrgebiets zu fahren. Warum gerade an diesem Sonntag? Weil es der 3. Sonntag im Monat war und das heißt auf Zeche Zollern „Führung durch die Maschinenhalle“, aber dazu gleich mehr. Außerdem ist ein Sonntag i.d.R. gut geeignet die Autobahnen im Ruhrpott zu nutzen, ohne im Stau zu stehen.

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Zunächst führte mich der Weg noch einmal zum Schiffshebewerk nach Henrichenburg. Das liegt nur wenige Autominuten von der Autobahn 2 entfernt und wenn ich ehrlich bin, bis 2010 wußte ich nichtmal von dessen Existenz. Schon von der Straße, die unterhalb des Schiffshebewerks hindurchführt, hat man einen tollen Blick auf das Gebäude, daß seit 1979 zum LWL-Industriemuseum gehört. Zur Zeit ist das Oberwasser (also oberhalb des Hebewerks, daher der Name Oberwasser ;-)) in Renovierung, was auch der Grund dafür ist, daß die Museumsschiffe derzeit nicht besichtigt werden können. Dennoch ist das Gelände einen Besuch wert, insbesondere, wenn man die engen Treppen in den Türmen nach oben klettert und von der Kommandobrücke ganz oben auf den alten Trog blickt, in dem früher die Schiffe transportiert wurden. Einen Blick auf den naheliegenden Hornbach Baumarkt gibt’s übrigens auch, tut hier aber nichts zu Sache ;-).

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Schiffe fahren durch dieses Hebewerk natürlich nicht mehr, aber im alten Transporttrog kann man anscheinend speisen. Zumindest standen eine ganze Menge Teller dort auf dem Boden ;-). Nachdem ich also die Stiegen wieder runtergekrakselt war habe ich mir die Keramiken dort auf dem Boden näher betrachtet. Nein Essen gab’s doch nur am Gastrobus nebenan, die Keramiken auf dem Boden waren alle leer. Ihr meint das wäre Kunst? Was seid ihr nur für schlaue Köpfe, denn was habt ihr wieder mal? Genau Recht habt ihr. Es handelt sich um eine Installation namens „Vessels“ (nein nicht die Mehrzahl von Fessel, sondern in der Übersetzung doppeldeutig – gleichermaßen für Gefäße wie für Schiffe), der Künstlerin Young-Jae Lee. Sieht schon merkwürdig aus, wenn die Kunst auf dem Boden verteilt steht, aber bitte Kunst liegt ja im Auge des Betrachters. Bis 16.6.2013 habt ihr noch die Möglichkeit „Vessels“ zu besuchen, aber nur gucken, nicht anfassen.

Bilder fürs Internet26

Ich habe dann auch mal ein bisschen in Kunst gemacht und den Tellern meinen persönlichen Alien verpaßt. Ob das ’ne Marktlücke ist 😉 ? Im hinteren Bereich des Museumsgeländes wird’s übrigens gemütlich. Rattanstühle unter Hochspannungsmasten, ein Schwan im Wasser (wo auch sonst) und der Ankergebrauchtmarkt (die wollten mir keinen Anker als Geschenk verpacken 😮 ). Pffft, dann eben ab zum nächsten Ziel.

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Ca. 20 Kilometer weiter südlich gings zur Zeche Zollern. Die ehemalige Zeche im Jugendstil-Gewand ist nicht nur wunderschön anzusehen, man kann auch auf einen der beiden Fördertürme steigen klettern und im Besteigen Klettern bin ich gut 😀 . Dabei sind die beiden Türme garnicht die Originaltürme der Zeche Zollern, aber sie wurden zumindest baugleich ersetzt. Auch die Zeche Zollern ist ein Standort des LWL Industriemuseums und auch hier (wie in Henrichenburg) habe ich übrigens meine RuhrTopCard genutzt. Also zunächst ab nach oben und die Zeche von oben betrachten. Unten sieht’s ein bisschen aus, wie auf einer Modelleisenbahn, in der Ferne ist der Fernsehturm von Dortmund und dieses (angeblich) berühmte 😉 Stadion zu erkennen.

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Seit einiger Zeit sind die beiden Seilscheiben des Förderturms auch wieder mit Seilen bestückt und wenn die Maschinenhalle fertig renoviert ist, werden diese zu Schauzwecken auch wieder betrieben. Die Maschinenhalle ist seit 2007 (also schon bevor ich das erste Mal dort war) in Renovierung. Warum so lange? Weil ein Billiganbieter eine „agressive Plörre“ (O-Ton) draufgekippt hat, die mehr geschadet als genutzt hat. Also wird es wohl mindestens 2014 werden, bis die Halle wieder für alle zugänglich wird. Aber jeden 3. Sonntag im Monat gibt es eine ca. 1 stündige Führung durch die Halle und bei dem schönen Wetter fanden sich an diesem Sonntag über 60(!) Besucher zur Führung ein (darunter viele Fotografen). Die Halle selbst wird durch einen Nebeneingang betreten und gleicht von der Größe Höhe her einer kleinen Schiffswerft. Für die Zeche Zollern wurde seinerzeit die erste elektrische Fördermaschine der Welt in die Maschinenhalle eingebaut.

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Die Förderung von Mannschaften und Kohle erfolgte fortan mit durch Elektromotoren angetriebenen Treibscheiben. Auch die Schalttafeln an der Wand waren, für heutige Verhältnisse unvorstellbar, aus Marmor. Die Elektromotoren, die Schalttafeln, der Arbeitsplatz des Fördermaschinisten, alles das wird in der ca. 1 stündigen Führung vorgestellt (und ab irgendwann in 2014 auch sozusagen live). Bilderkes habe ich zu hunderten gemacht, eine Auswahl im sich mehr und mehr füllenden Album „Ruhr 2013“ bei Flickr und Google+.

Eine Reise von Neukirchen-Vluyn nach Moers …

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… oder die Geschichte über Halden am linken Niederrhein. Auch in dieser Woche gab es sonnige aber nach wie vor kalte Tage, aber wem erzähl ich das. Seit vor Weihnachten sind alle meine Blogbeiträge bei Winterwetter oder sogar im Schnee entstanden. Für mich trotzdem kein Grund drinnen zu bleiben, denn ich friere ja so gerne 🙂 . Nein im Ernst, frieren geht garnicht. Weiterhin dick vermummt verpackt ging es Anfang der Woche auf zwei Halden nach Neukirchen-Vluyn und nach Moers (Luftlinie keine 2 km von einander entfernt).

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Da fragt man mich manchmal, warum ich ständig auf Halden klettere und wenn ich ehrlich bin, so ganz klar ist mir das auch nicht. Ich habe vielleicht einfach ein gutes Gefühl, denn ich bin ansonsten sowas von unsportlich. Außerdem ist die Fernsicht i.d.R. hervorragend, wenn man nicht, wie in der Vorwoche bei diesigem man möchte fast sagen nebligem Wetter da oben steht. Die Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn bietet zudem die Himmelstreppe, eine niemals enden wollende Treppe, die in mehreren Etappen auf den Haldengipfel führt. Man kommt ganz schön ins japsen, wenn man endlich oben angekommen ist. Dort (also oben) steht dann unübersehbar das Hallenhaus, eine Stahlkonstruktion ohne Wände. Kein Wunder, daß es da plötzlich so zieht. Verdammte Hacke, warum macht auch keiner die Türe zu? Trotzdem kommt der Frühling ganz zaghaft.

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Zwei Kilometer Luftlinie entfernt habe ich mir in Moers mal die zweite Moerser Halde nach der Halde Rheinpreussen (die mit dem Geleucht) vorgeknöpft. Dieses Mal sollte es zur Halde Pattberg gehen. Die passende Autobahnausfahrt habe ich schon mal verpaßt, weil die Abfahrt im Autobhankreuz Kamp-Lintfort (A57 und A42) liegt und nicht danach, wie ich dachte. So geht einem das halt ohne Navi 😦 . Die Halde selbst befindet sich unweit des Autobahnkreuzes und hat anderes als viele andere Halden z.Zt. noch keine Landmarke. Lediglich ein Gipfelkreuz ziert das Plateau. Der Zugang liegt etwas versteckt unweit eines Industrieviertels und sieht auf den ersten Blick, neben einem gepflasterten Parkplatz, etwas usselig aus. Im Umfeld des Parkplatzes und auch auf dem Zufahrtsweg wuchert ziemlich viel Gestrüpp und dazwischen verteilt liegt der übliche Müll und Unrat.

Halde Pattberg

Je höher man dem Zugangsweg aber folgt, um so mehr weicht das Gestrüpp den Bäumen und ganz oben sogar schönen Wegen. Wenn man den Ankündigungen folgt, soll aus dieser Halde irgendwann der Drachenberg werden mit einem Turm als Wahrzeichen und Aussichtspunkt. Der Besucher soll sich hier mit Getränken und Mahlzeiten versorgen können und auch eine Toilette vorfinden. Ganz ehrlich … ich glaube noch nicht daran. Momentan sind viele Bänke verrottet oder ganz ohne Sitzfläche. Sehr einladend, mal abgesehen von der Aussicht in Richtung Duisburg und zur Halde Rheinpreussen, ist es auf der Halde Pattberg zur Zeit nicht. Wenn man die Unschönheiten mal für einen Moment ausblendet, kann man jedoch dort oben gleich neben dem Gipfelkreuz schön sitzen und dank der Nadelbaumbepflanzung kommt es einem so ein bisschen vor wie im Mittelgebirge … so mittel eben 🙂 .

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Ich habe wie immer ein paar Bilder gemacht und die findet ihr hier bei Flickr und Google+.

P.S.: Weil einige gefragt haben, nein ich werde keinen Kochblog starten. Trotzdem gibt’s ab und zu einen (nicht immer ganz Ernst zu nehmenden) Beitrag aus der Küche. Da müßt ihr durch 😉 .

In Bochums Unterwelt

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Es kam mir vor, als wäre ich erst vorgestern das letzte Mal da gewesen, dabei ist es schon wieder Monate, was sage ich Jahre her. Drei um genau zu sein, denn am letzen Wochenende war ich mal wieder im Bergbaumuseum in Bochum. Mein Weg führte mich über die A40 und ich gestehe, ich fahre gerne über die A40. Wie jetzt, über die stauträchtigste Autobahn im Revier? Ja, aber tunlichst am Sonntag, denn dann ist es dort i.d.R. so, daß man sich dem Verkehrsfluß anpassen kann und zwischen 60 und 100 km/h von einer Baustelle zur nächsten „mitschwimmen“ kann. Ich hab’s dann auch nicht eilig und kann gemütlich zusehen, wie ich bei Tempo 80 mit gefühlt 130 überholt werde, um am nächsten Blitzer wieder die hektischen Bremslichter zu beobachten.
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Das Bergbaumuseum hatte zur Grubenlampenbörse „Glanzlichter“ geladen, einer Art Trödel- und Antikmarkt für Grubenlampen und was sonst so entfernt mit dem Bergbau zu tun hat. Nein ich wollte nichts kaufen, ich hätte eh nicht die nötigen Scheinchen dabei gehabt. Als Grubenlampendummy hätte ich nicht mal sagen können, ob Original oder Nachbau. Aber gucken kostet ja nchts. Nach kurzer Stippvisite hatte ich daher auch genug „Glanzlichter“ gesehen und habe mich stattdessen mal wieder zu einer Grubenfahrt entschlossen.

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Eine Grubenfahrt in einen Stollen dauert i.d.R. mehrere Minuten und geht im nördlichen Ruhrgebiet bis zu 1000 Meter tief. Hier erreicht der Aufzug das Ziel schon nach ca. 15 bis 20 Sekunden. Ob der Aufzug so schnell ist 🙂 ? Nein, der Stollen liegt wesentlich niedriger. Ihr müßt nicht in die Kaue und nach dem Besuch erst recht nicht unter die Dusche, aber ihr bekommt Kohle zu sehen (wenn auch künstlich eingebrachte). Der Besucherstollen liegt nämlich nur 13 Meter tief und wurde als Anschauungsbergwerk angelegt.

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Was ich vergessen hatte war, daß geführte Touren durch das Anschauungsbergwerk nur Dienstag bis Freitagmittag angeboten werden. Freitagnachmittag und am Wochenende können Besucher die Grube mit Tonbandansagen selbst erkunden. Wir fahren also mit dem Aufzug in den Bergwerkskeller, steigen aus und plötzlich beginnt eine Stimme aus dem Off. Wo habe ich das mit der Tonband aus dem Off schon mal gehört …? Ich höre mir einen Teil der Ansage an und begebe mich dann selbst auf Tour. 13 Meter unter der Erde geht es immer den „Rundgang“ Schildern nach. Mal steht da das Handwerkszeug des Bergmanns, mal eine große Maschine, mal wird der Stollenbau erläutert während das Grubenpferd wiehert und wieder eine Ecke weiter ist ein moderner Walzen-Schremmlader beim Kohle hobeln zu entdecken (Kohle nicht Käse). Wo frage ich mich weiterhin, habe ich so eine Stimme aus dem Off nur schon mal gehört …?

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Eigentlich hat das Selbsterkunden des Anschauungsbergwerks auch einen Vorteil, denn so hat man mehr Zeit ein paar Fotos von der Bochumer Unterwelt zu machen. Bei einer Führung ist man doch eher geneigt der Gruppe zu folgen. Hier und da heißt es für Großgewachsene Kopf einziehen. Und schnell noch ein Foto. Nach einiger Zeit, es ist schließlich ein Rundweg, kommt man wieder am Aufzug an. Im Anschluß geht’s dann nach oben auf den Förderturm. Der stammt eigentlich aus Dortmund steht aber jetzt mitten in Bochum. Nicht gerade das beste Wetter, um ganz oben zu stehen, der Wind pfeift und die Sonne, wo war die noch gleich …? So bleibe ich nur für etwa 10-15 Minuten da oben, daddel wie immer schnell noch ein Instagrambild in den Mobilfunkhimmel und überlege immer noch, woher ich die Stimme aus dem Off kenne. Da plötzlich fällt es mir wieder ein. „Hallo … hier spricht Edgar Wallace“ 😉 . Mir läufts kalt den Rücken runter. Wegen Edgar Wallace? Nein, auf Grund des Winterwetters 😀 .

Ich stolpere noch durch ein zwei Ausstellungsräume,wechsel ein paar Worte mit C3PO und trete wieder den Rückzug an. Wenn ihr da seid, nehmt euch Zeit, denn das Museum ist neben dem Anschauungsbergwerk so umfangreich, daß man schon selektieren muß. Von den Anfängen des Kohleabbaus (zwölfzehnhundertplötzlich) bis zur Umwandlung der Kohle und anderen Bodenschätzen in Energie unserer heutigen Zeit ist alles vertreten. Bilder … genau bei Flickr und Google+.

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Stürmisch auf Rheinpreussen

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Kennt ihr das, wenn einem der Wind ins linke Nasenloch hineinpustet und durchs rechte wieder raus ohne daß man bewußt atmet. Heute war irgendwie so ein Tag, aber ich konnte mich nicht entschließen drinnen zu bleiben, ich mußte einfach raus an die Luft. So habe ich heute zum wiederholtem Mal die Halde Rheinpreussen besucht und dort war es eben ziemlich windig. Wieviel Besuche sind eigentlich notwendig, daß einem ein Stück der Halde gehört 😉 ? Einige Sonntagsausflügler hatten ihre Lenkdrachen mitgebracht und die Kaputze an meiner Jacke flatterte derart im Wind, daß ich mir fast selbst vorkam wie ein Lenkdrachen. Wie bitte? Ich kann nicht abheben? Hat da jemand „dick“ gesagt? Hallo!?! Ja, vielleicht ein bischen zu schwer 😀 .

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Aber es hat gut getan, schließlich soll es ab nächste Woche ja langsam winterlicher werden. Soll es ruhig, die Winterschluppen am Auto sind ja schon drauf. Da ich das „Geleucht“ mittlerweile von allen erdenklichen Seiten fotografiert habe, haben sich wenig neue Bilder ergeben. Könnte die RAG vielleicht mal ein paar neue Halden aufschütten und weitere Halden für den Besuch freigeben? Schließlich muß man doch Perspektiven für 2013 haben 😉 . Wer übrigens die Halde Rheinpreussen noch nicht kennt, der sollte bei der nächsten Fahrt über die Rheinbrücke der A42 (Höhe Duisburg Bearl) mal nach links auf den Hügel hinter der Rheinbrücke gucken. Ist nicht zu übersehen.

Bevor sich das Jahr zu Ende neigt, landen die Bilder nochmal im Album Ruhr 2012 bei Flickr, Sevenload, Picasaweb. Da sind irgendwie ganz viele Haldenbilder aus 2012 gelandet, weiß auch nicht warum 😀 .

Halde Rheinelbe (das Wetter paßt)

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Als ich das letzte Mal auf der Halde Rheinelbe war, war es so diesig, daß ich die Treppenstufen kaum gefunden habe und obwohl ich Sonne bestellt hatte, war weit und breit nichts von ihr zu sehen. Man könnte sagen sie hat sich komplett verweigert. Im Jahr davor war es genau umgekehrt. Es war so heiß, daß ich glaubte, es brutzelt mir die Haare vom Kopf. Irgendwie hatte ich das mit den sogenannten „brennenden Halden“ anders vestanden 😀 . Aber ich wollte der Halde noch eine Chance geben. Dieses Jahr habe ich es endlich mal geschafft, bei „normalem“ Wetter dort oben zu stehen.

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Sonnenschein, ein paar Wolken, um die 10 Grad Celcius. Und ich war nicht der einzige, der an diesem Sonntag dorthin gefunden hat. Ich möchte fast sagen, es war regelrecht voll. Kletterer suchten sich einen möglichen Weg durch die Himmelstreppe, Eltern kletterten mit Ihren Kindern mal die Treppe mal den Hügel hinauf und Radfahrer nutzten den sonnigen Tag, einfach weil sie es können (denn die Wege lassen es durchaus zu, eine Tour über die Halde zu machen). Ihr möchtet jetzt noch Fotos sehen, guckt ihr hier … Flickr, Sevenload oder Picasaweb (Google+).

P.S.: Auf dem Rückweg habe ich noch einn Abstecher im Ruhrgebietsladen in Mülheim/Heißen gemacht. Ein netter kleiner Laden, etwas versteckt, unweit der Ausfahrt Mülheim/Heißen an der A40. Ich habe mich mit ein bisschen Kohle eingedeckt 😉 , viellecht habt ihr das Foto ja schon bei Facebook, Google+ oder Instagram gesehen. Steckt in den Beutel etwas Geld, bevor ihr ihn verschenkt, dann paßt das Wortspiel „Kohle“ zu „Kohle“, aber achtet darauf, daß die Kohle separat verpackt ist, sonst gibt’s Schwarzgeld 😉 .