Die Schönheit der großen Straße

A40_3Sie hat eine lange Geschichte hinter sich, die heutige B1|A40. Die uralte Handelsroute von der belgischen Nordseeküste bis in die russische Stadt Nowgorod. Heute ist die B1 Teil von verschiedenen Autobahnen und bildet als A40 den sogenannten Ruhrschnellweg. Wer im Ruhrgebiet groß geworden ist, dem werden Begriffe wie „Ruhrschnellweg“ oder „Spagettiknoten“ bekannt vorkommen. Als Kind fand ich den Begriff „Spagettiknoten“ immer äußerst lustig, aber Autobahnkreuz sagte damals kaum einer. Wer schon mal durchs Ruhrgebiet gefahren ist, der dürfte mit Sicherheit auch schon mal durch das Autobahnkreuz Duisburg Kaiserberg gefahren sein und wer im oder um das Ruhrgebiet herum wohnt, für den ist die A40 und der Spagettiknoten die Heimat.

Wie bereits zum Kulturhauptstadtjahr 2010 findet auch 2014 entlang der A40 wieder die Kunstaktion „B1|A40 Die Schönheit der großen Straße“ statt. Kunst auf der Autobahn? Na nicht ganz, aber zumindest im Umfeld der Autobahn. Die verschiedenen Veranstaltungen zwischen Duisburg und Dortmund kann man dem Programmheft entnehmen und wenn ihr zwischen Bochum und Dortmund zu Hause seid, dürft ihr den Bericht gerne fortsetzen.

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DUISBURG AUTOBAHNKREUZ KAISERBERG – „Die Zukunft der Landschaft“

Nun klingt es etwas verrückt, wenn ich erzähle, daß ich im Autobahnkreuz Kaiserberg herumgelaufen bin, aber trotzdem war’s so. Es gibt sogar einen Kaiserberg Wanderweg. Also das Auto unweit davon auf der Dörnerhofstraße abgestellt und zu Fuß auf den Weg gemacht. Das erste was ich im vorbeifahren prompt übersehen habe, war die Wanderausstellung „Trampelpfade“, eine Michschung aus Bau- und Planwagen. Im Inneren des Wagens lassen sich drei Rollen, ähnlich einem Glückspielautomaten, drehen. Auf jeder Rolle befinden sich Informationen über das Ruhrgebiet und das Umfeld A40/Kaiserberg. Warum ich das so genau weiß, obwohl ich’s übersehen habe? Weil ich, schlau wie ich bin, auf dem Rückweg so dachte was’n das für’n Wagen und warum stehen da Leute drumherum. Tja, gerade noch mal rechtzeitig ausgestiegen :-).

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Etwas weiter die Dörnerhofstraße rein steht das Kunstwerk „Überplanungen“ und erklärt die Wege und Leitungen auf, über und unter dem Autobahnkreuz auf verschiedenen Karten. Die coolste „Karte“ war das Autobahnkreuz komplett in Metall. Wer sich vielleicht an diesen Blogbeitrag erinnert (etwas scrollen), der wird wissen, daß neben dem Autoverkehr auch noch mehrere Eisenbahnlinien den Bereich rund um das Autobahnkreuz durchschneiden. Auch über die Dörnerhofstraße gehen zwei Bahnlinien, wovon eine nur gerade mal 3,60 m über dem Kopf langläuft. Ich sage euch, als der erste Zug da mit Tempo drüber rauschte, habe ich mich gehörig erschrocken. Die Züge haben, obwohl gerade erst in Duisburg Hauptbahnhof losgefahren, schon ordentlich Tempo drauf. Am 6. September ist übrigens großes Finale rund um das AK Kaiserberg mit Reibekuchen, Musik und der Wanderausstellung “Trampelpfade” (Kolkerhofweg 130, Mülheim/Ruhr).

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ESSEN FRILLENDORF – „Heimat Autobahn“

Ein paar Tage nach meinem Besuch im Autobahnkreuz war ich mal wieder auf dem Weg nach Essen und verlasse die Autobahn wie so häufig an der Anschlußstelle Essen Frillendorf. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich dort noch nie näher umgesehen. Wer die Ausfahrt kennt wird wissen, daß sie eigentlich auch nicht wirklich dazu einläd. Also um so mehr ein Grund dort nach dem nächsten Kunstobjekt „O.T.“ Ausschau zu halten. Die Frillendorfer Straße muß dort, um die Autobahn zu unterqueren, in die Tieflage gehen. Dafür findet sich, auch ziemlich einmalig in Deutschland, die Bushaltestelle auf dem Mittelstreifen der Autobahn, wo der Bus in einer Betonspur fährt. Genau diese Busspur steht momentan auf der Kippe, weil zu teuer und anfällig für Reparaturen.

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Bei soviel Skurilität ist auch „O.T.“ skuril, denn neben eine Menge Street Art in Form von Graffiti (welche hier an den Wänden prangen) hat der Künstler an verschiedenen Stellen schwarzweiß Foto überzogene Holzfiguren aufgestellt, die den Anschein machen, als gehörten Sie nicht wirklich hierher. Während die eine Figur mit einem Karton über dem Kopf an der Treppe steht (Achtung jetzt kommt ein Karton 🙂 ), steckt an einer anderen Stelle jemand seinen Kopf in den Sand (respektive den Bürgersteig). Oben im Gebüsch steht, gleich neben der Autobahnausfahrt, ein ausgewachsener Tiger. Man muß schon genau hingucken, um alles zu entdecken.

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Wer in diesem Umfeld mit einem Fotoapparat herumläuft fällt zwangsläufig auf. Daher wurde ich auch von Erik (nebst Begleitung) aus Berlin (E. Göngrich) angesprochen, der mit dem Fahrrad unterwegs war und sich ebenfalls der sehr speziellen Kunst widmete. Erik, auch wenn ich selbst mittlerweile meine Wahlheimat außerhalb des Ruhrgebiets habe, trag die Info ruhig nach Berlin „Im Pott is schön“ … irgendwie … auf eine ganz bestimmte Art, vielleicht auch ein bisschen unmittelbar neben der großen Straße 🙂 .

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Wer möchte, das sind die weiteren Punkte, um die ihr euch kümmern könnt:
MÜLHEIM U-BHF EICHBAUM – „Moment und Kontinuität“
BOCHUM DÜCKERWEG – „Roadmovie Ruhr reloaded“
BOCHUM HAMME – „Kulturelle Kreuzungen“
DORTMUND SCHÖNAU – „Rekonstruktion einer Landschaft“

Und jetzt geht’s wieder ab auf die Autobahn, genießt die Schönheit der großen Straße 🙂 . Bilder … kennt ihr oder? Gibt’s bei Google+ bzw. Flickr (bisschen scrollen, weil zu verschiedenen Terminen aufgenommen).

Gourmet Meile Zollverein

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Normalerweise brauche ich ja ein paar Tage nachdem ich irgendwo war, um einen passenden Blogbeitrag draus zu schneidern und der letzte Beitrag zum Thema Rhein-Herne-Kanal ist auch immer noch aktuell, aber da die Gourmet Meile ja nur an diesem Wochenende stattfindet muß ich mich ein bisschen sputen. Im letzten Jahr konnte ich mich nicht so recht entscheiden, aber dieses Jahr habe ich mir bereits im Vorfeld im Netz angesehen, was es so gibt und mich spontan für „Himmel und Ääd vom Restaurant Mintrops Stadt Hotel entschieden. Himmel und Ääd ist gebratene Blutwurst (ich weiß nicht jedermanns Sache 🙂 ) und dazu gab es karamellisierte Apfelspalten, Kartoffelpüree und Röstzwiebeln.

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Zum Nachtisch habe ich mich für eine Portion Topfenknödel von Nelson Müllers Restaurant Schote entschieden. Zu den Topfenknödeln gab es Zwetschgen, Zimteis und Pistaziencreme. Ja ich weiß, von diesen Gerichten wird man jetzt nicht pappsatt, aber dafür schmeckt es ausgesprochen gut. Beim ersten Essen kauft man für 1,- Euro ein Besteck, das man dann an allen weiteren Ständen wiederverwenden kann. Wenn ihr Lust habt, bis Sonntag geht die Gourmet Meile noch auf Zeche Zollverein in Essen.

P.S.: Dieser Beitrag ist nicht gesponsert, alle Gerichte wurden selbst bezahlt, selbst verzehrt und selbst für äußerst lecker lecker lecker befunden ;-).

1914 Mitten in Europa

1914Seit ihr eigentlich froh in der Jetztzeit zu leben? Wir schreiben das Jahr 2014 und die Nachrichtensendungen vermelden nur selten wirklich gute Nachrichten. Trotzdem haben wir eine Menge Dinge, an die man vor 50 Jahren nicht einmal gedacht hat, geschweige vor 100 Jahren. Daher blickt das LVR Industriemuseum zusammen mit dem Ruhrmuseum Essen in der Mischanlage der Kokerei Zollverein z.Zt. 100 Jahre zurück. Zurück auf „1914 Mitten in Europa„. So lautet der Name der Ausstellung, welche auf den ersten Weltkrieg zurückblickt. Aber nicht nur auf den Weltkrieg, sondern auch auf die Epoche der Jahrhundertwende auf Wohlstand und technische Innovationen, welche zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits existierten.

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Der Besuch startet im südlich vorgelagerten Wiegeturm (Parkplatz C) mit einer Fahrt der 150 Meter langen Standseilbahn. Man muß sich sogar anschnallen, dann rumpelt es etwas und ehe man sich versieht ist man auch schon in der oberen Ebene der Ausstellung angekommen. Ich dachte es wäre kühl dort drinnen, ihr wißt schon dicke Mauern und so, war es aber nicht, es war wie draußen auch um die 30 Grad, vielleicht 2 Grad kühler. Dafür stand die Türe zum Außenbereich offen. Also schnell mal einen Blick auf die Kokerei und das Werksschwimmbad von oben. Allerdings war der Blick nicht ganz neu, ich stand dort schon mal während der Führung durch die Kokerei.

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Die Ausstellung startet mit einem Überblick über die damaligen Errungenschaften, der Motorwagen, der Ottomotor, Kaisers Kaffee Geschäfte, die ersten Rechenmaschinen (namens „TIM“ = Time is money), einen Schnelltelegrafen, Aspirin oder die Kleidung dieser Zeit, um nur einiges zu nennen. Diese Etage stellt sprichwörtlich den Vorabend des Ersten Weltkriegs dar. Das war die Zeit, in der Züchtigung von Kindern noch empfohlen wurde! Eine Etage tiefer befinden sich dann die Zeichen des Kriegs. Waffen von der Pistole über das Maschinengewehr bis hin zur Kanone. Dazu die Schutzeinrichtungen der Soldaten und die Produktionsstätten der Waffen und Munition in der Rhein-Ruhr-Region. Man erfährt von der Begeisterung, mit der junge Männer damals in den Krieg zogen und dem Start der „plastischen Chirurgie“, wenn die Männer zum Teil schwer verletzt wieder zurückkehrten.

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Im dritten Teil der Ausstellung, zu begehen über die langgezogene Treppe in der Mischanlage, geht es um die Nachwehen des Krieges mit Hunger, Revolution und Besatzung. Aber auch neue Technik von der Hollerithmaschine (Start der Datenverarbeitung) über den Rundfunkempfänger bis zum „Saugling“, einem der ersten transportablen Staubsauger aus den Borsigwerken in Berlin. Im Nachhinein habe ich mir überlegt, ob es sinnvoll gewesen wäre 3,- € zusätzlich für den Audioguide auszugeben, denn an der einen oder anderen Stelle kam ich mir schon etwas verloren vor ohne nähere Erläuterung der Exponate. Andererseits hatte ich mir 2 Std. Besuchszeit vorgenommen und denke, daß der Audioguide einen doch länger bindet. Wenn ihr Interesse habt, hört doch mal hier testweise rein, ob sich der Audioguide für euch lohnt (ZIP Datei mit einer Hand voll MP3’s).

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Letztendlich habe ich mit Fotos machen rund 2 1/2 Stunden in der Ausstellung verbracht. „1914 Mitten in Europa“ läuft noch bis Ende Oktober (26.10.2014). In dem folgenden YouTube Beitrag gibt euch das LVR Industriemuseums noch einen kurzen Einblick in bewegten Bildern. Weitere Fotos gibt’s bei Google+ bzw. Flickr (etwas zurückscrollen weil in der Zeitschiene vor dem Grugaparkbesuch).

Mädchenautos beim Oldtimertreffen

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Arrrrgg … mein Urlaubsende naht und ihr werdet daher wieder etwas verschont mit neuen Blogbeiträgen … obwohl der Sommer ist ja (hoffentlich) noch nicht vorbei, so daß sich noch das eine oder andere ergeben könnte. Gut, wie dem auch sei, nach zwei Monaten Pause, war ich vergangenen Sonntag mal wieder beim Oldtimertreffen an der Kokerei Zollverein in Essen. Da die Autos hier bereits als Oldtimer zählen, wenn sie 30 Jahre (oder älter) sind, kann ich mich mit Fug und Recht auch als Oldtimer bezeichnen. Aber als einer, der noch gut in Schuß ist, gerade erst ärztlich durchgecheckt und mit neuer TÜV Plakette versehen, habe ich noch ein paar Kilometer vor mir 😉 .

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Das war übrigens, wie ich erst nachträglich gelesen habe, ein kleines Zwischenjubiläum, denn es war das 40. Treffen auf dem Gelände der Kokerei Zollverein. Da noch zwei Treffen folgen (7. September, 5. Oktober) und insgesamt 7 Treffen pro Jahr stattfinden (jew. am ersten Sonntag des Monats von April bis September), findet das 50. erst 2016 statt. Erster Sonntag im April versteht sich. Besondere Ausschau halte ich immer nach ausgefallenen Aufklebern oder Aufschriften. Das hier ist übrigens ein Russe (Волга/Wolga) und hatte keine Aufkleber.

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Daß ein älteres Saab Modell „Alter Schwede“ auf der Heckklappe stehen hat, kann ich ja noch verstehen, warum allerdings den Scirocco der ersten Baureihe den Schriftzug „Das ist ein Mädchenauto“ ziert, kann ich nur raten 😀 . Vielleicht ja deshalb, weil es einfach so ist 🙂 . Ich habe fertig und genug gelabert, ihr könnt jetzt ein paar Bilder gucken, bei Flickr oder Google+ und wer im Bild stehen bleibt (Folgebild) kommt halt mit auf’s Foto .. ätsch.

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Foto der Woche (Einundreißig)

Kurz und knapp und ohne große Vorrede bin ich mal wieder beim Foto der Woche mit dabei. Das Bild ist vor ein paar Tagen im Gewächshaus im Grugapark in Essen entstanden.

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Welche Pflanze das ist? Ihr könnt ja Fragen stellen, hier mal ein Bild aus etwas größerer Entfernung, ihr dürft gerne euren botanischen Kommentar hinterlassen 😀 . Google sagt was von „Persian shield (Strobilanthes dyeranus)“ … ja dann.

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Holla die Waldfee (am Baldeneysee)

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Holla die Waldfee, oder die Geschichte vom Sommer, der plötzlich wieder da war. Ich glaube es war im März, als ja eigentlich noch Frühling war, als es kurz mal richtig warm wurde, danach regnerisch und seit gestern ist der Sommer zurückgekehrt. Aber sowas von … 34 Grad, 35 Grad, 36 Grad …. und ja, ich hab’s ganz gerne etwas wärmer und Sonne macht mir auch nichts, solange es nicht die tropische Hitze ist. Aber trotzdem muß ich auf meinen Kopp aufpassen, denn wenn der zu lange in der Sonne brutzelt, brutzelt auch mein Hirn, sprich ich krich Kopfweh 🙂 . Aber mein Hirn sagt mir auch … Sonne? Du mußt raus. Also Sonnencreme auf die Stellen die freiliegen und ab dafür. Auf ’ne Halde? Ja habe ich auch schon gebracht, da war ich dann aber morgens um 9.00 Uhr.

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Nein gestern war es schon fast Mittag und ich dachte an den Baldeneysee, dahin kannste ja mal wieder fahren. Nun kenne ich die Regattastrecke ja schon auswendig und die Radfahrer und Rollerskater dort i.d.R. auch. Dieses Mal sollte es eine andere Stelle sein, gleich verbunden mit der Suche nach dem Förderturm der Zeche Carl Funke, dem letzten Überrest der Zeche, den man auch vom Wasser her immer sehen kann. Also Google Maps und mein neues Buch „Auf Zeche“ bemüht, um zu gucken wo ich hin muß. Lanfermannfähre, Essen .. mhmm .. bischen versteckt, aber das Navi kennt den Weg. Die Straße ist ziemlich lang und als es langsam enger wird, die letzten Wohnhäuser hinter mir liegen, stelle ich mein Auto am Straßenrand ab und mache mich auf die Suche.

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Und wat soll ich sagen? Ihr müßt wissen, daß um mich herum alles Bäume standen. Ich konnte es also wirklich nicht sehen, aber vom Auto bis zum Fördergerüst der ehemaligen Zeche Carl Funke waren es geschätzte 50 Meter 🙂 . Ich hatte unmittelbar davor geparkt. Das nennt man wohl Punktlandung. Also ein paar Fotos gemacht und dann entlang des Baldeneysees spaziert. Eine neue Sicht bei schönstem Sonnenwetter. Der Samstag wurde von Radfahrern genauso genutzt wie von einer Truppe junger Frauen. Bauchfrei locker bekleidet, mit Sekfläschchen in der Hand und Musikanlage auf dem Bollerwagen. Schien sowas wie ein Junggesellinnenabschied zu sein und wenn man dann, während man auf der Bank sitzt, locker lässig gedrückt wird weiß man, daß man im Ruhrpott ist 😉 . Wer weiß, wer weiß, vielleicht war das die eingangs erwähnte Waldfee. Ich hätte mir was wünschen sollen 😀 .

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Jetzt brauchte ich ’ne Abkühlung. Auf dem Rückweg habe ich eine abgeflachte Stelle am Ufer gefunden und meine Füße ins kühle Naß gesteckt. Am liebsten wäre ich dort noch länger sitzengeblieben, aber Sonnenbrand auf den Füßen hatte ich auch schon mal und ich sage euch das ist unangenehm. Nach ca. 20 Minuten Füße kühlen bin ich wieder zurück zum Auto und mit Klimaanlage zurück nach Krefeld gezockelt. Der Sommer kann bleiben. Hier geht’s zu den „Ruhr2014“ Alben bei Google+ und Flickr.

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Würstchen auf Zollverein und 100 Jahre Rhein-Herne-Kanal

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Der letzte Sonntag stand bei mir unter der Überschrift Lack und Leder, weiße Wände und heiße Würstchen sowie Kunst und Kanal 🙂 . Pünktlich kurz vor 11.00 Uhr war ich am ersten Sonntag im Monat mal wieder in Essen, um zu gucken, was sich an der Kokerei Zollverein in Sachen Oldtimer so tut. Die Stellplätze auf dem Gelände der Kokerei sind durch Bauarbeiten leider immer noch beschränkt und trotzdem halte ich nach geeigneten Fotomotiven Ausschau. Wenn man allerdings häufiger dabei ist, wiederholen sich die Fahrzeuge und damit die Motive mit der Zeit.

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Blank geputzten Lack gab es dieses Mal bei einem Mini Treffen zu sehen und relativ viel Leder in amerikanischen Großraumlimousinen, die ohne Frage interessant sind, aber in Mengen auftretend doch eher wieder nicht. Also beschränkte ich mich auf die kleinen Dinge am Rande, auf umstrickte Stoßstangen, auf Leute die ihre Autos (wenn man dem Aufkleber glaubt) „KarlHeinzTralala“ nennen oder auf einen der letzten aktiven Feuerwehrkäfer extra aus Rheinberg am Niederrhein angereist. Somit hatte ich nach ca. 1,5 Stunden die meisten Fahrzeuge durch, habe noch die eine oder andere Radkappe abgelichtet und die sich spiegelnde Kokerei Zollverein auf der Motorhaube eines schwarzen … öhm … ach egal.

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Danach, auf dem Weg zurück zum Parkplatz, habe ich mich bei der Ausstellung mit weißen Wänden im Kohleaschebunker („La Primavera“) umgesehen. Zuerst wollte ich mich garnicht anstellen, als ich die Warteschlange vor der Türe stehen sah, aber nach einem kostenlosen Bratwürstchen der Stiftung Zollverein wurde die Warteschlange bereits kürzer 😀 . Also angestellt. Und was gibt’s zu sehen? Einen weißen Raum im dunkeln, den man mit Schuhüberziehern in übergroßer Pantoffelform betreten durfte. Am liebsten war es den Machern, wenn man selbst auch noch in weißer (Teil-)Kleidung zu dem Event kam. Also habe ich eine schwarze Hose angezogen 😉 … und ein weißes Shirt mit langen Armen.

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Man stelle sich bitte ein, sagen wir mal, Durchschnittszimmer vor, ohne Einrichtung und ohne Fenster, aber mit ca. 4-5 Meter Deckenhöhe, dazu Puschen in Größe 50 an den Füßen 😀 . So schlufften (gibt’s das Wort?) wir also in den Raum hinein und hinter uns fiel die Türe ins Schloß. Es war fast stockfinster, man sah die Hand vor Augen nicht. Wahnsinn, dieses Kunsterlebnis 🙂 . Ja Moment, das war’s ja noch garnicht. Nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, erkannte man an einem Ende des Raums ein paar Sonnenstrahlen, die durch einen schmalen Spalt fielen und den Raum optisch vergrößerten. Ja!?! Öhm … kommt jetzt noch was, fließt das Wasser plötzlich aufwärts, wackelt der Boden, bewegt sich die Wand auf einen zu? Springt vielleicht so ein Gummihampelmann aus einer versteckten Kiste? Öhm … nö.

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Wenn ihr auch mal Puschen in Größe 50 ausprobieren wollt, Geöffnet ist „La Primavera“ noch bis 28.09., Fr–So und an Feiertagen von 11.00 – 18.00 Uhr. Nach diesem weltbewegenden Erlebnis und der doch recht schnellen Abhandlung dieses Kunstteils, konträr zur Wartezeit vorher, konnte ich überlegen um 15.00 Uhr wieder bei schönstem Sonnenwetter auf dem Sofa zu hocken oder, wenn man gerade schon mal in Essen ist, noch eine Ecke weiter nach Waltrop zum Schiffshebewerk Henrichenburg zu fahren. Das Schiffhebewerk hatte an dem Sonntag Museumsfest mit freiem Eintritt. Hätte ich gewußt, daß das ansonsten (wenn ich bisher dort war) fast leere Hebewerk so einen Ansturm erleben würde, ich hätte mir das nochmal überlegt.

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Nach einigem hin und her und einem Parkplatz bei Hornbach (offiziell freigegeben) ging’s dann ins LWL Museum. Nicht daß ich, wie bereits erwähnt, das erste Mal dort wäre, weshalb ich auch nicht soviele Fotos vom Hebewerk selbst gemacht habe, ich wollte zur Ausstellung „100 Jahre Rhein-Herne-Kanal“ das an diesem Sonntag auf dem Schleppkahn „Ostara“ eröffnet werden sollte. Auf der Bühne gesellten sich aber noch die Macher der Ausstellung und einige andere, die vom WDR Mann Helmut Rehmsen interviewt wurden. Als sich dann die Türen öffneten strömten die Massen auf das Schiff. So 80 – 250 sollten es wohl gewesen sein, die alle gleichzeitig rein wollten 🙂 . Während draußen (ich hatte meine Jacke im Auto gelassen) noch um die 18 Grad herrschten, waren es unter dem Dach des Schleppkahn locker 25 Grad. Wenn draußen kalt auch drinnen kalt, wenn draußen Sonne, drinnen warm solltet ihr euch merken, wenn ihr dort oder an einem anderen Standort diese Ausstellung besuchen wollt.

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Und was gibt’s zu sehen? Ein buntes Sammelsurium aus 100 Jahren Rhein-Herne-Kanal. Zelte der Emscherkunst, genauso wie Postkarten aus Zeiten des Kriegs, Gemälde und Fotos mit Begebenheiten am Ufer des Kanals (ob das Mädel welches ihr Oberteil lupft wußte, daß sie mal Teil einer Ausstellung wird 😉 ), aber auch Fundstücke, die bei der Suche nach was ganz anderem im Kanal wieder ans Tageslicht befördert wurden. Dazu einen 75’er(!) Schraubenschlüssel, Pollerpuppen und Pokale aus dem Revier, Schiffsmodelle, prähistorische Funde und ein Auerochse in Lebensgröße (oder wie ein junger Besucher betonte, ein Aua-Ochse). Alles in allem eine kurzweilige Ausstellung, die bis zum Herbst an weiteren Standorten des Rhein-Herne-Kanals zu finden sein wird. Wenn die Ausstellung nicht Teil des Museums ist, wie im Schiffshebewerk, ist der Eintritt m.W. frei.

Oldtimerbilder dieses und vorheriger Treffen Flickr / Google+
100 Jahre Rhein-Herne-Kanal Flickr / Google+

Oldtimer auf Zollverein 2014

Es ist Sonntag früh, für den Vormittag ist noch Sonne angesagt, also mache ich mich frühzeitig auf den Weg nach Essen. Wie in den letzten Jahren, gibt es auch 2014 wieder Oldtimertreffen auf der Kokerei Zollverein. Ich mag es Sonntagmorgens auf der fast leeren Autobahn zu fahren. Auf dem Weg zur Kokerei stand schon eine kleine Schlange von Autos vor dem Eingang. Ein eindeutiges Zeichen, daß der Andrang mehr als groß sein dürfte. Und so war es auch, der Platz rund um die Kokerei war bereits kurz vor 11.00 Uhr gut gefüllt.

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Mein Weg vom Haupteingang in Richtung Kokerei wurde jäh gebremst, als ich sah, daß vor der Kokerei Bauarbeiten stattfinden und der Weg vom Schwimmbad aufwärts („Blaue Allee“) an der ersten Kreuzung abgeriegelt war. Ebenso waren die Wiesen unterhalb der Kokerei mit Bauzäunen verstellt. Hätte ich mal auf der Homepage nachgeguckt, hätte ich diese Info gefunden „Auf Grund von Schäden an Bandbrücken und Schornsteinen ist die “blaue Allee” zum größten Teil bis auf Weiteres gesperrt„. Mhmm … also zurück zum Hauptweg, auf dem sich der komplette Verkehr (Fußgänger und Oldtimer) mischte.

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Nun geht man zum Oldtimertreffen ja eigentlich um Oldtimer zu treffen (Wahnsinns Wortspiel 😉 ), aber auch um Leute zu gucken. Letzteres war etwas schwierig, weil man seine Augen darauf richten mußte, daß einem kein Auto über die Füße fährt oder einem ein Radfahrer quer kommt, denn um Platz zu schaffen, wurde der Weg bis vor das RAG Gebäude geöffnet. Die Straße dorthin hat keine Bürgersteige und keine Wiesen neben dem Weg, sondern leider nur unatraktiven Bauzaun. Das bedeutet, daß sich Besucher und Oldtimerfahrer ziemlich nahe kommen. Keine optimale Lösung, ich hoffe, daß sich die Bauarbeiten nicht über das ganze Jahr ziehen.

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Die Highlights hielten sich etwas in Grenzen, die lustgen Momente gab’s trotzdem (s.o. Bild „Rauchabzug“). Nebenbei, woran merkt man daß man älter wird? Wenn die Oldtimer des Jahrgangs 1984, die dieses Jahr zum ersten Mal dabei sind, einem so vorkommen, als hätte man die selbst gefahren. Ooopss … habe ich ja sogar, mein erstes Auto war ein VW Golf (I) und 1983 habe ich meinen Führerschein gemacht. Wie dem auch sei, ein paar interessante Bilder sind trotzdem entstanden, ihr bekommt sie wieder bei Flickr und Google+ zu sehen.

Oldtimersaison (Best of …)

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Irgendwann im Herbst hatte ich euch versprochen eine Art „Best of“ zum Thema Oldtimertreffen zu veröffentlichen, denn im letzten Jahr habe ich ziemlich selten etwas darüber erzählt, obwohl ich ziemlich oft dort war. Uuuund zapp, kaum ist der Frühling da schreib ich auch schon etwas zum Thema. Wird auch Zeit, denn die Oldtimersaison startet in eine neue Runde. Ab 6. April trifft sich die „Gemeinde“ z.B. wieder an jedem 1. Sonntag an der Kokerei Zollverein in Essen.

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Auch hier in Krefeld starten die Oldtimerfreunde am 4. Mai im Stadtwald (Pferderennbahn) in eine neue Saison und ich kann mittlerweile behaupten, ein kleiner Profi in Sachen Oldtimer zu sein. Ich kann spontan eine BMW Isetta von einem Opel Kadett unterscheiden und weiß auch, daß ein Delorean wirklich existiert. Sogar einer mit Fluxkompensator. Jetzt warte ich nur noch auf den 21. Oktober 2015 und dann treffe ich Marty McFly. Der Zeitpunkt rückt näher 😉 .

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Aber mal im Ernst, wie ihr seht, steht für mich eher die Optik im Vordergrund und das drumherum (Leute gucken und so). Bei schönem Wetter heißt es für manchen sehen und gesehen werden, ein Spaziergang über das Kokereigelände (oder durch den Stadtwald), dazu einen Kaffee oder eine Bratwurst. Manch einer kommt mit Picknickkorb und Campingstuhl und besonders spannend wird es wenn jemand die Motorhaube seines Oldtimers öffnet. Boa … ist das ein Einspritzer? Wieviel PS hat der, selbst aus einem alten Wohnzimmersessel zu einem Oldtimer zusammengetackert? Unglaublich 😉 . Vielleicht sieht man sich, in Krefeld, in Essen oder wo sonst Oldtimer darauf warten bestaunt zu werden.

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Foto der Woche

Seit Jahresbeginn sammeln Juli und Fee (oder Fee und Juli 😀 ) auf der Seite Foto der Woche die Fotos der Woche (sagt ja der Name 🙂 ). Da die Teilnahme wöchentlich oder gelegentlich stattfinden kann, habe ich diese Woche erstmals auch etwas dazu beizutragen. Das erste Bild wurde allerdings am Wochenende schon auf meinem Blog veröffentlicht, so daß ich nicht sicher bin, ob ich es nochmal hier anbieten kann. Daher stelle ich einfach noch ein weiteres Foto zur Auswahl. Beide gefallen mir wirklich gut, also welches soll dein Herzblatt .. ähm .. mein Foto der Woche sein (links wäre ja mein Favorit)?

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P.S.: Neugierig, auf weitere „Fotos der Woche“? Dann klickt auf die Februar Pinnwand (zur Aktion).