
Den letzten Blogbeitrag habe ich mit den Worten „Manchmal sind die vertrauten Orte die besten Orte“ begonnen und so könnte ich auch heute beginnen. Der Baldeneysee ist für mich immer ein bisschen wie Urlaub und so habe ich am 1. Mai das wiederholt, was ich in ähnlicher Form bereits im März und im September des letztes Jahres gemacht habe. Ich bin oberhalb des Baldeneysees spazieren gegangen. Wenn man einigermaßen pünktlich ist, bekommt man gegen 11.00 Uhr noch einen Parkplatz an der „Heimlichen Liebe“, dem Ausflugslokal oberhalb des Sees im Ortsteil Bredeney.




Das schöne ist, wenn man zu unterschiedlichen Jahreszeiten kommt, sind die Ausblicke auf den See auch immer ein bisschen anders. Dieses Mal fällt der Blick direkt auf ein riesiges Rapsfeld im gegenüberliegenden Essener Ortsteil Fischlaken. An verschiedenen Stellen leuchtet es immer wieder durch die Bäume. Besucher weisen mich auf den Danboi Felsen hin, der seit einiger Zeit eingezäunt ist und damit gefahrlos besucht werden kann. Den kannte ich natürlich schon, als er noch ein Geheimtipp ohne Zaun war. Am Horizont hat man von hier einen guten Blick auf den Sender Langenberg (einem Stadtteil von Velbert), der große Teile des WDR Sendebetriebs steuert.




Ich darf zugeben, daß ich am Sendemast selbst auch noch nie war. Er steht auf dem Hordtberg (244 m) und hat selbst eine Höhe von 301 Metern. Ein Reservemast steht 650 m entfernt und ist 170 m hoch (Quelle: Wikipedia). Den zweiten Aussichtspunkt erreicht man, wenn man am Steakhaus Chicago (früher „Schwarze Lene“) vorbei läuft. Der ist oder sollte ich sagen war richtig schön, denn Chaoten haben die dort stehende Bank zerstört, einen Teil den Hang hinunter geworfen und den Rest angesteckt. Wie bekloppt muß man eigentlich sein?




Bevor ich die Korte Klippe erreiche, kann ich aus der Entfernung einer Regatta beiwohnen, die gerade auf dem Baldeneysee stattfindet. Die Korte Klippe und auch der Teil des Baldeneysteigs, der hier runter ans Wasser und zur ehemaligen Zeche Carl Funke führt gehört bereits zum Ortsteil Heisingen. An der Korte Klippe stand ich den Rapsfeldern praktisch genau gegenüber, Zeit also gleich ein Dutzend Bilder zu machen, während über mir die Flieger in Richtung Flughafen Düsseldorf zum Landeanflug ansetzen.




Vom Fördergerüst der Zeche Carl Funke geht es schließlich am Wasser entlang gemütlich zurück, bevor ich rechts abzweige und zurück in Bredeney wieder in Richtung „Heimliche Liebe“ laufe. Erneut wähle ich den schmalen Pfad, der in 2-3 Serpentinen steil bergauf geht und binnen 10 Minuten wieder auf den Hauptweg mündet.
Da der 1. Mai, wie es der Zufall will, auch gleich der erste Freitag im Monat war, hieß das auch „Tag des offenen Hügels“. Der erste Freitag im Monat bietet immer freien Eintritt auf das Gelände der Villa Hügel und wenn man möchte in die Villa.




Mit dem Auto sind es keine 10 Min. also nehme ich die Gelegenheit gerne noch mit und spaziere noch etwas durch den Hügelpark. Wunderschöne Kastanien, Rhododendron und auch hier Flugverkehr Richtung Düsseldorf. Trotz oder gerade auf Grund der 13.900 Schritte und 55 Stockwerke (da muß der Baldeneysteig zu beigetragen haben) war es ein wunderschöner Tag. Alle Bilder des Tages findet ihr wieder bei Flickr und Google Photos.






