Kommt jetzt der Sommer?

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Manchmal bin ich von mir selbst beeindruckt. Mein Kopf fragt „Was hast du in den letzten vier Wochen so gemacht“? Dann frage ich meinen Blog und der sagt, du warst auf der Halde Hoheward (nebst Wittringen und Westerholt), du warst in Berlin und 2 x in Bochum und letzte Woche warst du auf dem Flachsmarkt. Dann staune ich kurz über mich selbst und schwupp die wupp schon wieder ist der Monat rum.

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Ich bin auch ein bisschen stolz auf mich, denn ich war den ganzen Monat pünktlich gegen 07.10 Uhr (oder früher) im Büro, was entweder frühen Feierabend hieß oder Zuwachs bei den Gleitzeitstunden (kann man ja brauchen, wenn es wieder mal auf Reisen geht), dann hatte ich Pfingstmontag mal wieder ein fast taubes Ohr (gepaart mit einem nervenden Pfeifen) und gestern hätte ich beinahe eine Dame beim Rücksetzen auf dem Parkplatz angefahren (was läuft die auch während ich rückwärts setze genau hinter meinem Auto lang). Läuft bei mir 😮 .

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Vor 4 Wochen habe ich an dieser Stelle vom „Tanz in den Mai“ geschrieben und euch ein paar Frühlingsblumen gezeigt. Ich hätte noch ein paar weitere aus den letzten Wochen und die zeige ich euch heute, in der Hoffnung endlich nicht mehr im Pullover auf dem Sofa sitzen zu müssen, denn in 3 Wochen ist (kalendarischer) Sommeranfang. Mal sehen, was der Juni so bringt, denn bis zu den nächsten Reisen dauert es noch bis in die zweite Hälfte Juli. Nebenbei, war jemand von euch schon mal beim „Festival of Lights“ in Berlin? Ich überlege, ob ich im Oktober nochmal hinfahre, das letzte Mal war ich 2008 dabei. Bis dahin habt ein entspanntes Wochenende.

Guten Morgen Berlin (II)

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Willkommen zum zweiten Teil von „Guten Morgen Berlin“. Ich falle eigentlich nur selten mit der Türe ins Haus, will sagen, manche Gebäude kenne ich von außen, reiße aber nicht ungefragt die Türe auf, um mich drinnen umzugucken. Dann aber sehe ich mehr zufällig interessante Bilder oder lese, daß man dieses oder jenes Gebäude betreten darf und in manchen Gebäuden, Museen und Gedenkstätten der Eintritt sogar kostenlos ist. Wo und unter welchen Bedingungen lest ihr hier. So war ich dieses Mal u.a im Deutschen Dom, das ist das Gebäude, das auf dem Gendarmenmarkt zur linken Seite steht (wenn ihr richtig herum steht, sonst eben rechts 😉 ). Hier gibt es eine Dauerausstellung des Deutschen Bundestages mit dem Namen „Wege – Irrwege – Umwege„. Leider gab es keine Möglichkeit, vom Dom herunter zu gucken, so daß ich außer einer Stippvisite dann doch nichts dort gemacht habe. Aber für obiges Foto war es schon Wert reinzugehen.

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Stattdessen hatte ich noch einen Termin mit Angelas Dienstsitz, dem Reichstag. Ich hatte mir nochmal einen Termin für einen Kuppelbesuch reserviert und nach Durchleuchtung (der Taschen) ging’s auch schon mit dem Aufzug nach oben. Leider war keine Sitzungswoche im Bundestag, ansonsten hätte man der Politik auf den Kopf spucken gucken können. So waren nur die leeren Sitze des Bundestags zu erkennen. Trotz der Kontrollen (CheckIn wie am Flughafen) kann ich den Besuch der Reichstagskuppel nur jedem empfehlen. Auch dieses Mal hatte ich wieder das Glück bei über 25 Grad da oben rumzustiefeln, sah aber das Gewitter näher ziehen und als bei Twitter vor Unwettern in und um Berlin gewarnt wurde, habe ich mich dann doch zügig in die nächstliegende U-Bahn Station begeben.

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Am nächste Tag folgte ein Ausflug in die Berliner Ausgabe des Botanischen Gartens. Wenn ihr den Botanischen Garten in Bochum kennt, verdoppelt die Fläche locker und ihr bekommt eine Vorstellung was euch in Berlin erwartet. Alleine die Gewächshäuser können einem schon 1 Stunde rauben. Ich folge dem Weg, der mir in dem Flyer, den ich an der Kasse erhalten habe, empfohlen wird (huch was’n komplizierter Satz). So komme ich an den meisten z.Zt. blühenden Pflanzen vorbei. Ihr wißt warum ich so gerne in Botanische Gärten gehe? Überall stehen Schilder, die einem Dummy wie mir die Pflanzenwelt erklären :-D. Aber mal im Ernst, wem die Hektik der Stadt mal auf den Wecker fällt, hier gibt’s massig Platz für Erholung und Ruhe. Ab und zu begegnet euch vielleicht mal ein Gärtner oder auch ein kleiner schüchterner Fuchs. Der Eintritt kostet übrigens 6,- €, wenn ihr euch wie ich für die Berlin Welcome Card entscheidet, um als Tourist mit U- und S-Bahn, Bus, Tram usw. fahren zu können, halbiert sich der Eintritt auf 3,- €. Wie ihr hinkommt zum Botanischen Garten, wann geöffnet ist usw. lest ihr hier.

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Von dort zum Alliierten Museum sind es nur ca. 10 Minuten mit dem Bus und der Eintritt ist (siehe oben) auch in diesem Museum frei. In einem alten Kino finden sich Uniformen, Ausweise und Orden der Westalliierten sowie Geschichten über die Luftbrücke. Wer schon mal von der Luftbrücke nach Berlin gehört hat, wird wissen, daß es einen Piloten namens Gail Halvorsen gab, der den Kindern beim Anflug auf Berlin Süßigkeiten an kleinen Fallschirmen abwarf. Die Ausstellung enthält nun u.a. auch den Brief eines kleinen Jungen, der mir feuchte Augen bescherte. Er schrieb in diesem Brief an Gail Halvorsen, daß er während der Abwürfe 6 Wochen im Krankenhaus lag und ganz traurig war, daß er keine Süßigkeiten abbekommen hat, weil keiner der Fallschirme im Garten des Krankenhauses gelandet ist. Jetzt wo er wieder zu Hause sei, würde er sich freuen, Gail Halvorsen bald wieder im Anflug zu sehen. Kinners mir kommen schon wieder die Tränen.

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Auf dem Rückweg noch ein Foto von der U-Bahn Station Dahlem Dorf gemacht, weil die nun mal gar nicht nach Berlin aussieht und nach soviel Ereignissen aus alten Tagen ging es zu anderen Ereignissen aus alten Tagen.

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Das Schöneberger Südgelände, ein ehemaliger Rangierbahnhof, wurde bereits vor Jahren zu einer Naturlandschaft mit Relikten der Dampflok-Ära umfunktioniert, eine echte Dampflok im Wald inklusive. Nach der Stilllegung des Bahnhofs konnte sich die Natur auf einer Fläche von 18 Hektar wieder ausbreiten. Graffiti, alte Schienenstränge, eine längst vergessene Drehscheibe und ein paar künstlich angelegte Wege sind auf dem Gelände zu finden. Von der S-Bahn Station Priesterweg (S1) zum Schöneberger Südgelände ist es keine Minute, der Eintritt wird über eine Art Park(!)automat (man achte auf das Wortspiel 🙂 ) erhoben. Ich weiß nicht, was passiert, wenn man kein Ticket zieht, schließlich habe ich keinen Scheibenwischer, an den man mir das Knöllchen klemmen könnte 😉 aber bei 1,- Euro kommen da keine großen Fragen auf.

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Mittlerweile war es schon Nachmittag und auf meiner weiteren Tour dachte ich mir beim Warten auf die S-Bahn nimmste noch ’ne Waffel und ’ne Cola am Bahnhofskiosk mit. Da meine Tasche mit zwei Fotoapparaten, Schirm und sonstigem Gedöns schon einiges wiegt, habe ich i.d.R. nur 1-2 kleine Flaschen Getränke dabei und kaufe nach, wenn es sich ergibt. Die Bedienung kramte also meinem Wunsch gemäß die Cola hervor, lehnte dann aber überraschender Weise meine leeren Einwegwasserflaschen (am Vortag bei Rewe gekauft und 50 Ct. Pfand wert) ab. Leider nur die, die wir auch verkaufen. Wenn ihr denkt, sie hätte mich überrascht, ich überraschte sie zurück. Gut sagte ich, dann nehme ich auch keine neue mit. Das erstaunte Gesicht war Gold wert :-). Noch schnell die Waffel bezahlt und ab in die S-Bahn.

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Nach soviel Natur und dem mißlungenen Kauf eines neuen Getränks wollte ich mir einen Kaffee oder einen Cappuccino gönnen und das nicht irgendwo, sondern im kleinsten Café Berlins namens „Concierge„. Es befindet sich am Paul-Linke-Ufer 39/40 und hat seinen Sitz in der Pförtnerloge(!) dieses Wohnkomplexes. Gefunden habe ich den Hinweis im Blog von Visit Berlin. Am Paul-Linke-Ufer (Landwehrkanal) war ich vor Jahren das letzte Mal und hatte schöne Erinnerungen via schöner Bilder aus der Zeit.

Mittlerweile war der erste Eindruck allerdings verschwommen und so stehe ich auf der anderen Seite des Landwehrkanals und überlege ob ich rechts oder links herum gehe (das Problem mit den Hausnummern … ihr wißt schon). Ich nahm spontan die falsche Richtung zur nächste Brücke und mußte auf der gegenüberliegenden Seite wieder zurück. Irgendwann war aber die Hausnummer 39/40 gefunden. Wenn ihr dieses kleinste Café aufsucht, habt ihr die Wahl, entweder ihr bestellt und trinkt euren Kaffee, Cappuccino vor dem Fenster oder ihr tretet ein, müßt aber damit rechnen, daß die 2-3 Sitzplätze vergeben sind. Ich bin natürlich rein, weil ich von der Inneneinrichtung ein Foto machen wollte.

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Ich hoffe die junge Dame war sich ihrer Tat bewußt, also sie mit auf das Foto wollte. She wanted to be on the picture, really :-). Egal wie eure Getränkewahl ausfällt, der Cappuccino war ausgesprochen lecker (und nett anzusehen sowieso 😉 ). Wenn ich richtig informiert bin, hat das Café mittlerweile auch am Wochenende geöffnet und einen 360 Grad Blick auf die Inneneinrichtung gibt’s (via Google) zusätzlich noch hier.

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Während ihr euer Getränk genießt, gibt’s noch die Möglichkeit die kleinste Wäscherei zu besuchen (das Bügelbrett steht aus Platzgründen vor der Türe) und wenige Meter weiter die Straße entlang gibt’s dann noch den „Schutanten“ und den „Wohnzimmer“ Laden. Ich wette mit weiblicher Begleitung gibt’s da bestimmt was zu shoppen 😀 . Zum Schluß habe ich den Tag im Umfeld des Brandenburger Tors ausklingen lassen und weil der Himmel gerade hübsch wolkig blau war, wollte ich die Gelegenheit wahrnehmen, auch am Holocaust Mahnmal noch ein paar Fotos zu machen. Ihr dürft auf den Quadern des Mahnmals sitzen, liegen, dazwischen rumlaufen, aber sobald ihr auch nur für einen Moment einen Fuß darauf setzt, steht ruck zuck einer vom Aufsichtspersonal neben euch (ich hab’s extra für euch ausprobiert 😮 ).

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Der Abreisetag zeigte sich bedeckt mit Nieselregen und war Christi Himmelfahrt. Während sonst die Busse und U-Bahnen morgens rappelvoll sind, war an dem Morgen fast gar nichts los. Klar, wer ist an einem trüben Feiertag auch schon um 10.00 Uhr morgens unterwegs? Ich 😉 ! Ich wollte noch einen Blick auf den Mauerpark, einem Stück Berliner Mauer, das für Graffitis freigegeben ist, werfen und einen Abstecher zu den Hackeschen Höfen bzw. dem Gebäude daneben machen. Die Hackeschen Höfe (Rosenthaler Str. 40/41) sind der sehenswerte Teil, weil man auf den ineinander verschachtelten Höfen manch überraschenden Laden entdeckt, aber mindestens ebenso sehenswert ist das Gebäude gleich nebenan (Rosenthaler Str. 39), denn es hat sich bisher allen Renovierungen widersetzt und strahlt noch den Charm der DDR Zeit aus. Ein Café, ein Kino und das Anne Frank Zentrum sind hier u.a. beheimatet. Alle anderen wichtigen Adressen entnehmt ihr bitte den Briefkästen (auf dem Bild 😀 ).

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Damit endet meine Berlinreise für dieses Mal. Wieder habe ich viel erlaufen, hatte platte Füße und Druckstellen mir aber keine Blasen gelaufen, wie ich es vor Jahren mal während eines beruflichen Aufenthalts geschafft hatte. Ich überlege schon, wann ich wieder hinfahre, denn nach Berlin ist vor Berlin … darauf ein „Dickes B“.

Dickes B, home an der Spree,
im Sommer tust du gut und im Winter tut’s weh.
Mama Berlin – Backsteine und Benzin,
Wir lieben deinen Duft, wenn wir um die Häuser zieh’n.

Teil 1 „Guten Morgen Berlin (I)“ findet ihr hier … Bilder bei Google+ und Flickr.

Guten Morgen Berlin (I)

Guten Morgen Berlin,
Du kannst so hässlich sein, so dreckig und grau,
du kannst so schön schrecklich sein,
Deine Nächte fressen mich auf …

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… singt Peter Fox in „Schwarz zu Blau“ und so ein bisschen Recht hat er ja, aber Berlin ist eben eine Großstadt und da gibt’s schöne und auch weniger schöne Ecken. In diesem Jahr ist mir mehr denn je aufgefallen, wie international Berlin mittlerweile geworden ist. Da wo Touristen zu finden sind, herrscht ein babylonisches Sprachgewirr und obwohl mein Englisch eher mäßig ist, war mein Kopf manchmal regelrecht im englisch Modus. Mal bat jemand Platz zu machen, weil er aus der U-Bahn wollte, dann baten zwei Damen mit französischem Einschlag darum einen 20’er in zwei 10’er zu wechseln. Da war der typisch ruppige Berliner Busfahrer schon ein ungewohnter Klang in den Ohren ;-). Jedesmal wenn ich im Zug nach Berlin sitze, habe ich einen Plan mit Zielen im Gepäck. Was ich dabei gerne vergesse, die Wege können weit sein. Manchmal läuft’s gut, ich habe tolle Erlebnisse und bekomme viele schöne Bilder, ein anderes Mal läufts irgendwie anders als gedacht, auch darüber möchte ich heute etwas schreiben. Und dann denke ich manchmal, wie wäre es wohl in Berlin zu leben?

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Drei Tage im Hotel ist natürlich nicht zu vergleichen, mit dem beruflichen Alltag, mit Stau und vollen U-Bahnen. Man muß im Hotel nichts einkaufen, sich nur unwesentlich um etwas zu Essen kümmern und trotzdem überlege ich manchmal, ist der Niederrhein eigentlich meine Heimat? Oder ist das Ruhrgebiet noch meine Heimat? Ich bin mir unschlüssig. Während ich noch den Koffer packe, habe ich ständig das Gefühl etwas vergessen zu haben und wenn ich auf der Heimreise bin, würde ich am liebsten gleich wieder los. Wenn da nicht das schnöde Geld wäre, das mir für ein Leben aus dem Koffer fehlt.

Die Reise startet einen Tag nach dem GröBaZ = größten Bahnstreik aller Zeiten. Die Züge fahren wieder, aber 2 Min. vor Ankunft mit der Ansage „Heute in umgekehrter Wagenfolge“. Da kommt Freude auf, wenn man eigentlich im ersten Wagen gesessen hätte und jetzt im letzten. Laßt mich durch, Bahnsteig frei, ich bin Arzt 🙂 . Danach läuft’s glücklicherweise wie geplant, der Zug erreicht bis auf 2 Minuten pünktlich Berlin Hauptbahnhof und 20 Min. später stehe ich im Hotel „Großer Kurfürst“, das ich übrigens empfehlen kann, weil gutes Frühstück, Heißwasserkocher für Tee/Kakao im Zimmer sowie vier Getränke/Tag und WLAN im Preis enthalten (und das sage ich, ohne daß der Aufenthalt gesponsert ist).

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Was ich an Berlin so liebe, ist daß man, ohne Geschichte speziell mögen zu müssen, trotzdem Geschichte erleben kann. Im letzten Jahr hatte ich euch von der 360 Grad Panoramaausstellung „Die Mauer“ (von Yadegar Asisi) berichtet, dieses Mal gab es an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet öffentliche Panoramen des Berlins im Jahre 1945 „Frühling in Berlin“ (Stichwort 8. Mai, Kriegsende vor 70 Jahren). Gerade die Gegenüberstellung des „alten“ und des „neuen“ Berlins macht hier den Reiz aus. Bei diesen zeitlich begrenzten Ausstellungen spielt natürlich immer ein bisschen Glück mit, gerade zum Veranstaltungszeitpunkt dort zu sein, so wie z.B. im letzten Jahr auch bei der Großbildprojektion zur deutschen Geschichte am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus/Reichstag, die mir immer noch Gänsehaut verschafft. Da stehe ich am ersten Panorama auf dem Alex (Alexanderplatz) und lese den Begleittext, als mich ein älterer Berliner anspricht und auf die tägliche Ration Brot im Jahr 1945 verwies. 600 g gab’s nach dem Krieg, aber wer ißt heute noch 600 g Brot am Tag. Irgendwie hat er ja Recht. Ich fahre weiter zum Lustgarten und von dort zum Potsdamer Platz. Mit dem 200’er Bus keine 10 Minuten. Doch dann kam alles anders.

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Stellt euch eine große Straße in eurer Stadt vor. Nein eine noch größere, mehrspurig, 3-4 Buslinien, Taxis, Ausflugsbusse und mehr. Nennen wir sie „Unter den Linden“. Auf dieser Straße stoppt der Bus nach rd. 500 Metern. Eine rote Ampel, aber als es grün wird tut sich nichts. Dann wieder rot, aus der Querstraße kommt ein Auto, dann wieder grün, aber kein Vorwärtskommen. Der Israelische Staatspräsident fuhr wohl vor (oder auch nicht), er war aber angekündigt. „Unter den Linden“ wurde daher voll gesperrt. Da der Bus momentan an einer Fußgängerüberquerung stand und sich auch weitere 3-5 Rotphasen später nichts tat, machte der Fahrer die vorderste Türe auf und wer will durfte aussteigen. Gesagt, getan, aber leider waren auch die alternativen U- und die S-Bahn Stationen am Brandenburger Tor abgesperrt. Also Chaos auf ganzer Linie. Autos hupten, Polizei stand gleich im Dutzend auf der Straße, alles wurde dreispurig in eine einspurige Nebenstraße gelenkt. Mir blieb nur zu Fuß weiter zu gehen, obwohl ich mir vorgenommen hatte am ersten Tag meine Füße zu schonen 😮 .

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Ich erreiche nach einigen Irrungen und Wirrungen noch weitere der Großbildpanoramen und beende den Tag im Park am Gleisdreieck. Auch darüber habe ich im letzten Jahr schon mal berichtet, eine ehemalige Brachfläche direkt am U-Bahnhof Gleisdreieck. Während über euch die U-Bahnen vorbeirumpeln, unter euch der Fernverkehr durch einen Tunnel Richtung Hauptbahnhof rollt, gibt’s hier ganz viel Platz zum Ballspielen, Skateboard- oder Fahrradfahren oder einfach nur zum Sitzen, Picknicken oder Leute beobachten. Bleiben wir beim Thema grün und Park. Der Folgetag startete am Volkspark Friedrichshain. Ein großer Brunnen mit Märchenfiguren erwartet euch am Eingang. Soweit war ich vor Jahren schon einmal, aber dieses Mal wollte ich mir den Park dahinter ansehen. Auf ging’s zum großen Bunkerberg. Pappelsamen lagen auf den Wegen, als hätte es gerade geschneit. Ich also den Weg bergan. Immer weiter bergan, aber ein Oben gab’s irgendwie nicht. Aus dem Wald lugten ein paar Betonreste hervor, vermutlich der Bunker oder was davon übrig war. Insgesamt eher langweilig und daher gleich ab zum nächsten Ziel dem Leisepark.

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Laut ging’s hier tatsächlich nicht zu, denn im vorderen Teil war dieser Park ein Friedhof. Irgendwie lauf ich auch nur in Hamburg und Berlin auf Friedhöfen rum, zu Hause eher nie. Die meisten Gräber waren schon an die 50 Jahre und älter, ein paar frische gab es aber auch. Interessant wurde es dann im hinteren Teil, denn dieser wurde dem Verfall preisgegeben. Mitten zwischen Büschen und Bäumen standen hier halb verfallene Grabsteine und Reste von kleinen Häusern, vermutlich Familiengräbern. Wege dahin gab es z.T. keine mehr. Über mir ein laut krächzendes Elsternpaar, ich habe mich nicht näher rangewagt, vielleicht hatten sie Junge und da sind Vögel ja schon mal angriffslustig. Ich verließ den Leisepark und nach ein paar Metern mit der Tram (Straßenbahn), sollte es mitten in den Bezirk Prenzlauer Berg gehen. Entlang der Knaackstraße, vorbei an kleinen Läden bis zur Kulturbrauerei. Über mir kreiste der Hubschrauber, ich wollte auf keinen Fall irgendeinen Staatspräsidenten o.ä. in meiner Nähe sehen. Stattdessen entdecke ich am Kollwitzplatz das Bratpfannenweib, eine Skulptur aus alten Bratpfannen. Und ich werfe die alten Dinger immer weg 🙂 .

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Mein nächstes Ziel die Kulturbrauerei ist seit 1967 keine Brauerei mehr, sondern heute ein Gebäudeensemble, daß unter Denkmalschutz steht und u.a. Kinos, Theater, Diskotheken und ein Museum enthält. Dieses war mein Ziel, denn dort läuft die kostenfreie Dauerausstellung „Alltag in der DDR“ (Taschen einschließen, Fotografieren erlaubt). Es gibt u.a. den Trabbi mit Reisezelt, jede Menge Orden und Auszeichnungen, den Ferienscheck und eine alte Gastwirtschaft zu sehen. Die Speisekarte empfiehlt heute u.a. Jägerschnitzel, Setzei und gem. Gemüse für 2,65 (Ostmark) :-). Danach habe ich auch Hunger und laufe bis zu Konnopke. Endlich kann ich mal die in allen Reiseführern erwähnte Currywurst probieren, die es nur dort und nicht (Zitat der Webseite) im Onlineversandhandel gibt 😉 . Tja … was soll ich sagen, sie war gut, aber nach Berlin fahren muß man dafür nun auch nicht zwingend. Das kleine Menü (Currywurst, Pommes) für 3,50 €, extra Ketchup für 0,30 € schwupps gleich aufschwatzen lassen, Getränk erfolgreich abgewehrt.

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Dann zu Fuß weiter die Kastanienallee runter, eigentlich auf der Suche nach alten Hinterhöfen, in denen es noch was zu sehen gibt. Ja so ein bis zwei habe ich auch entdeckt, der Rest war vielfach verschlossen. Wie immer habe ich mit der Hausnummerierung gekämpft, denn während hierzulande die gerade Nummern auf der einen und die ungeraden auf er der anderen Straßenseite sind, ist in Berlin die eine Straßenseite aufsteigend von 1 bis irgendwas (man weiß ‚et nicht) und wenn die Straße zu Ende ist, geht’s auf der anderen Straßenseite weiter. Gegenüber von 21 ist also z.B. 157 o.ä. Ich war auf der Suche nach „Kauf dich glücklich“ auf der Kastanienallee 54. Eine Art Modeshop mit Tinnef Kramecke sowie Eis- und Waffelladen. Verrückte Kombination, gell? Draußen waren es an dem Tag sowas um die 25 Grad, drückend, schwül, ich entschied mich für ein kleines Eis, während ich mich ein wenig im Laden umsah. Ich glaube das ist eher was für Mädchen/Frauen 😉 , ich fand’s trotzdem witzig und das Eis war super lecker. Am besten ihr schaut euch das demnächst mal selber an. Es gibt noch einen weiteren Laden auf der Oderberger Str. 44.

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Teil 2 „Guten Morgen Berlin (II)“ coming soon … Bilder findet ihr bei Google+ und Flickr.

Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin

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Ich bin schon ein bisschen hibbelig, schließlich ist Vorfreude die schönste Freude. Ich bin dann mal weg. Nein nicht zum Fußball. Lasst die Jungs mal Ende Mai nach Berlin fahren, ich genieße in der kommenden Woche für ein paar Tage privat die Hauptstadt und weil Zeit ja meist wie im Fluge vergeht, versuche ich mich derzeit etwas vorzubereiten. Kennen und lieben gelernt habe ich Berlin in den Nullerjahren (beknacktes Wort), denn nach 2004 war ich beruflich einige Male dort und habe mich im Anschluß an meine Fortbildungen kreuz und quer durch die Stadt geknipst. Manche Ziele etwas intensiver andere nur auf Stippvisite. Manchmal bin ich über mich selbst erstaunt, wenn ich heute wieder mal von vermeintlichen Geheimtipps lese und bei näherem Hinschauen feststelle, daß ich dort sogar schon einmal war 🙂 .

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Während ich mich im letzten Jahr auffallend viel im (ehemaligen) Ostteil der Stadt oder entlang des ehemaligen Mauerverlaufs herumgetrieben habe (EastSideGallery, Potsdamer Platz, Bernauer Str., StasiAusstellung, Panoramaausstellung „Die Mauer“, Checkpoint Charly, Tränenpalast, Fernsehturm usw.), möchte ich dieses Mal u.a. in den Südwesten der Stadt. Alliierten Museum, Botanischer Garten, Viktoriapark mit eigenem Wasserfall (landläufig Kreuzberg genannt) oder zum Schöneberger Südparkgelände. Überhaupt liebe ich Berlins Grünflächen z.B. den Park am Gleisdreieck, das Tempelhofer Feld (Flughafen Tempelhof) oder den Britzer Garten, in dem ich auch noch nie war. Der Besuch der Reichstagskuppel ist bereits gebucht und im Stadtteil Prenzlauer Berg und seinen Hinterhöfen müßte ich mich auch mal wieder umsehen und gemütlich einen Kaffee trinken.

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Interesse hätte ich auch an einer Führung in die „Berliner Unterwelten“, allerdings bindet mich eine solche Führung 90 Minuten und leider ist dort aus organisatorischen Gründen auch das Fotografieren verboten :-(. Vielleicht wähle ich stattdessen eine kostenlose Audioführung zum Thema „Flucht Tunnel“, die man sich hier auf dem MP3 Player runterladen kann. Mit dem Plan in der Hand ist man selbst für die Zeiteinteilung zuständig. Last but not least las ich letzte Woche, daß genau in meiner Woche die Figuren der Star Wars Saga ins Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud einziehen. Also gleich eine Anfrage per e-mail abgeschickt, wann der günstigste Zeitpunkt für einen Besuch wäre. Leider habe ich auf diese Anfrage bis heute noch keine Antwort erhalten.

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Ich werde versuchen meine Instagram Bilder wieder mit „#krdigitalberlin“ zu taggen, und der ausführliche Bericht (mit vielen Geheimtipps 😉 ) folgt dann sowieso später an dieser Stelle im Blog. Wenn ihr meint, ihr hättet jetzt trotzdem noch einen ganz geheimen Geheimtipp, den ihr mir nennen müßtet, dann wäre jetzt an der Zeit die Kommentarfunktion zu nutzen. Ach und noch was, natürlich ist es in einer Stadt mit 100 oder mehr Museen auch immer eine Frage des Interesses, welches man bevorzugt oder welches eher nicht, daher gleich vorweg die Museumsinsel mit Nofretete & Co. interessiert mich wenig bis gar nicht.

P.S.: Drückt mal die Daumen, daß nach der Streikwoche nächste Woche wieder alle Züge ordnungsgemäß fahren und ich nicht auf dem Weg in die Hauptstadt steckenbleibe 🙂 .

Moos wächst an der Nordwestseite der Bäume oder wie ich wieder aus dem Botanischen Garten in Bochum fand

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Manchmal bin ich ja ein kleiner Schisser … Wann? Wenn ich mal wieder auf irgendeiner Landmarke z.B. dem Tetraeder herumklettere? Nein warum auch, wenn der liebe Gott wollte daß ich abstürze, dann tue ich ihm den Gefallen einfach nicht. Wenn ich mir mit dem Backblech wieder mal den linken Oberarm verbrenne? Fragt lieber nicht … 🙂 . Nein, das auch nicht, ich habe eher Angst davor, daß ich mich in einem Park verlaufe. Im letzen Jahr war ich auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg und diese Woche (erstmals nach 2013) mal wieder im Botanischen Garten der Ruhr Universität in Bochum.

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Zunächst mal ist es (für ortsfremde) schon schwierig den Zugang zum Botanische Garten zu finden (zum Glück habe ich für solche Dinge ein gutes Gedächtnis) zum anderen ist er 13 ha groß und gespickt mit Wegen und Treppen. Am Eingang der eindeutige Hinweis, daß man bis zur Schließungszeit wieder raus sein muß, weil die Tore pünktlich geschlossen werden. Dann mal kurz eine Etage abwärts, da mal rechts, noch eine Treppe abwärts, dort mal links, dann wieder eine Treppe hoch … und mein toller Plan aus dem Internet liegt zu Hause auf dem Schreibtisch 😮 . Sowas vergessen kann ich.

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Da hinten muß der Chinesische Garten sein. Ja wäre er auch, wenn nicht ein paar Flachköppe randaliert hätten. Für den Fall, daß ihr auch mal wieder hin wolltet, momentan (01.05.2015) ist der Chinesische Garten komplett auf Grund von Vandalismus geschlossen 😦 . Gut also weiter, muß ich von den Gewächshäusern hier die Treppe wieder runter? Och nö, ich nehme mal einen anderen Weg. Da laufe ich gemütlich 20 Minuten im großen Kreis, komme wieder an einem ausgehängten Parkplan vorbei und stelle fest, daß ich in nur 5 Min. wieder an den Gewächshäusern wäre 🙂 … verrückt wa‘ … huch ein Eichhörnchen.

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So mystisch, wie man denkt ist der Botanische Garten gar nicht, man muß halt nur ein zweites oder drittes Mal durchlaufen und ein ganz kleines bisschen Orientierungssinn mitbringen. Mit ein bisschen Allgemeinwissen wie Moos wächst an der Nordwestseite der Bäume oder Kommt die Sonne grad von vorn, verbrennt man sich die Kuh sich schnell das Horn kommt man … öhm … ach ne ;-). Was ich sagen wollte, ich habe wieder rausgefunden, endlich auch den Haupteingang entdeckt (über’n Parkplatz, hinter dem teilweise blauen Container, gleich vor der Baustelle rechts, die Treppe … ey Moment, das kann man doch keinem erklären, das verstehe ich ja selbst kaum …) und viele tolle Blüten entdeckt.

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Außerdem habe ich, nachdem ich beim letzten Mal den Taschentuchbaum entdeckt habe, dieses Mal gelernt, daß es einen weißen Konfettibusch gibt. Die Natur ist schon ein verrücktes Huhn. Eure Aufgabe bis zur nächsten Stunde ist jetzt herauszufinden, ob es auch einen bunten Konfettibusch gibt. Irgendwoher müssen schließlich auch die bunten Plättchen kommen ;-). Apropos Huhn, dieses Punkerhuhn (mit so einem roten Puschel am Kopf) und seine Familie läuft in einem der Gewächshäuser frei herum, also immer schön nach unten gucken. Solltet ihr jetzt wider Erwarten doch nicht mehr aus dem Botanischen Garten rausfinden, ruft mich an, vielleicht hole ich euch ab (oder rufe Dr. Bob).

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P.S.: Wenn ihr am Sonn- oder Feiertag kommt, gibt’s auch Parkplätze in ausreichender Menge, sogar ein riesiger, aber mit Schranke gesicherter, Frauenparkplatz. Weitere Bilder bei Flickr und Google+).

Tanz in den Mai

Ich liebe die Frühlingsfarben und nachdem sich meine Frühblüherallergie wieder etwas gelegt hat, kann ich mich gar nicht satt sehen, an den Bildern, die ich letzte Woche im Botanischen Garten Krefeld gemacht habe. Denkt an die Ausstellung „Art of Eden“ (01.-03. Mai) und genießt ansonsten ein schönes, langes und buntes Wochenende (auch wenn es im Süden ziemlich feucht werden soll).

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P.S.: Nein ich tanze nicht in den Mai, ich schreibe nur Blogbeiträge die so heißen 😉 .

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Nach kurzem Hatschiiii folgt das Jabba-dabba-duuuu, wir haben wieder Frühling 😀 . Endlich möchte man sagen und trotz meiner Allergie, die sich dieses Jahr erfreulich wenig bemerkbar macht, freue ich mich über die neu erblühte Natur. Der Winter ist auch eine schöne Jahreszeit und ein paar Fotos im Schnee sind auch nicht zu verachten, allerdings gab es dieses Jahr äußerst wenig davon, da der wenige Schnee sehr plötzlich kam und tags darauf schon wieder fast verschwunden war. Dunkle Abende und grauer Himmel, im Dezember noch akzeptabel, schlagen mir spätestens im Januar/Februar gehörig auf’s Gemüt. Sobald es nur noch selten Nachtfrost gibt, kommen daher die ersten bunten Frühlingsboten auf den Balkon und wenn dann unser Botanischer Garten seine Pforten wieder länger öffnet, gucke ich die Pflanzen sprichwörtlich aus dem Boden.

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Als erstes blühen im Botanischen Garten die Kirschbäume, dann kommen die Magnolien, meist noch bevor anderswo die Blätter zu sehen sind und ab Mitte April leuchten einem dann die Tulpen entgegen. Obwohl es immer wieder ähnliche Fotos gibt, schließlich ist die Tulpe unter Umständen sogar aus derselben Zwiebel wie im Vorjahr erwachsen, zieht es mich jedes Jahr aufs Neue in die Hocke und ans Blumenbeet. Ob ich den sprichwörtlich grünen Daumen habe? Öhm … laßt mich kurz überlegen … nein, kann man nicht sagen. Im Gegenteil ich freue mich immer, wenn die Balkonpflanzen bei mir halbwegs den Sommer überleben. Aber vielleicht ist das der Grund, daß ich Botanische Gärten und Parks so gerne besuche, denn da schuften andere, um mir zu zeigen, was alles so wachsen und gedeihen kann. Euch Gärtnern unbekannterweise ein herzliches Dankeschön dafür.

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Zumindest habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, meine Pflanzen mal weniger im Super- oder Baumarkt sondern im Pflanzenmarkt oder besser gleich in der Gärtnerei zu kaufen. Nur wenige Meter hinter dem Ortsausgangsschild findet man hier die ersten Gärtnereien und die Preise scheinen sich auch im Rahmen zu halten. Neben den Botanischen Gärten in Krefeld und Duisburg (über Duisburg schrieb ich vor ein paar Tagen) habe ich mir vorgenommen dieses Jahr endlich auch mal wieder den Botanischen Garten in Bochum zu besuchen. Das letzte Mal war ich vor … raschel … ah hier … 2013 dort. Und es wird wieder ein Sonntag oder zumindest ein Wochenende sein, weil die Parkplatzsituation dann wesentlich entspannter ist. Manchmal lernt man sogar noch etwas, so weiß ich z.B. nur durch den Besuch im Park, daß es einen Taschentuchbaum gibt, der letztens sogar Teil einer Quizsendung im Fernsehen war 😀 .

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Ach übrigens, von Freitag den 1. bis Sonntag, den 3. Mai (jeweils 10.00 bis 19.00 Uhr) findet im Botanischen Garten Krefeld wieder die (Verkaufs-)Ausstellung „Art of Eden“ – Kunst und Design im Botanischen Garten statt. Die diesjährige Art Of Eden bietet 30 bis 40 Künstlern und Künstlerinnen aus Deutschland und dem europäischen Umfeld eine Plattform. Während der Botanische Garten Krefeld ansonsten keinen Eintritt kostet, kostet er an dem Wochenende 6,- €, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren sind frei. Bisher habe ich keine Notwendigkeit gesehen, diese Ausstellung zu besuchen, da mein Balkon i.d.R. keine Kunstwerke benötigt, aber vielleicht lasse ich mich dieses Jahr doch mal überreden und sei es nur, um ein paar Bilder der Kunstwerke zu machen.

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Leider sind die Kirschblüten unterdessen schon wieder verblüht und auch die Magnolien waren Mitte letzter Woche in voller Blüte, so daß sie in ein paar Tagen bereits ihre Blütenblätter wieder abgeworfen haben dürften. Da macht es doppelt Spaß die Bilder zu begutachten und wenn euch die Bilder hier nicht ausreichen, geht’s wie immer bei Flickr oder Google+ weiter.

Wie die Zeit vergeht – Back to the 80’s

Frühling

Letztens schrieb ich an dieser Stelle, daß ich so’n doofen Traum hatte, mit Erinnerung an alten Zeiten und so. Früher war alles … ne nicht besser, aber man erinnert sich halt so ab und zu dran. Manchmal werde ich gefragt, ob ich Probleme mit dem Alter hätte und wenn ich ehrlich bin … öhmmm … nein. Ist doch egal ob vorne eine Null und dahinter eine fünf steht oder umgekehrt 🙂 . Na gut, ich möchte nicht nochmal fünf sein, aber ich erinnere mich manchmal an die (nicht ganz so) alten Zeiten, wenn wieder mal so’ne Fernsehsendung unter dem Motto „Hits der 80’er“ oder „Das war’n die 90’er“ läuft. Das war doch gerade erst vorgestern, war es doch oder? Nicht …?

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Moment 90’er bis 2000 sind rd. 10 Jahre und jetzt haben wir 2015, das sind 15 Jahre plus … ooops … das ist 20-25 Jahre her. Und die 80’er nochmal 10 Jahre drauf? Aber die Musik, das war doch gerade … ich hab‘ da noch eine Musikkassette … irgendwo 🙂 . Ey Moment, auf Vorspulen drücken ist doof. Hat keiner gedrückt? Dann sitze ich da und denke „Verdammt das darf doch nicht wahr sein, 30 Jahre ist das alles schon her“? Zur Sicherheit benutze ich meine Finger, um die Jahrzehnte abzuzählen, aber es bleiben zwischen 25 und 35 Jahre. Und weil sich wundern auch ein bisschen doof ist, bin ich manchmal über mich selbst verwundert, wenn ich mich wundere, daß Sängerinnen und Sänger mit Playback ihre Songs von damals in der Jetztzeit präsentieren und ganz überraschend auch 25-35 Jahre älter geworden sind. Mensch die war doch mal … weißte noch … ist das wirklich die oder der von damals?

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Letztens habe ich mich verleiten lassen eine Internet Suchmaschine nach verschiedenen Lebensabschnitten suchen zu lassen (wobei man bedenken muß, daß bis Mitte der 90’er Jahre „Internet“ ja noch ein Fremdwort war). Die Firma in der ich meine Ausbildung gemacht habe ist längst fusioniert, die Kaserne in der ich meine Wehrdienstzeit verbracht habe ist, wie ich las, längst Geschichte und die Firma, in welcher der kaufmännische Leiter und der Firmenchef unterschiedlicher Meinung war, ob ich weiter dort arbeiten dürfte, wurde mittlerweile auch von einem anderen Unternehmen übernommen. Googelt ihr euch auch ab und zu durch euer bisheriges Leben? Manchmal würde ich gerne eine Zeitreise unternehmen, so wie Marty McFly in „Zurück in die Zukunft“, und nochmal gucken, wie das damals war. Im Oktober warte ich auf Marty McFly in der Jetztzeit, mit Hoverboard und selbstschnürenden Turnschuhen (Power Laces) 🙂 und dann machen wir ’ne Party … back to the 80’s 😀 .

P.S.: Wenn ihr der Meinung seid, ich hätte einen ziemlich wirren Blogbeitrag geschrieben, dann habt ihr Recht 😉 und wenn euch die Fotos dieses Blogposts gefallen, dann erzähle ich auch noch, daß diese heute im Botanischen Garten Krefeld entstanden sind.

Plötzlich war da Shaun das Schaf

Herbstlich

Die abgelaufene Woche hat ein sehr erfreuliches Ende, denn nach einer hektischen 4 Tage Arbeitswoche kommt jetzt eine 10 Tage Urlaubswoche (wenn man die Wochenenden mit einbezieht). Außerdem habe ich gelernt was eine FastLane ist. Manchmal denke ich ja, ich bin nicht von dieser Welt, habe alles verpennt, kann dafür aber den Text der Nationalhymne, was mich im Leben aber auch noch nicht weitergebracht hat :-). Da lese ich dieser Tage einen Bericht im Spiegel (weil er hier im Netz verbreitet wurde) und erfahre, daß es in Freizeitparks sogenannte FastLane Pässe gibt. FastLane? Nie gehört denke ich, google danach und erinnere mich an meinen Besuch auf dem Berliner Fernsehturm. FastLane Pässe sind Eintrittskarten, vorzugsweise in Freizeiteinrichtungen und Freizeitparks, die einen an der Warteschlange vorbeilotsen.

Zeche Zollverein

Ehrlich gesagt, mein letzter Besuch eines solchen Freizeitparks (MoviePark in Bottrop) liegt jetzt 4-5 Jahre zurück und im Phantasialand, Europapark o.ä. war ich das letzte Mal vor mehr als 15 Jahren. Da gab’s diese Pässe noch nicht. Rechnen wir doch mal. Angenommen, 20 % der Besucher würden einen solchen Pass kaufen (ob er sein Geld Wert ist muß jeder selbst entscheiden), dann müßten die restlichen 80% länger warten. Was aber wenn 100% der Besucher einen solchen Pass kaufen? Dann müßten trotz Mehrkosten doch alle wieder gleich lange warten, oder? Denkt mal darüber nach.

WDR Duisburg (EinTagLive)

Während ihr denkt, erzähle ich euch noch schnell, daß ich am Sonntag einen Abstecher zum Zechenfest nach Essen gemacht habe und anschließend noch dem WDR in Duisburg einen Besuch zu „EinTagLive“ abgestattet habe. Dabei stand mir plötzlich Shaun das Schaf gegenüber. Im Fernsehen wirkt der irgendwie viel kleiner ;-). Last but not least habe ich noch ein paar herbstliche Schnappschüsse im Botanischen Garten in Krefeld geschossen und dabei festgestellt, daß es im Vergleich zu meinen Schuhen ganz schön große Herbstblätter gibt. Mehr Bilder dazu bei Flickr und Google+. In diesem Sinne, habt ein schönes (langes) Wochenende.

Foto der Woche (Siebenundreißig)

Da liegt der Botanische Garten Krefeld nur rund 5 Autominuten entfernt und trotzdem sind schon wieder 2 1/2 Monate rum, seit ich das letzte Mal dort war. Er ist nicht riesig, aber immer wieder schön und passend zur Jahreszeit bepflanzt. Für alle, die jetzt dem Sommer ein bisschen nachweinen hier das Foto der Woche, ganz viel Sonne(nblume) für den Herbst 🙂 …

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… und wer noch ein bisschen mehr botanisches sehen möchte … bitteschööön. Die Bitterorangen (oben, zweites Bild von links) haben mich sogar angelächelt. Von welchem Obst kann man das schon sagen 😉 ? Mehr bei Flickr und Google+.

BotanischerGartenKrefeld