Landmarken Kalender 2013

Wenn wieder mal überraschend November gekommen ist (so wie jetzt) halte ich i.d.R. Ausschau nach neuen Wandkalendern. Bei mir sind Kalender sowas wie für andere Bilder in der Wohnung. Vorteil, gefällt mir ein Bild mal nicht, kann ich es nach 4 Wochen einfach umblättern und sehe es niemals wieder 😀 . Allerdings darf ein Kalender nicht mehr als höchstens 15,- Euro kosten, besser noch weniger. Umso erfreuter war ich, als ich diesen Kalender aus dem Klartext Verlag gefunden habe. Thema des Kalenders „Landmarken im Ruhrgebiet“, Größe immerhin 51 x 45,5 x 0,8 cm und alles für nur 9,95 Euro.

Wenn ihr meinem Blog folgt, dann wißt ihr, daß ich des öfteren auf Halden herumstolpere und das sind bekanntlich die Landmarken im Ruhrgebiet. Natürlich können Landmarken auch was anderes sein als Halden (z.B. Fördertürme, Hochöfen, Gasometer oder Wassertürme), aber Halden und ihre zum Teil begehbaren Kunstwerke sind halt die Highlights. Wenn ich jetzt also mal wieder mitten in der Nacht wachwerde, kann ich mir die bekanntesten Landmarken des Ruhrgebiets jederzeit ansehen 😉 . Der Kalender ist mein Tipp für das Jahr 2013.

Halde Hoheward hat Herbst

Knapp 30 Grad, ich bin eingecremt um vor Sonnenbrand geschützt zu sein, auf gings auf die Halde Hoheward. Ihr meint es gab in letzter Zeit keine 30 Grad? Und Recht habt ihr, ich war in Gedanken noch bei meinem letzten Besuch im Juni 2011, der mir vorkommt als wäre er gerade 6 Wochen her. Jetzt, Mitte Oktober 2012 war es immerhin noch knapp 20 Grad und ich habe dieses Mal an der ehemaligen Zeche Recklinghausen geparkt. Ursprünglich wollte ich nochmal zur Zeche Zollern, aber wenn gleichzeitig die A42 zwischen Gelsenkirchen und Herten gesperrt ist und auf der A40 bei Bochum weiterhin das unterste nach oben gegraben wird ist im Ruhrgebiet Stillstand angesagt.

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Also klettere ich mal wieder auf eine meiner Lieblingshalden. Auf zur Drachenbrücke, die ihr ja schon aus den letzten Berichten kennt (WikiWissen: Die Drachenbrücke ist ohne den Drachenkopf 165 Meter lang). Die Bäume haben schon deutliche Herbstfarben angenommen, der Himmel ist noch bewölkt. War nicht Spätsommerwetter vorhergesagt worden? Auf geht’s die Serpentinen sind auch für Ungeübte problemlos begehbar, durchweg gepflastert und führen allenfalls zu leichtem Schweißausbruch 🙂 . Als gebürtiger Ruhrgebietler, der jetzt am Niederrhein lebt, brauche ich euch sicher nicht darüber aufklären, daß die Halde Hoheward gemeinsam mit der Halde Hoppenbruch die größte Haldenlandschaft des Ruhrgebiets bildet, aber ich kann euch erzählen, daß mir die Halde immer wieder ausgesprochen gut gefällt. (WikiWissen: Während die höchste Stelle mit 152,5 m ü. NN bereits erreicht ist, wird an der Westflanke bis voraussichtlich 2012 weiterhin Bergematerial aufgeschüttet).

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Auf dem Plateau angekommen erlebe ich in Wortfetzen eine Haldenführung, weiter hinten die Modellflugpiloten mit ihren ferngesteuerten Fliegern und am Horizont das immer noch abgestützte Horizontobservatorium. Es ist ja so schade, daß sich da nichts bewegt. Angeblich soll bis Ende 2012 eine Entscheidung über die Schuld des Baumangels fallen (was ja nicht heißt, daß er auch beseitigt wird). In Richtung Westen, war im letzeten Sommer noch einiges abgesperrt, mitlerweile kann man ganz nah ran, an die schwatten Hügel, welche die Halde weiter wachsen lassen. Gleich da unten liegt steht die Zeche Ewald, die ich ja auch beim letzen Mal besucht habe. Wer noch nie hier war, dem kann man kaum vermitteln, daß ein künstlicher Berg so eine Anziehungskraft ausüben kann, aber 150 Millionen Tonnen Material (andere Quellen nennen 180 Millionen Tonnen) wollen erwandert werden.

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Wieder einmal versuche ich den Obelisken zu verstehen und bin froh, daß ich eine Uhr dabei habe, obwohl es ja eigentlich ganz einfach ist, die richtige Uhrzeit vom Boden abzulesen, man muß je nach Jahreszeit nur ein wenig rechnen. Wenn die Außerirdischen jemals bei uns landen, dann bestimmt hier. Ich komme auf jeden Fall wieder her, wie wären denn mal ein paar Bilder im Winter? Na mal sehen, sonst eben wieder sobald das Thermometer auf 30 Grad klettert. P.S.: Wußtet ihr übrigens, daß unter der Halde ein Tunnel der Zechenbahn verlaufen soll, der gebaut wurde bevor die Halde darüber aufgeschüttet wurde. Jetzt wißt ihr es, dieser Tunnel kam sozusagen vor dem Berg 🙂 .

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Herbstliche Bilder in den Ruhr 2012 Alben … Flickr, Sevenload oder Picasaweb (Google+).

Gehse mit aufe Halde Haniel?

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Bereits 2010 und 2011 habe ich euch von der Halde Haniel berichtet. Geändert hat sich an der Halde nichts (wieso auch), aber ebenso wie der Besuch des Nordsternturms vor ein paar Tagen, hat man von hier einen tollen Blick über das westliche Ruhrgebiet und weit darüber hinaus. Leider war die Sicht nicht ganz so gut, wie vor ein paar Tagen, aber in der Ferne schweift der Blick von Duisburg bis nach Gelsenkirchen, von Essen bis nach Düsseldorf. Im Norden sieht man ganz viel Grün und Richtung Süden … ich bin mir nicht sicher … vielleicht kann mich mal jemand aufklären, bis wohin der Blick wirklich geht.

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Die Halde an der Fernewaldstraße zwischen Oberhausen und Bottrop ist bekannt auf Grund des Kreuzwegs (mit Prozession am Karfreitag) und des Bergtheaters (Amphitheater mit 800 Plätzen). Regelmäßige Veranstaltungen „bevölkern“ im Sommer die Halde. So ist z.B. für den Juni 2013 „The Rocky Horror Show“ angekündigt. Außerdem ziert die Installation von Agustín Ibarrola bestehend aus 100 Eisenbahnschwellen seit 2002 die Haldenspitze. Ich könnte stundenlang in knapp 160 m Höhe über das Land gucken, wenn da nur mal 1-2 Sitzbänke ständen 🙂 . Die Halde Haniel ist meines Wissens die höchste begehbare Abraumhalde des Ruhrgebiets. Ich begehe die Halde i.d.R. von der Fernewaldstraße aus, aber auch von der Kirchhellener Straße (Höhe Chinarestaurant) soll es einen Aufstieg geben. Last but not least, kann man auch am Ende der Kleekampstraße parken (und somit den Weg von der Fernewaldstraße um ca. 5-10 Minuten verkürzen).

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Wer’s gemütlich will nimmt die Serpentinen, wer’s etwas eiliger hat krabbelt zwischen den Büschen hindurch und schafft die Halde damit doppelt so schnell (vorausgesetzt man wird nicht von einem Mountenbiker überrollt, der die Abkürzung gerade in umgekehrter Richtung – downhill – nutzen will). Aktuelle Bilder in den Ruhr 2012 Alben … Flickr, Sevenload oder Picasaweb (Google+).

P.S.: Ich fand es übrigens garnicht nett, daß das ganze Ruhrgebiet in Sonne erstrahlte, nur über der Halde Haniel hing für 10-15 Minuten die dickste Wolke ever. Da bleibt nur Kragen hoch und abwarten …

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Neue Landmarke auf Zeche Nordstern

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Wer im Ruhrgebiet gerne auf Halden klettert und von oben auf das Ruhrgebiet schaut, für den gibt es seit dem letzten Wochenende ein neues Highlight. Eine neue Landmarke könnte man sagen, obwohl die Landmarke selbst (also der Turm der Zeche Nordstern) überhaupt nicht neu ist. Aber die 18. Etage ist neu. Die Zeche Nordstern im Nordsternpark (Gelsenkirchen) bietet seit letzter Woche gleich unterhalb der Herkulesfigur eine öffentliche Dachterasse. Nach oben offen aber zu drei Seiten mit hohen Glasscheiben gut vor Wind geschützt bietet die Terasse (bei gutem Wetter) einen unvergleichlichen Blick von Oberhausen (Gasometer) im Westen bis nach Dortmund (Fernsehturm) im Osten, von Langenberg (Sendemasten) im Süden bis nach Marl im Norden.

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Selbst die „verbaute“ (vierte) Seite bietet vom Treppenhaus einen Blick Richtung Nordost in Richtung der Halde Hoheward. Alle Landmarken liegen einem zu Füßen, der Nordsternpark und der Rhein-Herne-Kanal gleich vor der Türe, die Halde Schurenbach in Essen (Bramme), die Halde Beckstraße in Bottrop (Tetraeder) oder die Halde Rungenberg (zerschnittene Pyramide) in Gelsenkirchen. Ich habe über eine Stunde in der 18. Etage zugebracht, weil ich mich garnicht sattsehen konnte. Geöffnet ist die Terasse samstags und sonntags von 11-18 Uhr bzw. werktags von 10-17 Uhr. Der Eintritt kostet 2 bzw. 1 Euro (ermäßigt).

Bilder gibt’s im „Ruhr 2012“ Album … Flickr, Sevenload, Picasaweb (Google+).

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Duisburg Zoo

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Am Sonntag habe ich nochmal die RuhrTopCard für einen Besuch im Duisburger Zoo genutzt. Außerdem wollte ich die Gelegenheit wahrnehmen, das neue Gehege der Brillenbären zu begutachten, an dem der Zoo eine ganze Zeit lang gearbeitet hat. Es war auch dringend nötig, denn das alte Bärengehege war alles mögliche, aber nicht schön. Das neue Gehege, das erlaube ich mir zu sagen, ist gut gelungen. Große Fensterfronten erlauben die Beobachtung, aber gleichzeitig haben die Bären auch Rückzugsmöglichkeiten. Ich weiß man könnte jetzt generell über den Zoo und die Ausstellung von Tieren diskutieren, aber darum geht es hier nicht. Hier habe ich einfach das schöne Wetter für einen Spaziergang genutzt und dazu versucht ein paar Schnappschüsse hinzubekommen. Welche Tier man so antrifft ist natürlich immer ein bischen dem Zufall überlassen.

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Eine Auswahl der besten Bilder wie immer online bei Flickr, Sevenload oder Picasaweb (Google+). Seid ehrlich die Koalas oder das Seehundbaby (geboren um Juni diesen Jahres) sind doch echt knuffig und die Löwen (beobachtet durch eine Glasscheibe) waren sehr aufmerksam, was man denn da drinnen so machte, lagen aber gleichzeitg wie Models in Positur.

Oldtimer auf Zollverein

Schon wieder ist ein Monat rum und schon wieder traf sich die Oldtimergemeinde zahlreich in Essen an der Kokerei Zollverein. Dieses Mal dachte ich tatsächlich, Sommerzeit, Urlaubszeit, Wetter so la la … da ist bestimmt nichts los. Aber falsch geglaubt, die Oldtimerszene läßt sich nicht abschrecken. Auch das Augusttreffen war wieder gut besucht. Schließlich ließ sich die Sonne auch noch blicken, was will man mehr? Daher keine großen Worte, schaut euch die Bilder an. Eine Auswahl davon gibt’s hier: Flickr / Sevenload / Google+ (Picasaweb)

Führung durch Kokerei Zollverein

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Strahlend blauer Himmel an diesem Mittwoch. Keine einzige Wolke in Sicht, ein Mittwoch wie er im Sommer sein soll. Wie in meinem Blog zu lesen war, habe ich 2010 und 2011 zweimal an der Führung „ÜBER KOHLE UND KUMPEL – Der Weg der Kohle auf Schacht XII von der Förderung bis zur Verladung“ teilgenommen. Sie war ohne Zweifel interessant, aber kein Grund für einen dritten Besuch. Da traf es sich gut, daß die RuhrTopCard dieses Jahr eine Fürung über die Kokerei Zollverein anbietet. Titel dieser Fürung „DURCH KOKSOFEN UND MEISTERGANG – Der Weg der Kohle auf der Kokerei von der Anlieferung bis zur Verkokung“.

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Klar, das eine oder andere hat man vielleicht schon mal gehört, aber es gibt auch wieder Neues zu hören. Insbesondere haben Führungen den Vorteil, daß man auch mal an Stellen der Kokerei (bzw. in den letzten beiden Jahren der Zeche) Zollverein kommt, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. So ging es dieses Mal beispielsweise auf das Dach der Kokerei, ebenso wie dahin wo früher die Kohle gemischt (aufeinander geschichtet) und gelagert wurde. Es ging auf die Bandbrücken (Foto eins von außen, Foto zwei von innen), auf denen früher die Kohle hochtransportiert wurde und es ging auf die Ofenplatte (der Koksofenbatterien). Es ging in den Schacht, in dem jetzt das Riesenrad steckt (und 2012 keine Betriebserlaubnis erhalten hat) sowie in das Innere eines Koksofens. Man lernt etwas über den Begriff Hitze (da waren die 30 Grad an diesem Mittwoch eher ein laues Lüftchen) und warum sich die Arbeiter ihre Mittagessen auf den Koksofendeckeln warm gemacht haben. Eben noch ganz oben, endet die Führung schließlich mit einem Blick in das Innere eines der Kamine auf Kokerei Zollverein.

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Nebenbei, alle Führungen über den Denkmalpfad Zollverein gibts in diesem Flyer. Und Bilder gibt’s auch Flickr, Sevenload, Picasaweb (Google+).

Unterwegs auf der Erzbahntrasse

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Draußen ist es gegen Mittag um die 30 Grad, aber ich mußte das schöne Wetter einfach nutzen. Schon lange wollte ich die Erzbahntrasse von Bochum nach Gelsenkirchen befahren. Umgekehrt wäre es auch gegangen, aber in Bochum zu starten war praktischer, schließlich brauchte ich ein Fahrrad. Mein bereits bekannter Verleiher Nextbike hat seine Räder am Bochumer Rathaus stehen (an der Jahrhunderthalle wäre noch günstiger) und von da aus ist es nur ca. 5 Minuten bis zum Westpark (Startpunkt der Erzbahntrasse). Wenn ihr auch mal eine kreuzungsfreie Fahrradstrecke bei fast gleichbleibendem Höhenprofil sucht, die Erzbahntrasse ist wie geschaffen dafür.

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Was die Erzbahntrasse ist, könnt ihr im entsprechenden Wikipedia Artikel lesen. Wer in Bochum startet, hat auf der gut 10 km langen Strecke die ersten etwa 8 km einen geteerten, ebenerdigen Weg. Auf dem ersten Kiometer geht es leicht bergab, man kann das Rad einfach laufen lassen, natürlich heißt das für den Rückweg, daß man etwas in die Pedale treten muß 🙂 . Mal liegt der Weg in der Sonne, mal gehts durch schattigen Baumbestand, immer auf dem Bahndamm lang, so daß sich teilweise schöne Ausblicke bieten. Es lohnt sich an der einen oder anderen der zahlreichen Brücken stehen zu bleiben und nach unten zu sehen. Ist dieses Bahngleis noch in Betrieb? Nein es ist mitlwerweile komplett überwachsen. Und das dort? Während ich noch überlege, rollt die S-Bahn unten entlang.

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An der längsten aller Brücken, der Pfeilerbrücke, muß ich mir unbedingt mal einen Blick auf die Brücke von unten verschaffen. An der Stelle wo der Zollverein-Radweg in Richtung Zeche Zollverein in Essen-Stoppenberg abzweigt, zweige ich auch mal kurz ab. Nach etwa 300 Mezern geht ein Weg runter auf die Straße und dieser etwa 500 Meter folgend erreiche ich die Pfeilerbrücke von unten. Die ist hier immerhin 14 Meter hoch und wenn ich mir den Zustand vor der Renovierung auf Wikipedia ansehe, kann ich nur sagen „Respekt“. Kurz hinter dieser Brücke findet man noch einen Teil der alten Gleise, die hier neben dem Radweg verlaufen. Der geteerte Teil des Weges endet und geht in einen festen Schotterweg über. Hier habe ich nach einem weiteren Kilometer gewendet und bin zurück nach Bochum. Wer den Weg bis zum Ende fährt, der landet unweit der Zoom Erlebniswelt an der Grimberger Sichel (über die ich auch schon mal berichtet habe).

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Danach führte mich der weitere Weg, jetzt wieder mit dem Auto, nochmal in das Eisenbahnmuseum in Bochum Dahlhausen. Wenn ich den Betrieb am Eisenbahntag im April mit dem von heute vergleiche, ist das wie der Unterschied zwischen Tag und Nacht. Es ist eben „nur“ ein einfacher Donnerstag. Eine Lok wird rangiert, ein paar Fotografen schießen Fotos, die kleine Bahn dreht ihre Runde. Ich drehe eine große Runde über das Gelände, entdecke einen alten S-Bahn Wagen der Berliner S-Bahn, klettere noch in ein 3. Klasse Abteil eines teilrenovierten Wagons und staune immer wieder über die Größe der Dampfloks.

Bilder: Flickr, Sevenload, Picasaweb (Google+)

Oldtimer auf Zollverein

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Nach dem Blogbeitrag zur Extraschicht bliebe noch zu ergänzen, daß am vergangenen Sonntag auch wieder mal Oldtimertreffen auf Zeche bzw. Kokerei Zollverein war. Ich könnte beinahe den Text aus dem Oktober des letzten Jahres zu wiederholen. Während am ersten Sonntag im Juni das Wetter so miserabel war, daß kein einziger Oldtimer und erst Recht kein Besucher das Gelände besuchte, war an diesem Wochenende das Wetter wieder allerbestens. Das Gelände füllte sich und war gegen 12.00 Uhr wieder bis auf den letzten Platz belegt. Das führte abermals dazu, daß sich vor den Toren wieder eine Warteschlange bildete.

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Im nächsten Monat könnte das wieder anders aussehen, denn in der kommenden Woche starten die Sommerferien in NRW. An diesem Sonntag gab’s wieder alte Bekannte, aber auch wieder neue PKW und sogar zwei LKW zu sehen. Spannend finde ich ja immer die Straßenkreuzer, dieses Mal z.B. ein Plymouth, ein Chevrolet oder ein Desoto (solltet ihr euch für eines dieser TV Quizspiele „Autos mit D“ merken 😉 ). Der komplett gelbe Ford erinnerte mich unweigerlich an ZZTop (kennt die Gruppe noch jemand), obwohl die Autos in deren Videos andere Farben hatten. Last but not least war da dann noch dieser Golf I, bei dem ich mich gefragt habe, warum an der Fahrertüre eine Erni Puppe hing.

Eine Auswahl von Fotos hier: Flickr / Sevenload / Picasaweb / Google+

Extraschicht 2012

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Das war sie also meine erste Extraschicht. 12 mal hat sie bisher stattgefunden, aber dieses Jahr habe ich mich endlich auch entschlossen teilzunehmen. 230.000 Besucher hatte die Extraschicht dieses Jahr und eines habe ich bereits gelernt, man sieht bei der Extraschicht manchmal nur dann was, wenn man zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Planung ist da umso wichtiger. So war ich z.B. um 19.30 Uhr auf dem Gelände der Zeche Zollverein und habe trotzdem verschiedene WalkingActs wie z.B. die übergroße Puppe „DUNDU“ nicht gesehen, weil ich am anderen Ende des Geländes stand. Dafür habe ich das spektakuläre Taiko-Trommler Ensemble aus Gelsenkirchen genießen dürfen. Wenn zwei Personen an der gleichen Trommel einen unterschiedlichen Rythmus spielen erfordert das schon eine Menge Konzentration.

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Auch hatte man mich gewarnt, nicht zu viele Spielorte einzuplanen, also habe ich mich nur für Essen und Duisburg entschieden (obwohl ich das Amphitheater in Gelsenkirchen oder die Urbanatix Truppe in Bochum auch gerne gesehen hätte). Aber selbst der Weg Essen – Duisburg war weit, denn zunächst ließ die Kulturlinie 107 ziemlich lange auf sich warten, denn gings per S-Bahn nach Duisburg und dann mit dem vollkommen überfüllten Shuttlebus zum Landschaftspark Duisburg Nord. Was mir hier negativ auffiel war, daß der Haltepunkt des Shuttlebusses gut 10 Minuten zu Fuß vom Landschaftspark entfernt lag. Nach meinem Ermessen eindeutig zu viel für einen Shuttle. Dafür war dieses Mal die Gebläsehalle geöffnet (diese hatte ich bisher noch nie betreten) und das Feuerwerk entschädigte auch wieder für einiges, grandiose 10 Minuten Feuerzauber.

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Zurück am Duisburger Innenhafen (in dessen Nähe mein Auto parkte) war dann gegen Mitternacht auch Ende meiner Extraschicht. Am Innenhafen selbst war außer einer gemütlichen Athmosphäre nichts mehr zu erleben. Ich bin nach wie vor hin und hergerissen, ob es mir gefallen hat oder nicht, merke mir aber mal den 6. Juli 2013 vor, denn dann soll die nächste Extraschicht stattfinden. Vielleicht bereite ich mich das nächste Mal ein bischen gründlicher vor und suche mir dann 2-3 Vorstellungen an einem Ort aus. Mal sehen, vielleicht sieht man sich 2013. Das was ich an Schnappschüssen erwischt habe, findet ihr hier bei Flickr, Sevenload, Google+ / Picasaweb.

P.S.: Ergänzt habe ich noch ein paar Bilder des „Deutschlandexpress„, einer Modelleisenbahnausstellung im Nordsternpark Gelsenkirchen. Diese Bilder sind bei einem Besuch über Tag (vor der Extraschicht) entstanden.