Bochum, Bergbau und Bahnen

Ein weiterer Ruhrgebietstrip der abgelaufenen Woche ging nach Bochum. Dieses mal waren zwei Museen an der Reihe. Museum Nr. 1 war das Bergbaumuseum. Ganz ehrlich, ich hatte ein bischen was anderes erwartet, aber das Bergbaumuseum ist eben nicht nur für die Steinkohle da, sondern auch für alle anderen Arten von Bergbau und das auch außerhalb des Ruhrgebiets. Demenstrechend sieht man im Bergbaumuseum z.B. wie mühsam es war um 1600 Erz abzubauen. Mühsame Handarbeit und weit entfernt von Industriezeitalter. Außerdem Bergbautradition, Mineralien und vieles mehr.

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Aber auch Modelle eines Doppelbockfördergerüstes, eines Malakowturms und moderne Fördermaschinen sind Bestandteil des Museums. Wenn genügend Besucher im Haus sind geht es in das Anschauungsbergwerk ca. 12-15 Meter unter die Erde (Achtung dort wird es kühl). Unter Leitung eines Mitarbeiters des Museums geht es durch Stollen und Flöze und man bekommt einen Eindruck wie es beim Abbau von Kohle vor sich geht. Natürlich kann es nur einen kleinen Eindruck geben und nach ca. 45 Minuten geht es mit dem Aufzug zurück ins Museum oder auf Wunsch nach oben aufs Fördergerüst. Bochumer werden mir verzeihen, wenn ich beim Rundumblick vielleicht das wichtige Foto nicht gemacht habe 😀 .

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Danach ging es ans südwestliche Ende von Bochum (fast schon an der Stadtgrenze zu Essen) ins Eisenbahnmuseum nach Bochum Dahlhausen. Freunde von Dampfloks können sich hier im alten Bahnbetriebswer​k ausgiebig umschauen. Außerhalb der Bahnbetriebsfeste stehen die meisten Loks in der/den Halle(n), dafür ist mehr Platz für ungestörte Fotos 😉 . Aber Achtung, machmal gellt ein Pfiff über das Gelände, dann wird vielleicht gerade rangiert. Kleine und große Lokführer haben bei einer der größten Dampfloks die Möglichkeit auch mal im Führerstand zu stehen.

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Nicht qualmen! Lautet ein Schild vor der Türe. In dem Fall waren vermutlich früher die Dampfloks und ausnahmsweise mal nicht die Fahrgäste gemeint. In einer anderen Wagenhalle stehen ältere Wagons denen man die strenge Trennung von Rauchern, Nichtrauchern und Frauen(!) entnehmen kann 😉 . Last but not least findet man an einer Wand noch einmal eine Auswahl von Schildern, die früher die Fahrziele an jedem Wagon angezeigt haben. Das waren noch (Bahn-)Zeiten.

Sternstunden

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Bis Ende des Jahres läuft im Oberhausener Gasometer noch die Ausstellung „Sternstunden„. Dieser Ausflug ist es gleich doppelt wert gemacht zu werden. Erstens ist die Ausstellung „Sternstunden“ im Gasometer eine grandios gute Ausstellung. Die Macher haben sich neben vielen Informationstafeln etwas einfallen lassen was in Deutschland einmalig sein düfte. Während den Besucher in Parterre bereits eine strahlend helle Sonne mitten in der Ausstellungsfläche erwartet hängt im oberen etwas abgedunkelten Bereich ein riesengroßes Mondmodell. Schemenhaft beleuchtet läd es regelrecht dazu ein sich darunter zu legen und zu träumen. So nah seid ihr dem Mond noch nie gewesen.

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Für Fotografen eine echte Herausforderung in einem fast dunklen Raum (die Augen geöhnen sich nach einiger Zeit daran) einen 25 Meter großen Mond zu fotografieren. Die gigantische Skulptur des Erdtrabanten wurde auf Grundlage hochaufgelöster Satellitenbilder detailgetreu nachgebildet. Untermalt wird das ganze durch eigens komponierte Sphärenklänge. Ich habe die Digitalkamera mal mit allen mögl. Einstellungen ausgereizt.

Wußtet ihr beispielsweise, daß der Mond u.a. eigentlich aus Erdgestein besteht? Bei der Kollision der Erde mit einem andern Himmelkörper wurde viel Materie, vorwiegend aus der Erdkruste und dem Mantel des einschlagenden Himmelskörpers, in eine Erdumlaufbahn geschleudert, ballte sich dort zusammen und formte schließlich den Mond. Diese und andere Informationen könnt ihr dort ausführlich bebildert nachlesen.

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Wer sich sattgesehen hat an den Planeten unseres Sonnensystems, der steigt in den gläsernen Panoramaaufzug und fährt an der Innenseite des Gasometers in 100 Meter Höhe, klettert noch ein paar Teppenstufen bis ganz nach oben (117,5 Meter) und genießt den Rundumblick über Oberhausen und das Ruhrgebiet. Zurück geht es wieder mit dem Auszug oder über die Außentreppen. Die braune Treppe, die ihr auf einem der Bilder seht ist übrigens nicht die Treppe für Besucher 😀 . Die Ausstellung geht noch bis Ende des (Kulturhauptstadt-)Jahres 2010. Bilder im Ruhr2010 Album auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Insel Tour

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Und weiter geht’s … Dieses Mal habe ich mir ein Fahrrad ausgeliehen und bin über die Emscherinsel immer entlang des Rhein-Herne-Kanals bzw. entlang der Emscher gefahren. Das Fahrrad habe ich in Oberhausen bei Revierrad geliehen. Revierrad deßhalb, weil MetroradRuhr z.Zt. noch keine Räder in Oberhausen anbietet. Qualität des Rades … o.k. würde ich sagen, Narbenschaltung, gute Bremsen, lediglich das Schloß war nur ein einfaches Rahmenschloß und das noch etwas wackelig.

Entlang der Emscherinsel bin ich gefahren, weil dort im Kulturhauptstadtjahr auch die Ausstellung Emscherkunst zu finden ist. Emscherkunst? Ja, auch darüber habe ich vor gut 4 Wochen schon mal berichtet.

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Start war im Haus Ripshorst nur 100 Meter vom Rhein-Herne-Kanal entfernt. Von da aus immer Richtung Osten. Am BernePark geht es dann einmal quer über die Emscherinsel, die an dieser Stelle ihre breiteste Stelle hat. Im Rahmen der Emscherrenaturierung wird aus der ehemaligen Kläranlage der Bernepark mit begehbarerm Klärbecken. Statt Wasser wachsen jetzt Blumen in einem der Becken. Um eine Vorstellung von der Größe der Abwasserrohre zu bekommen, durch die zukünftig die Emscher fließen soll, sind 4 Rohrstücke zu „Hotelzimmern“ (mit Übernachtungsmöglichkeit) ausgebaut.

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Weiter geht es zunächst unter der A42 entlang und dann direkt daran vorbei. So müssen sich Anwohner an der A40 fühlen. Einige Zeit danach, man hat die Emscher mitlerweile zweimal gequert, trifft man auf das Emscherkunstprojekt „Between the waters“ einer Art biologischer Kläranlage mit zwei richtigen Toiletten die ausprobiert werden wollen (nein ich habe sie nicht benutzt 😀 ).

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Auf das Kunstprojekt „Obelisk“ (ein paar hundert Meter weiter) muß man etwas genauer achten, denn es liegt etwas abseits des unmittelbaren Fahrradweges. Der 14 Meter hohe Obelisk besteht aus Karbon was wiederum aus Kohlefaser besteht (daher der Bezug zum Ruhrgebiet). Anfassen erlaubt. Weniger zum Anfassen ist die Vergoldung des Abschlussgeländers am ehemaligen Kohlebunker der Schurenbachhalde. Die Goldauflage ist aus der Ferne nur schwer zu erkennen, soll aber das Wortspiel Steinkohle ist das „schwarze Gold“ des Ruhrgebiets wiederspiegeln.

Das Projekt „Warten auf den Fluss“ habe ich bereits beim letzten Mal ausführlich beschrieben, so daß ich gleich an mein Ziel die Zeche Nordstern weitergefahren bin. Eine kleine Stärkung, eine Abkühlung am Brunnen vor der Zeche, ein Schlenker zur Graffitiwand und vor dort aus wieder zurück nach Oberhausen.

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Falls ihr diese oder einen anderen Teil der Emscherinsel befahren möchtet besorgt euch die kostenlose Karte „Emscher InselTour“. Sie ist in den meisten „Ruhr.2010“ Besucherzentren oder bei Revierrad zu bekommen.

Nebenbei, recht amüsant sind die, auf den ersten Blick etwas sinnlosen, Tafeln am Wegesrand, welche aus der Kunstaktion „Bilder am Kanal“ entstanden sind, oder hätte euch „Frauenhandtasche, rotes Leder“ etwas gesagt 😀 ? Schaut mal ins Ruhr2010 Album auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Führung durch Zeche Zollverein

Über die Zeche Zollverein habe ich bereits im April berichtet, jetzt aber war endlich Zeit auch mal an einer 2-stündigen Führung teilzunehmen. Die Führung trug den Titel „Über Kohle und Kumpel“ und zeigte den früheren Arbeitsalltag sowie Übertageanlagen, die sonst nicht frei zugänglich sind.

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Man bekommt in der Führung einen kleinen Eindruck davon wie Kohle gefördert, transportiert, gewaschen und von Steinen und anderen Fremdstoffen getrennt wurde, bekommt alte Kohlenloren ebenso zu Gesicht wie auch das Arbeitsmaterial zum Kohleabbau. Außerdem lernt man das Mutterklötzchen kennen 😀 .

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Die langjährig sanierte Kohlenwäsche, ist Teil dieser Führung genauso wie der Panoramablick vom Dach der Kohlenwäsche. Ich habe mich für diese Führung entschieden, weil sie in der RuhrTopCard enthalten war, eine Reihe weitere Führungen stehen auf der Homepage der Zeche Zollverein zur Auswahl.

Die Wege und Hallen (zumindest dieser Führung) waren so, daß man ohne Angst vor gesundheitlichen Schäden (Kopfstoßen o.ä.) teilnehmen kann, aber man muß mit einer Menge Treppenstufen rechnen. Nicht umsonst steht auf der Homepage der Zeche Zollverein „Für alle Führungen sollten unserer Gäste mit strapazierfähiger Kleidung und festem Schuhwerk ausgestattet sein„.

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Im Anschluß habe ich dann noch einen Gang über das Gelände unternommen und wieder mal hier und da die Kamera drauf gehalten. Erstmals hat auch das Becken vor der Kokerei Zollverein wieder Wasser, vor der Kokerei stand eine riesige Dampflok und auch das Werksschwimmbad hatte geöffnet.

Der Imagefilm vom Welterbe Zollverein (hier zu sehen) macht Lust auf mehr.

Nochmal zum RuhrAtoll

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Wer schon etwas länger diesen Blog liest, hat bereits vor ein paar Wochen meinen (Reise-)Tipp zum Baldeneysee mit dem Titel RuhrAtoll gelesen. Am letzten Wochenende habe ich noch einmal einen Abstecher dorthin gemacht. Dieses Mal habe ich die Personenfähre hin- und zurück genommen, um noch einmal ganz nahe an die RuhrAtoll Inseln heran zu kommen.

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Die bepflanzte Insel ist mitlerweile bewachsen, der Eisberg noch nicht geschmolzen 😉 und außer Konkurrenz ist ein kleines Boot dazugekommen, daß uns die versteckten Umweltsünden aufzeigen soll und aktuell gegen die große Ölkatastrophe im Golf von Mexiko demonstriert. Titel: „Wir haben das Öl … und ihr die Pest“. Ein Bild das nachdenklich macht (sofern es nicht eh jedem klar ist, was das Öl im Golf von Mexiko anrichtet).

Link: Pest im Harkortsee

Freilichtmuseum Hagen

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Am Rande des Ruhrgebiets liegt das Freilichtmuseum Hagen. Dort war ich in der letzten Woche. Wer gerne alte Handwerke und schöne Fachwerkhäuser betrachtet, dem kann ich einen Besuch in diesem Freilichtmuseum empfehlen. Sehr schön in einem Taleinschnitt umsäumt von Bäumen liegt das Museum und will regelrecht erwandert werden. Leicht ansteigend aber immer gut zu Fuß zu erreichen.

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Zitat der Homepage: „Das LWL Freilichtmuseum Hagen erstreckt sich über eine Fläche von 40 Hektar. In insgesamt 51 Gebäuden sind historische Werkstätten, Ausstellungen oder Vorführungen zu sehen„.

Nicht in allen Gebäuden waren die Handwerker zu sehen, aber wenn 51 Handwerke in Aktion gezeigt worden wären, hätte man den Rundgang wohl kaum an einem Tag geschafft. Ein Restaurant mit westfälischen Speziallitäten, ein Brauhaus, eine Bäckerei, ein Kaufmann u.v.m. runden den Besuch ab.

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Noch ein paar Bilder mehr wie immer am Ende des Ruhr 2010 Albums auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Besetzt (auf die Suche nach Klohäuschen)

An was erinnert euch der Ausruf „Besetzt“? Ja genau, ihr steht vor der verschlossenen Toilettentür und müßt mal wieder ganz nötig aufs „Stille Örtchen“. Und damit sind wir auch schon voll im Thema.

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„Besetzt“ heißt eine Ausstellung von mobilen Toiletten, landläufig auch Dixi Klo genannt, in Oberhausen. Am Sonntag habe ich auf dem Weg nach Essen einen kurzen Stop eingelegt. Die Häuschen sind selbstverständlich unbenutzt und auch nicht für eine Nutzung ausgelegt, stattdessen wird in jedem Toilettenhäuschen künstlerisch auf die Entstehung der Toilette eingegangen und deren verfremdete Nutzung präsentiert.

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20 mobile Klohäuschen werden bis zum 24. Oktober 2010 auf der Emscherinsel (beim Stadtsportbund, Lindnerstr. 2) stehen. Die Inhalte der Häuschen sind mal literarisch, mal filmisch und mal lehrreich gestaltet, oder hättet ihr soviele Begriffe für das „Stille Örtchen“ gekannt? Wer sich einen Moment Zeit nimmt kann zusätzlich noch zwischen verschiedenen Musikstücken auf dem „Rock-Klo“ wählen oder zwischen verschiedenen Auszügen aus (Hör-)Büchern auf dem „Literatur-Klo“.

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So richtig anheimelnd wird das „Stille Örtchen“, mit giftgrünen Toilettendeckelüberziehern und einem Toilettenbürstenhalter in Form eines süßen kleinen Hundes. Was denn, euer „Örtchen“ sieht nicht so aus? Gott sei Dank 😀 . Mehr Bilder im Ruhr2010 Album bei Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Schiffshebewerk Henrichenburg

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Gestern habe ich mich über die A2 in den Nordosten des Ruhrgebiets aufgemacht. Vorbei an der weithin sichtbaren Halde Hoheward ging es dieses Mal zum Schiffshebewerk Henrichenburg.

Beinahe wäre der imposante Eingang zum Dortmund-Ems Kanal in den 70’er Jahren abgerissen worden, hätte nicht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe 1979 beschlossen das technische Denkmal als Standort des Westfälischen Industriemuseums (heute LWL-Industriemuseum) wieder aufzubauen. Pünktlich um kurz vor 10.00 war ich dort und durfte dank RuhrTopCard auch gleich hinein.

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Am 11. August 1899 von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht, konnte das Hebewerk seinerzeit 3600 Tonnen in die Höhe heben einzig und alleine durch fünf zylindrischen Schwimmer, die in 33 Meter tiefe, wassergefüllte Brunnen eintauchten. Der Auftrieb und ein relativ kleiner elektrischer Motor, mit etwa 110 kW, zum Überwinden der Reibungswiderstände, reichte aus, um den Trog aufwärts oder abwärts in Bewegung zu setzen. Man darf nicht vergessen, daß diese Ingenieursleistung um 1895 zu Stande gekommen ist, also lange bevor es Computer oder Taschenrechner gab.

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Und warum überhaupt ein Schiffshebewerk und keine Schleuse? Weil im Umfeld dieser Hebeanlage kein „echter“ Fluß in der Nähe war, um den Dortmund-Ems-Kanal wieder aufzufüllen, denn eine Schleuse hat einen hohen Wasserverlust. Pumpen waren 1899 nicht leistungsstark genug die 14 Meter Höhenunterschied wieder mit Wasser auszugleichen. Wer schwindelfrei ist, kann sogar die Türme über mehr als 130 Treppenstufen besteigen und sich anschließend das Hebewerk von oben ansehen.

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Der Schleusenpark ist im Laufe der Jahre gewachsen, so daß mittlerweile zwei Hebewerke, das von 1899 und das von 1962 dort zu finden sind ebenso wie zwei Sparschleusen. Die neueren Modelle dieser Schleusen speichern einen Großteil des Wassers zwischen, so daß der Wasserverlust nicht mehr so groß ist. Außerdem unterstützen Pumpen heute beim Wasserausgleich zw. Unter- und Oberwasser. Zur Zeit ist nur noch die neueste Schleuse in Betrieb, das erste Modell der Sparschleuse wurde im Schleusenbereich geöffnet und kann nun wie eine Art Tunnel durchlaufen bzw. mit dem Fahrrad durchfahren werden.

Rheinelbe und Rhein-Herne(-Kanal)

Der vorerst heißeste Tag in diesem Sommer und ich habe mich mal wieder auf Haldentour gemacht. Verrückt? Nein, ich war schließlich schon um 8.00 Uhr unterwegs. Dieses Mal sollte es zur Halde Rheinelbe gehen, denn da war ich noch nicht.

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Aber die Halde ist gut versteckt, zumindest für den, der noch nicht dort war. Ich bin zunächst 2 x daran vorbeigefahren, bevor ich den kleinen Fuß-/Radweg entdeckt habe. Die Sonne stand bereits gegen 9.00 Uhr hoch am Himmel, aber in gut 10 Minuten war die Spitze der Halde erreicht. Ob steht die weithin sichtbare Himmelstreppe, ein 10 Meter hoher Aufbau aus schweren Betonblöcken. Mitlerweile fällt auch die Orientierung leichter, wenn man bekannte (Hoch-)Punkte immer wiedererkennt.

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Danach ging es einmal quer durch Gelsenkirchen bis nach Essen zum bereits bekannten Aufgang der Schurenbachhalde. Von hier aus wollte ich einen Kurzbesuch am Rhein-Herne-Kanal absolvieren und prüfen, wie weit von hieraus die Objekte der „Emscherkunst“ fußläufig zu erreichen sind. Unmittelbar am Übergang zur Emscherinsel befindet sich das Kunstwerk „Schlafende Brücke – Warten auf den Fluß“ (mit Übernachtungsmöglichkeit). Die Brücke wartet auf die Renaturierung der Emscher an dieser Stelle.

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Da sich die Emscherkunst entlang der Emscherinsel (zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher) erstreckt, ist man gut beraten ein Fahrrad mitzunehmen. Ich habe mich dennoch zu Fuß in westliche Richtung aufgemacht und in ca. 10-15 Minuten Entfernung noch den Obelisken ausfindig gemacht. „Between the waters“ wäre noch einmal 10-15 Minuten weiter entfernt gewesen, für einen heißen Tag in praller Sonne eindeutig zuweit.

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Nebenbei, machmal ist es schwierig Kunst auch als Kunst zu erkennen. An einer Ecke habe ich ein paar Bänke mit eingelassenen Betonplatten gefunden und einen mit Stroh bedeckten (und abgesperrten) Uferstreifen zum Rhein-Herne-Kanal. Keine Ahnung, ob das auch Kunst sein sollte 😀 . Zum Tagesabschluß habe ich noch einen kurzen Abstecher auf die Schurenbachhalde gemacht, wenn man schon unmittelbar davor parkt. Da es aber mittlerweile auf die 12.00 Uhr zuging wurde es auch unerträglich heiß und ich habe mich auf den Rückweg gemacht.

Mehr Bildmaterial im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Oldtimertreffen

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In meinen Fotoalben gibt es bereits verschiedenste Bilder vom hiesigen Oldtimertreffen in Krefeld, aber dieses Mal gab es gleich zwei Treffen an einem Tag, bei denen ich mich mal umgeschaut habe (bereits am vorletzten Wochenende). Zunächst das bereits bekannt Treffen im Krefelder Stadtwald. Dieses Mal fanden sich mehr Fahrzeuge aus der jüngeren Oldtimergeschichte ein, zumindest in der knappen Stunde, in der ich da war. Da aber ständig neue Oldtimer kommen und andere wieder wegfahren, muß man ein bischen Glück haben. Nichts desto Trotz war es wieder voll auf dem Parkplatz an der Rennbahn.

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Da das Wetter so schön war, habe ich mich auch noch aufgemacht nach Essen, wo sich an jedem ersten Sonntag im Monat (April – Oktober) rund um die Kokerei Zollverein die Oldtimerfreunde treffen. Nicht nur, daß es unerträglich warm und drückend war an diesem Sonntag, es war unbeschreiblich voll. Ich hätte nicht gedacht, daß so viele Interessenten aber auch so viele Oldtimer den Weg auf das Zechen bzw. Kokereigelände finden würden. Die Autos stehen auf diesem Gelände vielfach hintereinander, so daß dazwischen herumwuselnde Menschen und ein paar häßliche Bauzäune den Fotoeindruck etwas trüben. Trotzdem sehenswert.