Oldtimer auf Zollverein 2014

Es ist Sonntag früh, für den Vormittag ist noch Sonne angesagt, also mache ich mich frühzeitig auf den Weg nach Essen. Wie in den letzten Jahren, gibt es auch 2014 wieder Oldtimertreffen auf der Kokerei Zollverein. Ich mag es Sonntagmorgens auf der fast leeren Autobahn zu fahren. Auf dem Weg zur Kokerei stand schon eine kleine Schlange von Autos vor dem Eingang. Ein eindeutiges Zeichen, daß der Andrang mehr als groß sein dürfte. Und so war es auch, der Platz rund um die Kokerei war bereits kurz vor 11.00 Uhr gut gefüllt.

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Mein Weg vom Haupteingang in Richtung Kokerei wurde jäh gebremst, als ich sah, daß vor der Kokerei Bauarbeiten stattfinden und der Weg vom Schwimmbad aufwärts („Blaue Allee“) an der ersten Kreuzung abgeriegelt war. Ebenso waren die Wiesen unterhalb der Kokerei mit Bauzäunen verstellt. Hätte ich mal auf der Homepage nachgeguckt, hätte ich diese Info gefunden „Auf Grund von Schäden an Bandbrücken und Schornsteinen ist die “blaue Allee” zum größten Teil bis auf Weiteres gesperrt„. Mhmm … also zurück zum Hauptweg, auf dem sich der komplette Verkehr (Fußgänger und Oldtimer) mischte.

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Nun geht man zum Oldtimertreffen ja eigentlich um Oldtimer zu treffen (Wahnsinns Wortspiel 😉 ), aber auch um Leute zu gucken. Letzteres war etwas schwierig, weil man seine Augen darauf richten mußte, daß einem kein Auto über die Füße fährt oder einem ein Radfahrer quer kommt, denn um Platz zu schaffen, wurde der Weg bis vor das RAG Gebäude geöffnet. Die Straße dorthin hat keine Bürgersteige und keine Wiesen neben dem Weg, sondern leider nur unatraktiven Bauzaun. Das bedeutet, daß sich Besucher und Oldtimerfahrer ziemlich nahe kommen. Keine optimale Lösung, ich hoffe, daß sich die Bauarbeiten nicht über das ganze Jahr ziehen.

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Die Highlights hielten sich etwas in Grenzen, die lustgen Momente gab’s trotzdem (s.o. Bild „Rauchabzug“). Nebenbei, woran merkt man daß man älter wird? Wenn die Oldtimer des Jahrgangs 1984, die dieses Jahr zum ersten Mal dabei sind, einem so vorkommen, als hätte man die selbst gefahren. Ooopss … habe ich ja sogar, mein erstes Auto war ein VW Golf (I) und 1983 habe ich meinen Führerschein gemacht. Wie dem auch sei, ein paar interessante Bilder sind trotzdem entstanden, ihr bekommt sie wieder bei Flickr und Google+ zu sehen.

Zollern und Bergbau rund um Dortmund

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Da fährste staufrei durch dat halbe Ruhrgebiet (ja sowat gibbet, Samstags um 10.00 aufe A40) und auf’m Rückweg steckste dann anne letzte Brücke übern Rhein (kurz vor der Haustüre in Krefeld) fest, weil se der Brücke neue Gummis überziehen oder so. Da machste nix 😉 . Wo ich war? Ich war ma widder im Osten vom Ruhrpott, in Dortmund, genauer auf Zeche Zollern und Umgebung 😀 . Getz aber ma in hochdeutsch.

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Auf Zeche Zollern war ich nun schon zum 3. Mal (siehe 2010 und 2013). Warum also gerade jetzt wieder? Dafür gibt es zwei Gründe. Nicht daß ihr denkt ihr würde mich überall durchschnorren, aber erstens war der Eintritt an diesem Samstag frei (die LWL Industriemuseen haben in jedem Museum solche Tage) und zweitens startete die Ausstellung „Über Unterwelten„. Last but not least ist die wunderschöne parkähnliche Anlage rund um die Zeche immer einen Ausflug wert.

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Zunächst ging es auf den Förderturm, einen Überblick verschaffen. Schließlich ist die Maschinenhalle seit einigen Wochen wieder frei von Gerüsten, Planen & Co. Endlich wieder freie Sicht auf das wunderschöne Eingangsportal (die Maschinenhalle selbst ist nach wie vor noch nicht wieder frei zugänglich) und die beste Sicht gibt es eben von oben. Danach war ich das erste Mal in der Lohnhalle, die an diesem Samstag geöffnet war. Wie in einem Schloß führt dort eine große Treppe in den ersten Stock. Es ist garnicht wichtig, in den ersten Stock zu kommen, das Geländer der Treppe ist das wirklich sehenswerte.

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Und da ich nicht der einzige Fotograf an diesem Samstag war, bekam ich die Empfehlung, mich mal auf den Schrottplatz zu begeben. Hinter der Maschinenenhalle links, dann nochmal um ein weiteres Gebäude und dann liegt er da … Schrott 😀 . Eine Grubenlock, ein alter Wagon, Achsen und Räder, Zeug ohne Ende, das sich alles fotografieren läßt. Und wem erzähl ich das jetzt bloß, ach klar euch … „Ey, geil ich habe Schrott fotografiert“ 😀 .

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Zum Schluß gab’s dann, wie erwähnt, die Ausstellung „Über Unterwelten“. Eine sehr breit gefächerte Ausstellung, in der ihr etwas über Religionen und Mythen und die Götter der Unterwelt erfahrt, über den Glauben an die Hölle, aber ebenso über ganz reale Unterwelten beim Steinkohlebergbau, beim Bunkerbau oder beim Tunnelbau der heutigen Zeit (U-Bahn, Kanal, Strom- und Gasleitungen).

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Ihr meint das war’s schon? Nööö, wenn ich schon mal in der Gegend bin, habe ich auf dem Rückweg noch einen Abstecher zur Halde Schwerin gemacht (die Halde für den „kleinen Hunger“, weil in 5 Min. erklommen), mir den Hammerkopfturm (Schacht 3) und schließlich den Förderturm (Schacht 7) der Zeche Erin angesehen. Und danach … 🙂 ? Da war ich k.o. Ich habe mich auf den Heimweg begeben und bin schließlich an der letzten Brücke über den Rhein hängengeblieben. Ihr erinnert euch … sonst nochmal von Anfang lesen 😉 .

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Und weil die vielen Bilder hier alle garnicht reinpassen gibts die wie immer im Ruhr2014 Album bei Google+ und bei Flickr.

April April – Keine Haldenmaut

Halden Na, schon die ersten Euros in einen der neuen Haldenautomaten geworfen 😉 ? Nein? Zum großen Glück wird es dazu auch nicht kommen, die Alpen des Ruhrpotts werden auch weiterhin kostenlos begehbar sein. Der Blogbeitrag „Jetzt kommt die Haldenmaut“, der über Tag von einigen von euch gelesen wurde war nur ein Aprilscherz 😉 . Geht trotzdem sorgsam mit den Halden um, damit uns diese Landschaftsbauwerke noch lange erhalten bleiben. Man sieht sich auf einer Halde, irgendwo zwischen Neukirchen-Vluyn und Gelsenkirchen, zwischen Essen, Recklinghausen und Herne.

Jetzt kommt die Haldenmaut

Halden2 Halden sind ja bekanntlich die Alpen des Ruhrpotts und im vergangenen Jahr gab es erstmals rund 1 Million Besucher auf den Halden im Ruhrgebiet. Die Halden, als weithin sichbares Zeichen des Bergbaus, werden immer mehr genutzt um spazieren zu gehen, sich sportlich zu betätigen oder um von dort oben weit hinaus in die grüne Landschaft des Ruhrgebiets zu blicken. Leider gehen nicht alle Besucher so sorgsam mit den Halden um, wie man sich das wünschen würde, so daß sich der Regionalverband Ruhr jetzt entschlossen hat, für einige Halden eine Art Eintrittsgeld, spöttisch schon als „Haldenmaut“ bezeichnet, zu kassieren.

Ab heute werden die ersten Automaten, die einem Parkautomaten ähneln, an den Zugängen zu den Halden aufgestellt. Erwachsene (ab dem 14. Lebensjahr) werden dann gebeten dort eine Art Eintrittsquittung zu kaufen. Der Preis wird voraussichtlich 1,- €/Person betragen. Kinder unter 14 Jahren sind eintrittsfrei. Wochenend-, Familientickets und eine App sind in Planung. Auch wer einen Hund mitführt muß dafür 1,- € bezahlen, vorausgesetzt der Hund hat eine Schulterhöhe von mehr als 20 cm. Letztlich wird auch für Fahrräder 1,- € pro Rad erhoben.

Halden Die Abgabe muß vor Betreten der Halde entrichtet werden und wird von Zeit zu Zeit auch kontrolliert. Wird man ohne Zutrittsquittung für den laufenden Tag angetroffen wird eine Gebühr in Höhe von 5,- € erhoben. In den ersten Tagen werden Scouts noch auf die Automaten aufmerksam machen und entsprechende Flyer verteilen. Ab Mitte April werden dann entsprechende Bußgelder fällig. Gestartet wird an den großen Halden wie der Halde Hoheward und der Halde Haniel. Auch die Halde Beckstraße (besser bekannt durch den Tetraeder) ist für dieses Projekt im Gespräch. Je nach Erfolg sind Eintrittsgelder auf weiteren Halden zwischen Neukirchen-Vluyn und Dortmund geplant. Zu guter letzt überlegt man, ob sich freiwillige Müllsammler auch Freitickets verdienen können.

Oldtimersaison (Best of …)

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Irgendwann im Herbst hatte ich euch versprochen eine Art „Best of“ zum Thema Oldtimertreffen zu veröffentlichen, denn im letzten Jahr habe ich ziemlich selten etwas darüber erzählt, obwohl ich ziemlich oft dort war. Uuuund zapp, kaum ist der Frühling da schreib ich auch schon etwas zum Thema. Wird auch Zeit, denn die Oldtimersaison startet in eine neue Runde. Ab 6. April trifft sich die „Gemeinde“ z.B. wieder an jedem 1. Sonntag an der Kokerei Zollverein in Essen.

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Auch hier in Krefeld starten die Oldtimerfreunde am 4. Mai im Stadtwald (Pferderennbahn) in eine neue Saison und ich kann mittlerweile behaupten, ein kleiner Profi in Sachen Oldtimer zu sein. Ich kann spontan eine BMW Isetta von einem Opel Kadett unterscheiden und weiß auch, daß ein Delorean wirklich existiert. Sogar einer mit Fluxkompensator. Jetzt warte ich nur noch auf den 21. Oktober 2015 und dann treffe ich Marty McFly. Der Zeitpunkt rückt näher 😉 .

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Aber mal im Ernst, wie ihr seht, steht für mich eher die Optik im Vordergrund und das drumherum (Leute gucken und so). Bei schönem Wetter heißt es für manchen sehen und gesehen werden, ein Spaziergang über das Kokereigelände (oder durch den Stadtwald), dazu einen Kaffee oder eine Bratwurst. Manch einer kommt mit Picknickkorb und Campingstuhl und besonders spannend wird es wenn jemand die Motorhaube seines Oldtimers öffnet. Boa … ist das ein Einspritzer? Wieviel PS hat der, selbst aus einem alten Wohnzimmersessel zu einem Oldtimer zusammengetackert? Unglaublich 😉 . Vielleicht sieht man sich, in Krefeld, in Essen oder wo sonst Oldtimer darauf warten bestaunt zu werden.

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Schwedische Teller und Botanik

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Als ich letztens so meine Teller betrachtete, fiel mir auf, daß diese im Laufe der Zeit einige schwarze Striemen abbekommen haben. Ich beschloß, es wäre mal wieder Zeit für ein paar neue Teller. Nicht zu teuer, aber alltagstauglich eben. Und wo bekommt man die günstig? In Schweden, also in diesem Möbelhaus aus Schweden (das ist der Laden, den die Männer sonst mit Bälleparadies verbinden 🙂 ). Also war ich am Samstag ausnahmsweise in der Porzellanabteilung von Ikea, um mir ein neues Tellerset zuzulegen. Und womit könnte man das verbinden? Mit einem Spaziergang im Botanischen Garten. Vor einiger Zeit habe ich ja vehement einen persönlichen Wetterengel gefordert, allerdings muß es da zu einem Mißverständnis gekommen sein. Sitze ich beim Frühstück scheint die Sonne, ziehe ich mich an und raffe mein Zeug zusammen, scheint die Sonne, aber kaum gehe ich aus dem Haus, ziehen die Wolken auf und steige ich aus dem Auto, fallen die ersten Tropfen 😦 . Ich sehe meinen Wetterengel insgeheim da oben hocken und leise vor sich hinkichern.

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Na ja, irgendwas ist bekanntlich immer, ich bin trotzdem kurz durch den Botanischen Garten, denn daß ich das letzte Mal hier war ist auch schon wieder 3-4 Jahre her (wobei Duisburg mindestens zwei botanische Gärten hat). Dieser ist kein Steinwurf von Ikea entfernt, (fast) gleich auf der anderen Straßenseite (Hamborner Str.), unweit der Autobahn A59. Wenn’s also im Möbelkaufhaus mal wieder länger dauert … 😉 . Leider befindet sich der Gaten noch in der Umbauphase (bis Mai 2014) und ist auch nicht so groß, daß man sich verlaufen könnte, aber für einen kleinen Spaziergang lohnt er sich allemal. Momentan war es noch etwas karg dort, aber wenn damnächst alles blüht bin ich bestimmt nochmal da. Die Auswahl an Sitzmöglichkeiten scheint jedenfalls ausreichend und sehr abwechslungsreich 🙂 . Was wollte ich gleich? Ach klar, einfach nur Sitzen 😉 .

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P.S.: Hattet ihr des Nachts schon mal einen Traum, daß euer Auto geklaut wurde und am Tag drauf könnt ihr auf dem Parkplatz eines großen Möbelhauses euer Auto nicht wiederfinden, weil ihr den falsch Gang genommen habt? Wieso? Ach nur so eine Frage …

Alsumer Berg, Kokerei und Mäuseturm

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Ich gebe zu, das hübscheste Fleckchen Erde ist das nicht gerade, wenn man am Alsumer Berg aus dem Auto steigt, denn man steht praktisch mitten in einer aktiven Industriekulisse. Der Alsumer Berg, zu erreichen über einen kleinen Parkplatz am „Alsumer Steig“ und einem Fußweg von ca. 800 Meter ist eine alte Schuttdeponie in Duisburg, die unmittelbar am Rhein liegt. Wie ihr hier lesen könnt, war ich bereits vor drei Jahren einmal auf dieser begehbaren Deponie und schon damals dachte ich schön ist anders. Aber was nicht schön ist, kann trotzdem interessant sein, also bin ich letztens nochmal hin. Zum einen gibt es von oben einen schönen Blick über den Rhein und zum anderen kann man unmittelbar auf die Kokerei Schwelgern gucken.

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Wer schon mal von der Halde Rheinpreußen in Moers auf den Rhein hinutergeguckt hat, hatte die Kokerei Schwelgern und den Nasslöschturm bestimmt schon mal im Fokus des Fotoapparates, denn die Wasserdampfwolke ist von dort und vielen weiteren Stellen im Ruhrgebiet gut zu sehen. Bei meinem ersten Besuch am Alsumer Berg habe ich mir nichts dabei gedacht, außer da wird was heißes mit viel Wasser „kalt gemacht“ und dabei qualmt’s halt 😉 . Erst mit der Führung „Durch Koksofen und Meistergang„, die ich 2012 auf der (stillgelegten) Kokerei Zollverein mitgemacht habe, habe ich den Kokereivorgang in der Theorie kennengelernt.

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Die Kokerei Schwelgern bietet jetzt die Arbeitsschritte live und vom Aussichtspunkt auf dem Alsumer Berg kann man ein bisschen hineinsehen ins Arbeitsgeschehen. Das war mir beim letzten Besuch 2011 nicht wirklich klar. Dieses Mal hatte ich das große Glück, daß der südliche Nasslöschturm in Betrieb war, so konnte ich ganz gut sehen, wie alle 10 Minuten ein brennender Koksblock in den Kühlturm fuhr und dann mit Unmengen Wasser abgelöscht wurde. Die Kokerei Schwelgern besteht aus zwei Batterien mit jeweils 70 Koksöfen und benötigt (lt. einem Artikel der Rheinischen Post) alle zehn Minuten 28 Kubikmeter Wasser. Zurück am Parkplatz, habe ich mir das ganze sogar noch (durch den Zaun) aus der Nähe ansehen können.

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*** Wolkenfantasie_on *** Manchmal kann man ganz tolle Sachen entdecken. Die Wolke da oben sieht doch aus wie ein Engel, oder 😉 ? *** Wolkenfantasie_off ***

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Aber der Alsumer Berg und die Kokerei ist nicht das einzige was man an diesem Fleckchen Erde sehen kann. Man kann, wenn nicht gerade Hochwasser ist, vom Rheindeich runter an den Rhein und findet dort sogar sowas wie einen kleinen Strand vor. Dort wo sich die Wassergewinungsanlage von Tyssen Krupp befindet kann man unmittelbar am Wasser stehen und beobachten, wovor immer gewarnt wird. Das Wasser ist rund 2 Meter von mir weg, der Sand um mich herum ist feucht, ein großes Schiff mit entsprechendem Sog fährt rheinabwärts vorbei. Plötzlich geht das Wasser 2-3 Meter zurück bevor ich meinen Platz im Sand schleunigst räumen muß, weil das Wasser plötzlich meine Füße umspült.

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Daß das Wasser solche Wellen verursacht hat mich daran erinnert, daß der Rhein kein Spielplatz ist. Was mich aber überhaupt vom Rheindeich runtergetrieben hat, ist ein etwas versteckt zwischen den Büschen liegendes Gebäude, das meine Neugierde geweckt hat. Was kann das sein? Ich kann keine Erläuterung finden und muß zu Hause danach googeln. Das Gebäude mit zwei schweren Stahltüren und einem kleinen turmartigen Ausguck soll sich Duisburger Mäuseturm nennen und eine ehemalige Zollstation am Rhein sein. Mit anderen Worten eine frühe Mautstelle (Maut = Maus) für Schiffe, welche den Rhein schon damals als Transportweg nutzten. Wißt ihr ob das stimmt? Ansonsten schreibt mir, wenn ihr eine andere Geschichte dazu kennt. Jetzt noch schnell was aus der Rubrik Kurriose Fundstücke.

1. Was ist das hier, kann man da den Stöpsel aus dem Rhein ziehen 😀 ?
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2. Wie kommt Kohle (oder ist das Koks) an den Strand des Rheins?
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3. Warum habe ich auf meiner Toilette keine so tolle Aussicht?
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Noch mehr Bilder? Dann gibt’s die bei Google+ und Flickr.

Von Tiger&Turtle an den Rhein

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Ich liebe ja Halden und ich liebe Landmarken, ich liebe aber auch Wasser. Was also tun, um die drei Elemente zusammenzubringen? Halde ans Meer verfrachen? Landmarke an den Baldeneysee stellen (könnte ja auch mal jemand drauf kommen 😉 ) oder einfach einen Ausflug zu Tiger & Turtle an den Rhein ausweiten. Über die Landmarke im Süden Duisburgs habe ich euch ja schon des öfteren was erzählt, aber so langsam wird’s ein wenig eintönig. Wer schon mal auf der Achterbahn stand wird mit Sicherheit den Rhein gesehen haben. Wäre es da nicht toll, wenn man gleich mal rüberhüpfen könnte? Dachte ich mir auch und habe ein wenig im Netz gesucht. Und siehe da, man kann.

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Über den Rheinpark berichtete ich ja bereits vor einem guten halben Jahr. Er ist rd. 10 Autominuten von Tiger & Turtle entfernt und liegt direkt am Rhein. Etwas näher liegt der Duisburger Ortsteil Wanheim. Keine 5 Autominuten entfernt findet man eine schöne, kleine aber feine Promenade, die es erlaubt einen Sonntagsspaziergang, einen Blick auf den Rhein und einem Besuch in den Rheinlust-Terrassen zu verbinden. Ein kleiner Parkplatz am Eingang der Kalkumer Straße wäre dazu ein guter Treffpunkt.

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Ob die Rheinlust-Terrassen etwas taugen weiß ich noch nicht, werde ich aber mal testen, wenn wieder Terassenwetter ist. Vielleicht kann ich dann auch herausfinden, warum man die Kanus hier auf Stangen lagert 😉 ? Am erwarteten Hochwasser kann es nicht liegen, denn dann wäre der Papierkorb daneben überflüssig. 5 Autominuten sind euch zu weit? Dann hätte ich noch eine Idee. Gleich neben dem Angerpark (Heimat von Tiger & Turtle) befindet sich der Angerbachweg, der so heißt, weil er dem Angerbach folgt.

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Und das könnt ihr auch tun, denn der befestigte Weg führt durch einen Tunnel unter der Straße und unter den Eisenbahnschienen hindurch in wenigen Minuten zur Mündung des Angerbachs in den Rhein. Dank ausreichender Beschilderung (gut versteckt unterhalb der Brücke) ist der Weg ja nicht zu verfehlen 🙂 . Gut ein Weltereignis erwartet einen hier nicht, aber der Aussichtsstieg neben dem historischen Haus Angerort bietet mehr, als ich in dem Industriefleckchen erwartet hätte. Und er ist Hochwassersicher, eher läuft der Angerbach über.

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Das Haus Angerort liegt auf dem Firmengelände der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) und kann nicht betreten werden. Bliebe als Highlight noch die Entladung eines Containerschiffs zu beobachten, wenn denn mal eines vor dem „DuisPort“ ankert. Wie man hier und hier lesen kann, werden von diesen Terminals Audi Teile nach Südostasien verschifft. Daß der Aussichtsstieg dem Bug der Titanic ähnelt ist vermutlich reiner Zufall 😉 … Wenn also sonst nichts los ist an diesem Fleckchen Erde stellt euch ganz vorne hin und brüllt sowas wie „Ich bin der König der Welt“! 😀

Foto der Woche

Seit Jahresbeginn sammeln Juli und Fee (oder Fee und Juli 😀 ) auf der Seite Foto der Woche die Fotos der Woche (sagt ja der Name 🙂 ). Da die Teilnahme wöchentlich oder gelegentlich stattfinden kann, habe ich diese Woche erstmals auch etwas dazu beizutragen. Das erste Bild wurde allerdings am Wochenende schon auf meinem Blog veröffentlicht, so daß ich nicht sicher bin, ob ich es nochmal hier anbieten kann. Daher stelle ich einfach noch ein weiteres Foto zur Auswahl. Beide gefallen mir wirklich gut, also welches soll dein Herzblatt .. ähm .. mein Foto der Woche sein (links wäre ja mein Favorit)?

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P.S.: Neugierig, auf weitere „Fotos der Woche“? Dann klickt auf die Februar Pinnwand (zur Aktion).

Parkleuchten (Grugapark) 2014

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Wenn ich das nächste Mal aus dem Haus gehe nehme ich auf jeden Fall eine Büroklammer mit und überhaupt, manchmal frage ich mich, ob es wirklich so schwierig ist, Kindern ein bisschen Anstand beizubringen. Ihr versteht kein Wort? Gut dann sortieren wir mal. Am Samstag war es mal wieder so weit, ich habe Kurs auf Essen und den Grugapark genommen, denn wie auch in den letzen Jahren läd man dort wieder zu nächtlicher Illuminationen ein. Kurz das Parkleuchten geht bis Mitte März in eine neue Runde. Im Vorfeld hieß es, es gäbe rd. 80% neue Lichtinstallationen und ich muß sagen ich wurde nicht enttäuscht.

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Ob es nun wirklich 80% waren lasse ich mal dahingestellt, aber im Vergleich zum Vorjahr gab es tatsächlich eine Menge neues zu entdecken. Gießkannenbäume, Lichternetze in Würfelform, Schriftzüge, die Lebenslust und Liebesleben beleuchten 😉 , ausgeleuchtete Kaputzenmänner ohne Gesicht oder überlebensgroße Figuren, die es sich im Wäldchen gemütlich gemacht haben und ein wenig an „Dundu“ erinnern, den man bei der Extraschicht 2012 erleben durfte. Dazu natürlich zig Kilometer Kabel die auch erstmal verlegt sein wollen.

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Dieses Mal habe ich mal nicht am Haupteingang geparkt, denn dort zahlt man auf dem Messeparkplatz 3,- Euro Parkgebühr, sondern an der Lührmannstraße (kleiner Parkplatz) und habe das Parkleuchten über den Eingang „Mustergärten“ von hinten aufgerollt. Als ich gegen 17.15 Uhr kam war es noch hell, so daß ich mir erstmal einen Überblick verschaffen konnte. Je näher ich dann allerdings dem Haupteingang kam, es ging auf 18.00 Uhr zu, je voller wurde es. Ehrlich gesagt habe ich es in den letzten Jahren nie so voll erlebt, was dafür spricht, daß sich die Veranstaltung mittlerweile rumgesprochen hat.

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An manchen Stellen, z.B. im Bereich der Lichtspiegelung quer über den Weg, war es kaum möglich ein Foto zu machen, ohne daß einem jemand durchs Bild lief. Vor allem waren diesen Samstag sehr viele Familien mit Kindern unterwegs, die ihr übriges taten, gewisse Installation fast zu demontieren, dazu später noch etwas mehr. Zum Glück hat das Parkleuchten Freitag und Samstag bis 22.00 Uhr geöffnet und nach 21.00 Uhr wird es dann auch merklich leerer. Trotzdem verrennen die gut 4 Stunden gefühlt wie nichts und wenn ich ehrlich bin, ich könnte locker noch eine weitere Stunde hintenanhängen.

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Ich mag solche Lichtspielereien und wenn es nach mir geht, könnte es gerne noch eine Veranstaltung dieser Art geben. Ich weiß der Westfalenpark bietet ähnliches im November Dezember/Januar, aber Dortmund ist von mir aus gesehen nun mal nicht gleich um die Ecke. Ich habe wieder reichlich Bilder hochgeladen und da ich mich nicht auf wenige Bilder beschränken konnte, gibt’s eine größere Auswahl bei Flickr und Google+

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Ach ja das mit der Büroklammer … da man nie so genau weiß wo man da Nachts herumstolpert (für gute Fotos muß man schließlich auch mal abseits der Wege über matschige Wiesen und Wege gehen), habe ich meine ältere Winterjacke angezogen und wärend ich zwischendurch den Reißverschluß öffnete und wieder schloß machte es Zip (wie so’n Zipper eben macht) und ich hatte den Schnippel zum Ziehen in der Hand. Abgerissen. Versucht mal einen Reißverschluß zu öffnen ohne Schnippel dran. Das geht nicht. Nun gut, das Leben der Innentasche konnte man auch von unten herum leeren und bis ich wieder zu Hause war blieb die Jacke eben zu. Erst dort habe ich dann mit einer Büroklammer (als Ersatzzipper) die Jacke wieder aufbekommen. Sachen gibt’s die gibt’s garnicht 😉 .

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Zum Schluß noch eine persönliche Note an alle Eltern unter euch. Liebe Eltern, bitte glaubt mir, ich habe selbst zwei Racker (wenn sie auch momentan nicht bei mir wohnen), aber wenn man so eine Illumination besucht, dann sind die angestrahlten und mit fluoreszierender Folie beklebten Bäume nicht zum Klettern da. Die aufgeklebte Folie überlebt das nicht, wenn dauerhaft an ihr rumgezerrt wird und wenn die Äste zur Wippe umfunktioniert werden. Klar Kinder brauchen Bewegung und haben kein Interesse nur beleuchtete Bäume anzugucken, aber ich finde euer Verhalten, die Kinder gewähren zu lassen schon grenzwertig. Ganz schlimm wird’s, wenn der Nachwuchs mitten in den Bündeln von Sonnen- oder Lichtfängern (solche transparenten Scheiben an langen Stäben) herumtrampelt, die Stäbe abknickt oder solange biegt, bis die Scheiben wie Frisbees umherfliegen. Das ist gelinde ausgedrückt eine Frechheit. Muß wirklich alles erst vergittert werden bevor ihr etwas merkt? Sorry, das mußte abschließend noch gesagt werden.