Menschen die im Dunkeln leuchten – a.k.a. „speed of light ruhr“

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Am letzten Wochenende war ich auf dem Zechenfest der Zeche Zollverein in Essen und habe außerdem eine weitere Ruhrtrienale Vorstellung besucht. Und weil das alles so toll war, berichte ich euch das nächste Mal davon, denn heute habe ich noch was ganz viel tolleres ;-). Gestern war ich bei sonnigem Oktoberwetter mal wieder an der Zeche Ewald in Herten und anschließend auf der Halde Hoheward. Dieses Mal habe ich die Halde von der Zeche Ewald aus erklommen und mich prompt irgendwie ein bisschen verzettelt. Na ja nicht wirklich, verlaufen kann man sich kaum, schließlich ist die Halde nicht zu übersehen, aber bestimmt hätte es einen kürzeren Weg gegeben. Also ab dafür, querfeldein, irgendwie gibt’s immer nur eine Haldenrichtung … aufwärts :-D.

Zeche Ewald

Einige hundert Haldenhelden starteten gestern auf die Halde, und warum? Dort startete gestern das Projekt „Speed of light Ruhr“, das heute und morgen noch weiter durchs Ruhrgebiet zieht. Und was ist „Speed of light„? Eine Aktion, bei der 120 Läufer in bunten Lichtanzügen durchs Ruhrgebiet laufen. Ja und? Natürlich laufen die da nicht nur so rum, sondern erstens sind die Lichtanzüge (wie der Name vermuten läßt) mit diversen LED Lichtern versehen, welche ferngesteuert werden können und demnach schon mal eine tolle Lichtshow bieten.

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Außerdem wird jeden Abend am Start- und Zielort eine etwa 20 Minuten lange Show geboten. Gleich nach Sonnenuntergang beginnen die Läufer in einer genau festgelegten Choreografie zu laufen, das kann man in Worten kaum beschreiben. Bei entsprechender Belichtung und mit etwas Geschick (ich bin da auch kein Profifotograf) ergeben sich dann Bewegtbilder, die man sonst allenfalls hinbekommt, wenn man versucht hat die Auto Rückleuchten an der Autobahn zu fotografieren. Aber das ist nur ein sehr vager Vergleich.

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Trotz des sonnigen Tages, war man gestern als Zuschauer gut beraten, neben einer Jacke noch einen Schal mitzunehmen, denn der Ostwind blies über die Halde Hoheward. Aber die Show hat für alles entschädigt. Um Punkt 19.35 startet die Musik, die Läufer kommen den Hang hinunter auf die Fläche rund um den Obelisken und wie ein großes Ballett beginnt die Show. Leider sind die 20 Minuten rum, als wären es nur fünf gewesen, ich hätte noch locker eine weitere halbe Stunde dort verbringen können. Wenn die Show am Startpunkt vorbei ist geht es auf die Strecke. Alle Teilnehmer sind Freiwillige, keine professionellen Läufer o.ä., aber fit genug müssen sie sein, denn anschließend geht es zwischen 9 km und 18 km vom Start- zum Zielort.

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Mein Rückweg war durch große Akkuscheinwerfer gut ausgeleuchtet, denn Straßenlaternen gibt es auf der Halde natürlich nicht :-D. Leider wurde die erste Lampe etwas zu früh eingeschaltet, so daß weitere Fotos mit den Läufern etwas vereitelt wurden. Nach dem Abstieg von der Halde stand ich am Auto und wollte erst nach Hause, sah dann aber via Facebook und Instagram, daß einige Facebook „Freunde“ sich auf den Weg nach Bochum machen. Also habe auch mich entschlossen auch noch an den Zielort zu fahren und mir das Spektakel im Bochumer Westpark anzusehen, lag ja fast auf dem (Nachhause-)Weg. Also Navi (a.k.a. „Uschi“) zeig mir den Weg :-D.

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Gut, daß ich den Westpark schon mal im Hellen gesehen habe, denn dort war es doch etwas finster, so daß es zunächst etwas schwierig wurde, die Zuschauerstelle zu finden. Aber ich hatte ja noch Zeit bis die Läufer in den Westpark einliefen. Handys sind in so einem Fall wirklich eine tolle Hilfe. Ich bin sicher im Laufe des Wochenendes werdet ihr noch weitere auch bewegte Bilder sehen, so daß ich mich auf eine Auswahl beschränke. Ach ja, heute Abend (Fr.) startet die Show in Gelsenkrchen und morgen (Sa.) in Oberhausen.

Speedoflight

Mittlerweile habe ich auch Bilder zu Flickr und Google+ hochgeladen und pssstt … ja ich habe die Bilder z.T. leicht mit Picasa nachgearbeitet oder Ausschnitte rauskopiert, weil wieder mal jemand vor meiner Kamera stand, aber es soll ja auch gut aussehen ;-).

[Nachtrag] Hier noch ein paar Eindrücke aus Gelsenkirchen, wo die Startchoreografie im Nordsternpark stattfand (mehr auch hier unter Flickr/Google+). Speedoflight_2

SEPA – (S)ingle (E)uro (P)ayments (A)rea

GeldHabt ihr schon mal was von der Single Euro Payments Area, kurz SEPA gelesen? Single Euro was ….?!? Nö, brauch ich nicht ;-). Doch braucht ihr wohl, also nicht gleich weiterscrollen. Es geht um die Vereinheitlichung der Zahlungsverfahren im Euro Zahlungsraum. Was kratzt euch das als Privatkunde? Zunächst mal wenig, denn überall, wo ihr eine Einzugsermächtigung erteilt habt, wird auch in Zukunft Geld vom Konto abgebucht. Ja leider, wäre ja auch sonst zu einfach, aber wenn ihr zukünftig eine neue Einzugsermächtigung erteilt, könnte es passieren, daß ihr ein Formular zurückbekommt, das ihr nochmals unterschreiben müßt, denn eigentlich dürfen Firmen ab Februar 2014 nur noch dann Geld einziehen, wenn eine Mandatsreferenz vorliegt.

Klingt kompliziert, ist es aber nicht, zumindest nicht für euch, sofern ihr keine Firma betreibt, die selber Geld einzieht. Ihr müßt zukünftig euer (schriftliches) Einverständnis zum Einzug erteilen, das sogenannte Mandat. Alte Einzugsermächtigungen dürften aber bei den meisten Firmen weiter gelten und maschinell umgestellt werden. Das Mandat mündet in eine Mandatsreferenznummer, die als Ordnungsbegriff (auf eurem Kontoauszug) dient, die man sich aber nicht merken muß. Firmen, Vereine etc. die Geld einziehen müssen zusätzlich noch eine GläubigerID beantragen. Vorteil des ganzen soll der beschleunigte Datenaustasuch der Banken untereinander (auch ins Ausland) sein.

Jetzt wird’s interessant, denn was ihr euch merken müßt ist die IBAN und ggf. die BIC-Nr. (auch Swift-Code genannt). Die IBAN ist in Deutschland 22 Stellen lang und besteht aus einem internationalen Teil, der sich aus einem Länderkennzeichen und einer Prüfziffer zusammensetzt, und einem nationalen Teil, der individuelle Kontodetails enthält (in Deutschland Bankleitzahl und Kontonummer).

Beispiel: DE63320500000012345678

DE steht für Deutschland
63 ist eine angenommene Prüfziffer
32050000 ist eine Bankleitzahl (immer 8 stellig)
0012345678 ist eine Kontonummer (immer 10 stellig)

Bei Überweisungen und Lastschriften im Inland muß bis Februar 2014 (bei grenzüberschreitenden Zahlungen bis Februar 2016) ggf. zusätzlich noch der BIC (Business Identifier Code) angegeben werden. Das ist ein standardisierter Bank-Code.

Beispiel: SPKRDEYYXXX

SPKR steht z.B. für Sparkasse Krefeld
DE steht für Deutschland
YY steht für den Ort
XXX steht für die Filiale

Wie eure persönliche IBAN / BIC Nummer lautet sollte auf eurem Kontoauszug oder eurer Bankkarte stehen. Im Zweifel fragt ihr euren freundlichen Bankberater oder schaut mal auf die Webseite eurer Bank. Hier ist z.B. ein IBAN Umrechner der Sparkasse. Für Privatkunden gelten auf jeden Fall Übergangsfristen bis zum 1. Februar 2016. Bis dahin gelten nach wie vor Bankleitzahl und Kontonummer. Je früher ihr euch die neuen Nummern allerdings merkt umso eher habt ihr sie verinnerlicht. Verstanden? Na war doch garnicht so schwer.

Alle Angaben dieses Artikels sind nach bestem Wissen erstellt aber ohne Gewähr. Der Beitrag darf unter Angabe der Quelle gerne weiterverbreitet werden. Und hier gibt’s die Infos nochmal von der Bundesregierung (wenn ihr mir nicht glaubt ;-)).

Tödlicher LKW Unfall auf der Autobahn

AutobahnHeute gab es wieder mal einen tödlichen Unfall auf der A40 kurz vorm Kreuz Kaiserberg. Einer von vielen Unfällen, die man täglich im Fernsehen zu sehen bekommt. Seit die A52 (Ruhrtalbrücke) gesperrt ist und der Verkehr über die A3 / A40 geführt wird ist rund um und vor dem Autobahnkreuz Kaiserberg noch mehr Verkehr als eh schon. Ich habe während meines Urlaubs mehrmals zu unterschiedlichen Uhrzeiten erlebt, daß bereits 1 km vor dem Autobahnkreuz der Verkehr auf der A40 ins Stocken geriet. Genau das dürfte heute der Grund gewesen sein, daß ein unachtsamer LKW Fahrer einen PKW unter einen vorausfahrenden LKW geschoben hat.

Natürlich kann man LKW Fahrer nicht pauschal verteufeln, denn jeder von uns möchte seine amazon Lieferung möglichst noch gestern haben, wünscht, daß der Supermarkt ständig gefüllt ist usw. Warum mir dieser Unfall aber trotzdem nahe geht, ohne daß ich die verstorbenen Insassen kannte? Ich wollte genau diese Strecke heute Morgen fahren. Um 10.00 Uhr wollte ich in Krefeld aufbrechen, um 10.20 Uhr währe ich an der Stelle gewesen, um kurz vor 10.00 Uhr hörte ich in den Verkehrsnachrichten von der Autobahnsperrung und der Landung eines Rettungshubschraubers. Glücklicherweise nicht zur falschen Zeit am falschen Ort.

Bild: WDR Lokalzeit Ruhr

Bild: WDR Lokalzeit Ruhr

So bin ich (gezwungenermaßen) von Krefeld in Richtung Essen über die Ausweichroute über das AK Breitscheid A524 / A3 / A40 gefahren. Bereits mehrere Kilometer vor dem AK Kaiserberg ist die A3 als Umleitungsstrecke von 3 via gelber Markierung auf 4 Spuren erweitert und die Geschwindigkeit auf 80 km/h heruntergesetzt. Ich war auf der zweiten Spur mit ca. 85 km/h und konnte im Rück- und Außenspiegel sehen, wie ein riesiger LKW auf der rechten Spur immer näher kam (also schneller als 85 km/h fuhr). Ca. 1 km vor dem AK Kaiserberg mußte ich auch nach rechts, weil ich ja weiter auf dei A40 wollte. Ich fuhr mitlerweile knapp 90 km/h und hatte den LKW nach wenigen hundert Metern keine Wagenlänge entfernt auf der Stoßstange hängen.

Liebe LKW Fahrer ich bin kein ängstlicher Autofahrer und weiß ja, daß ihr genötigt seit, eure Termine einzuhalten, aber wenn ihr jemanden totfahrt, hängt euch das ein Leben lang nach. Ich bin kein Unschuldsengel und liege bei „leerer“ Autobahn auch mal 10 km/h über dem Limit, aber ich weiß, warum ich bei starkem Autobahnverkehr so gut wie nie auf der rechten Spur fahre oder bei stockendem Verkehr locker eine LKW Länge zum vor mir fahrenden LKW lasse. Lieber habe ich einen quengeligen BMW, Porsche, Mercedesfahrer (beispielhaft genannt) hinter mir als einen dicken Brummi.

Werbekampagne von Coca Cola

Coke_1Also eines muß man denen von Coca Cola ja lassen, sie haben gute Werbeideen. Als vor einigen Wochen die ersten Bilder von Colaflaschen mit Namensaufruck durch meine SocialNetworks geisterten dachte ich erst an einen Scherz. Aber dem war nicht so. Coca Cola (von denen ich übrigens für diese Zeilen nichts bekomme, zumindest bis jetzt nicht ;-)) hat seine Flaschen mit der Original Cola (also nix Zero, nix Light usw.) mit Vornamen oder ähnlichem bedruckt. Der Text jedes Mal „Trink ’ne Coke mit“ und dann eben „Michael“ oder „Papa“ oder „Liebe“ oder weiß ich was.

Nun gibt es dank der Fantasie moderner Mütter und Väter hunderte, ach was sag ich tausende von Vornamen, aber sich durch alle Kästen eines Getränke- oder Supermarktes zu wühlen sieht dann vielleicht doch ein bisschen komisch aus. Ich stelle mir gerade bildlich vor, wie jemand auf einem riesigen Berg Kästen sitzt und eine Flasche nach der anderen herauszieht, betrachtet und wieder wegstellt ;-). Also dachte sich Coca Cola machen wir doch eine Onlinebestellung daraus. Auf Coke.de könnt ihr fast jeden Vornamen (angeblich sind 30.000 gespeichert) auf eine 0,2 Liter Flasche drucken lassen. Die kommt dann per Post ins Haus, ab 5 Flaschen sogar portofrei.

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Jetzt kommt das kleine „aber“, denn die 200 ml kosten schlappe 1,99 €, 5 Flaschen = 1 Liter also knapp 10,- €(!) plus Pfand. Für den Preis bekomme ich im Supermarkt bereits einen ganzen Kasten, aber wenn es euch das wert ist, bitteschön, nix wie los. Ich habe übrigens mal außergeöhnliche Texte ausprobiert, „Eichental“ zum Beispiel geht noch auf der Startseite, läßt sich aber mangels Kontrollmöglichkeit durch Coca Cola (erhöhte Nachfrage) nicht bestellen, „Schweinebacke“ geht garnicht erst durch :-D. Und wie ist euer Lieblingskoseschmusename der unbedingt auf eine Flasche muß :-)?

Rheinpark Duisburg

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Manchmal liegt das Gute ja so nahe, daß man es es trotz offener Augen nicht sieht oder nichts davon weiß. So wurde ich in Kommentaren zwar schon das eine oder andere Mal auf den Rheinpark Duisburg aufmerksam gemacht, aber ich wußte nichts damit anzufangen. Mein Pech? Jepp, so isset wohl, aber man kann ja auch nicht alles kennen. Blitz und Donner über mein Haupt.

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Als ich letztens wieder mal so durchs Internet blätterte, auf der Suche nach einem älteren Artikel der WAZ, stolperte ich wieder über den Rheinpark und als schlaues Kerlchen habe ich jetzt mal gelesen, was der Rheinpark eigentlich ist. Eine unmittelbar an den Rhein angrenzende, bisher industriell genutzte Fläche des Stadtteils Duisburg Hochfeld. Wie schön wäre es einen Spaziergang entlang des Rheins zu machen, denn ich finde eine Stadt am Rhein braucht auch eine Rheinpromenade und ein so gebeuteltes Ruhrpottstädtchen wie Duisburg sowieso. Aber nicht jede Stadt ist so mutig (und reich) wie Düsseldorf. Oder doch?

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Zack dachte sich Duisburg vor einigen Jahren und hat mit dem Projekt Rheinpark das rund 60 ha große Areal entsprechend umgebaut und im ersten Bauabschnitt bereits im Mai 2009 fertig gestellt. Keine 10 Autominuten (ca. 5 km) nördlich von der begehbaren Achterbahn Tiger & Turtle (Berzeliusstraße), kann man hier (Liebigstraße) ganz gemütlich sitzen und den Schiffen beim vorbeischiffen .. äh .. -fahren zusehen. Dazu kommen eine Skateranlage, die bereits Schauplatz der Deutschen Meisterschaft war, weitläufige Wiesenflächen für drauf rumzuliegen oder Drachen steigen zu lassen, verschiedene Spielbereiche für Kinder und komische Brücken ins Nichts.

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Die großen, teilweise bis zu 8 Meter hohe Mauerreste der ehemaligen Sinteranlage wurden erhalten, für zum (legalen) Graffiti drauf gestalten. Bis hierher dachte ich na ja, Mauern eben, aber als ich dann vor Ort die tollen StreetArt Graffitis sah, die sich zu genialen Fotomotiven wandelten konnte ich die DigiCam garnicht mehr von den Wänden abwenden. Ich kann euch hier nur eine Auswahl zeigen, aber in den Alben von bei Flickr und Google+ gibt’s noch mehr. Ich habe die Bilder übrigens neu sortiert, die neuesten stehen jetzt ganz oben.

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Aber auch die Uferpromenade kann sich mit über 1,4 Kilometer Länge auf jeden Fall sehen lassen. Sogar einen kleinen Strand mit Liegen findet man hier. Auch die Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke ist Teil des Areals und ob ihr es glaubt oder nicht, die Eisenbahnbrücke habe ich mit dem Regionalexpress schon einige Male überquert. Daß sich darunter der Rheinpark befindet, war mir bis heute nicht bewußt. Auf der rheinabwärts gerichteten Seite (Nordseite) der Eisenbahnbrücke befindet sich sogar ein breiter Fußweg, der auch von Radfahrern genutzt wird und nach Duisburg Rheinhausen führt. Als Fotojunkie wie gemacht, um mitten über dem Rhein zu stehen und Schiffe, Züge, Rhein, Duisburg, mich selbst einfach alles zu fotografieren was nicht bei drei unter der Brücke verschwunden ist.

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Und wenn sich der kleine Hunger meldet? Unmittelbar an der Promenade befindet sich der Ziegenpeter, eine Gastronomie der Duisburger Wekstatt für Menschen mit Behinderung. Egal ob mit Müsli in den Tag, mit Stullen, Salaten, kleinen Küchlein, Flammkuchen über den Mittag oder mit Cappuccino und Kuchen über den Nachmittag, die Auswahl auf der Speisekarte ist reichlich und nicht das übliche Schnitzel/Pommes Gedöns. Hier schaut selber. Ihr müßt nur noch entscheiden ob ihr lieber drinnen gemütlich wie im Wohnzimmer oder draußen im Liegestuhl am hauseigenen Strand sitzen möchtet. Leider hatte ich keine Zeit mehr den Ziegenpeter zu testen, wird aber bald mal nachgeholt.

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Ein paar Treppen später rauf und runtergedackelt fand ich noch diese Herde voll mit komischen Außerirdischen auf wackeligen Beinen und ohne Augen ;-). Ich hab in verschiedenen Sprachen probiert sie anzumachen anzusprechen … mok mok, jabba jabba, miep miep … aber keine Reaktion erhalten. Vielleicht waren es ja doch nur Holz- … ähm … -schafe, -flöhe, -ziegen … mana mana …?!? 😀 Schakkeline ist jedenfalls drauf geritten (seht ihr in den Fotoalben).

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Wenn ihr also das nächste Mal in Duisburg unterwegs seid und wieder mal denkt, boa ist dat nicht schön hier, ab dafür in den Rheinpark damit’et noch viel schönerer wird (um nicht das von mir kreierte Wort Tolligkeit zu verwenden). Am besten vergleichbar ist der Rheinpark vielleicht mit dem Westpark in Bochum, hier aber mit direktem Anschluß an den Rhein. Eine Treppe führt sogar zur Geröllaufschüttung direkt ans Wasser. Ich werde auf jeden Fall nochmal wiederkommen, ein bisschen Zeit mitbringen und den Park mit mehr Ruhe genießen, um nicht zu sagen einfach mal so ohne Grund auf den Wiesen rumliegen.

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Ganz in weiß

Vor ein paar Tagen las ich, daß Werbeannoncen auf Facebook häufiger angeklickt werden, wenn kein Bild also (fast) nur weißer Hintergrund zu sehen ist. Wenn das auch auf Blogbeiträge zutrifft, müßte dieser Beitrag ja alle Rekorde brechen 😉 . Ich wünsche euch ein schönes Pfingstwochenende. Nutzt die Stunden, an denen sich die Sonne sehen läßt, ich melde mich kommende Woche wieder mit neuen Blogbeiträgen.

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Ist das Kunst oder kann das weg

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RUNDLAUFen kann ganz schön anstrengend sein, aber wann kommt man sonst schon mal in einen Bunker? Nichts verstanden, dann mal ganz von vorne. Vor ein paar Wochen hat Juli auf ihrem Blog heimatPOTTential einen Beitrag zum „Bochumer Rundlauf“ verfaßt. Der findet an diesem Wochenmitte/-ende (also bis Sonntag) in der Speckschweiz in Bochum statt. Speckschweiz, was’n datt nu wieder? Erklär‘ ich nicht, guckter mal bei Juli nach. Also kurzum in leerstehenden Wohnräumen, Ladenlokalen, draußen auf der Wiese, mitten an der Straßenecke und eben im Bunker gibbet Kunst, Musik und buntes Allerlei. Und weil dat ja numa nicht alles nenbeneinander ist, muß man halt ein bissken RUNDLAUFen.

Rundlauf

Auch Juli hat auf der Dorstener Straße in einem netten kleinen Kinderzimmer (warum bloß gerade da … öhm … ja 😀 ) ihre Monster, Freaks und Helden Ausstellung. Im Flur wummert der Baß hinterm Vorhang wie ne überlaute Waschmaschine, soll aber Straßenlärm wiederspiegeln. Nebenan kleben die Fotos anne Wand, die die Menschen gemacht haben, die in der Speckschweiz (und drummerum) wohnen. Manche haben das selbe Motiv immer und immer wieder fotografiert, die Bilder sind groß zu sehen, manche haben Motive nur für sich gut befunden, die laufen in einer Art Bilderwolke zusammen.

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Weniger Meter weiter in einem Ladenlokal verlaufen die Lebenslinien allem Anschein nach alle in eine Ecke, während die Wand nebenan von Verbrechen (in den USA) erzählt und die Bilder aus dem Netz dazu liefert. Dann war da noch das Ladenlokal, das aussah, als hätte man gerade nach 40 Jahren die Türe wieder geöffnet. In den Schubladen Stoff- und Wollreste, die Damenbinden, mit denen man früher (auf Grund der Größe) vermutlich Männer verhauen hat gleich neben den Hüten aus Omas Zeit. Der „Verein gegen parlamentarischen und bürokratischen Mißbrauch“ (half wohl dem Bürger gegen die Obrigkeit, wenn ich richtig gegooglet habe) schickt Post aus Dortmund. Und das ist vermutlich nur ein Auszug dessen, was man sehen kann. Ich bin sicher Juli wird ihre Sicht der Kunst in ein paar Tagen aus ihrem Blickwinkel darstellen (Kunst liegt schließlich im Sinne des Betrachters).

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Ach ja, der Hochbunker, das ist (für mich) der Oberknaller überhaupt (neben den Monstern, Freaks und Helden 😉 ). Wann kommt man schon mal in einen Bunker? Hier haben die Macher mal richtig durchgefegt, die Wände, Gänge, Kammern und Winkel vollgestopft mit Kunst. Nicht nur weil es etwas kalt war (Jacke mitnehmen), manch eine Installation ließ einem doch den Schauer den Rücken runter laufen. Kriegsgeräusche, Sirenenghäule, irgendsowas und das in einem weitgehend abgedunkelten Teil des Bunkers *Boouuaa … Schauder*. Aber auch poppige Bilder, teilweise fertig, teilweise noch im Entstehen, ein psychodelischer Raum wo die Bilder garnicht enden sondern von der Wand auf die Decke übergehen und umgekeht, geköpfte Barbies die aus den Wänden kriechen … und von den ganzen Künstlern, die in kleinen Theaterstücken auftreten oder musikalisch etwas zum Besten geben habe ich noch garnichts gesehen. Kein Wunder daß es richtig voll war beim RUNDLAUF. Das hätte ich nicht erwartet und da ich Samstag sowieso in Bochum bin, könnte es sein, daß ich nochmal reinschaue. Jemand von euch am Samstag auch da?

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P.S.: Im Botanischen Garten in Bochum (gleich an der Uni) bin ich auch noch rumgelaufen, aber zu kurz. Es scheint wunderschön dort und bald erzähle ich mehr davon. Eine Fotoauswahl des RUNDLAUF’s gibt’s bei Flickr / Google+.

[Update]
Da habe ich doch zum Glück in den Ruhrnachrichten gelesen, daß es noch einen ganz geheimen Raum im Bunker gibt, wenn man durch Löcher in den Wänden krabbelt. Gesagt getan, hier ist das Ergebnis (Kunst Modell: „Leuchtstoffröhren Recycling“ 😉 ).

P.P.S.: Zum Schluß noch die Hausaufgabe, bitte die Zahlenreihe unten rechts vorsetzen 😀 .

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Neulich an der Jahrhunderthalle

IMG_4880Wie ihr gelesen habt, war ich am Samstag mal wieder in Bochum im Eisenbahnmuseum und weil der Tag zwar kühl aber sonnig war und ich gegen Erle, Hasel und Birke allergisch bin habe ich im Anschluß noch einen Abstecher in den Westpark zur Jahrhunderthalle gemacht. Da stehen nämlich ganz viele Birken (ich muß verrückt sein, vielleicht sowas wie Immuntherapie 😉 ). Wie schon an anderer Stelle erwähnt vergehen bei mir manchmal Wochen und Monate und ich merk’s nicht (irgendwas mit Raum-Zeit-Kontinuum). Wenn ich dann wieder an einen altbekannten Ort kommme ist es für mich (gefühlt) gerade mal 1 Monat her, in Wirklichkeit war’s aber schon 1 Jahr (oder länger). Schakkeline wat sachse? Nix, typisch Tasche.

IMG_4943Jedenfalls war beim letzten Mal unterhalb der Jahrhunderthalle noch so eine Art Schotterparkplatz, da wo jetzt plötzlich nur noch Asphalt und ein 2/3 fertiges Parkhaus standen. Unter Ignorierung aller Schilder und Absperrungen stand ich plötzlich vor der Parkhausschranke und wollte das garnicht. Die 100 m Zufahrt gerade so breit wie ein Auto und Einbahnstraße. Wer zum Teufel denkt sich denn sowas aus. Schnell den Rückwärtsgang rein und so tun als wäre nix gewesen. Also auf der anderen Seite (da war jetzt ein Ascheplatz und eine neue Straße) geparkt und eine bisher nie entdeckte Treppe direkt rauf in das Waldstück (Birken wie gesagt) erklommen.

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Eigentlich ganz schön hier, denn man kommt nun oberhalb des Westparks raus und kann dort spazieren oder über eine Treppe weiter hinten wieder runter zur Halle und den Gebäuden drumherum. Auch ein RUHR.INFOCENTER gibt’s da jetzt im Pumpenhaus. Also flugs mit neuem Infomaterial eingedeckt. Danach noch ein bisschen durch den Park und Fotos gemacht. Irgendwie geht es mir im Westpark Park so ähnlich wie im Landschaftspark Duisburg, zwar war man schon mehrfach dort, aber jedesmal gibt’s wieder neue Blickwinkel und Ecken für Fotos, die man nie für möglich gehalten hätte. Ich verspüre den Wunsch auf Forschungsreise zu gehen, neues Leben und neue Zivilisation zu entdecken. Dies ist das Raumschiff… ach ne, anderer Film.

IMG_4904Vielleicht liegt es am Wetter oder dem Stand der Sonne, daß die Eindrücke immer wieder neu sind (vielleicht habe ich aber auch nur ein schwaches Gedächnis ;-)), ich habe das Gelände des Westparks jedenfalls noch nie in voller Ausdehnung erkundet. Neu ist für mich auch eine Station von Revierrad (sagt man von, vom, der … egal), an der man Fahrräder leihen kann. Letztes Mal hatte ich mir ein Rad von Nextbike ausgeliehen (die stehen jedoch am Rathaus und nicht direkt an der Jahrhunderthalle), um von dort über die Erzbahntrasse zu fahren. Eine sehr schöne Strecke von Bochum bis nach Gelsenkirchen.

IMG_4918Sagt Bescheid wenn ihr auf die Idee kommt dort zu fahren, ich komme gerne nochmal mit. Und für diejenigen, die mit Fahrradfahren auf Kriegsfuß stehen gibt’s auch Elektroräder (Preise hier). Apropo Fahrrad, am 26. Mai findet wieder der „Fahrradsommer der Industriekultur 2013“ an und um die Jahrhunderthalle statt. Zum Abschluß der übliche Hinweis, für das Internet ausgesuchten Favoriten in Sachen Foto findet ihr auf Flickr und Google+.

Farbenrausch (The Color Run)

Vor ein paar Tagen sah ich einen Werbespot, in dem es darum ging, daß sich Leute anscheinend während einer Art Fest mit farbigem Pulver bewerfen. Zuerst dachte ich, es ging um Werbung eines Handyherstellers, jetzt weiß ich aber (wieder), daß es Werbung von Nikon war. Eigentlich logisch, Farbe, Kamera, Fotos usw. Es geht auch nicht um irgendein Fest, sondern um das indische Frühlingsfest Holi, am Vollmondtag des Monats Phalguna (Februar/März). Das „Fest der Farben“ dauert mindestens zwei, in einigen Gegenden Indiens auch bis zu zehn Tage. Während dieser Zeit scheinen alle Schranken durch Kaste, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichen Status aufgehoben (vielleicht wäre Farbbeutelwurf ja eine Alternative für den heimischen Karneval 😉 ). Warum erzähle ich euch das? Weil sich dieses Fest, wie viele andere Feste auf der Welt, weiterverbreitet hat. Inspiriert vom indischen Frühlingsfest wurde in den USA der Color Run ins Leben gerufen.

ColorRun

Der erste offizielle Color Run fand 2012 in Tempe(Arizona) statt. Mittlerweile gab es Läufe in 18 Städten der USA und darüber hinaus. Die Läufer starten in einem weißen T-Shirt und werden auf dem 5 km Lauf bei jedem Kilometer mit einer anderen Farbe beworfen. Ziel ist es am Ende als leuchtender Regenbogen durchs Ziel zu gehen. Indien? USA? Alles weit weg? Ja und nein, denn der Color Run kommt nach Deutschland. Aller Voraussicht nach soll es in Berlin, Hamburg, Köln, München, Stuttgart, Dresden, Nünberg, Frankfurt und in der Rhein-Ruhr Region an den Start gehen. Nun ist Sport bei mir ja sowas von geht garnicht, daß ich eigentlich nur als Zuschauer in Frage komme. Aber selbst das würde ich mir nur ungerne entgehen lassen und wenn ich höre, daß es nicht auf Zeit ankommt und man die 5 km auch gehen könnte, könnte ich mir sogar eine Teilnahme vorstellen. 5 km sind bei zügigem Tempo (laufen nicht rennen) innerhalb einer guten Stunde zu schaffen. Noch sind die genauen Daten nicht bekannt, aber so wie ich gelesen habe, steht man bereits in den Startlöchern.

Facebookseite, Twitter Account, Homepage, das ganze SocialWeb Programm steht bereits, jetzt heißt es auf Termine warten. Na wer hätte Lust, sich mit Farbe (vermutlich Mehl + Lebensmittelfarbe) bewerfen zu lassen? Wie so etwas aussehen kann, seht ihr bei YouTube. Sieht zumindest geil aus 😉 .

(Oster-)Fuchs sein fetzt

OsterfuchsNoch gut 4 Wochen, dann heißt’s wieder (frei nach Olli Kahn) „Eier, wir brauchen Eier“ (und zwar am liebsten weiße) 😉 . Und warum, weil das Osterfest naht.

Welches Tier fällt euch spontan ein, wenn ihr an Ostern denkt? Osterhase? Osterlamm? Osterfuchs? Wie jetzt, kein Osterfuchs? Dann seid ihr vermutlich noch unter 100 Jahre alt, denn wie ich dieser Tage zufällig gelesen habe, wurden 1904 die Ostereier nicht vom Hasen, sondern vom Fuchs gelegt. In einigen Gegenden Deutschlands soll sogar der Kuckuck oder der Storch die Eier gebracht haben. Wann dann aber genau der Sinneswandel vom Fuchs zum Hasen als alleinigen Ostereierbringer kam ist wohl schwierig und kann ansatzweise hier nachgelesen werden. Manche Quellen sprechen auch davon, daß die Plätzchen- und Süßwarenindustrie mit süßen Häschen viel bessere Geschäfte machen konnte als mit einem Fuchs. Ist bestimmt auch was wahres dran.

Jetzt fragt ihr euch, warum hat der Schreiber (also ich 😉 ) überhaupt nach dem Osterfuchs gegoogelt? Weil Juli vom heimatPOTTential Blog dieser Tage einen echt guten Videoclip empfohlen hat. Der hat zwar jetzt wieder nichts mit Ostern zu tun ist aber trotzdem gut. Wer ihn noch nicht kennt, here it is … „Shaban & Käptn Peng – Sie mögen sich“ und bevor der Blogbeitrag jetzt völlig wirre wird, futtere ich erstmal einen kleinen Schokoladenosterfuchs(-schwanz) … 😀 .