Vom Tetraeder zum Parkleuchten 2016

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Manchmal nehmen Tage eine Wendung, wie man sie am Morgen absolut nicht erwartet hat. Der letzte Samstag war so ein Tag. Nach einer regennassen Woche wollte ich mal wieder an die frische Luft und der Samstag sollte wie gemacht sein dafür. Was sich nach einem tollen Tag anfühlte endete in einer kleinen Katastrophe. Aber von Anfang. Zuerst führte mich mein Weg mal wieder auf eine Halde. Obwohl erst Anfang Februar, roch es ein bisschen nach Frühling. Zeit also sich mal wieder zu bewegen, denn wenn ich meine Sportlichkeit mit einer Zahl zwischen 1 und 10 beziffern müßte, läge sie wohl bei minus 5. Weiterlesen →

Sommerrodeln in Bottrop

Wenn ihr mir per Instagram, Facebook oder Google+ folgt, erinnert ihr euch vielleicht noch an dieses Bild von Anfang Juni dieses Jahres.

Ich hatte bei der Aktion „Kulturkanal Foto Caching“ (zum Blogbeitrag geht’s hier) u.a. eine Rodelpartie auf der ersten und m.W. einzigen Sommerrodelbahn im Ruhrgebiet gewonnen. Die Rodelbahn befindet sich, angegliedert an das Alpincenter, auf der Halde Prosperstraße in Bottrop. Während der Sommerferien habe ich die gewonnenen 5 Durchgänge weggerodelt :-D. Auch wenn es ruck zuck geht, macht jeder Durchgang enorm viel Spaß. Die schienengeführte Bahn sorgt bei einer Gesamtlänge von 1.000 Metern mit einem kleinen Tunnel, Kurven und einem 360° Panoramakreisel für genügend Adrenalin.

Rodelbahn

Zu den fünf gewonnenen Durchgängen kam noch ein weiterer (kostenfreier) Durchgang per RuhrTopCard und drei bezahlte Durchgänge (3,50 €/p.P). Da wir zu dritt unterwegs waren, macht das drei Durchgänge pro Person :-). Die Warteschlangen waren an diesem Samstag Vormittag nur kurz und so dauerte die ganze Sause keine Stunde, machte aber Spaß für drei. Die Bahn startet oben auf der Halde Prosperstraße, aber ihr könnt mit dem Auto bis oben auf die Halde hinauffahren. Dort befindet sich ein großer Parkplatz, der nebenbei auch noch einen tollen Ausblick über das Ruhrgebiet gewährt.

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Der Blick geht, je nach Wetterlage, vom Tetraeder (gleich gegenüber) bis zur Halde Hoheward in Herten. Zum Abschluß haben wir im angeschlossenen und höchsten Biergarten des Ruhrgebiets, trotz Wespen, noch einen Cappuccino bzw. eine Cola getrunken und uns dann wieder auf den Weg gemacht, denn wir waren anschließend in Oberhausen noch zum Mittagessen verabredet :-). (Flickr / Google Photos)

Novembersonne am Tetraeder

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Wie ich letztens schon erwähnte rennt die Zeit momentan schneller als … die Welt sich drehen kann. Daher dachte ich auch, es wäre noch gar nicht so lange her, daß ich das letzte Mal auf der Halde Beckstraße, also am Tetraeder in Bottrop war. War aber doch schon August 2013. Egal, ein sonniger Novembertag reizte mich einfach mal wieder hochzukrakseln. Die Wintermütze habe ich bereits nach wenigen 100 Metern in den Rucksack entsorgt, den Schal vorsichtshalber anbehalten, obwohl ich ins Schwitzen kam. Der Hinweg über die Treppe bringt mich unsportlichen Menschen schon kräftig außer Puste. Aber da ich in mein Büro in der 4. Etage auch grundsätzlich zu Fuß gehe, bin ich nicht mehr an ein Sauerstoffzelt gebunden, wenn ich oben ankomme (im Büro und an der Halde).

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Schon vor längerem habe ich mir eine neue Kamera gekauft (Canon 100D), aber bislang immer noch meine alte Kamera zusätzlich benutzt. Vielleicht ist es euch aufgefallen, die letzten Herbstfotos sind parallel alt und neu entstanden und dieses Mal habe ich beim Haldenbesuch konsequent nur die neue Kamera benutzt. Ohne Übung keinen Meister (oder wie hieß das Sprichwort gleich 🙂 ). Ob ich schwindelfrei bin? Nicht zu 100%, aber laßt euch gesagt sein, wenn man zum X-ten Mal auf den Tetraeder klettert, kommt es einem vor, wie die Treppe in Treppenhaus. Wie eure Treppen haben keine Lochgitter und keine Lücken zwischen den Stufen. Ach papelapap :-). Aber im Ernst, ich habe Verständnis, wenn man da nicht rauf will und die Halde lohnt sich auch so zum spazieren gehen und zum auf der Bank sitzen.

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Als ich bereits den Rückweg eingeschlagen hatte kam ein kleines Sportflugzeug mit einer riesigen Schleppe hinten dran. Aufschrift „Willst Du Mich Heiraten?“ … nein nicht ich, aber ich habe meine Kamera kurz hoch, einen Schnappschuß gemacht und bei Facebook veröffentlicht. Am selben Abend meldete sich noch der Pilot und vermeldete ein erfolgreiches Ende für den Auftraggeber und zeigte umgekehrt Luftaufnahmen. Auf dem ersten war ich eindeutig (ha ha natürlich nicht 😀 ) zu sehen. Schon verrückt, auf welche Weise man via Internet zusammenkommt.

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Zum Abschluß bin ich noch eine Ecke weiter. Vielleicht habt ihr gelesen, daß wenige Meter vom Tetraeder entfernt, an der ehemaligen Zeche Prosper II Anfang 2015 das Grusellabyrinth eröffnet. Weil die Nachmittagssonne den nebenliegenden Malakowturm der Zeche so schön beleuchtete und dieser auch wieder vom Renovierungsgerüst befreit ist, habe ich noch einen Abstecher dorthin gemacht. In dem Falle aber tatsächlich nur für ein paar Fotos. Eine wunderschöne Location, ich bin schon gespannt auf das Grusellabyrinth.

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Eine Auswahl weiterer Bilder? Klickt ihr auf Flickr oder Google+. (Anm.: Da Yahoo z.Zt. ein paar Probleme zu haben scheint, kann sich das auch zeitweise auf Flickr auswirken).

Haldenfetisch (II)

Samstags, halb Zehn in Deutschland, zunächst einmal Zeit für ein Frühstückchen. Nachdem ich die Bedienung beim Bäcker meines Vertrauens mit 2 für 1 Gutscheinen verwirrt habe und der erste Kaffee hinter mir liegt, mache ich mich auf nach Oberhausen. Ich habe mir vorgenommen noch einen kleinen Abstecher ins Centro zu machen, bevor es dann zu den Außerirdischen geht. Vor kurzem habe ich Produkte von „Rituals“ kennengelernt und im Centro gibt’s den passenden Laden.

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Danach geht’s einen Steinwurf weiter nach Bottrop zur Halde Beckstraße. Dort sollen z.Zt. die Außerirdischen wohnen. Wie wir letzte Woche lernen durften, ist selbst die berühmte Area51 nicht mehr als ein schnöder Testflughafen für Drohnen und andere geheime Flugapparate im kalten Krieg. Also schaun wir mal, was der Künstler Fred Fischer für fremde Lebensformen präsentiert. Er bespielt seit 2009 die Halde am Tetraeder. Nach anfänglichen Wiederständen, schließlich ist auch der Tetraeder und das Drumherum ein Kunstwerk, wird seine temporäre Installation mittlerweile geduldet. Und nicht nur das, man einigte sich mit dem Tetraeder Künstler auf ein temporäres Nutzungsrecht.

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Die Medien gaben sich letzte Woche die Klinke in die Hand, zuerst die Zeitung, später sogar die Lokalzeit des WDR und diesen Samstag auch ich ;-). Aus Recyclingmaterial zusammengebaut stehen die Aliens lebensgroß, aufrecht stehend und gut verzurrt wie gerade gelandet in Mitten des Steinemeers. Davon abgesehen glaube ich ja, daß Aliens ganz anders aussehen, als wir denken, z.B. so wie der Haldenbewohner unterhalb des Treppenaufgangs (auf dem Bild oben) :-D.

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Da das Wetter war an diesem Morgen noch etwas zaghaft war, war der Antrieb nicht so groß, die Halde gleich wieder zu verlassen. Also habe ich mich auf die zweite Etage des Tetraeders gestellt, ein paar „#Fromwhereistand“ Fotos gemacht und die todesmutigen Besucher beobachtet, die der wackeligen und nur duch Lichtgitter gesicherten Konstruktion „Tetraeder“ nicht wirklich trauten :-D. Irgendwann entschloß ich mich dann aber doch weiterzureisen, um auch noch meine Lieblingshalde in Herten/Recklinghausen zu besuchen. Auf nach Hoheward.

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Bitte? Nein ich sagte Hoheward nicht Mullewapp. Wollt ihr etwa behaupten ihr wäret Johnny Mauser oder Franz von Hahn und ich der dicke Waldemar :-)? Die Entscheidung weiter zur Halde Hoheward zu fahren war goldrichtig, denn unterwegs riss der Himmel auf und die Sonne kam hervor. Die Drachenbrücke in Sichtweite, Auto geparkt und ab aufe zweite Halde. Die Schüttung scheint beendet, die letzen Berge mit Material, die beim letzten Besuch noch da lagen waren verteilt. Man konnte bis an den Rand gehen und fast direkt auf die Zeche Ewald hinunterblicken.

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An der Westflanke war’s dafür mächtig windig, so sehr, daß ich mein Cap festgehalten habe (sicher ist sicher) und auch der Kragen des Poloshirts flatterte lustig im Wind. Vor meinen Füßen entdeckte ich ein Stückchen Kohle. Das ist doch Kohle, oder? Vielleicht auch nur ein Stein mit Kohleschicht drumherum, ich hab’s mal mitgenommen, man weiß ja nie was noch kommt.

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Das Hironzontobservatorium ist nach wie vor gesperrt, soll jetzt aber an den Schweißnäten untersucht werden, der Oeblisk zeigt nach wie vor die Jahreszeit und das Sternzeichen an und der Ausblick von der Halde ist wie immer grandios, insbesondere wenn dann auch noch fast blauer Himmel und tolle Wolkenformationen zu sehen sind. Während ihr diese Zeilen lest, dürften die Vorbereitungen für das Sunset Picknick am kommenden Samstag (24.08.2013) in vollem Gange sein, letzten Samstag war es hingegen ausgesprochen ruhig dort oben.

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Hab ich schon mal erwähnt, daß ich stundenlang dort sitzen könnte ;-)? Für’s nächste Mal habe ich dann auch so ein Akkuzusatzladegerät dabei, damit das Handy noch länger durchhält. Und wenn ihr noch nie dort gewesen seid, nehmt euch Zeit mit. Das mit den zusätzlichen Bildern kennt ihr ja. Klickt auf Flickr oder Google+.

Halden bei Schneefall

Halden im Schnee

Willommen zu einer neuen Folge Schweine im Weltall … äh .. Halden bei Schneefall 🙂 . Sacht ma, warum vergeht eigentlich die Zeit immer so schnell? Ich war im April das letzte Mal am Tetraeder, aber irgendwie ist der Blogbeitrag dazu irgendwo unter den Tisch gefallen. Irgendwann habe ich’s gemerkt und gedacht nu ist auch zu spät. Also habe ich die Serie „Halden im Schnee“ von Anfang Dezember heute fortgesetzt und ein paar Winterbilder am Tetraeder geschossen. „Schakkeline“ war natürlich auch dabei 😉 .

Ich hatte ja vermutet, daß man garnicht rauf kann auf den Tetraeder (Wintersperre und so), aber die Türe am unteren Ende der Treppe war offen. Der Zutritt war nur per Schild bei „Schneefall und Eis“ verboten aber Eis(verkäufer) habe ich keine gesehen und Schnee fiel auch grad nicht 😉 . Also nichts wie rauf, bevor jemand kommt und sich das anders überlegt. Ist auch garnicht mehr so schlimm, wenn man auf Ebene zwei steht und jemand hüpft die Treppe runter, so daß man sich vorkommt wie auf ’nem Schiff bei Windstärke 8. Außerdem war ja drum herum (auch beim Blick nach unten) alles weiß verschneit. Da kommt einem die Höhe garnicht mehr so hoch vor.

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Die Sonne versteckte sich hinter Wolken (das feige Ding) und kam erst hervor, als ich fast wieder am Auto angekommen war. Das nächste Mal bin ich bestimmt wieder bei „Sonne am Tetraeder“ 🙂 . Dafür habe ich auf der Zufahrtsstraße, die bei gutem Wetter auch vom Bus befahren wird, einen Skifahrer getroffen. Warum in der Skihalle bezahlen, wenn der Schnee auf der Nachbarhalde kostenlos rumliegt 🙂 . Ein gaaaanz klein bisschen Frühling war auch schon zu sehen.

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Apropo „Schweine im Weltall“, ich glaube ich muß mal wieder die DVD’s der Muppet Show rausholen. Aber das wäre dann wieder ein ganz anderes Thema. „Schalten Sie auch nächstes Mal wieder ein, wenn Sie Dr. Bob sagen hören wollen: Sehen wir es von der guten Seite. Wenn er es nicht schafft, wissen wir wenigstens die genaue Zeit wann er hinüber gegangen ist“ 😉 .

Apropo apropo, hier noch die (neuen) Links zu den Fotoalben für 2013 … Flickr, Sevenload, Google+ (Picasaweb).

Sonne am Tetraeder

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Eigentlich hätte ich auf Grund meiner Allergie gegen Frühblüher am Samstag garnicht vor die Türe gehen dürfen, denn die Bäume haben abgeworfen, was das Zeug hält, aber das schöne Wetter hat mich einfach rausgezogen. Ich wollte einmal am Tetraeder in Bottrop sein wenn die Sonne scheint 🙂 . Ja und in der Tat habe ich den blauen Himmel über Bottrop gesehen. Der Aufstieg auf die Halde erfolgte (auf Wunsch meiner Begleitung) über die Treppe, der Abstieg später über den Serpentinenweg.

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Während ich beim ersten Besuch des Tetraeders ganz schön wackelige Knie hatte (schließlich befindet sich bereits die erste Plattform in rd. 18 Metern Höhe und besteht nur aus Lichtgittern mit freiem Blick nach unten) ging es dieses Mal schon wesentlich besser. Die zweite Plattform mit bereits 32, die dritte mit dann 38 Meter über dem Haldengipfel sind schnell erklommen. Auch die Fernsicht war einigermaßen, so daß ich nochmal ein paar Bilder gemacht habe. Gelsenkirchen, Essen, Oberhausen sind gut zu erkennen und wie immer dabei die Dampfwolke des Löschturms der nach wie vor aktiven Kokerei Prosper direkt am Fuß der Halde.

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Vorab habe ich übrigens nochmal einen Abstecher in den Bernepark gemacht. Vielleicht erinnert ihr euch, ich bin dort auf meiner Fahrradtour entlang des Rhein Herne Kanals in letzten Jahr vorbei gekommen. Der Berne Park ist ein altes Klärwerk am Zufluß der Berne in die Emscher. Eines der Klärbecken ist noch mit Wasser gefüllt, aber es schwimmen Goldfische drin, das andere Becken ist bepflanzt und kann betreten werden. Leider sahen die Pflanzungen nach dem Winter noch recht mickrig aus, aber das wird hoffentlich wieder. Schließlich schreibt die o.g. Webseite von einem „märchenhaften Park“ und einem „mittels 21.000 Stauden und Gräsern grünen Amphitheaters“. Über die ehemaligen Räumerbrücken kann man sich jedenfalls sowohl das bepflanzte als auch das mit Wasser gefüllte ehemalige Klärbecken ganz aus der Nähe ansehen. Am Randes des Parks stehen noch die Kanalröhren aus dem Emscherkunstprojekt, die 2010 zu einer Übernachtung in der Röhre einluden, jetzt allerdings verschlossen.

Bilder, das kennt ihr ja schon, bei Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Starker Ort – Bottrop

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Wer an Bottrop denkt, denkt vermutlich in erster Linie an den Movie Park Germany oder an das Alpincenter mit der weltweit längsten Skihalle und der einzigen mit einer Kurve (übrigens auch auf einer Halde). Erst in zweiter Line denkt man an den Tetraeder auf der Halde Prosper (auch Halde Beckstraße) oder an den Malakowturm an der Zeche Prosper II.

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Beides sehenswerte Punkte auf der Route der Industriekultur. Hinzu kommt, daß die Zeche Prosper II (mit dem massiven Malakowturm) bis Ende April noch ein sogenannter „Starker Ort“ sein darf. Öffnungszeiten: Fr 17-20, Sa 15-20, So 11-17 Uhr.
Der Malakowturm an der Zeche Prosper II ist einer der letzten Türme dieser Bauart im Ruhrgebiet.

Wenige 100 Meter von der Zeche entfernt liegt die Halde Prosper (Halde Beckstraße). Sie ist zwar etwas kleiner, als die Halden in Essen oder Gelsenkirchen hat an ihrem höchsten Punkt aber eine weithin sicht- und begehbare Aussichtsmöglichkeit, den Tetraeder (zu erreichen über einen Serpentinenweg oder über einen Treppenweg). Der Tetraeder ist ein Wahrzeichen der Stadt Bottrop und bietet dem Besucher auf drei Plattformen in 18 m, 32 m und 38 m Höhe (frei aufgehängt an Stahlseilen) einen tollen Rundumblick.

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Die Ersteigung erfordert allerdings ein bischen Mut, denn die Plattformen und Treppen bestehen aus Lichtgittern und Lochplatten und bieten somit freiem Blick nach unten. Außerdem kann es in 30 – 40 Meter Höhe auch schon mal ganz schön windig sein. Also alles was man dabei hat gut festhalten 😀 .

Bilder wieder im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.