Oldtimertreffen

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In meinen Fotoalben gibt es bereits verschiedenste Bilder vom hiesigen Oldtimertreffen in Krefeld, aber dieses Mal gab es gleich zwei Treffen an einem Tag, bei denen ich mich mal umgeschaut habe (bereits am vorletzten Wochenende). Zunächst das bereits bekannt Treffen im Krefelder Stadtwald. Dieses Mal fanden sich mehr Fahrzeuge aus der jüngeren Oldtimergeschichte ein, zumindest in der knappen Stunde, in der ich da war. Da aber ständig neue Oldtimer kommen und andere wieder wegfahren, muß man ein bischen Glück haben. Nichts desto Trotz war es wieder voll auf dem Parkplatz an der Rennbahn.

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Da das Wetter so schön war, habe ich mich auch noch aufgemacht nach Essen, wo sich an jedem ersten Sonntag im Monat (April – Oktober) rund um die Kokerei Zollverein die Oldtimerfreunde treffen. Nicht nur, daß es unerträglich warm und drückend war an diesem Sonntag, es war unbeschreiblich voll. Ich hätte nicht gedacht, daß so viele Interessenten aber auch so viele Oldtimer den Weg auf das Zechen bzw. Kokereigelände finden würden. Die Autos stehen auf diesem Gelände vielfach hintereinander, so daß dazwischen herumwuselnde Menschen und ein paar häßliche Bauzäune den Fotoeindruck etwas trüben. Trotzdem sehenswert.

Flachsmarkt 2010

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Wieder ist ein Jahr wie im Fluge vergangen und wieder war Pfingsten. Das heißt für Krefeld „Flachsmarkt“. Dieses Jahr hatte ich ein bischen mehr Zeit, um mich in aller Ruhe umzusehen. Pünktlich aufgestanden war der Markt gegen kurz vor 10.00 am Samstag schon gut besucht, aber auf jeden Fall noch überschaubar. Schmuckmacher und Kerzenzieher, Filzerin und Glasbläser, Senf- und Hutmacher, Buchbinder und Töpfer, kein Handwerk das hier nicht vertreten ist. Und das Beste, an vielen Ständen kann man sich auch selbst am jeweiligen Handwerk versuchen und das Erarbeitete gleich mit nach Hause nehmen.

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Es gibt wie immer eine so reichliche Auswahl, daß man es selbst in 4-5 Stunden nicht schafft jeden Stand zu besuchen. Nach einer kräftigen Stärkung mit Spießbraten oder Erbsensuppe, mit Baguette oder Bratwurst und einem guten Getränk gehts dann auf die Ritterwiese. Hier kann man in einem kleinen Lager sehen, wie Rittersleut früher gewohnt und gekocht haben und schließlich darf man einem Schwertkampf oder sogar einem Rittertunier beiwohnen. Und nicht nur die Ritter haben gezeigt was sie können, auch die Dame war flott am Schwert.

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Als hätte man den Wettergott bestochen, gab es dieses Jahr 1a Frühlingswetter und weit und breit keinen Regen, so daß der Termin für 2011 (11.-13. Juni) schon mal vorgemerkt ist. Eine Auswahl von Fotos gibts bei Flickr oder Sevenload. Dieses Mal habe ich weniger die Handwerker selbst fotografiert sondern mehr das, was sie an ihren Ständen angeboten haben.

Ach ja, die Falknerei hätte ich beinahe vergessen, sehr schöne Tiere, die sich hier dem Puplikum präsentiert haben. Die Flugshow habe ich aus Zeitgründen leider nicht gesehen.

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Galopprennen mit Straßenbahn

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Gestern durften wir Zeuge einer etwas ungewöhnlichen Übergabe einer Straßenbahn an den neuen Eigner die SWK Krefeld sein. Die Firma Bombadier, welche in den nächsten Jahren 19 neue Straßenbahnen des Models „Flexity Outlook“ liefern wird, übergab das neue Modell im Rahmen eines Galopprenntages auf der Rennbahn Krefeld (mit Enthüllung und kleiner Show).

Die Straßenbahn wurde dazu eigens mit einem Tieflader an die Galopprennbahn transportiert und zur Präsentation wurde eine etwa 50 Meter lange Gleisstrecke samt Schotterbett auf eine Wiese am Eingang zur Rennbahn verlegt. Vier Motoren á 142 PS werden die Bahn antreiben. Video-Überwachung und Klimaanlage sind weitere Highlights.

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Auch das Fernsehen, genauer der WDR war mit seinen Kameras anwesend, allerdings wohl mehr um den Landtagsabgeordneten Lutz Lienenkämper (seines Zeichens Verkehrsminister in NRW) zu interviewen. Ab Dezember wird das neue Fahrzeug übrigens auf den Linien 041 und 044 eingesetzt. Mal sehen, ob ich es dann mal im Tagesbetrieb irgendwo „erwische“.

Apropo Tagesbetrieb, normalerweise kostet der Eintritt auf die Rennbahn für die
3 Herren 5,- Euro (Frauen und Kinder haben freien Eintritt). Da die Stadtwerke Krefeld (SWK) aber Sponsor dieser Veranstaltung war und eben gleichzeitig die neue Straßenbahn vorgestellt werden sollte, gab es in allen Filialen der SWK Freikarten für die Veranstaltung. Nun hatte ich extra eine Karte in der Tasche, aber sehen wollte die keiner 😀 . Nun gut, dann eben nicht. Wer gerne mehr Bilder sehen möchte klickt mal hier.

1. (Blog-)Geburtstag

Am kommenden Wochenende (19./20.09.2009) findet in Krefeld zum 18. Mal die „Größte Straßenmodenschau der Welt“ statt.

Die Stadt verwandelt sich am Samstag und Sonntag wieder in eine überdimensionale und deutschlandweit einzigartige Fashion-Bühne. Auf sieben Großbühnen erlebt das Publikum in der Krefelder City über 100 Stunden Mode-Präsentation mit zahlreichen Fashion-Shows, dazu Entertainment, Musik und Unterhaltung (soweit der Werbetext 😀 ).

Warum ich euch das erzähle? Nun erstens weil ich euch einlade nach Krefeld zu kommen und euch das Spektakel selber anzusehen und zum anderen, weil ich vor genau einem Jahr meinen Blog mit den Bildern der Straßenmodenschau 2008 begonnen habe. Ich feiere also am Wochenende meinen ersten Blog Geburtstag. Damals hätte ich nicht gedacht, daß mir solange immer wieder etwas einfällt, was ich hier schreiben könnte.

Daher auf diesem Weg auch einmal ein herzliches Dankeschön an alle meine Leserinnen und Leser. Ihr seid immer willkommen und wenn ihr Lust verspürt 😀 hinterlaßt mir ruhig mal eure Meinung. Auch wenn ich nicht immer sofort antworte, jeder Kommentar wird gelesen.

Flachsmarkt 2009

Wie angekündigt waren wir heute mal wieder auf dem Flachsmarkt. Leider war die Familie nicht zu bewegen noch etwas länger zu bleiben, denn wie jedes Jahr war es natürlich rappelvoll auf dem Gelände der Burg in Krefeld Linn. Auch für die „Kleinen“ gab es einiges zu sehen, aber man muß sich natürlich dafür begeistern können :D.

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Neben vielen Händlern, die ihre Waren feilgeboten haben gab es wie jedes Jahr auch Handwerker denen man über die Schulter gucken konnte. Hutmacher, Puppenmacher genauso wie Bonbonmacher aber auch künstlerische Berufe wie  Steinmetze, Maler, Schmuckmacher u.v.m.

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Wer es sich nicht nehmen lassen möchte, findet auch Berufe aus der guten alten Zeit wie z.B. den Barbier … Rasur gefällig? Und dazwischen immer mal wieder Musiker und Statisten, welche die Kleidung längst vergangener Jahrhunderte tragen.

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1-2 mal am Tag versammelt sich das Volk auf einem großen Platz, wo dann ein mittelalterliches Ritterturnier stattfindet. Dieses war für heute leider erst auf den Nachmittag terminiert, so daß wir es nicht mehr mitbekommen haben. Wer trotzdem ein paar Fotos sehen möchte klickt wie immer auf Flickr / Sevenload und dort im Album “Rund um Krefeld”.

Annoncen Avis (die 193’er)

Ich möchte den Blog nutzen einmal zurückzublicken, zurück in das Jahr 1989. Ich glaube zwar nicht, daß ich auf diesem Weg jemanden wiederfinde, aber versuchen muß man es ja.

1989 war das Internet für die meisten noch weit weg. Zu dieser Zeit gab es eine Annoncen Zeitung namens „Annoncen Avis“ (im Netz mitlerweile zusammengefaßt unter Quoka.de). Diese Zeitung bestand zu 100% nur aus Annoncen, so wie ihr sie aus der Samstagszeitung kennt. Suche, biete, kaufe, tausche … das übliche eben. Der Clou, die Zeitung selbst kostete 1,- DM, das Aufgeben einer Annonce war für Privatanzeigen kostenlos (bis auf die Briefmarke oder den Telefonanruf). Eine der vielen Rubriken hieß damals „Grüße“ und dort standen in den ersten Ausgaben so 2-3 Texte, mit Glückwünschen für die Oma u.ä. Doch plötzlich erschienen die ersten Annoncen mit Pseudonym, ähnlich einem Chat oder etwas moderner das, was heute z.B. Twitter ist.

Da die Texte in dieser Rubrik ebenso kostenlos waren, wie im Rest der Zeitung, fanden sich dort innerhalb kürzester Zeit zwei Spalten, dann eine Seite und nach 4-6 Wochen bereits 2 ganze Zeitungsseiten voll mit Anzeigen wie „Black Tiger grüßt Snoopy, wie war dein Wochenende …“ usw. Etwa 20-30 verschiedene Pseudonyme waren in ständigem Kontakt bis irgendwann jemand auf die Idee kam Freitags oder Samstags in einer bestimmten Kneipe aufzutauchen und andere dazu einzuladen.

Zunächst kamen 2-3 und berichteten in der Folgewoche, dann 5-8 und nach ca. 3 Wochen kamen bereits 15-20 Schreiber dieser Rubrik (übrigens es war, soweit ich mich erinnere, die Rubrik 193) vom ganzen Niederrhein in diese eine Kneipe. 70% kamen mit dem Auto und tranken demnach nur Limo und Wasser, was den Wirt zunächst verwunderte, aber aus dieser Idee kam für ca. ein 1 Jahr eine wunderbare Gruppe zusammen. Leider hat man sich dann schnell wieder aus den Augen verloren, weil eben doch nicht jeder mit jedem konnte.

Wohlgemerkt, wer sich nicht persönlich sah oder anderweitig kannte, mußte damals auf eine Antwort eine Woche warten, bis daß der Text in der Zeitung der Folgewoche zu lesen war. In der heutigen Internetgeneration ist es unvorstellbar, weil e-mails, Twitternachrichten u.ä. binnen Sekunden rund um den Globus laufen. Aber wenn sich jemand vom Niederrhein an die 193’er Zeit im „BIT77“ erinnert (1989 / 1990) möge er oder sie sich doch mal hier melden.