Zwischen Rhein und Ruhr

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Tja, eigentlich wollte ich euch ja schon vor 14 Tagen von meinem Besuch auf der Halde Rheinelbe berichten, aber die neuen Bilder sind mangels Sonne so langweilig wie Schneeflocken im Nebel. Richtig, ich war mal wieder in Gelsenkirchen und habe meinen Besuch aus dem Sommer 2010 wiederholen wollen, aber schöner und heißer als beim letzten Mal konnte es ja kaum noch werden. Also habe ich die Halde flott wieder verlassen und den Tag in Essen fortgesetzt. Ich wollte mir unbedingt mal die Ringpromenade rund um Zeche und Kokerei Zollverein ansehen. Seit dem vergangenen Herbst kann man mit dem Fahrrad (oder jedem anderen nicht motorisierten Fahrzeug) auf einer gut ausgebauten Strecke einmal um das ganze Gelände fahren. Auf diese Weise bekommt man die Kokerei endlich mal von hinten zu sehen. Ganz ehrlich? Die Vorderfront gefällt mir besser ;-).

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Am letzten Wochenende war uns der Sonnengott dann besser gesonnen und somit habe ich mal wieder einen Abstecher in den Düsseldorfer Nordpark gemacht. Nachdem ich letztes Mal die Blütezeit knapp verpaßt habe, waren die Gärtner dieses Mal fleißig und haben einige tausend Stiefmütterchen gepflanzt. Für Tulpen war es aber noch zu früh und auch im japanischen Garten war noch Winterruhe. Also nehme ich mir den Nordpark nach Ostern nochmal vor. Trotzdem erste bunte Fotos „Düsseldorf 2012“ sind an dem Samstag entstanden. Ihr wollt auch hin? Sucht nach AquaZoo, Kaiserswerther Str. 380, der Nordpark ist gleich nebenan. Die Bilder aus dem Nordpark findet ihr hier bei Flickr, Sevenload oder Picasaweb (Google+).

Zoom Erlebniswelt

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Der Eintritt ist nicht gerade billig, aber ich finde er lohnt sich immer wieder und in den nächsten drei Wochen ist sogar noch Zeit, um mit der RuhrTopCard kostenlos in die Gelsenkirchener Zoom Erlebniswelt zu gehen. Danach, genauer am 01.04.2012 startet die Zoom (Sommer-)Saison 2012. Ich habe am vergangenen Samstag, trotz bedeckten Himmels mal wieder die Zoom Erlebniswelt besucht. Dieses Mal war ich alleine unterwegs. Was sich auf den ersten Blick etwas langweilig anhört, kann aber auch ein Vorteil sein. Ich war bereits um kurz nach 10.00 Uhr an der Kasse und hatte demnach viel Zeit, um mich mit dem Fotoapparat für einen Schnappschuß auf die Lauer zu legen.

Vorgenommen hatte ich mir im Alaskateil die Waschbären, den Kodiak- bzw. den Kamtschatkabär (beides Unterarten des Braunbären) sowie die Eisbären, die dieses Mal leider nicht im Wasser waren. Im Asienteil dann das Tropenparadies, in dem jetzt die Huluman Affen mit den Orang Utans zusammenleben, neben den Ottern versteht sich, die von Anfang an dort beheimatet sind und schließlich wollte ich im Afrikateil des Zoos die Löwen sowie die Schimpansen aufsuchen. Man kann nicht sagen, daß es besonders leer war, aber wer so früh im Jahr kommt, hat die gute Gelegenheit, die Gehege und demnach die Tiere ganz aus der Nähe betrachten zu können.

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Leider sind nicht alle Tiere draußen, so wie im Sommer und auch die Restaurants sind größtenteils noch geschlossen, so daß Selbstverpflegung angesagt ist, aber dafür hat man Zeit und Muße die Tiere in aller Ruhe zu betrachten. Natürlich ist immer ist ein bischen Zufall dabei, dann in den Gehegen zu sein, wenn die Tiere nicht gerade schlafen. So hatte ich z.B. das ausgesprochene Glück im Tropenparadies zu sehen, wie die Hulman Affen mit den Orang Utans versuchten Freundschaft zu schließen oder wie die Schimpansen das erste Mal nach dem Winter wieder auf die Außenanlage durfen, dort mit Apfelstückchen gefüttert wurden und außer Rand und Band schienen. Gerade bei den Schimpansen muß man unweigerlich darüber nachdenken wer hier wen beobachtet. Die Menschen die Affen oder umgekehrt. So saß an einem Fenster ein kleines Mädchen und schaute hinaus, als plötzlich einer der jüngeren Affen angerannt kam, von außen ans Fenster klopfte und wieder verschwand, während das Mädchen einen Schreckensschrei ausstieß. Die Affen vor der Scheibe schienen sich köstlich zu amüsieren.

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Auf diese Weise habe ich in jedem der drei Zooabschnitte je gut 90 Minuten verbracht und bin schließlich mit über 400 Fotos zurückgekommen. Nach der ersten Runde sind 238 übrig geblieben und eine Auswahl findet ihr wie immer in den Fotoalben von Flickr, Sevenload und (u.U. nur als Google+ Mitglied) bei Picasaweb.

Zeche Nordstern, Emscherkunst und Rungenberg

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Ein weiterer Bericht über eine weitere Halde? Nicht ganz, aber auch. Diese Woche hat es mich nochmal nach Gelsenkirchen gezogen. Zunächst ging es vom Nordsternpark (der Turm der Zeche Nordstern ist mit der Skulptur des „Herkules“ unverkennbar) via Fahrrad (metropolradruhr) entlang des Rhein-Herne-Kanals zum Emscherkunstprojekt „Monument for a Forgotten Future“ (nördlich der Schleuse in Gelsenkirchen). Der Weg ist vom Nordsternpark in ca. 15 Min. bequem zu erreichen. Das „Monument for a Forgotten Future“ ist die Kopie einer Bergformation aus dem Nationalpark Joshua Tree bei Los Angeles und spielt in seinem Inneren leise Musik, wenn man sich dem Berg nähert.

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Danach habe ich wieder mal die Graffitiwand im Nordsternpark besucht, um zu sehen, was sich seit dem letzten Besuch verändert hat. Die Mauer am ehemaligen Kohlehafen darf ganz offiziell besprüht werden und wandelt sich alle paar Monate. Einmal in Gelsenkirchen bieten sich zwei Halden an besucht zu werden. Im Süden der Stadt (unweit der A40) die Halde „Rheinelbe“ über die ich im letzten Jahr hier berichtet habe und zum anderen die Halde „Rungenberg“ im Norden (unweit der A2), die ich bisher noch nicht kannte. Also ging der Ausflug dorthin.

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Die Straße führte mich zunächst durch die Siedlung Schüngelberg, die ebenfalls zur Route der Industriekultur gehört. Zweigeschossige Häuser die zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut wurden mit zum Teil getrennt liegenden Gärten und einem später integrierten Mulden-Rigolen-System zur Ableitung des Regenwassers. In den 90’er Jahren kam dann ein Neubaugebiet hinzu, daß mit Verlaub etwas künstlich wirkt. Von der Siedlung Schüngelberg aus führt eine Treppe (ca. 300 Stufen) hinauf zur Halde. Diese hat zwei Spitzen, an denen je ein Scheinwerfer steht. Die Scheinwerfer formen (soweit ich weiß) Nachts mit ihren Strahlen aus einer zerschnittenen Pyramide optisch eine ganze Pyramide. Bilder auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Grimberger Sichel (Nachtrag zur Haldentour)

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Auf dem Rückweg von der Haldentour bin ich bewußt nicht gleich auf die Autobahn, sondern wollte noch einen Abstecher zum Rhein-Herne-Kanal machen. Nur ein paar Autominuten von den Halden entfernt befindet sich die „Grimberger Sichel“, eine Brücke über den Rhein-Herne-Kanal, Baujahr 2009. Wer schon mal im Gelsenkirchener Zoo (der Zoom Erlebniswelt) war hat die Brücke vielleicht schon mal gesehen. Sie befindet sich außerhalb des Zoo Geländes, aber in unmittelbarer Nähe, gleich auf der Rückseite des Zoogeländes. Die Brücke ist in einer Halbkreisform gebaut (eben in Form einer Sichel) und das besondere, sie hängt nur an einem einzigen Pylon (ich hoffe man nennt das so). Von hieraus startet eine Radtour immer entlang der (ehemaligen) Erzbahntrasse bis zur Jahrhunderthalle in Bochum. Ich bin die Strecke noch nie gefahren (bräuchte auch ein Fahrrad an der Stelle), aber sie soll sehr schön und weitestgehend ebenerdrig sein. Wenn ihr die Strecke kennt hinterlasst doch mal einen Kommentar.

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Auch hier noch schnell ein paar Bilder gemacht. Schaut auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Zoom Erlebniswelt

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Daß ich dieses Jahr wieder mit der Ruhrtopcard duch die Gegend reise hatte ich geschrieben, oder? Also mußte (wollte) ich bis Ende März auch noch in die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen. Am letzten Samstag, das Wetter war ansprechend, bin ich also zeitig los und was soll ich euch sagen, 15 Min. nach Öffnung des Zoos war es an den Kassen noch erfreulich leer. Ich hatte garnicht damit gerechnet, aber die Wege gehörten uns noch fast alleine.

Natürlich kann es einem passieren, daß einige Tiere um diese Zeit auch noch schlafen, aber das Risiko war es mir wert, nachdem ich mir im letzten Jahr fast zu selben Zeit vorkam wie in einer überfüllten U-Bahn. Leider gab es bei den Orang Utans irgendwelche Baurbeiten im Gehege, so daß die Tiere nur in einer kleinen Ecke zu finden waren. Das war ein bischen schade.

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Warum wird man Zoos eigentlich immer von Fotografen überfallen, die einem unbedingt ein Gruppenfoto aufschwatzen wollen. Nein einen gratis Schlüsselanhänger benötige ich auch nicht. Wir wollten stattdessen nach dem Löwen Ausschau halten, den wir beim letzten Mal auch nicht angetroffen hatten. Leider hatte auch er noch seine Ruhepause, aber die dicken Pranken lagen dafür in unmittelbarer Fotoweite. Süß das „Kätzchen“ 🙂 .

Für den kleinen Durst und den kleinen Hunger hatte ich einen Rucksack mit ein paar Kleinigkeiten dabei, aber ausgerechnet während der Bootsfahrt durchs Afrikagehege war essen untersagt. Die Affen auf der gleichnamigen Insel könnten sonst dem Futterneid verfallen. Ja einverstanden, die Beißer mochte ich nicht spüren.

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Stattdessen etwas essen auf dem Weg zum Eisbären. Den wollte ich unbedingt nochmal wiedersehen. Der Eisbär schwimmt bis kurz vor eine Scheibe, erschreckt dabei Besucher, die das noch nicht kennen und dreht dann wieder ab. Dieses Mal war allerdings der Wasserstand im Becken niedriger, so daß das Fenster ganz über Wasser war. Beim letzten Mal habe ich den Eisbären noch tauchen sehen. Dafür hat er sich dieses Mal als Handballer versucht 😉 . Mehr von der Zoom Erlebniswelt auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Insel Tour

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Und weiter geht’s … Dieses Mal habe ich mir ein Fahrrad ausgeliehen und bin über die Emscherinsel immer entlang des Rhein-Herne-Kanals bzw. entlang der Emscher gefahren. Das Fahrrad habe ich in Oberhausen bei Revierrad geliehen. Revierrad deßhalb, weil MetroradRuhr z.Zt. noch keine Räder in Oberhausen anbietet. Qualität des Rades … o.k. würde ich sagen, Narbenschaltung, gute Bremsen, lediglich das Schloß war nur ein einfaches Rahmenschloß und das noch etwas wackelig.

Entlang der Emscherinsel bin ich gefahren, weil dort im Kulturhauptstadtjahr auch die Ausstellung Emscherkunst zu finden ist. Emscherkunst? Ja, auch darüber habe ich vor gut 4 Wochen schon mal berichtet.

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Start war im Haus Ripshorst nur 100 Meter vom Rhein-Herne-Kanal entfernt. Von da aus immer Richtung Osten. Am BernePark geht es dann einmal quer über die Emscherinsel, die an dieser Stelle ihre breiteste Stelle hat. Im Rahmen der Emscherrenaturierung wird aus der ehemaligen Kläranlage der Bernepark mit begehbarerm Klärbecken. Statt Wasser wachsen jetzt Blumen in einem der Becken. Um eine Vorstellung von der Größe der Abwasserrohre zu bekommen, durch die zukünftig die Emscher fließen soll, sind 4 Rohrstücke zu „Hotelzimmern“ (mit Übernachtungsmöglichkeit) ausgebaut.

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Weiter geht es zunächst unter der A42 entlang und dann direkt daran vorbei. So müssen sich Anwohner an der A40 fühlen. Einige Zeit danach, man hat die Emscher mitlerweile zweimal gequert, trifft man auf das Emscherkunstprojekt „Between the waters“ einer Art biologischer Kläranlage mit zwei richtigen Toiletten die ausprobiert werden wollen (nein ich habe sie nicht benutzt 😀 ).

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Auf das Kunstprojekt „Obelisk“ (ein paar hundert Meter weiter) muß man etwas genauer achten, denn es liegt etwas abseits des unmittelbaren Fahrradweges. Der 14 Meter hohe Obelisk besteht aus Karbon was wiederum aus Kohlefaser besteht (daher der Bezug zum Ruhrgebiet). Anfassen erlaubt. Weniger zum Anfassen ist die Vergoldung des Abschlussgeländers am ehemaligen Kohlebunker der Schurenbachhalde. Die Goldauflage ist aus der Ferne nur schwer zu erkennen, soll aber das Wortspiel Steinkohle ist das „schwarze Gold“ des Ruhrgebiets wiederspiegeln.

Das Projekt „Warten auf den Fluss“ habe ich bereits beim letzten Mal ausführlich beschrieben, so daß ich gleich an mein Ziel die Zeche Nordstern weitergefahren bin. Eine kleine Stärkung, eine Abkühlung am Brunnen vor der Zeche, ein Schlenker zur Graffitiwand und vor dort aus wieder zurück nach Oberhausen.

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Falls ihr diese oder einen anderen Teil der Emscherinsel befahren möchtet besorgt euch die kostenlose Karte „Emscher InselTour“. Sie ist in den meisten „Ruhr.2010“ Besucherzentren oder bei Revierrad zu bekommen.

Nebenbei, recht amüsant sind die, auf den ersten Blick etwas sinnlosen, Tafeln am Wegesrand, welche aus der Kunstaktion „Bilder am Kanal“ entstanden sind, oder hätte euch „Frauenhandtasche, rotes Leder“ etwas gesagt 😀 ? Schaut mal ins Ruhr2010 Album auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Rheinelbe und Rhein-Herne(-Kanal)

Der vorerst heißeste Tag in diesem Sommer und ich habe mich mal wieder auf Haldentour gemacht. Verrückt? Nein, ich war schließlich schon um 8.00 Uhr unterwegs. Dieses Mal sollte es zur Halde Rheinelbe gehen, denn da war ich noch nicht.

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Aber die Halde ist gut versteckt, zumindest für den, der noch nicht dort war. Ich bin zunächst 2 x daran vorbeigefahren, bevor ich den kleinen Fuß-/Radweg entdeckt habe. Die Sonne stand bereits gegen 9.00 Uhr hoch am Himmel, aber in gut 10 Minuten war die Spitze der Halde erreicht. Ob steht die weithin sichtbare Himmelstreppe, ein 10 Meter hoher Aufbau aus schweren Betonblöcken. Mitlerweile fällt auch die Orientierung leichter, wenn man bekannte (Hoch-)Punkte immer wiedererkennt.

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Danach ging es einmal quer durch Gelsenkirchen bis nach Essen zum bereits bekannten Aufgang der Schurenbachhalde. Von hier aus wollte ich einen Kurzbesuch am Rhein-Herne-Kanal absolvieren und prüfen, wie weit von hieraus die Objekte der „Emscherkunst“ fußläufig zu erreichen sind. Unmittelbar am Übergang zur Emscherinsel befindet sich das Kunstwerk „Schlafende Brücke – Warten auf den Fluß“ (mit Übernachtungsmöglichkeit). Die Brücke wartet auf die Renaturierung der Emscher an dieser Stelle.

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Da sich die Emscherkunst entlang der Emscherinsel (zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher) erstreckt, ist man gut beraten ein Fahrrad mitzunehmen. Ich habe mich dennoch zu Fuß in westliche Richtung aufgemacht und in ca. 10-15 Minuten Entfernung noch den Obelisken ausfindig gemacht. „Between the waters“ wäre noch einmal 10-15 Minuten weiter entfernt gewesen, für einen heißen Tag in praller Sonne eindeutig zuweit.

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Nebenbei, machmal ist es schwierig Kunst auch als Kunst zu erkennen. An einer Ecke habe ich ein paar Bänke mit eingelassenen Betonplatten gefunden und einen mit Stroh bedeckten (und abgesperrten) Uferstreifen zum Rhein-Herne-Kanal. Keine Ahnung, ob das auch Kunst sein sollte 😀 . Zum Tagesabschluß habe ich noch einen kurzen Abstecher auf die Schurenbachhalde gemacht, wenn man schon unmittelbar davor parkt. Da es aber mittlerweile auf die 12.00 Uhr zuging wurde es auch unerträglich heiß und ich habe mich auf den Rückweg gemacht.

Mehr Bildmaterial im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Nordsternpark

Am Tag nach Fronleichnam (für viele Brückentag in NRW) bin ich der Route der Industriekultur gefolgt und war nach vielen Jahren mal wieder im Nordsternpark in Gelsenkirchen.

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Es ist sage und schreibe schon 13 Jahre her, daß ich das erste Mal dort war. Es war das Jahr 1997 und der Nordsternpark war Teil der Bundesgartenschau. Heute 13 Jahre später sind die bunten Blumen verschwunden, aber der Wasserspielplatz und die Rest der einstigen Zeche, auf dessen Grund sich der Nordsternpark befindet, stehen noch immer. Mitten durch den Park ziehen sich der Rhein-Herne-Kanal und die Emscher und weil man diese Flüsse häufiger überqueren möchte gibt es gleich mehrere Brücken.

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Die bekannteste davon vermutlich die 36 Meter hohe, stählerne Doppelbogenbrücke. Mit einer Spannweite von 80 Metern und zwei unsymmetrischen, aber parallelen Bögen liegt sie schräg über dem Rhein-Herne-Kanal. Wer auf dem kostenlosen Parkplatz am Amphitheater parkt hat es nicht weit zum Kinderland, läuft aber auch Gefahr, den Rest des Parks nicht mehr zu sehen, weil die Kinder besonders an warmen Tagen vom Wasserspielplatz nicht mehr weg zu bekommen sind 🙂 .

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So bunt wie zur Bundesgartenschau geht es nicht mehr zu auf dem Gelände, aber zum Fahrradfahren oder Spazierengehen sind die Wege wie gemacht. Im Kulturhauptstadtsommer ist der Nordsternpark außerdem zentrale Anlaufstation für die Aktion „Emscherkunst„. Der Fahrradverleih unweit des Besucherzentrums am „blauen“ Pumpwerk ist ein möglicher Ausgangspunkt die Emscherinsel zu erkunden.

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Ein Kunstwerk der Emscherkunst findet sich direkt vor Ort, „Das laufende Haus“ (Walking House) der dänischen Künstlergruppe N 55. Eine Art 6-eckiger Zylinder mit sechs Beinen, die das ganze Haus vorwärts bewegen. Momentan wird das Haus nur zeitweise bewegt, wie man mir aber sagte, soll es aber ab ca. Mitte Juni regelmäßige Vorführungen geben. Die Emscherinsel und die Emscherkunst werde ich mir noch einmal gesondert ansehen, dann vermutlich via Fahrrad.

Fotos im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Zoom Erlebniswelt (2. Teil)

Im Sommer schrieb bereits einmal von einem Besuch in der Zoom Erlebniswelt, einer neuen Art von Zoo in Gelsenkirchen. Geht es euch auch so, daß der erste Besuch immer etwas besonderes ist? Man kennt sich noch nicht aus und es gibt an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken. Obwohl die Asienwelt ein neuer Teil des Zoos ist, war das Erlebnis heute nicht so groß wie beim letzten Mal. Vielleicht lag es daran, daß es, trotz regnerischem Sonntag, unheimlich voll war.

Die Tiere haben (fast) alle noch ihren wohlverdienten Sonntagsschlaf gehalten, während sich die Gäste die Nasen an den Glasscheiben plattdrückten. Es ist nach wie vor beeindruckend, wie man einen Zoo gestalten kann, trotzdem ist die Asienwelt der m.E. kleinste Teil der Zoom Erlebniswelt. Das Highlight ist die Tropenhalle in denen u.a. die Orang Utans einen Großteil der Anlage einnehmen. Der Zuschauer hat von unten, von oben, von überall Einblick, vorausgesetzt er hat vor lauter Menschen überhaupt Einblick.

Die RuhrTopCard, die noch bis Ende März freien Eintritt gewährt, war vermutlich ein Grund für den heutigen Andrang. Den Abschluß haben wir dann noch bei Antonia, einem Liliputaner-Eisbären in der Alaskawelt gemacht, danach fing es wieder an zu regnen.

Ich habe die neuen Bilder den Zoom Erlebnisweltalben bei Flickr bzw. Picasaweb zusortiert. Das Album bei Sevenload folgt, sobald Sevenload keine Zicken mehr macht. Leider habe ich die Bilder fast alle etwas nachbearbeiten müssen, da diesieges Wetter immer auch verwaschene Bilder gibt. Aber seht selbst …

Zoom Erlebniswelt

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Habe ich euch eigentlich erzählt, daß ich letzte Woche in der Zoom Erlebniswelt war? Nein? Glatt verschwitzt, um mal das aktuelle Wetter mit einzubeziehen. Aber was ist überhaupt die Zoom Erlebniswelt? Es handelt sich hier um den, zur Erlebniswelt umgestalteten, ehemaligen Ruhr-Zoo in Gelsenkirchen.

Erlebniswelt vermutlich deßhalb, weil anders als in „normalen“ Zoos, die Tiere nicht in rechtwinklig abgezirkelten Gehegen oder gar Käfigen leben, sondern in einer Umgebung, einer künstlichen versteht sich, die ihrem natürlichen Lebensraum entspricht. Die ZOOM Erlebniswelt bietet momentan zwei von einander getrennte Themenbereiche, Alaska und Afrika. Im kommenden Frühjahr (2010) soll dann noch Asien dazukommen. Jeder Themenbereich ist mit einem rd. 1,5 bis 1,8 km langen Rundweg erschlossen. Die Tiere in den Gehegen sind zum größten Teil nur durch einen Graben o.ä. vom Publikum getrennt und können, da der Rundweg um die Gehege herum verläuft, von mehreren Seiten beobachtet werden.

Nun ist es in Zoos üblicherweise so, daß manches Tier einfach in Ruhe gelassen werden will und demnach manchmal auch nur schlafend angetroffen wird. Sind die Tiere dann aber einmal wach, gibt es, durch Panzerglasscheiben getrennt, ganz engen Kontakt. Leider gehörten die Löwen im Afrikateil an dem Tag zu den Schläfern, aber dafür waren die Schimpansen umso aktiver und boten dem Puplikum eine regelrechte Show. Fragt sich wer hier wen hinter der Glasscheibe beobachtet hat 😀 .

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Glück hatten wir bei den Eisbären. Hier wurde die Panzerglasscheibe so angebracht, daß man das Wasserbecken zur Hälfe oberhalb und zur Hälfte unterhalb der Wasseroberfläche beobachten kann. Einer der Eisbären schwomm seine Runden so, daß er auf die Besucher zuschwamm (manchmal auch tauchender Weise) und sich dann an der Glasscheibe mit seinen Pranken abstieß, wie ein Schwimmer bei der Wende. Grandios hier zuzuschauen.

Interessant auch das Alaska Ice Adventure. (eine simulierte Fahrt in einem Iglu auf einer Eisscholle) und eine echte Bootsfahrt durch einen Teil der Erlebniswelt Afrika. Beides im Preis inclusive. Apropo Preis, der ist natürlich ordentlich und was ich schade fand es gab nichtmal Familienkarten. Wer also mal nach Gelsenkirchen will, sollte Ausschau halten nach Vergünstigungen z.B. der CityPowerCard die hier von verschiedenen Stadtwerken aus der Rhein/Ruhr Region kostenlos vergeben wird.

Was ich vermißt habe ist die Möglichkeit sich einmal abseits des Trubels etwas auszuruhen. Bis auf eine Reihe halbierter Baumstämme gab es so gut wie keine Sitzmöglichkleit. Selbst an den Kiosken gab es nur Baumstümpfe (passend zur Landschaft). Eine kleine Auswahl von Fotos gibts wie immer in meinen Fotoalben bei Flickr oder Sevenload.