Düsseldorf, Essen und das Portal der Industriekultur

Aus Aktuallitätsgrunden habe ich am Montag den Blogbeitrag zum Oldtimertreffen in Essen vorgezogen, jetzt aber noch ein Nachtrag zum letzten Wochenende. Bisher war der 1. Mai immer der Startschuß in die Frühlingssaison, daher war ich am Samstag auf einen kurzen Abstecher im Düsseldorfer Nordpark (Parkplatz Aquazoo). Der Park wird, neben dem Südpark, von der Stadt Düsseldorf immer sehr gut gepflegt sowie reich und bunt bepflanzt.

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In diesem Jahr kam ich aber ein paar Tage zu spät, denn die Pflanzen waren nach den warmen Tagen im April bereits zum Teil verblüht 😦 . Lediglich der japanische Garten lud (wie fast immer) mit prächtigen Farben zum Besuch ein. Wenn ihr mal in der Nähe seid besucht unbedingt mal den japanischen Garten im hinteren Teil des Nordparks (10 Min. Fußweg vom Aquazoo). Große Wiesen, ein kleiner Wasserfall, auf spezielle Art beschnittene Kiefern und japanischer Fächerahorn charakterisieren den 5.000 Quadratmeter großen Garten. Alle vier bis sechs Jahre kommen sogar speziell Gärtner aus Fernost um die nötige „Generalinspektion“ (zurückschneiden der Bäume etc.) durchzuführen. Der Park kostet keinen Eintritt, nur moderate Parkgebühr für’s Auto.

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Am Sonntag, einmal auf Zollverein, habe ich die Zeit genutzt, um mal in Ruhe das „Portal der Industriekultur“ zu durchschreiten. Für 2,- Euro geht es in eine Art Multimediaraum (in dem keine Fotos erlaubt sind) auf Ebene 30 der Kohlenwäsche. An Bildschirmen kann man 18 Highlights der Route der Industriekultur multimedial erleben. Der Clou, jeder der Bildschirme läßt sich in der Höhe verschieben und zeigt verschiedene Informationen, jenachdem welchen Menüpunkt man durch das Verschieben auslöst. Dazu gibt es dann noch ein 360 Grad Kino, in dem zu jeder 1/2 Stunde ein ca. 20 minütiger Film über den Wandel im Ruhrgebiet gezeigt wird. „Ruhrgebiet rundrum“ wird durch zwölf Beamer 360 Grad auf zwei Meter hohe Wände produziert. Zum Schluß kommen dann noch ein paar Ruhrgebietler zu Wort die erklären, warum das Ruhrgebiet ihre Heimat ist. Die Worte, daß es unwahrscheinlich ist, daß der BVB Deutscher Meister wird, müssen jetzt wohl überarbeitet werden 😀 .

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Nach dem Film geht es noch auf die 45 Meter Aussichtsebene, also auf’s Dach der Zeche Zollverein. Auch hier nicht einfach Augen zu und durch, denn der Weg auf die Dachterrasse geht durch einen Teil der Kohlenwäsche. Man läuft sozusagen selbstständig eine Etage oberhalb von Eingangshalle und Ruhrmuseum und kann dort hinunterschauen. Wer mehr sehen möchte, muß die Führung über den „Denkmalpfad Zollverein“ mitmachen. Da kaum andere Gäste da waren also Zeit für ein paar Fotos drinnen und erst Recht draußen. Der Blick geht über Förderturm, Kokerei, die Skyline von Essen auf das umliegende Ruhrgebiet und die Halden mit ihren Landmarken (Richtung Westen ist die Sicht leider etwas versperrt). Darüber habe ich ja auch schon hier im Beitrag „Kulturhauptstadt Essen“ erzählt.

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Ruhr 2011 Bilder hier: Flickr, Sevenload, Picasaweb
Düsseldorf Bilder hier: Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Frühling, Oldtimer und Zoo

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Ein wunderschön sonniges Wochenende liegt hinter uns, ungewöhnlich für Anfang April, aber nach dem langen Winter haben wir uns das bestimmt verdient 😀 . Also habe ich das Wochenende genutzt und mich zunächst im Meilenwerk in Düsseldorf umgesehen. Das Meilenwerk (früher mal ein Ringlokschuppen) ist der Treffpunkt für Oldtimer-Freunde. Private Unterstellplätze, verschiedenste Fachfirmen und regelmäßige Ausstellungen (übrigens auch in Berlin und Stuttgart) laden jedermann zum Besuch dort ein. An diesem Wochenende wurde die Sommersaison eröffnet, aber die Türen stehen auch außerhalb des Wochenendes allen Besuchern offen. Interesse? Harffstraße 110 a in Düsseldorf. Besonderheit dieses Wochenendes, die Ausstellung „MEILENSTEINE aus 125 Jahren Automobil“.

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Anschließend haben ich mich im Südpark in Düsseldorf umgesehen. Der Park, hervorgegangen aus der Bundesgartenschau 1987, ist zu fast allen Jahreszeiten sehenswert, im Frühling, wenn die Bäume anfangen zu blühen, aber ganz besonders. Bereits vor längerem habe ich den Park schon mal empfohlen und dank der ausreichend freien Parkplätze, direkt an der Phillipshalle, ist er auch nicht zu verfehlen. Blumen, Wiesen, Spielflächen und das bei freiem Eintritt versteht sich. Wenn man der Webseite glaubt ist der Südpark mit 70 Hektar der größte und dazu noch der meist besuchte Düsseldorfer Park. Mehr Infos incl. Parkplan gibt’s hier.

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Der Sonntag sollte dem Zoo in Dusiburg gewidmet sein und ich war erstaunt, wieviel dort zur Zeit gebaut wird. Allem Anschein nach versucht der Duisburger Zoo „nachzurüsten“, schließlich ist Gelsenkirchen (mit der Zoom Erlebiswelt) ein starker Konkurrent. Da ich 2010 nicht dort war, habe ich auch nicht mitbekommen, daß neben verschiedenen neuen Gehegen bereits im August 2010 auch der erste Spatenstich zum Erlebnispark mit Streichelzoo, Bauernhof und Entdeckerhaus getätigt wurde. Geplanter Zeitpunkt der Fertigstellung soll Frühjahr 2011 sein, allerdings sah es m.E. noch nicht fertig aus. Auch ein neues Bärengehege war in Arbeit. Ein paar schöne Schnappschüsse hat besonders die Giraffe ermöglicht. Ich war mir nicht sicher, ob sie etwas zwischen den Zähnen sitzen hatte oder sich als Pauenclown betätigte, aber ihre Grimassen waren einfach Gold wert.

Fotos sind verteilt in den Alben, Düsseldorf 2011 und Duisburg zu sehen. Klickt mal rein auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Studiofest WDR

Heute war ich wieder in Düsseldorf unterwegs. Der Grund, Hafenfest im Medienhafen und was noch viel wichtiger ist Studiofest beim WDR. Ein „Tag der offenen Türe“ sozusagen. Zugegeben ein bischen Geduld muß man schon mitbringen, wenn man warten muß, um in die Studios zu gelangen, aber der frühe Vogel … ihr kennt das Sprichwort 😀 . Bereits um kurz vor 10.00 Uhr stand die erste Schlange vor dem Eingang, aber die Wartezeit hielt sich mit ca. 15 Min. in Grenzen.

Also habe ich mir heute u.a. angesehen wo die Sendung „Daheim und unterwegs“ (Mo.-Fr. 16.00 Uhr) sowie die Nachrichtensendungen des WDR wie z.B. die „Aktuelle Stunde“ (Mo.-Sa. 18.50 Uhr / So. 19.10 Uhr) gemacht werden. Interessant alleine was an Technik unter der Decke hängt (Deckenkamera, Scheinwerfer). Außerdem wirken die Studios am Fernseher viel größer.

Neben den beiden Studios gab es Möglichkeiten, sich mit den Archiv- und Filmschnittmitarbeitern zu unterhalten, in verschiedene Radiostudios (in denen zu dem Zeitpunkt natürlich keine Sendungen stattfanden) zu schauen und sich mit Postern, Luftballons und Autogrammen der Moderatorinnen und Moderatoren einzudecken.

Ein paar schwarze Wolken zogen über das Gelände, weil der August sich eher wie ein April gab, aber das hat nur die wenigsten vom Besuch abgehalten. Vor dem Funkhaus wurde die Sendung „Hallo Ü-Wagen“ produziert und anschließend diente der Ü-Wagen als Showbühne für verschiedene kleine Programmpunkte. Das Studiofest (und das Hafenfest) finden auch noch morgen (Sonntag 29.08.2010) statt. Bilder werden noch in das Düsseldorf 2010 Album bei Flickr, Sevenload und Picasaweb gestellt.

Leihräder

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Mitlerweile gibt es eine ganze Reihe von Verleihsystemen für Fahrräder. Das erste Mal gehört habe ich von Call a Bike bei der Deutschen Bahn. Zunächst in Großstädten, später an allen ICE Bahnhöfen. Ausleihe und Rückgabe erfolgt in Berlin, Frankfurt/M., Karlsruhe, Köln und München irgendwo im Stadtgebiet, in den restlichen Städten an bestimmten Call a Bike-Stationen. Die Tochterunternehmen namens Stadtrad arbeiten in einigen Städten (z.B. Hamburg oder Berlin) nach dem gleichen Prinzip.

Vor ca. 1 1/2 Jahr habe ich dann erstmals von Nextbike gehört und, da die Anmeldung nichts kostet, mich dort mal angemeldet. Nextbike hat aus meiner Sicht den großen Vorteil, daß für die Ausleihe eine ganz normale Festnetznummer in Berlin angerufen werden muß, während Call a Bike leider eine teurere 0700’er Nummer benutzt.

Die Anmeldung für die genannten Systeme ist zwingend, weil man seine Konto-/Kreditkartendaten hinterlegen muß. Dafür ist man super flexibel. Findet man ein freies Rad, ruft man via Mobiltelefon an, wird an Hand der eigenen Rufnummer erkannt und schon ist das Rad ausgeliehen. Nebenbei, Nextbike ist auch Mitinitiator von Metroradruhr, so daß Kunden von Nextbike auch dort Räder ausleihen können.

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Ein anderes Konzept verfolgen Anbieter wie Revierrad (entlang des Ruhrgebiets) oder Niederrheinrad (westlicher Rand des Ruhrgebiets und Niederrhein). Hier reserviert man sich die Räder an einer Verleihstation und entscheidet vorher, wo man das Rad wieder abgeben möchte.

In der Regel gibt man die Räder an der selben Station zurück, an der man sie auch abgeholt hat. Das ist zwar nicht zwingend, kostet aber Aufpreis, wenn man seine Reise an einer anderen Station beendet. Vorteil dieser Art des Verleihs, man kann sicher sein, sein reserviertes Rad an der Verleihstation vorzufinden, während die o.g. Systeme dafür flexibler ausgelegt sind.

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Diese Woche war ich mal nicht im Ruhrgebiet sondern in Düsseldorf, um ein Fahrrad bei Nextbike auszuleihen. Vorteil in Düsseldorf, man kann sein Rad (im Innenstadtbereich) an jedem Punkt zurückrückgeben, der sich an Hand z.B. einer S-/U-Bahnstation, einer Straßenkreuzung o.ä. eindeutig beschreiben läßt. Ich habe das Rad am Luegplatz übernommen, war im Medienhafen, habe einen Abstecher in den Hofgarten gemacht und das Rad schließlich am Burgplatz stehen lassen.

Das Rad hatte „nur“ eine Dreigangnabenschaltung, was aber für eine Tour entlang des Rheins vollkommen ausgereicht hat. Die Ausleihe war nach Angabe der Nummer auf dem Fahrrad und der Mitteilung der Schloßkombination binnen Sekunden erledigt. Auch die Rückgabe, die ich ganz in Ruhe vorgenommen habe, war in einer Minute erledigt. Der Sattel ließ sich mittels Schnellspanner verstellen, für den Lenker hätte man Werkzeug benötigt. Die Ausleihe kostet 1,- Euro/Std., in Düsseldorf höchstes 5,- Euro/24 Std., in anderen Städten bis zu 8,- Euro/24 Std. Ich war mit dem Rad voll und ganz zu frieden und würde beim nächsten Mal wieder ein Rad nutzen, um kürzere Strecken zurückzulegen.