Botanischer Garten Bochum

Es gibt ja manchmal Autofahrer, da bleibt einem nur Kopfschütteln. Eine Ampel zwischen Krefeld und Duisburg, ich stehe auf der zweiten Geradeausspur. Die Ampel wird grün, wir fahren los. 70 km/h ist erlaubt und die sind auch bald erreicht. Rechts neben mir ein weiterer PKW, etwa gleich schnell. Von hinten nähert sich ein Lieferwagen. Nach einigen hundert Metern habe ich auf der zweiten Spur ein paar Meter Vorsprung und will auf die rechte Spur wechseln. Beim Blinker setzen sehe ich im Spiegel, daß der Lieferwagen auch gerade ansetzt, um mich rechts(!) zu überholen. Ich ziehe trotzdem rüber, erstens habe ich zeitgleich geblinkt, zweitens ist rechts überholen sowieso verboten. Der Lieferwagen zieht also nach einem halben Spurwechsel wieder nach links, beschleunigt geschätzt auf 90 km/h und zieht mit Dauerhupe an mir vorbei. Da bleibt einem echt nur Kopfschütteln. Aber das wollte ich euch auf dem Weg nach Bochum nur nebenbei erzählen.

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Da kommt man manchmal zu Ausflugszielen bei denen man sich fragt, warum war ich da nicht früher schon einmal? Der Botanische Garten in Bochum gehört dazu. Ich war ja schon in verschiedenen botanischen Gärten, aber im Botanischen Garten der Ruhr Universität in Bochum, der immerhin zu den zehn größten in Deutschland zählt, war ich bisher noch nie. Alleine der Chinesische Garten im Botanischen Garten Bochum ist es wert, selbigen zu besuchen. Ich zitiere mal von der Webseite der Ruhr Uni: „Insgesamt nimmt der umzäunte Bereich des Botanische Gartens eine Größe von 13 ha ein. Die Fläche der Gewächshäuser beträgt etwa 3500 qm“.

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Na da gibt’s doch was zu entdecken dachte ich so bei mir und habe nach meinem ersten Abstecher Anfang letzten Monats gestern mal einen etwas längeren Besuch eingeplant. Vielleicht ein Tipp vorweg, es gibt eine Menge Parkplätze an der Uni, aber am besten ist’s außerhalb der Unizeiten zu kommen, also Freitag Nachmittag oder am Wochenende. Die Unmenge von außergwöhnlichen Pflanzen läßt einen ganz schwindelig werden. Ich glaube das hier ist der Eingang zum Paradies … 😉 .

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Ich kann als Nichtbotaniker raumübergreifendes Großgrün = Baum vom Duftgemüse = Blume unterscheiden, aber von einem Taubenbaum habe ich z.B. noch nie gehört? Die Blätter dieses Baums sehen nicht nur aus wie ein Taschentuch, der Baum heißt sogar im Zweitnamen Taschentuchbaum. In meinem berauschten Zustand (s.o. Paradies) mußte ich mich gleich mit einem Blatt davon schmücken 😀 (zu Hause bin ich eher froh, wenn das Duftgemüse auf meinem Balkon den Sommer übersteht).

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Das Spannende an einem botanischen Garten ist ja nicht unbedingt, die 100’ste Eiche zu sehen, sondern außergewöhnliche Pflanzen. Schöne fotogene Blüten (insbesondere in den Gewächshäusern) oder die Mammutbäume, die in unserer Gegend ansonsten nicht so reichlich vorkommen. Um mich in dem großen Park nicht zu verlaufen, habe ich mir hier vorab noch den passenden Parkplan heruntergeladen. Der Park ist übrigens ohne Eintritt und damit jede Empfehlung wert.

Auf dem Rückweg aus Bochum bin ich zum ersten Mal über die neue Wattenscheider Str. am Westkreuz gefahren. Allen die sich in und um Bochum nicht so auskennen, die A40 wird seit anno Blumenkohl auf 6 Spuren erweitert und sämtliche Zufahrtsstraßen und Anbindungen an den CityRing werden dabei gleich mit umgebaut. Bisher war die (Baustellen-)Zufahrt von der Innenstadt auf die A40 ja schon abenteuerlich, weil sie einfach grob geteert mitten durch die Pampa führt.

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Nun ist die alte Brücke dorthin gesperrt und stattdessen fährt man über die neue Wattenscheider Str., die etwa 100 Meter von der alten Brücke entfernt liegt, wunderschön nagelneu, doch dann geht’s plötzlich links ab in eine Straße, bei der man sich fragt „Bin ich hier noch richtig“? Wer denkt schlimmer kann’s nicht kommen, muß dann wieder links auf die alte Wattenscheider Str. und wenn man bis hierher den Überblick nicht verloren hat über die rechte Spur wieder in die alte Auffahrt in der Pampa. Kein Wunder, daß da am ersten Tag nach der Umstellung über Stunden rund ums Westkreuz garnichts mehr lief. Gute Verkehrsführung sieht irgendwie anders aus.

Bilder vom botanischen Garten … das kennt ihr ja schon gibt’s bei Flickr und Google+.

Greifvögel über dem Gruga Park

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Wiedereinmal waren die Greifvögel aus dem Vogelpark Hellenthal (Eifel) zu Gast in der Gruga in Essen. Schönstes Vatertagswetter (wenn auch bei kühlen 8 Grad am frühen Morgen) lud zu einem Spaziergang ein. Wenn ich die Gruga besuche, nutze ich i.d.R. den Eingang „Mustergärten“ an der Lührmannstraße. Hier gibt es einen kleinen Parkplatz und eine Reihe weiterer Parkmöglichkeiten antlang der Straße. Doch dieses Mal war die Zufahrt eine Baustelle und mußte aus der anderen Richtung erfolgen. Ich dachte schon ich wäre falsch, denn die Straße geht aus dieser Richtung sozusagen durch den Keller einiger Messehallen. Als ich um 10.00 Uhr kam, war die Straße menschenleer. Ich dachte schon es wäre der falsche Tag. Dementsprechend leer war es auch noch im Park. Dies änderte sich aber im Laufe des Tages. Auch die Vögel waren zur ersten Greifvogelflugvorstellung noch ein bischen müde.

(c)2012 eichental.wordpress.com

Die ersten Starts verliefen etwas holprig und während der Weißkopfseeadler seine Schwingen ausbreitete flog sein deutsches Gegenstück der Seeadler nur wenige Meter. Aber wie formulierte der Moderator der Veranstaltung „Es sind eben Tiere, keine Maschinen“. Das Interessante ist sowieso die Vögel auf ihren Ruheplätzen zwischen den Vorstellungen zu beobachten. So einem Weißkopfseeadler möchte ich in natura nicht begegen (einem sich mit 250 km/h nähernden Falken aber auch nicht), trotzdem ist es jedes Jahr aufs neue ein imposantes und fotogenes Tier. Leider fand sich nicht genügend Material für eine Videopodcastfolge, daher gibt’s hier ein paar bewegte Bilder.

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Nach der Vorstellung habe ich mich dann noch etwas im Park umgesehen und während die Tulpenzeit vorbei ist, blüht der Rododendron derzeit in allen erdenklichen Farben. Hierdurch ergeben sich im „Rododendrontal“ äußerst schöne Farbkombinationen entlang des Weges. Last but not least habe ich es auch geschafft mal die Pflanzenhäuser aufzusuchen. Bisher hatte ich die immer links (oder rechts) liegen lassen, ich frage mich nur warum. Im Regenwaldhaus heißt es Fotoaparate, Handys in die Tasche, denn von der Decke nieselt ein ganz feiner Regenfilm, wie im Regenwald eben. Und auch das Hirschgehege habe ich dieses Mal aufgesucht. Auch das war in der Gruga Neuland für mich. Ich glaube wer im Grugapark auch mal die Zwischenwege erkundet, kann immer wieder neue Wege entdecken.

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Fotos … na ja, ihr kennt das ja schon, dieses mal wieder hier bei Flickr, Sevenload oder Picasa (Google+).

Greifvogelschau im Grugapark Essen

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Ich hatte eigentlich garnichtmehr mit so einer Farbenpracht gerechnet, aber ich glaube der Grugapark ist fast zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Vielleicht nicht im tiefsten Winter, aber ich habe den Eindruck sobald der letzte Schnee geschmolzen ist werden die Gärtner tätig 😀 . Und selbst jetzt im Oktober blühen hunderte von Pflanzen. Da zahlt man den Eintrittspreis von 4,- Euro/Erwachsener (Kinder zw. 1,20 und 2,50 Euro) gerne. Übrigens, ich weise auch in meinem aktuellen Videopodcast darauf hin, es muß nicht der Parkplatz am Haupteingang sein, auch an den Seiten-/Hintereingängen des Parks kann man i.d.R. gut parken.

Dreimal im Jahr besucht die Greifvogelstation Hellenthal den Grugapark, um dort eine Greifvogelvorführung zu machen. In einer kleinen Vorstellung von etwa 20-25 Minuten kann man die imposanten Vögel im Flug beobachten, davor und danach sitzen die Vögel hinter einer kleinen gespannten Abtrennung und posieren für die Fotografen. Scheut euch nicht auch mal das große Objektiv mitzunehmen, denn mit dem, was manche dort an Fotoapparatematerial dabei haben ziehen andere um 😉 .

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Man glaubt garnicht mit was Besucher zur Gruga anreisen. Von der Sandschaufel für den Kinderspielplatz bis zur Picknickdecke ist alles dabei was in den Rucksack paßt und auf den großen Wiesen ist auch ausreichend Platz dafür. Hunde (angeleint versteht sich) sind ebenso erlaubt wie Kinderfahrräder und was der kleine Besucher sonst so mitbringt. Die Greifvogelvorführung ist übrigens im Preis inbegriffen, lediglich wer sich z.B. zusammen mit einem Vogel fotografieren lassen möchte zahlt dafür zw. 5,- und 10,- Euro (je nach Größe des Bildes).

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So ein Weißkopfseeadler (bekanntlich Wappentier der USA) ist schon ein imposantes Tier und ich möchte nicht in die Fänge der Krallen geraten. Während der Vorführung kreisen die Tiere übrigens im freien Flug nur wenige Zentimeter über den Köpfen der Zuschauer. Da heißt es u.U. schon mal Kopf einziehen 😀 . Ob es artgerecht ist Vögel so zu halten? Das wäre wieder das bekannte Thema „Zootiere“ über das man vortrefflich streiten kann.

Auch (oder trotzdem) hier gibt’s wieder ein paar Fotos Flickr / Sevenload / Picasaweb (und nicht vergessen meinen Videopodcast).

Frühling

Auch wenn mir die Frühblüher ein paar Probleme beim Atmen machen liebe ich den Frühling. Ich liebe es, wenn die Bäume nach einem langen Winter wieder grün werden, ich liebe es, wenn wie in diesem Jahr bereits im April erste Sommergefühle aufkommen und ich liebe es, wenn die Gärtner in den größeren Parks die Arbeit aufnehmen. Daher war ich letzte Woche auch mal kurz im Botanischen Garten in Krefeld und habe die Kamera umherscheifen lassen.

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Anfang dieser Woche habe ich meinen Urlaub dann genutzt, mich mal wieder im Gruga Park in Essen umzusehen. Dieses Mal allerdings nicht im dunkeln (Parkleuchten) sondern an einem super sonnigen Tag im hellen. Blühende Kirschbäume und immer aktuelle Mustergärten zeichnen die Gruga u.a. aus. Außerdem liebe ich diese Blumenbeete in denen aberhunderte Tulpen in allen möglichen Farben den Boden bedecken.

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Allerdings, und das fand ich etwas schade, waren sämtliche Springbrunnen und Wasserfälle noch außer Betrieb. Nur in der Freiflugvogelhalle plätscherte etwas das Wasser. Übrigens, falls ihr auch mal wieder hin wollt, Parkplätze am Haupteingang der Gruga können u.U. etwas kosten, wenn zeitgleich eine Messe läuft. Der Hintereingang an der Lührmannstarße (Mustergärten) hat hingegen kostenlose Parkplätze. Etwas erschrocken hat mich, daß die Messe Essen eine neue Messehale bauen will (siehe auch DerWesten), wodurch knapp 50 Bäume, der nördliche GrugaBahn Bahnhof und der Kiosk oberhalb der Kranichwiese wegfallen würde(n). Natur gegen Arbeitsplätze, mal sehen wer gewinnt.

P.S.: Bilder in den Alben „Rund um Krefeld“ bzw. „Rhein und Ruhr“ bei Flickr, Sevenload und Picasaweb (nur „Rhein und Ruhr“) folgen noch.

Bundesgartenschau

Noch 3 Monate dann startet die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz. Schon heute vermittelt die BuGa Seite Vorfreude auf den Frühling, denn die Lage der Bundesgartenschau ist optimal. Ein Teil der Gärten liegt unmittelbar im Dreieck von Rhein und Mosel und eine extra installierte Kabinenseilbahn führt über den Rhein hinauf auf die Festung Ehrenbreitstein. Auch im Internet rührt die BuGa GmbH fleißig die Werbetrommel, z.B. bei Twitter, bei Facebook oder bei Flickr.

Übrigens war der Bau der Seilbahn über den Rhein nicht ganz unumstritten, denn die UNESCO sah das Welterbe Oberes Mittelrheintal gefährdet. Nun aber ist die Seilbahn auf zunächst 3 Jahre (2011 – 2013) befristet angelegt, danach muß man weiter sehen. Vom 15. April bis zum 16. Oktober 2011 habt ihr Zeit die Bundesgartenschau zu besuchen, ich freue mich nach den schneereichen Tagen jedenfalls schon heute auf einen hoffentlich sonnigen Bundesgartenschautag.

Und wer zu weit weg wohnt von Koblenz der hat vielleicht noch eine Landesgartenschau in seiner Nähe. So haben vom 21. April bis zum 09. Oktober 2011 z.B. alle Urlauber, die Richtung Nord- und Ostsee unterwegs sind, die Möglichkeit Blumen und Pflanzen in Norderstedt (nördlich von Hamburg) zu genießen.

Bildnachweis:Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH

Botanischer Garten




Botanischer Garten

Ursprünglich hochgeladen von Eichental

Auch in Hamburg ist das Wetter unverändert sonnig. Daher hält es mich nach Ende meiner Schulung auch nicht drinnen. Heute bin ich mit der S-Bahn nach Klein-Flottbek gefahren und habe dem Botanischen Garten einen Besuch abgestattet. Die Pyramide (ein Geschenk der Araber) habe ich irgendwo schon mal gesehen. Wenn ich mich nicht täusche war es auf der Internationalen Gartenbauausstellung in Rostock.