Nachtrag aus Hamburg

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Wieder einmal ein Kurztripp nach Hamburg in der vergangenen Woche. Dieses Mal ging es auf Grund des guten Wetters auf die Hauptkirche Sankt Michaelis, kurz Michel genannt, dann zum fast gegenüberliegenden alten Elbpark mit weithin sichtbarem Bismarck Denkmal und von dort in die Wallanlagen, einem sehr schönen Park, der für mich direkt südlich an Planten un Bloomen anschließt, während Wikipedia schreibt, daß die Wallanlagen zwischen Millerntor und Dammtor seit 1986 offiziell den Namen Planten un Blomen tragen. Wie dem auch sei, man kann hier stundenlang spazieren gehen.

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Ein Springbrunnen reiht sich dabei an den anderen und alle verführen dazu bei sehr warmem Wetter auch mal die Füße reinzustecken 😀 . Ich denke niemand würde etwas sagen, denn auch die Wiesen sind dank einer Reihe von Ruhemöglichkeiten zum Benutzen und nicht nur zum Angucken gedacht. Ich frag mich ja, was das alles für Menschen waren, die dort saßen. Hatten die (auch) alle nichts zu tun 😀 ?

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Den Nachmittag habe ich dann genutzt endlich auch mal die Außenalster zu sehen. Bisher war ich zwar schon zig Mal an der Binnenalster (sprich rund um den Jungfernstieg), aber noch nie draußen im Alsterpark. Hier habe ich dann Zeit gehabt eine Zeit lang die Schwäne nebst ihrer Jungen zu beobachten und ein bischen den Booten auf dem Wasser zuzusehen. Hier könnte man es bei gutem Wetter sicherlich den ganzen Tag aushalten. Aber 2 Tage sind knapp. Also bevor es zurück ins Hotel ging noch ein abschließender Abstecher in die Speicherstadt. Am Abend ist es hier ziemlich ruhig. Die Baustellen verweist, die Büros leer und die Hafencity noch im Bau. Also Zeit die Dämmerung ein bischen auf sich wirken zu lassen.

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Am zweiten Tag gab es dann noch ein klitzekleines Twitter/Bloggertreffen, denn wie es der Zufall wollte war neben meiner Wenigkeit KRDigital zur selben Zeit auch der Meikel_NMS in Hamburg. Also haben wir uns auf ein/zwei Bierchen am Gänsemarkt niedergelassen. War ein netter Abend (danke Meikel), nur ein bischen wärmer hätte es sein dürfen. Mehr Bilder gibt’s wie sonst auch bei Flickr oder Sevenload.

RUHR.2010

ruhr2010 Unter dem Motto „Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010“ wird im kommenden Jahr ein Kulturfestival der besonderen Art gefeiert. Eine ganze (Industrie-)Region wird 2010 zur Kulturregion. Aber was ist das eigentlich, eine Kulturregion? Ich zitiere mal auszugsweise von der Homepage.

Die Stadtregion Ruhr ist der drittgrößte Ballungsraum Europas mit 5,3 Millionen Menschen aus über 170 Nationen in 53 Städten. Nirgendwo auf der Welt sieht es aus wie im Ruhrgebiet. Die Landschaften der Region sind von Menschen gemacht und von Bergbau und Industrie gezeichnet.

Seit einigen Jahren verändern sich die Landschaften, denn Industriebrachen werden zu Landschaftsparks, Halden werden zu grünen Oasen und bahnbrechende Kunst und Architektur verwandeln die Zeichen der industriellen Vergangenheit.

Aus kleinen Siedlungen, die sich um hunderte von Bergbauschächten und Stahlhütten gebildet hatten, entstand Mitte des 19. Jahrhunderts rasend schnell eine der pulsierendsten Industrieregionen Europas. Nach dem Niedergang der Kohle- und Stahlindustrie in den 1960er Jahren hat sich das Ruhrgebiet fast ebenso schnell vom verrußten Kohlenpott zur Dienstleistungsmetropole gewandelt„.

Ich komme gebürtig aus dem Ruhrgebiet, aber ich kenne längst nicht alle Facetten dieses Wandels, insbesondere die nicht, die sich in den letzten 20 Jahren entwickelt haben. Was bitte macht eine Kulturregion eigentlich aus? Viele Museen, viele Konzerte und Festivals, Besuch von alten Industrieanlagen oder grünen Flächen, die früher Abraumhalten waren? Ich halte euch für 2010 auf dem Laufenden. Ein Termin steht bereits fest, am 18.07.2010 wird ein Teil der Autobahn A40 für einen Tag gesperrt. Eine Autobahn zu Fuß erkunden, das stelle ich mir spannend interessant vor. Weitere Aktivitäten werden vermutlich folgen.

Eine erste Programmbroschüre „RUHR.2010 zum Mitnehmen“ gibt übrigens es hier (Achtung rd. 7,5 MB).

[Update]
– Als offizieller Mobilitäts- und Logistikpartner der Kulturhauptstadt startet die Deutsche Bahn, wie hier zu lesen ist, mit der Beklebung ihrer Fahrzeugflotte mit dem offiziellen Kooperationslogo. Auch voraussichtliche (Sonder-)Fahrpreise findet man bereits. Klickt hier.

– Desweiteren hat der ADAC unter dem Titel „Erlebnis Ruhrgebiet – Kulturhauptstadt Europas 2010“ eine ADAC-Broschüre mit Ausflugs- und Freizeittipps für die Metropole Ruhr zusammengestellt. Die Broschüre ist kostenlos in allen Geschäftsstellen des ADAC in NRW erhältlich.

Besuch in Berlin – 2. Teil

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Zwei Tage nach meiner Begegnung mit Jeanette Biedermann durfte ich beobachten wie die Prominenz (in dunklen Limousinen) durch die Stadt gefahren wurde. Standpunkt „Unter den Linden“ / „Friedrichstr.“, zwei Polizeimotorräder postieren sich rechts und links der Friedrichstr. und warten auf das „Go“. Es vergehen so die Minuten, mir wird langsam kalt. Doch plötzlich ist es soweit. Die Polizisten sperren die Zufahrt zur Straße „Unter den Linden“ (ersts Verkehrschaos bricht aus, einer der beiden Polizisten pfeift den auf der Kreuzung steckengebliebenen Verkehr zur Seite). Eine Polizeieskorte (8-10 Motorräder) und die besagten 3-4 Limousinen rauschen kurz darauf vorbei. Dann wird die Kreuzung wieder freigegeben und das Chaos nimmt seinen Lauf.

Was mir erst in diesem Momant auffällt, die Ampelanlagen waren während der Durchfahrt abgeschaltet und als alles vorbei ist, bleibt die Ampel auch noch für ca. 60 – 90 Sekunden aus. Von 4 Seiten quellen jetzt Autos, Fahradfahrer und Fußgänger alle gleichzeitig (und ohne Ampel) auf die Kreuzung. Ein Hupkonzert ertönt und es sieht aus, wie ein Film, den man kurz angehalten hatte. Nach ca. 2-3 Minuten hat sich das Chaos gelichtet und alles läuft wie vorher.

Überhaupt sind die Berliner das Chaos vermutlich gewöhnt und auch die Busfahrer sind immer wieder nett und freundlich. Eines Abends, der Bus der Line 200 war wieder mal sehr voll und stand schon länger an der Haltestelle. Man muß wissen daß die Linien 100 und 200 sehr häufig von Touristen genutzt werden, weil sie quer durch die Stadt fahren und diverse Sehenswürdigkeiten passieren. Der Bus stand also schon länger als eine Durchsage ertönte …

„Wenn Sie an der zweiten Türe genügend frische Luft geschnappt haben, treten Sie doch bitte von den Türen zurück. Wir könnten dann nämlich die Türen schließen und vielleicht losfahren“. Allgemeine Erheiterung, die Türe wurde „freigegeben“, der Bus konnte seine Fahrt fortsetzen.

2Das erinnert mich an mein kleines Quiz vom Anfang der Woche, „Touch and Travel“ nennt sich das elektronische Handyticket, das zur Zeit erprobt wird. Mit speziellen Mobilfunkgeräten können sich Fahrgäste praktisch an jedem (teilnehmenden) Bahnhof ein- und wieder ausloggen. Am Ende des Monats kommt dann die Rechnung, ähnlich einer Telefonrechnung ins Haus. Der Bildausschnitt war Teil des o.g. Fotos. In der Probephase benötigt man jedoch noch ein zusätzliches Handy, welches den Testteilnehmern m.W. zur Verfügung gestellt wird. Der Normalnutzer wird auf die Technik vermutlich noch etwas warten müssen.

Alle Fotos aus Berlin wie gesagt auf verschiedenen Plattformen, die Links gab es im 1. Teil. Für die nicht Blogleser gibt es in wenigen Tagen einen Reisebericht bei Pervan (da die Redaktion dort die Texte gegenliest, kann die Veröffentlichung vermutlich noch ein paar Tage dauern) und JoinMyTrip.

Nachtrag zum 1. Teil: Heute Mittag sah ich bei SAT1 einen Trailer, der die Werbung einläutete, der von der Requisite in etwa so aussah, wie das, was ich mit Jeanette Biedermann auch am Potsdamer Platz gesehen habe. Ich vermute also, daß dort (am Potsdamer Platz) eher ein weihnachtlicher Trailer zum Einleiten eines Werbeblocks gedreht wurde, statt Szenen aus der Telenovela. Wenn ich ihn mal im Programm entdecke werde ich drüber berichten.

Besuch in Berlin – 1. Teil

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Wie angekündigt heute der erste Teil meines Berlinberichtes. Mein diesjähriger Besuch in Berlin fiel leider bereits in einen sehr herbstlichen Monat, nämlich in den Oktober. Dennoch gibt es ein paar Bilder auf denen auch das Tageslicht zu sehen ist, denn wir hatten ja noch Sommerzeit. Außerdem hatte ich dieses Jahr erstmals die Möglichkeit dem „Festival of Lights“ beizuwohnen. Seit einigen Jahren, jeweils im Oktober, erstrahlt Berlin bei Dunkelheit in bunten Lichtern. Diverse Gebäude werden dafür mit Licht angestrahlt und weil einfach weißes Licht ja langweilig wäre gibt es das Spektakel vielerorts in bunten Farben.

Ich habe also versucht so viele Gebäude wie möglich zu fotografieren. Leider haben die Lichtverhältnisse nicht überall ausgereicht, um adäquate Fotos zu bekommen, aber was rede ich lange herum, schaut euch das Ergebnis einfach mal an. Wie immer habe ich Bilder auf verschiedenen Plattformen abgelegt. Nutzt einfach die, die euch am besten zusagt, die Bilder sind überall die gleichen. Ihr findet die Fotos unter Flickr, Sevenload oder Picasaweb, wobei die letzten beiden bereits knapp 50 Berlinbilder aus dem Frühjahr 2008 enthalten.

2An einem der Tage in Berlin hatte ich das große Glück, den Dreharbeiten für die SAT Telenovela „Anna und die Liebe“ auf dem Potsdamer Platz beizuwohnen. Nein ich kenne die Sendung nicht näher, aber als ein Haufen von Teenies kreischend und wild tuschelnd stehen blieb habe ich mich auch mal umgesehen. Das Kamerateam war mit dem ganzen Equipment ja nicht zu übersehen. Aber es waren wohl nur kleine Sequenzen die hier gedreht wurden, dann einen Text hatten weder Jeanette Biedermann noch die Statisten drumherum von sich zu geben. Aber es war durchaus interessant zuzuschauen und vor allem die fragenden Blicke der Touristen zu beobachten. Ist das eine berühmte deutsche Schauspielerin fragte ein Niederländer im Vorbeigehen? Nun ja … :-).

An einem Regennachmittag habe ich die Gelegenheit genutzt einen bisher noch ungenutzten U-Bahnhof zu besichtigen. Vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor sind die Schienen schon verlegt, aber der Bahnhof selbst am Brandenburger Tor läßt noch auf Fertigstellung warten. Also nutzt man den Bahnhof Bundestag (also den Bahnhof dazwischen) zwischenzeitlich z.B. für Opernaufführungen oder wie zur Zeit für Ausstellungen. Ein ungewöhnlicher aber interesanter Besuch eines U-Bahnhofs.

Hinweis:
Bitte beachtet, daß ich meine Reisebilder nicht in Originalgröße ablege und versucht doch auch mal eine Diashow anzustarten. Mich würde interessieren, welche euch am ehesten zusagt (wobei bei Flickr auch nur die aktuellen Bilder – ohne Frühjahr – gezeigt werden).

Klickt für die Diashow bitte hier auf Flickr (mein Favorit), auf Sevenload oder auf Picasaweb.

Teil 2 des Berichts folgt in ein paar Tagen … to be continued …