Niederrhein und Halde Haniel

Die letzte Ferienwoche in NRW steht vor der Türe, wie wäre es mit ein paar Tipps für einen Kurzausflug am Niederrhein? Ein bisschen Park, ein bisschen Halde oder vielleicht ein Blick auf die letzte aktive Zeche des Ruhrgebiets? Vor mir liegen noch ein paar Fotos aus den letzten beiden Monaten, die ich euch noch nicht gezeigt habe. Drehen wir die Zeit doch mal um 2 ½ Monate zurück. Gehört Moers zum Niederrhein oder ist Moers schon Ruhrgebiet? Vermutlich ist beides richtig.

So gibt es von der Halde Rheinpreußen auch einen ausgiebigen Blick Richtung Neukirchen-Vluyn, den nördlichen Niederrhein, aber auch in Richtung Duisburg und über den Rhein. Startpunkt ist hier eine kleine bergan verlaufende Stichstraße, die vom Kreisverkehr Gutenberg- Ecke Römerstraße abzweigt oder ein zugegeben versteckter Parkplatz südlich des Waldsees. Der Anstieg ist gut zu bewältigen und bis auf ein kleines Stück auch für weniger geübte ohne übermäßige Anstrengung zu meistern.

Wer die Stichstraße nutzt (die Schranke war bisher immer offen) fährt die ersten 200 Meter mit dem Auto hoch, danach geht es zu Fuß weiter. Oben angekommen wird man unübersehbar vom Geleucht, einer überdimensionalen Grubenlampe in leuchtendem Rot begrüßt. Die Grubenlampe (gerade frisch renoviert wie ich las) dient gleichzeitig als kleiner Aussichtsturm, ist allerdings nur zu bestimmten Zeiten (Donnerstags und am Wochenende in den Nachmittagsstunden) geöffnet. Die Aussicht auf die grüne Landschaft geht immer, zumindest so lange es hell ist, und ist unbezahlbar.

Wer es lieber ein bisschen bunter mag, der fährt noch ein paar Kilometer weiter nördlich zum Kloster Kamp (bei Kamp-Lintfort). Der barocke Terrassengarten ist zu jeder Jahreszeit sehenswert und lädt die meisten Besucher als erstes zu einem Rundgang ein. Dazu gibt es noch einen „alten Garten“ etwa 200 Meter entfernt und einen Kräutergarten neben der Abteikirche. Wer möchte kann schließlich noch dem Museum Kloster Kamp (montags geschlossen) einen Besuch abstatten.

Last but not least die Frage, ob ihr nochmal auf das letzte Steinkohlebergwerk in Deutschland von oben schauen wollt. Dann auf ins Ruhrgebiet zur Halde Haniel in Bottrop (Stadtgrenze Oberhausen). Der Aufstieg ist ein Sonntagsspaziergang, nur ganz am Ende wird’s mal kurz ein bisschen steil. Noch einmal durchschnaufen und ihr erreicht die Haldenspitze. Bei klarem Wetter gibt es eine TipTop Sicht von da oben und eine gute Fotolocation ist die Halde mit ihren Totems (bemalte Bahnschwellen) allemal.

Da die Fußgängerbrücke zwischen Bergwerk und Haldeneingang immer noch gesperrt war, als ich das letzte Mal vor Ort war, empfehle ich euch weiterhin einen kleinen Parkplatz am Ende der Birkhahnstraße als Startpunkt. An der Kirchhellener Straße (Höhe China Restaurant) soll es auch noch einen Aufstieg geben. Und wenn ihr jemanden überzeugen wollt, daß es grün ist in NRW, am Niederrhein und besonders im Ruhrgebiet, dann zeigt ihm diese Bilder bei Flickr oder GooglePhotos (für die Halde Rheinpreußen müßt ihr ein bisschen zurückscrollen).

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