Wuppertal – Der grüne Zoo (II)

Es war noch recht früh an diesem Urlaubstag, aber ich hatte mir vorgenommen einen Abstecher nach Wuppertal zu machen. Nein, nicht um mit der Schwebebahn zu fahren, was ohne Frage auch interessant wäre, nein ich wollte in den Wuppertaler Zoo. Die Ruhrtopcard bietet in diesem Jahr (wie auch 2016) einmalig freien Eintritt, also ging’s los ins Bergische Land. Ein paar Informationen hatte ich euch ja bereits letztes Jahr mitgeteilt, z.B. daß der Zoo weitestgehend barrierefrei ist aber z.T. am Hang liegt.

Aber alles halb so wild, insbesondere weil die Wege des grünen Zoos schön schattig sind, was an heißen Tagen durchaus angenehm ist. Ich starte bei den Löwen, oder besser bei der Löwin, denn ein Schild weißt darauf hin, daß der Herr des Hauses leider verstorben ist. Die Löwin liegt faul im Sand, bis ich mich vor sie hin knie, die Hand flach an die Scheibe lege und ihr in die Augen gucke. Die anderen Besucher sind erstaunt, daß die Löwin wild fauchend auf mich zustürmt. Ist das ein Begrüßungsritual oder doch ein „ich würde dich fressen, wenn keine Scheibe dazwischen wäre“? Sie beruhigt sich aber gleich wieder und legt sich fotogen direkt hinter die Scheibe.

Außer der Löwin ist ansonsten kein Löwe auf dem riesigen Gelände zu sehen. Mehr los ist bei den Elefanten und etwas weiter bei den Schneeleoparden. Gleich fünf von ihnen (ich würde sagen zwei erwachsene und drei Jungtiere) sind in dem Gehege. Leider kommt keiner von ihnen an die Scheibe. Überhaupt ist es heute etwas schwierig, denn auch die Affen (Orang Utans wie Gorillas) können selbst entscheiden, ob sie den Tag draußen oder drinnen verbringen möchten. Heute scheint drinnen angesagt zu sein, denn bis auf einen Bonobo Affen ist leider keiner unserer nächsten Verwandten zu sehen.

Ich mag ja Großkatzen, wie ihr schon an Hand der Auswahl der hier genannten Tiere sehen könnt und trotzdem hätte ich fast behauptet, der Zoo hat gar keine Tiger. Lange Zeit tat sich nichts, denn auch diese Tiere können sich bis in ein angrenzendes Waldstück zurückziehen. Aber die Wartezeit lohnte sich, denn plötzlich läuft er direkt an mir vorbei. Na gut, zum Glück ist auch hier noch eine Glasscheibe dazwischen. Nur Sekunden später ist der Tiger auch schon wieder hinter einem Felsen verschwunden.

Die meiste Zeit verbringe ich bei den Eisbären, denn die sind dieses Mal zu zweit und nutzen nahezu die ganze Wasserfläche. Dieses Gehege hat, wie z.B. bei den Pinguinen auch, die Möglichkeit, von unten ins Wasser zu gucken. Als sich das Männchen aufrichtet schätze ich mal locker 2,50 Meter, vielleicht sogar 3,00 Meter. Wenn dieses imposante Tier direkt an der Scheibe vorbeischwimmt und seine Tatzen an der Scheibe abdrückt, wünsche ich mir ein besserer Tierfotograf zu sein.

Ich mache zwar locker zwei Dutzend Bilder, aber die beschlagenen leicht grünlichen Scheiben führen doch nur zu 5-6 wirklich guten Schnappschüssen. Männchen und Weibchen beißen sich wechselweise ins Ohr oder drücken sich unter Wasser. Als Mensch hätte man da, auch wenns hier nur spielerisch ist, keine Chance.

Auch dieser Tag endet wie so viele in diesem Sommer mit einem Gewitter, ich bin da allerdings schon wieder auf dem Wag nach Hause. Ein paar der Fotos findet ihr hier bei Flickr oder Google Photos.

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