Urlaub in Zeeland (NL) Teil II

Menschenskinder wie die Zeit vergeht. Ganze zwei Jahre ist es bereits her, daß ich das erste Mal in Zeeland war und ich erinnere mich sehr gerne daran. Zeit also ein weiteres Mal an die holländische Nordseeküste zu reisen. Wie ich schon das letzte Mal schrieb, spreche ich leider kein holländisch, aber ein goedemiddag, dankuwel, tot ziens oder doei reichen i.d.R. aus. Einfach mal für ein paar Tage dem Stadtleben entfliehen, kleine Orte mit langer Tradition besuchen, in den Dünen sitzen oder aufs Meer hinausgucken, das tut einfach gut.

Ich war wieder im CenterParks „Port Zélande“ in der Nähe von Ouddorp. Vom Niederrhein braucht man mit dem Auto knapp 3 Stunden, entweder über Venlo, Eindhoven, Breda oder über Nijmegen, Rotterdam. Letztere Strecke präsentiert euch die richtig großen Autobahnen der Niederlande, denn rund um Rotterdam sind die Straßen teilweise 6 spurig, dafür schien mir die Strecke staufreier, weil über Eindhoven sehr häufige Autobahnwechsel zu Stockungen führen.

CenterParks bietet auf Wunsch Rundumversorgung, so daß ein Urlaub mit ein paar Annehmlichkeiten nicht günstig ist, aber für ein langes Wochenende gönne ich mir das gerne. Bettwäsche, Handtücher, sogar die morgendliche Lieferung des Frühstücks kann gebucht werden. Und auch die Restaurants im Park bieten eine reichhaltige Auswahl. Lediglich der Fastfood Teil hat mir nicht gefallen. Das Essen wurde frisch zubereitet, aber die Tische waren schmuddelig und die Burger wurden in aufgeschäumten Packungen verkauft.

Bevor ihr fragt, der Besuch wurde nicht gesponsert sondern selbst finanziert. Da unsere Unterkunft bei Ankunft noch nicht fertig war, haben wir uns ein bisschen im Park umgesehen und die Sonne an der Marina (einem kleinen Sportboot Hafen am Grevelingenmeer) genossen, bevor es später am Nachmittag dann noch zum Bowling ging.

Der Folgetag begann mit einigen Regentropfen, die wir nach dem Frühstück im Spaßbad überbrückt haben. Am Nachmittag kam endlich die Sonne wieder hervor und wir haben einen Abstecher nach Veere am Veersemeer gemacht.

Veere soll zu den schönsten Orten in ganz Zeeland gehören und verdankt, wie man lesen konnte, seinen Wohlstand dem Tuch- und Wollhandel. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts war Veere bedeutendste Flottenbasis der Niederlande. Wir parken südlich des Ortes auf einem kostenfreien Parkplatz und laufen in 6-7 Minuten, vorbei an der großen und der kleinen Kirche (Grote Kerk und Kleine Kerk) bis zum Mittelpunkt mit Marktplatz.

Kleine Cafes und Geschenkelädchen reihen sich hier aneinander. Sowohl hier als auch im Hafen ergeben sich reihenweise schöne Fotomotive, ganz so, wie es der Blogger gerne hätte 🙂 . Ganz am Ende unserer kleinen Runde kehren wir bei Cappello Giallo Ijssalon/Lunchroom (Kaai 1, 4351 AA Veere) ein und gönnen uns zum Tagesabschluß (und meinem Geburtstag) einen leckeren Eisbecher.

Die Fahrt nach Veere führte uns übrigens über den Oosterscheldedam, dem gigantischen Oosterschelde-Sperrwerk (niederländisch Oosterscheldekering) das teils Deich und teils mobile Sperranlage ist und die Niederlande vor Sturmfluten und Hochwasser schützen soll. Auch wenn ich nur aus dem Auto darauf gucken konnte, die 65 Pfeiler, teils bis zu 65 Meter hoch, welche die Fluttore (Tafelschütze) festhalten sind ein bauliches Meisterwerk.

Der CenterPark liegt ganz in der Nähe des Brouwersdam, so daß dieser von dort in ca. 10 Minuten zu Fuß erreicht werden kann. Vor dort sind es dann nur noch wenige Minuten bis in die Dühnen und zum Strand. Ab hier heißt es Schuhe aus und barfuß weiter bis ans Wasser. Kitesurfer lassen ihre Kitesegel im Wind steigen, Muschelsucher durchsieben den Sand nach Fundstücken. Ich krempel meine Jeans auf und trotzdem erwischt mich eine Welle 🙂 , aber es ist ja nur Wasser. Hier könnte ich jetzt ewig stehen bleiben und dem Treiben zusehen, bis es uns irgendwann doch in eines der Strandcafes zu einem Cappuccino und einer heißen Schokolade zieht. Für einen Sommertag dürfte es gerne 2-3 Grad wärmer sein.

Der Tag endet mit einem Besuch der CenterParks Pizzeria, die nach original italienischem Vorbild erstellt wurde. Die Chefin begrüßt uns, erzählt von ihrem Mann, der sie hat sitzen lassen, so daß sie nun mit ihrer Familie den Lebensunterhalt mit Pizza und Pasta verdienen muß. Wir glauben ihr aufs Wort 😉 . Dieses Restaurant kann ich, nicht nur der Geschichte wegen, empfehlen. Damit endet unser Besuch in Zeeland … fast.

Zum Abschluß flitze ich nochmal für das obligatorische Sonnenuntergangsbild an den Strand und erwische die Sonne grade noch, bevor sie in der Nordsee untergeht. Mehr Bilder bei Flickr oder Google Photos.

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