Oldtimersaison auf Zollverein gestartet

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Sie sind ein eindeutiges Zeichen, daß der Frühling da ist. Egal ob zwei oder vier Räder, sie rollen wieder zur Kokerei Zollverein. Das erste Oldtimertreffen des Jahres 2012 ist eingeleitet und der PLatz rund um die Kokerei war gut gefüllt. Eigentlich geht es ja erst um 11.00 Uhr los, aber als ich gegen kurz vor 11.00 Uhr kam, waren die ersten Reihen schon gefüllt. Mercedes neben Opel, Chevrolet neben Ford, VW neben Jaguar. Und jeder findet seinen Platz. An eingen Wagen fachsimpeln wieder die, die was von Oldtimern verstehen, diskutieren ob der Motor noch Original ist oder ob es die Farbe im Auslieferungszustand jemals gegeben hat.

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Die Kennzeichen der Fahrzeuge zeigen, daß der Ruf dieses Treffens vom Niederrhein bis ins Ruhrgebiet geht und ich freue mich jedes Mal aufs neue, wenn die Saison wieder startet. Ich darf mal von der Zollverein Oldtimer Homepage zitieren: „Markenunabhängiges Oldtimertreffen für Fahrzeuge ab 30 Jahren an jedem 1. Sonntag in den Monaten April bis Oktober von 11.00 Uhr – 15.00 Uhr […]. Die Termine für dieses Jahr: 1. April, 6. Mai, 3. Juni, 1. Juli, 5. August, 2. September und 7. Oktober 2012“. Vielleicht sieht man sich ja mal auf Kokerei Zollverein. Eine Fotoauswahl gibt’s hier zu sehen: Flickr, Sevenload, Picasaweb (Google+).

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Nebenbei, nachdem ich soviel guterhalte Oldies gesehen hatte, habe ich noch einen Abstecher ins RedDotDesign Museum gemacht. Falls ihr noch nicht dort gewesen seid, ich kann das Museum durchaus empfehlen. In der Architektur der früheren Zeche Zollverein (genauer im ehemaligen Kesselhaus) befindet sich auf 4.000 qm Fläche alles was aus dem Red Dot Designwettbewerb hervorgegangen ist. Vom iPhone bis zur Herrenhandtasche, vom Sofa bis zum Rucksack, vom Winterski bis zur Straßenlaterne. Das Regal da unten rechts ist übrigens eine iPhone Docking Station 🙂 .

Oldtimersaison 2011

Der Sonntag war Start in die neue Oldtimersaison 2011. Die Kokerei Zollverein (Arendahls Wiese, Tor 3, 45141 Essen-Stoppenberg) hatte wieder einmal die Tore geöffnet für alle Fahrzeuge die älter als 30 Jahre sind und wie man der Webseite Oldtimertreff-Zollverein entnehmen kann, kamen wohl rd. 300 Autos zum ersten Treffern im Jahr 2011. Eine bunte Mischung, die mitlerweile sogar die Presse anzieht. So hat RTL, wie man liest, anscheinend den Besitzer des roten Messerschmitt Kabinenrollers begleitet.

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Ich glaube ich habe mich schon einmal geoutet, daß ich nicht beurteilen kann, ob alle Beiteile Original oder Nachbau sind, aber ich habe Spaß daran, mir die Oldtimer anzusehen und, wenn ich das mal so sagen darf, 30 Jahre alte Fahrzeuge sind Fahrzeuge die ich noch als Kind auf der Straße erlebt habe. Wenn wir noch ein paar wenige Jahre ins Land gehen lassen kann ich sogar selbst mein 30. Führerscheinjahr begehen. Mensch wie doch die Zeit vergeht. Der Oldtimertreff an der Kokerei Zollverein hat seinen ganz eigenen Reiz auf Grund der Lokation.

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Vor alter Industriekulisse machen die Autos richtig etwas her und Dank Sponsoren ist der Besuch des Oldtimertreffens nach wie vor kostenfrei, d.h. keiner (weder Besucher noch Teilnehmer) muß Eintritt bezahlen. Wer möchte, kann seinen Besuch auch mit einer Aktivität auf Zeche bzw. Kokerei Zollverein verbinden. Zum Beispiel mit einer Fahrt auf dem Sonnenrad (einem nabenlosen Riesenrad), das sich aller Voraussicht nach ab Mai auch wieder an jedem Wochenende für die Besucher durch die ehemals 1.000 Grad heißen Öfen der Kokerei dreht. Also willkommen zum nächsten Termin am 01. Mai 2011 ab ca. 11.00 Uhr in Essen Stoppenberg. (Fotos: Flickr / Sevenload / Picasaweb)

Auf dem Alsumer Berg

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Nachdem ich vor ein paar Tagen auf der Halde Rheinpreussen war und mein Blick wieder mal Richtung Duisburg ging, habe ich den Entschluß gefaßt, endlich auch mal die andere Rheinseite zu besuchen. In Duisburg Bruckhausen befindet sich der Alsumer Berg, mal keine Halde mit Abraumgestein aus dem Bergbau, sondern eine Art Deponie für Schutt und Kriegstrümmer.

Internetseiten zum Alsumer Berg gibt es schon eine ganze Reihe (u.a. die der Metropole Ruhr), daher erspare ich mir hier noch einmal alles zu wiederholen. Vielleicht nur soviel, da wo heute ein kleiner Berg bestiegen werden kann, lag früher das Schiffer- und Fischerdörfchen Alsum. Alsum drohte, nachdem es im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört worden war, nun auch noch durch Bergsenkungen im Rhein zu versinken. Das bewegte den Rat der Stadt Duisburg 1954 dazu, den Bereich mit Schutt zu verfüllen und ihn zur Anlage einer Halde zu nutzen. Vom begrünten Gipfel bietet sich ein interessanter, langsam zuwachsender, Rundblick über das Ruhrgebiet.

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Wenn ich mal eine andere Internetseite zitieren darf, lässt sich nirgendwo im Ruhrgebiet so viel „Industrie pur“ erleben wie am Alsumer Berg und ich glaube die Aussage stimmt. Daher ist dieser Berg auch beliebter Fotostandort mit Blick auf das Stahlwerk und die Kokerei Schwelgern (Hamborner Ofengruppe), auf das Stahlwerk Bruckhausen (ThyssenKrupp), zum Kraftwerk Duisburg-Walsum sowie auf die Werksanlagen von Fritz Schupp. Interessant soll die Sicht auch sein, wenn es dunkel geworden und die Industriekulisse hell erleuchtet ist.

Unmittelbar vor dem Alsumer Berg fließt der Rhein vorbei, was die Stelle auch bei Hochwasser interessant machen dürfte. Bei Niedrigwasser (so wie im Augenblick) ist vor dem Rheindeich ganz viel Platz für Hund und Herrchen. Den Alsumer Berg erreicht man über die Straße „Alsumer Steig“ (früher die Zufahrt zur Fähre), dort befindet sich auch ein kleiner Parkplatz.

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Wenige 100 Meter entfernt verläuft die (alte) Matenastraße unter dem Industriegelände hindurch. Die, auf den ersten Blick unscheinbare, Straße wurde, um die Industriegeländeteile besser zu verbinden, in den 30’er Jahren des letzten Jahrhunderts überbaut und ist dadurch so eine Art in die Jahre gekommener Tunnel (Matenatunnel). Bekannt sein dürfte der Tunnel, weil er u.a. in Schimanskifilmen zum Dreh genutzt wurde.

Alles weitere kennt ihr, „Ruhr 2011“ bei Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Kokerei Zollverein, Oldtimer und mehr

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Letzten Sonntag war ich nochmal auf Zeche Zollverein in Essen oder um genau zu sein auf Kokerei Zollverein. Zum letzten Mal in diesem Jahr trafen sich dort die Oldtimerfreunde zu ihrem monatlichen Treffen (jeden ersten Sonntag zwischen April und Oktober). Leider war ich dieses mal etwas später dran, so daß ich den ganz großen Andrang nicht mitbekommen habe. Aber es war trotzdem interessant wie (fast) immer. Aktuelle Informationen und noch viel mehr Fotos gibt es (außer in meinen Fotoalben) auf der Seite des Oldtimertreffs.

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Nebenbei hatte ich Gelegenheit mir das mitlerweile wieder in Betrieb befindliche Riesenrad auf der Kokerei Zollverein mal etwas genauer anzusehen. Gefahren bin ich nicht damit (die Fahrt kostet 1,- Euro), aber, da der Treppenaufstieg zum Riesenrad (versteckt zwischen Restaurant und „Schwimmbad“) jetzt wieder geöffnet war, habe ich die Gelegenheit genutzt, mich mal oberhalb der Koksöfen umzusehen. Hier kam man bei meinen letzten Besuchen nur im Rahmen einer Führung vorbei. Jetzt aber ergaben sich vollkommen neue Blickwinkel auf die Kokerei bis hin zur stählernen Brücke über dem Wassergraben.

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Zum Tagesabschluß bin ich dann noch in das Red-Dot-Design Museum. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Museum besucht hätte, wenn es nicht Bestandteil der RuhrTopCard gewesen wäre, aber im Nachhinein muß ich sagen, interessant war es irgendwie doch, vor allem die Kulissen der Industriearchitektur für eine solche Ausstellung zu nutzen sind schon außergewöhnlich. Außerdem gab es so ziemlich alles, was ein normaler Mensch vermutlich selten im Haushalt hat. Obwohl wenn ich es recht bedenke, die Badezimmerarmaturen und Waschbecken waren schon sehr außergewöhnlich. Durchaus in Haushalten zu finden sind jedoch die Öfen und Waschmaschinen genauso wie die Rucksäcke, Staubsauger und der iPod sowie anderes aus dem Hause Apple allemal. Vereinzelt kam ich mir vor wie in der Ausstellungshalle eines großen schwedischen Möbelhauses. Aber wie gesagt, ein paar Designerstücke waren schon außergewöhnlich und den Besuch sicher wert. Am besten gefallen hat mir der Ventilator ohne rotierende Flügel aus dem Hause Dyson (hat wohl 2010 einen Preis gewonnen). Amazon will für den „Dyson AM01 Air Multiplier“ auch nur schlappe 299,- Euro. Da muß ich wohl im Sommer weiter schwitzen 😀 .

Die Bilder vom Oldtimertreff gibt’s hier bei Flickr, Sevenload und Picasaweb, die neuen Bilder der Kokerei Zollverein (und des Red-Dot-Design Museums) gibt’s hier bei Flickr, Sevenload und Picasaweb.