Halde Schurenbach & Nordsternpark

Mein erster Besuch im Nordsternpark war 1997 und obwohl ich ein Kind des Ruhrgebiets bin, war mir die Bergbaugeschichte fremd. Vor 24 Jahren wollte ich bunte Blumen sehen, denn 1997 fand auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Nordstern in Gelsenkirchen die Bundesgartenschau statt. Nach der Stilllegung wurde die Zeche 1993 in einen Landschaftspark verwandelt, der heute als Nordsternpark frei zugänglich ist.

Durchzogen wird der Park vom Rhein-Herne-Kanal und der Emscher, die hier gleich nebenan fließt. 2010 habe ich den Park dann im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 wiederentdeckt. Allerdings scheint der letzte Besuch unsere Bloggerreise 2016 gewesen zu sein. Neuere Bilder habe ich nicht gefunden. Kinder wo bleibt bloß die Zeit? Heute habe ich das Auto an der Schurenbachhalde geparkt. Die Halde liegt noch auf Essener Gebiet und bietet, wenn man raufgeklettert ist, einen schönen Rundumblick über das mittlere Ruhrgebiet. Hier war der letzte Besuch 2019.

Ich warte geduldig, bis sich ein kleiner Trupp von Ausflüglern von der Landmarke entfernt hat, um mal wieder Fotos von der Bramme zu machen, dabei ändet sich von einem Besuch zum nächsten eigentlich nur das Graffiti. Das heißt, etwas neues gibt es doch, falls ihr Mountainbikestrecken liebt. Der Regionalverband Ruhr hat gerade einen neuen Mountainbiketrail auf der Halde eröffnet. Gerne würde ich noch länger hier stehen bleiben, aber ich habe ja noch etwas vor.

Ich überquere nach Verlassen der Halde, bei ansonsten blauem Himmel, den Rhein-Herne-Kanal und zweige gleich rechts ab. Der leicht schattige Weg führt mich, immer entlang des Kanalufers, in 15-20 Minuten bis nach Gelsenkirchen. Verlaufen praktisch ausgeschlossen. Alle Wege enden am oder im Nordsternpark. Erkennungszeichen des Parks, na klar der Turm der Zeche Nordstern mit seinem Herkules, dem Kerl mit dem nackten Po. Fahrt mal rauf, wenn irgendwann die Besucherterrasse in der 18. Etage wieder geöffnet ist.

Daß ich das letzte Mal da oben war, ist schon rd. 9 Jahre her. Habt ihr die Emscherperlen entdeckt? Das sind 2,70 Meter hohe und 80 Zentimeter breite blaue Ringe, die aus einem (ungenutzten) Kanalrohr geschnitten wurden. Sie bieten Infos zum Emscherumbau und einen zentralen Blick auf den Nordsternturm. Und dann ist da noch diese rote Brücke. An so einem schönen Tag das gefundene Fotomotiv.

Ich versuche ein Bild mit möglichst wenig fremden Menschen hin zu bekommen. Geduld ist gefragt, erst von oben, dann von unten, mal mit und mal ohne Binnenschiff. Ja, es ist heute ein bisschen was los im Park, aber trotzdem verläuft sich die Besuchermenge ganz gut. Irgendwann habe ich aber genug Bilder gemacht, ich muß schließlich zurück zur Schurenbachhalde. Wenn ihr noch weitere Bilder sehen wollt, dann wieder hier bei Flickr und Google Photos.

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