Rheinaue Friemersheim (II)

Endlich ein wunderschöner Frühlingstag, endlich keine Regenwolken am fast strahlend blauen Himmel. Vielleicht hätte ich noch etwas mehr Sonnencreme auftragen sollen. Heute geht es raus aufs Dorf und das nur 13 km aus der Krefelder Innenstadt.

Vielleicht erinnert ihr euch, daß ich im letzten Jahr die Rheinaue Friemersheim für mich entdeckt habe. Ich kann gar nicht glauben, daß der Besuch kurz hinter der Krefelder Stadtgrenze schon wieder über ein Jahr her ist.

Damals ging es um den Wasserturm Hohenbudberg, was zu Krefeld gehört, im Ortsteil Friemersheim, was zu Duisburg gehört und der lt. Route der Industriekultur Wasserturm Rheinhausen-Friemersheim genannt wird.

Dieses Mal war’s etwas leichter, ich habe gleich in der Nähe der ev. Kirche geparkt und die gehört zu Friemersheim. Es ist später Sonntagvormittag, aus der Kirche klingt Orgelmusik, einige Menschen sitzen auf dem Rheindeich in der Sonne, fast wie auf dem Dorf.

Mein Weg führt mich vorbei am Werthschenhof, einem landwirtschaftlich genutzten Hof, der in Teilen Rest eines 1487 durch Graf Vincenz von Moers erbauten Jagdschlosses ist, vorbei an Streuobstwiesen bis hinunter an den Rhein.

Während um mich herum die Vögel zwitschten, kommt der industrielle Teil Duisburgs auf der anderen Rheinseite in Sicht. Der Löschturm der Kokerei von HKM (Hüttenwerke Krupp Mannesmann) stößt weit sichtbare Dampfwolken in den Himmel.

Der Weg ist abwechslungsreich und wechselt zwischen einem leicht waldartigen und einem Wiesenboden. Dazwischen erhascht man immer wieder mal einen Blick auf vorbeifahrende Schiffe. Ich hatte mir vorgenommen, den Weg vom letzten Mal weiter zu gehen, soweit, daß ich die Heinrich-Hillebrand Höhe mit Tiger&Turtle am anderen Ufer erspähen kann.

Im letzten Jahr war es Rheinkilometer 769, dieses Mal zieht die 770 an mir vorbei und erst mit erreichen von Rheinkilometer 771 kann ich die Spitze der Halde bzw. der begehbaren Achterbahn erkennen. Ihr müßt schon ganz genau hingucken.

Mehr als die Spitze kann ich nicht sehen, denn ich stehe ziemlich tief hier am Rhein und außerdem ist der Ausblick auf die Heinrich-Hillebrand Höhe durch eine neu gebaute Halle auf der anderen Seite (unterhalb der Anhöhe) versperrt. So langsam spüre ich die Frühlingssonne in meinem Nacken. Hätte ich bloß kein T-Shirt angezogen. Wie sich später herausstellt, habe ich tatsächlich meinen ersten leichten Sonnenbrand in 2021 davongetragen.

Die Rheinaue ist idyllisch mit ihren Kopfbäumen (regelmäßig geschnittene Weiden, Eschen, Eichen, Ulmen und Pappeln), Butterblumen und ab und zu einem Frachtschiff, das Thyssen Krupp am anderen Rheinufer beliefert. Friemersheim hat ein bisschen was von einem Dorf. Weil das Wetter so schön war, bin ich zum Abschluß auch nochmal bis zum Wasserturm und zurück. Ich hätte, wenn ihr möchtet, auch noch ein paar weitere dörfliche Bilder bei Flickr oder Google Photos.

2 Kommentare

  1. Danke für den schönen Bericht und die schönen Bilder aus meiner Heimat. Ich wohne nur 5 Autominuten entfernt an der Grenze zu Friemersheim. Da kann man wirklich gut spazieren gehen und sich entspannen. 🙂

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