Gedankenspiele

Huch, ist das noch Eichental.blog, werden sich einige von euch vielleicht fragen. Ja ist es, aber manchmal juckt es mir in den Fingern, einen Blogbeitrag zu schreiben, der aus dem Rahmen fällt. Also nicht erschrecken, vielleicht lest ihr die folgenden Zeilen ja trotzdem. Bloggen, was macht man da eigentlich? Diese Frage habe ich mir vor gut 10 Jahren gestellt und dachte seinerzeit, daß man politisch interessiert und journalistisch tätig sein muß. Heute weiß ich, daß ein Blog gar keinem festen Muster folgen muß.

Seit über 10 Jahren schreibe ich hier über alles mögliche aus meiner alten und neuen Heimat (der Beitrag „Auf der Suche nach Heimat“ war übrigens mein persönlichster), aber manchmal überkommt es mich, mal etwas anderes zu schreiben. Vielleicht sogar etwas, über das man referieren könnte. Vielleicht etwas über meinen Beruf als Programmierer. Mein täglicher Kampf mit Bits und Bytes, die ich manchmal vergeblich versuche hin und herzuschieben. Mein Leben mit einer (Programmier-)Sprache, die ich manchmal selber nicht verstehe.

Ich könnte etwas über SocialMedia schreiben, aber das wäre ungewohntes Terrain, denn alles was ich über SocialMedia weiß, ist mehr autodidaktisch. Ich habe auch den Computer nicht erfunden, aber ich habe Computer und Internet seit Mitte der 90’er Jahre miterlebt und rede mir ein, halbwegs zu wissen was ich da tue. Nicht lachen, aber wenn man einer Statistik glaubt, suchen eine nicht unbeträchtliche Anzahl Menschen schon mal in der ARD Mediathek(!) nach dem Begriff „ZDF Mediathek“.

Ich könnte auch etwas über Bücher der Weltliteratur schreiben, dafür müßte ich allerdings erstmal eines lesen. Wie ich in Berichten von der diesjährigen re:publica gesehen habe, sollte man z.B. einmal im Leben Moby Dick gelesen haben, aber gemäß des Mottos der re:publica muß ich gestehen, tl;dr (too long; did’nt read). Ihr seht, mit Weltliteratur kann ich auch nicht aufwarten.

Über meinen Arbeitsplatz könnte ich schreiben, denn dort habe ich mittlerweile keinen großen Rechner mehr, sondern ein transportables Notebook, daneben liegt ein Mobiltelefon, das viele ehemals papiergebundene Prozesse digital anbietet, wir telefonieren mittels Headset und VoIP, der Kopierer/Scanner wurde abgeschafft und für die Zukunft sind weitere digitale Errungenschaften zu erwarten.

Was meint ihr, sollte ich mehr Barcamps, SocialMedia Treffen u.ä. besuchen? Bedenkt, ich bin introvertiert, auch wenn viele mir das nicht glauben. Das Problem ist, daß solche Termine in der Woche bei einem Vollzeitjob und überlasteten Autobahnen in NRW mitunter ein schwieriges Unterfangen sind. Es wird zum Glücksspiel, ob man da sein Ziel pünktlich erreicht. Bleibt also das Wochenende oder entsprechend Urlaub nehmen.

Die re:publica 2020 habe ich in meinen persönlichen Terminkalender schon mal eingetragen. Ich will da endlich auch mal hin. Ihr müßt einen Newbie aber ein bisschen an die Hand nehmen, versprochen? Bis dahin verschiebe ich noch ein paar Bits und Bytes und denke weiter über ein Thema nach, über das sich schreiben und ggf. referieren ließe.

P.S.: Die Bilder dieses Blogbeitrags sind in den letzten 4 Wochen im Botanischen Garten Krefeld entstanden.

2 Kommentare

  1. Lieber Michael, danke, dass Du Deine Gedanken mit uns geteilt hast! So habe ich auch dann Deinen tatsächlich sehr persönlichen Beitrag über die Heimat gefunden und gelesen. Aus meiner Erfahrung, auch wenn ich erst seit gut eineinhalb Jahren blogge, kann ich sagen, dass ich für meine persönlichsten Beiträge die positivsten Rückmeldungen bekommen habe! Auch bei Reisethemen – einige habe ich ja bereits auf Heike’s Reiseblog veröffentlicht, ist mir die persönliche Sichtweise immer wichtig. Und wie Heike ganz richtig sagt: sonst kann ich ja auch einen Reiseführer lesen. Also: weiter so! Herzliche Grüße von einer ebenso heimatlosen gebürtigen Niederrheinerin, die sich mittlerweile im Lüneburg ganz schön wohl fühlt.

    Antwort

    1. Hallo Ruth, vielen Dank für deine positive Rückmeldung. Nicht immer gelingt es mir in die Blogbeiträge 100% Persönlichkeit zu integrieren. Vielleicht bin ich aber auch nur mein kritischster Leser :-). Es freut mich, wenn ich dir ein bisschen „alte“ Heimat in den Norden schicken kann. LG Michael.

      Antwort

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