Meine Kindheit im Ruhrgebiet

Sammlern oder Wegwerfern? Bei der Frage scheiden sich die Geister. Bei mir ist es gefühlt so ein Mittelding. Manches was in den Schränken rumgammelt hätte ich längst entsorgen können, anderes wird aufbewahrt, weil man irgendwie daran hängt. Einige solcher Sammelstücke findet man jetzt in der Ausstellung „Meine Kindheit im Ruhrgebiet“ im Ruhrmuseum auf Zeche Zollverein. Die habe ich mir angesehen, weil ich als Kind des Ruhrgebiets Dinge wiederentdecken wollte, die ich aus meiner Kindheit kenne.

Spielzeug, Schulequipment oder das Lieblingsstofftier, bei mir ist nur noch ganz wenig davon übrig geblieben. Gibt es sie hier wieder zu sehen? Ein klares Jein. Genau genommen sind es Ausstellungsstücke mit kleinen Geschichten. Sie erzählen von Magarinefiguren, als das Streichfett noch hinter der Theke in der Kühlung stand, vom ersten Puppenhaus, dem handgefertigten Tornister oder der kurzen Lederhose, die in allen Monaten ohne R getragen wurde.

Aber auch Carrerabahn, Barbie Camper oder das gute Fix und Foxi Heft sind Teil der Ruhrgebietserinnerungen. Zu jedem Teil gibt es eine kleine Geschichte zu lesen. Und trotzdem habe ich nur wenig aus meiner eigenen Kindheit wiederentdeckt. Die Geschichten spielen vielfach in den späten 50’er und frühen 60’er Jahren und dann wieder in den Kinderjahren meiner jüngeren Schwester, somit also eher in den späten 70’er Jahren.

In meinem Kinderzimmer fand sich neben Fix und Foxi und Micky Maus keine Carrera- dafür aber eine Faller Autobahn, das berühmte DuxKino, der Baukasten von Fischer Technik und der Metallbaukasten aus dem Hause Märklin. Statt eines eigenen Fernsehers hatte ich eine eine Kinderschreibmaschine für meine ersten Blogbeiträge. 😉 Was ich heute noch habe ist der Walkman, nicht das Original, aber den von Telefunken und statt einer Seifenkiste konnte ich ein Ketcar mein eigen nennen.

Die Ausstellung beschäftigt euch eine gute Stunde würde ich sagen, vielleicht noch etwas mehr, wenn ihr die rundherum hängenden Fotografien betrachtet. Die Ausstellung läuft bis Mai 2021, Kosten 3,- €. Sollte das Wetter gut sein, bietet sich auf jeden Fall noch ein Gang über das Zollvereinsgelände an. Für Fotografen gibt es reichlich Motive. Letztere habe ich auch wieder zu Flickr oder Google Photos hochgeladen.

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