Stadtbad ein Jahr danach

Vielleicht erinnert ihr euch, vor einem Jahr war ich zum ersten Mal im alten Krefelder Stadtbad. Leider kann ich nicht auf meine Kinderzeit in dem Bad zurückblicken, denn als zugezogener Krefelder bin ich dort nie geschwommen, aber vielleicht ist gerade das der Grund, interessante Geschichten aus dem Bad zu erfahren.

Der ehrgeizige Plan, bereits in diesem Sommer mit Außergastronomie im Bereich des früheren Freibads zu starten, mußte nochmal zurückgestellt werden, denn zum einen sorgt das Bauamt für Sicherheit (Zäune, Notbeleuchtung) und zum anderen hat Corona den Plan etwas durcheinander gewirbelt. Gleichzeitig mußte man dringend an der Substanz arbeiten, denn der Zahn der Zeit nagt am alten Stadtbad.

Die Mauern im Eingangsbereich sind z.Zt. regelrecht nackt, dafür wurden die kaputten Fenster ersetzt. Blicken wir 28 Jahre zurück. Im Jahr 1992 kommt es zu einem Erdbeben bei Roermond (NL), das bis weit ins Ruhrgebiet zu spüren ist. Das Bad hat dabei starke Schäden davongetragen. In den Jahren danach blieben die Besucher aus, so daß die Kosten nicht mehr gedeckt werden konnten und im Jahr 2002 erfolgte die endgültige Schließung.

Zeit, daß sich der Hausschwamm danach in den Wänden breit machen konnte. Nun wurden als erste Maßnahme die undichten Dächer abgedichtet, Dachrinnen und Regenfallrohre erneuert und wie erwähnt Fenster ersetzt. Der Verein der „Freischwimmer“ steht nach der Corona Pause wieder in den Startlöchern und sammelt immer noch eure Ideen zu dem Areal. Zum Verein der Freischwimmer geht es über freischwimmer-krefeld.de.

In der ersten Führung nach der Corona Pause (höchstens 6 Personen) durfte ich dabei sein und sehen was sich mittlerweile getan hat. Rund um das ehemalige Freibad wurde die Natur zurückgeschnitten, neue Gehwegplatten wurden verlegt und der Zaun wurde gesetzt. Erinnert ihr euch an das grüne Sofa im blauen Salon? Eine weitere Türe hat sich geöffnet und neue überraschende Elemente und Kachelmuster kamen zum Vorschein.

Auch der Blick in das ehemalige Friseurgeschäft ist weider frei. An den erinnern sich die älteren Führungsteilnehmer irgendwie immer. Ich muß leider auch da passen. Jetzt gilt es die Fördergelder, die im Rahmen des Denkmalschutzsonderprogramms des Bundestages genehmigt wurden, gut einzusetzen. Für die nächsten freien Führungstermine schaut mal auf die Webseite, auch neue Termine für Fotosafaris (30,- €) findet ihr dort.

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