Flachsmarkt 2017

Es ist mittlerweile Tradition, daß ich zu Pfingsten einen Abstecher zum Krefelder Flachsmarkt mache, dabei hatte ich dieses Jahr zum ersten Mal überlegt, ob ich die Tradition breche. Erstens hatte der Wetterbericht Regen mit Unwettern angekündigt und zweitens fehlt ein bisschen der Reiz, wenn man jedes Jahr ähnliche Handwerker an den selben Ständen vorfindet. Außerdem bin ich nicht so für Schmuckstände zu begeistern. Und ja, es gibt viele Schmuckstände 😉 .

Nach einem ruhigen Frühstück zu Hause schien die Sonne so verführerisch, daß ich aber doch nicht zu Hause sitzen bleiben wollte. Statt um 10.00 Uhr traf ich dieses Mal gegen kurz nach 11.00 Uhr auf dem Gelände der Burg Linn ein und es war gar nicht so voll, wie ich es erwartet hatte. Vielleicht hatte die Unwetterwarnung doch Besucher abgehalten. Außerdem hatten wir immerhin Juni, was für viele vielleicht auch schon Urlaubszeit ist.

Zum ersten Mal hatte ich mir vorgenommen in aller Ruhe über das Gelände zu schlendern und einfach solange dabei zu bleiben, wie es das Wetter zuläßt. Um die Anreise zu beschleunigen, hatte ich das Auto mitgenommen und etwas entfernt geparkt, so daß ich nur noch drei Stationen (Kurzstrecke) mit der Straßenbahn fahren mußte. Nach einer Runde über den Andreasmarkt und durch die Vorburg (der Burg Linn) habe ich der offiziellen Eröffnung beigewohnt incl. der Verleihung der Leopold-Wahlefeld-Plakette an einen verdienten Bürger, der seit vielen Jahren ein Ehrenamt ausübt. Laudationen sind ja nicht so mein Ding und die Begrüßung einer Reihe von Politikern gehört wohl zum Vereinsleben.

Ich zog stattdessen weiter, das Hämmern des Schmieds dringt herüber und der Duft selbstgemachte Seife erreicht die Nase. Interessierten wird erläutert, wie die Flachspflanze und das Endprodukt das Leingarn aussieht, wie man natürlich färbt oder (neu dabei) wie man eine Glocke gießt. Die ebenfalls schon bekannte Falknerin der Horus Falknerei stellte ihre gefiederten Freunde vor und die Tierschule hatte wieder außergewöhnliche Tiere dabei, die man sonst eher selten auf dem Arm sieht z.B. ein Frettchen und ein Stinktier 😮 .

Fliegende Fische und andere Gartendeko, Hut- und Bonbonmacher, Stoff- und Stein, Metall und Leinwand, kaum ein Material, das nicht bearbeitet und verkauft wird. Angetan haben es mir die Betonfiguren, wie die noch nicht ganz fertige Betonoma, welche auf den Bus wartete. Ich glaube sie hatte „Übergewicht“ 😉 . Als bereits die ersten dunklen Wolken aufzogen stand ich noch bei den Rittern, die hoch zu Pferd (aber ohne Rüstung) ein paar Kämpfe ausfochten. Die ersten Tropfen einer Regenschauer erreichten mich aber erst, als ich wieder an der Straßenbahnhaltestelle stand.

Ein paar weitere Bilder gibt es wieder bei Flickr und Google Photos.

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