Fotoalbum Zeche Zollverein

Es war im Jahr 2010, Kulturhauptstadt und ich war das erste Mal an der Zeche Zollverein in Essen. Seit dem sind sage und schreibe 16 Jahre vergangen, ich kann das gar nicht glauben. 16 Jahre und seitdem habt ihr hier dutzende Bilder vom Gelände der Zeche und der Kokerei gesehen. Das letzte Mal im Mai 2026, als ich zur Eiszeit Ausstellung und zur Fotoausstellung von Armin Rohde dort war. Dieses Mal wollte ich mir das Welterbe Forum ansehen. Unterhalb des Fördergerüstes war lange Zeit Baustelle, denn die Schächte der Zeche wurden verfüllt und verschlossen. Diese Arbeiten sind mittlerweile abgeschlossen, hier wird das Grubenwasserkonzept beschrieben.

An der Stelle, an der bis vor ein paar Wochen gearbeitet wurde befindet sich jetzt das Welterbe Forum, eingelassen in das Weltkulturerbe Zollverein, direkt unter der Schachthalle von Schacht XII. Nennen wir es mal Treffpunkt oder Infopavillon, denn in einem großen Raum befinden sich u.a. LED Bildschirme, die per Touchscreen Informationen zur Geschichte, zu Freizeitmöglichkeiten oder zu den Folgeaktivitäten zeigen, die heute auf dem Gelände möglich sind. Außerdem ist das Welterbe Forum Treffpunkt für Führungen.

Der Werner-Müller-Platz vor dem Forum und der bekannten Rolltreppe in die alte Kohlenwäsche ist jetzt temporär begrünt. Das hat mir äußerst gut gefallen, denn bisher war es gerade im Sommer oft sehr heiß dort. Zwischen den Sitzgelegenheiten wurde dazu mit Pflanzsteinen oder Pflanzringen, die man auch aus dem Garten kennt, verschiedene Rundbeete gebaut, mit Erde befüllt und dann mit kleinen Bäumen und Büschen bepflanzt. Ob es sich um eine dauerhafte oder eine temporäre Bepflanzung handelt, konnte ich leider nicht herausfinden.

Einmal vor Ort habe ich dann noch eine kleine Platzrunde gedreht und in die Ausstellung Holo Voices reingeguckt. Gleich am Eingang erfährt der Besucher etwas über die Zwangsarbeit im dritten Reich. Eine Etage höher geben einige Infotafeln in Ton und Bild Auskunft über das Leben der Jüdin Inge Auerbacher und des Juden Kurt S. Maier in den 1930’er Jahren. In einer Art kleinem Theater folgen dann die archivierten Antworten von Inge Auerbacher (und vermutlich und Kurt S. Maier). Mittels KI kann man ihnen Fragen stellen und die Hologramme antworten entsprechend. Darauf war ich ehrlich gesagt nicht vorbereitet und da an diesem Tag das Theater nur mit drei Personen besetzt war, verfehlte das Frage Antwort Spiel seine Faszination etwas. Diese Ausstellung ist übrigens kostenlos (Eingang links vorm Red Dot Design Museum). Diese und weitere Bilder wieder auf Flickr oder Google Photos.

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