Stadtbad Krefeld

Man glaubt gar nicht, wieviele verschlungene Wege das alte Stadtbad in Krefeld hat, daher gibt es für alle Neulinge, nach dem obligatorischen Helm, erstmal eine Kurzführung. Man will ja nicht, daß sich später jemand verläuft. Links eine Treppe, rechts ein Weg, man braucht schon einen guten Orientierungssinn. Da es bereits mein zweiter Besuch ist, merke ich mir die markanten Räume. Den blauen Salon beispielswiese.

Auf dem Weg dahin Wannenbäder erster und zweiter Klasse, Umkleiden und Duschen, Damen- und Herrenbad, wo war noch gleich das Kaiserbad? Ich bin später vermutlich jeden Weg dreimal gelaufen und noch am Abend hatte ich den Geruch des Staubs in der Nase. Wie ich bereits im September schrieb, möchte der Verein der Freischwimmer e.V. das 130 Jahre alte Stadtbad einer neuen Verwendung zuführen, meine spontanen Ideen hatte ich im Septemberbeitrag geäußert.

Solltet ihr übrigens auf der Suche nach einem Lost Place sein, den man bei Nacht und Nebel betreten kann, dann scrollt bitte weiter. Das Objekt ist nur mit von Zeit zu Zeit stattfindenden Führungen zugänglich. An diesem Samstag fand eine Fotosafari für 20 Fotografinnen und Fotografen statt. Wir hatten dabei drei Stunden Zeit, um uns mit der Kamera in Ruhe umzusehen.

Meine Eltern hatten zu meiner Kinderzeit ein eigenes Badezimmer, das war früher aber längst nicht üblich. Mein Opa hatte beispielsweise kein eigenes Bad. Zum ausgiebigen Baden ging es dann in die Badeanstalt. Im alten Stadtbad gab es dafür Wannenbäder 1. Klasse, die eine eigene verschließbare Türe hatten und Wannenbäder 2. Klasse, bei denen nur einen Vorhang ein bisschen Privatsphäre bot. Auch eine Sonnenbank ist im alten Bad zu finden. Sie ähnelt aber eher einem Folterinstrument.

Besonders schön gekachelt ist natürlich das Kaiserbad, ein großzüger Raum, der dem Kaiser vorbehalten war, der aber vermutlich nie dort gebadet hat. Neben den Wannenbädern gab natürlich noch die beiden Schwimmhallen, das Herren- und das Damenbad. Sowohl unten, als auch über einen umlaufenden Balkon, waren die Umkleiden direkt am Becken erreichbar. Ein paar Treppen weiter geht es ins Freibad, das ich euch im April schon zeigen durfte.

Seit ich im April das erste Mal hier war, hat sich schon eines getan, Hilfe wird aber trotzdem immer gerne gesehen. Vielleicht eröffnet hier schon 2020 ein kleines Café in entspannter Hinterhof Atmosphäre und das nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof. Der kostenlose Freischwimmer Newsletter wird euch über weitere Termine unterrichten.

Nach 2 3/4 Stunde habe ich die Kamera eingepackt und die Fotosession für beendet erklärt. Vermutlich gab es noch tausend interessante Kleinigkeiten, die ich aber den Profifotografen überlassen wollte.

FlickrGooglePhotos

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.