Museumstag im Eisenbahnmuseum

Zwei Jahre war ich nicht mehr im Eisenbahnmuseum in Bochum, also warum nicht 2018 dem Museumstag mal wieder einen Besuch abstatten. So habe ich mich vorletztes Wochenende von Krefeld nach Bochum auf gemacht. Der Himmel ist gegen 10.00 Uhr noch bedeckt und von langen Schlangen an der Kasse ist auch nichts zu sehen. Vielleicht liegt es daran, daß bei meinem Eintreffen bereits geöffnet ist. Ein Tag voll mit Kohle, Dampf und Qualm liegt vor mir.

Die fleißigen Helfer, ohne die ein solches Fest nicht zu stemmen wäre, erzeugen bereits die ersten Dampf- und Qualmwolken, aber nicht mit einer Dampflok sondern mit dem Grill. Würstchen, Frikadellen, Leberkäse alles für 2,50 €, Steaks für 4,50 €, da kann man nicht meckern. Lediglich der Eintritt ist am Museumstag mittlerweile bei stolzen 12,- € p.P. angekommen (Kinder zahlen 6,- €).

Dafür bekommt man aber auch eine Menge zu sehen. Zwischen Lokschuppen und Drehscheibe steht dieses Mal eine bunte Mischung aus Diesel-, Strom- und Dampfgetriebenen Loks. Am Auffälligsten eine gelbe Lok aus dem ehemaligen Opel Werk. Eines der Highlights des Eisenbahnmuseums ist die Dampflokomotive 38 2267 (auch preußische P8 genannt). Ausgerechnet zu Ihrem 100. Geburtstag ist sie jedoch unterwegs zur Hauptuntersuchung. Im Bahnausbesserungswerk in Krefeld 🙂 .

Was es mit diese Lok auf sich hat, warum sie Teil der deutschen Geschichte ist und was ihr Erhalt kostet, erfahrt ihr hier. Während die eine oder andere Lok auf die Drehscheibe kommt und wie ein Model im Kreis gedreht wird, läd die Lok der Hespertalbahn (Essen) qualmend und schnaubend zur Führerstandsmitfahrt. Einmal ein paar hundert Meter hin und zurück im Führerstand einer Dampflok (6,- €).

Am hauseigenen Bahnsteig rollen unterdessen abwechselnd große Dampfloks und kleinere Dieseslloks ein und bringen die Gäste, die standesgemäß aus Essen oder vom S-Bahnhof Bochum Dahlhausen mit dem Zug anreisen. Das Personal sorgt für die nötige Sicherheit, denn jeder Fotograf möchte sein Lieblingsbild schießen, während sich nebenan wieder eine Lok auf der Drehscheibe dreht.

Hauptstrecke und Einstieg zur Führerstandsmitfahrt sind abgesperrt, nur ganz am Ende des Geländes ist ein Wechsel auf die andere Geländehälfte des Museums möglich, stilvoll bewacht durch eine handbetriebene Bahnschranke. Ping ping ping, senkt sich diese und der Schienenbus erreicht das Gelände. Langsam wird es doch voll im Eisenbahnmuseum. Grill und Getränkestand werden umlagert und auch ich gönne mir eine Bratwurst.

Zwingend, wenn es im Kessel dampfen soll, ist auch die Wasseraufnahme der Dampfloks, der Besucher ist hautnah dabei. Erstaunlich, wie detailiert sich einige Fotografen über die verschiedenen Modellreihen unterhalten. Sie tauschen bereits eben gemachte Fotos. Soviel Ahnung habe ich zugegebener Maßen nicht, für mich ist die Optik entscheidend und Hauptsache es macht viel Dampf 🙂 . Von mir aus könnte so eine Lok auch 32 16 8 heißen … ach ne das war ja die Rufnummer von Rosi *) … Skandal 😉 .

Als gegen Mittag doch noch die Sonne raus kommt, mache ich mich langsam wieder auf den Heimweg. Man muß nicht jedes Jahr vor Ort sein, aber nach 2 Jahren Pause, war es mal wieder ein spannender Samstag. Der nächste Museumstag ist übrigens Mitte September 2018. Weitere Bilder gibt’s wieder im „Ruhr 2018“ Album von Flickr oder Google Photos.

*) Spider Murphy Gang – Skandal im Sperrbezirk 😀

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