Düsseldorf – Japantag 2017

Vergangenes Jahr war ich zum ersten Mal beim Japantag in Düsseldorf und ja, es war wieder anstrengend, denn so voll erlebt man Düsseldorf eher selten (vom NRW Tag vielleicht mal abgesehen), aber es war auch schön. Selten, daß man soviel positiv Verrückten begegnet und es trotzdem friedlich bleibt. Der Wetterbericht kündigte leichten Regen an, weshalb ich das Haus sicherheitshalber mit Regenjacke verlasse. Mittlerweile kenne ich den Weg in die Landeshauptstadt, ohne im Verkehrdurcheinander stecken zu bleiben.

Mit dem Auto ging es wieder bis zum Park&Ride Parkplatz Haus Meer in Meerbusch und von da bequem mit der Stadbahn/U-Bahn in die City. Kostenpunkt 2,70 € für eine Fahrt, das Parken ist kostenfrei. Wenn man die Oberkasseler Brücke überquert bekommt man schon einen ersten Eindruck, denn der Blick geht vom Burgplatz an der Rheinuferpromenade entlang bis zum Hafen. Es ist ca. 12.30 Uhr, als ich die U-Bahn an der Heinrich-Heine-Allee verlasse. Die ersten Cosplayer laufen mir bereits über den Weg, denn der Japantag wäre nicht der Japantag, wenn die Cosplayer nicht wären.

Ob ich die Figuren kenne? Wenn ich ehrlich bin, meistens nicht, es sei denn es handelt sich um bekannte Filmfiguren wie Darth Vader oder Johnny Depp als irrer Hutmacher in Alice im Wunderland. Aber alle Figuren zu kennen ist auch gar nicht meine Absicht, es macht einfach Spaß sich treiben zu lassen, manchmal auf Grund der Menschenmenge auch schieben zu lassen 😉 , und die Vorbeiziehenden Charaktere zu beobachten. Sobald einer beginnt zu fotografieren, bildet sich eine Fotografentraube um die jeweilige Figur.

Während hinter mir die Ausflugsschiffe über den Rhein ziehen, bauen neben mir die Taiko Trommler ihre Materialien auf. Das ist für mich ja das Beste überhaupt. Wenn die Trommler loslegen, sieht man die Schweißtropfen förmlich fliegen und die Bässe der Trommeln gehen bis in den Bauch. Von Regen übrigens keine Spur an diesem Nachmittag, so daß ich die Regenjacke mittlerweile in der Tasche habe verschwinden lassen. Vor dem ehemaligen Mannesmannhochhaus sitzen sie zu hunderten, Cosplayer und solche die es evt. noch werden möchten, mit Picknickdecken, z.T. mit Zelten und bieten jedem der vorbeikommt „Free Hugs“, also eine Art kostenlose Umarmung an.

Während vom Burgplatz aus gesehen rheinabwärts die Verkaufszelte mit Nahrung, Getränken und den Merchandising Artikeln stehen, befindet sich unterhalb der Rheinkniebrücke ein „Sportcenter“, das dem Zuschauer Judo, Tischtennis oder Bogenschießen präsentiert. Und noch einmal 200-300 Meter weiter ist das Heerlager der Samurai eingerichtet. Eine Begrüßungsszene der besonderen Art ist dort wohl Samurai Krieger gegen Sternenkrieger, als Darth Vader seine Aufwartung macht. Während Darth Vader sein Lichtschwert zieht, darf der Samurai Krieger aus Sicherheitsgründen sein (echtes) Schwert nicht ziehen 😮 .

Rund 650.000 Besucher sollen in etwa am Samstag in Düsseldorf gewesen sein. Einige kamen erst, als ich wieder ging, blieben dafür aber vermutlich auch bis zum Feuerwerk, das jedes Jahr den Japantag abschließt. Mehr Bilder? Bei Flickr und GooglePhotos.

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