Tamina Kallert im Halbachhammer

Im Grugapark war ich vor kurzem im Rahmen meines „Grüne Hauptstadt“ Besuchs und auch die Greifvogelflugschau habe ich schon des Öfteren erleben dürfen. Somit sollte es an diesem Feiertag nicht soviel neues zu sehen geben. Oder etwa doch? Doch sollte es, denn der Besuch der Gruga war eigentlich nur das Vorspiel, den wunderschönen Sonnentag vor bzw. an einem langen Wochenende zu genießen.

Ein paar Tage vorher hatte ich bei Facebook gelesen, daß an diesem Donnerstag (Christi Himmelfahrt) der WDR zum Halbachhammer nach Essen kommt, um dort für die Sendung „Wunderschön“ zu drehen. Halbachhammer, eine Außenstelle des Ruhr Museums, wo war das noch mal? Hier, in der Straße Altenau 12 in Essen, kaum 10 Min. von der Gruga (Ausgang Mustergärten) entfernt. Ganz unscheinbar am Ende einer Wohnstraße rechts und dann rund 200 Meter, direkt am Wald gelegen. Auch von der Margaretenhöhe (Teil unser Bloggertour #RBRUHR über die ich euch bald mehr erzähle) sind es nur rd. 10 Min. zu Fuß.

Warum ich die Margaretenhöhe erwähne hat aber auch noch eine andere Bewandtnis, denn der Halbachhammer hat seinen Ursprung eigentlich in Weidenau im Siegerland, wurde dort aber ab- und 1935/36 in den Waldpark, den Margarete Krupp anlegen ließ, überführt und betriebsfertig wieder aufgebaut. In der Sommerzeit, jew. am 1. Sonntag im Monat, wird das technische Denkmal in Schauvorführungen gezeigt. Mittels aufgestauten Wassers wird ein Wasserrad angetrieben, dieses dreht eine Welle und diese ist mit Nocken besetzt, die dafür sorgen, daß sich der 300 kg(!) schwere Hammer in Bewegung setzt.

Mit jedem herunterdonnern des Hammers wird ein Stück heißes Eisen geschmiedet und jeder Schlag läßt den Boden förmlich erbeben. Während also der Hammer kurz auf seine Funktion getestet wurde, kommt das Kamerateam mit 2 Kameras und zwei Tonleuten in die Scheune und kurz darauf steht Tamina Kallert neben mir. Sie ist dieses Mal, wie ich bereits einen Tag vorher via Facebook erfahren habe, mit einem Hausboot (mit Pedalantrieb) auf der Ruhr unterwegs. Wie sie mir sagt, geht es dieses Mal zu Ausflugszielen rund um die Ruhr. Ihr solltet also im Frühjahr 2018 im WDR Programm mal Ausschau halten.

Tamina bekam entsprechende Arbeitskleidung angelegt (Lederschürze, Handschuhe) und durfte, als der Hammer wieder in Bewegung gesetzt wurde, Eisen schmieden. Von einem großen Block ging es dann (wir haben da mal was vorbereitet) zu einem kleineren Stück und schließlich zu einem handgeschmiedeten Messer. Tamina hatte vor dem glühenden Stück Eisen und dem riesigen Hammer schon gehörigen Respekt, wurde aber vom Schmied beruhigt, denn nachdem das Eisen wieder abgekühlt und demnach nicht weiter verformbar war, hatte es nur noch eine Temperatur von rd. 700 Grad 🙂 . Auch bei den Feinarbeiten an Schraubstock und Amboß war nochmal Geschicklichkeit gefragt, so daß keiner behaupten kann, sie hätte das Messer nicht selbst gefertigt. Selbiges kam dann in den roten … aber das darf ich ja gar nicht verraten. Die Dreharbeiten dauerten ca. 1,5 Stunden und ich bin schon gespannt, was davon in der Sendung später zu sehen ist.

Auf dem Weg nach Hause ist mir dann am Flughafen Mülheim/Essen auch noch Theo begegnet, das bekannteste (und meines Wissens einzige) Luftschiff des Ruhrgebiets. Z.Zt. fliegt er Werbung für das CentrO in Oberhausen. Ein rundum interessanter Tag also. Noch ein paar Bilder? Dann klickt auf Flickr oder GooglePhotos.

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