Zoom Erlebniswelt (2. Teil)

Im Sommer schrieb bereits einmal von einem Besuch in der Zoom Erlebniswelt, einer neuen Art von Zoo in Gelsenkirchen. Geht es euch auch so, daß der erste Besuch immer etwas besonderes ist? Man kennt sich noch nicht aus und es gibt an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken. Obwohl die Asienwelt ein neuer Teil des Zoos ist, war das Erlebnis heute nicht so groß wie beim letzten Mal. Vielleicht lag es daran, daß es, trotz regnerischem Sonntag, unheimlich voll war.

Die Tiere haben (fast) alle noch ihren wohlverdienten Sonntagsschlaf gehalten, während sich die Gäste die Nasen an den Glasscheiben plattdrückten. Es ist nach wie vor beeindruckend, wie man einen Zoo gestalten kann, trotzdem ist die Asienwelt der m.E. kleinste Teil der Zoom Erlebniswelt. Das Highlight ist die Tropenhalle in denen u.a. die Orang Utans einen Großteil der Anlage einnehmen. Der Zuschauer hat von unten, von oben, von überall Einblick, vorausgesetzt er hat vor lauter Menschen überhaupt Einblick.

Die RuhrTopCard, die noch bis Ende März freien Eintritt gewährt, war vermutlich ein Grund für den heutigen Andrang. Den Abschluß haben wir dann noch bei Antonia, einem Liliputaner-Eisbären in der Alaskawelt gemacht, danach fing es wieder an zu regnen.

Ich habe die neuen Bilder den Zoom Erlebnisweltalben bei Flickr bzw. Picasaweb zusortiert. Das Album bei Sevenload folgt, sobald Sevenload keine Zicken mehr macht. Leider habe ich die Bilder fast alle etwas nachbearbeiten müssen, da diesieges Wetter immer auch verwaschene Bilder gibt. Aber seht selbst …

Zoom Erlebniswelt

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Habe ich euch eigentlich erzählt, daß ich letzte Woche in der Zoom Erlebniswelt war? Nein? Glatt verschwitzt, um mal das aktuelle Wetter mit einzubeziehen. Aber was ist überhaupt die Zoom Erlebniswelt? Es handelt sich hier um den, zur Erlebniswelt umgestalteten, ehemaligen Ruhr-Zoo in Gelsenkirchen.

Erlebniswelt vermutlich deßhalb, weil anders als in „normalen“ Zoos, die Tiere nicht in rechtwinklig abgezirkelten Gehegen oder gar Käfigen leben, sondern in einer Umgebung, einer künstlichen versteht sich, die ihrem natürlichen Lebensraum entspricht. Die ZOOM Erlebniswelt bietet momentan zwei von einander getrennte Themenbereiche, Alaska und Afrika. Im kommenden Frühjahr (2010) soll dann noch Asien dazukommen. Jeder Themenbereich ist mit einem rd. 1,5 bis 1,8 km langen Rundweg erschlossen. Die Tiere in den Gehegen sind zum größten Teil nur durch einen Graben o.ä. vom Publikum getrennt und können, da der Rundweg um die Gehege herum verläuft, von mehreren Seiten beobachtet werden.

Nun ist es in Zoos üblicherweise so, daß manches Tier einfach in Ruhe gelassen werden will und demnach manchmal auch nur schlafend angetroffen wird. Sind die Tiere dann aber einmal wach, gibt es, durch Panzerglasscheiben getrennt, ganz engen Kontakt. Leider gehörten die Löwen im Afrikateil an dem Tag zu den Schläfern, aber dafür waren die Schimpansen umso aktiver und boten dem Puplikum eine regelrechte Show. Fragt sich wer hier wen hinter der Glasscheibe beobachtet hat 😀 .

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Glück hatten wir bei den Eisbären. Hier wurde die Panzerglasscheibe so angebracht, daß man das Wasserbecken zur Hälfe oberhalb und zur Hälfte unterhalb der Wasseroberfläche beobachten kann. Einer der Eisbären schwomm seine Runden so, daß er auf die Besucher zuschwamm (manchmal auch tauchender Weise) und sich dann an der Glasscheibe mit seinen Pranken abstieß, wie ein Schwimmer bei der Wende. Grandios hier zuzuschauen.

Interessant auch das Alaska Ice Adventure. (eine simulierte Fahrt in einem Iglu auf einer Eisscholle) und eine echte Bootsfahrt durch einen Teil der Erlebniswelt Afrika. Beides im Preis inclusive. Apropo Preis, der ist natürlich ordentlich und was ich schade fand es gab nichtmal Familienkarten. Wer also mal nach Gelsenkirchen will, sollte Ausschau halten nach Vergünstigungen z.B. der CityPowerCard die hier von verschiedenen Stadtwerken aus der Rhein/Ruhr Region kostenlos vergeben wird.

Was ich vermißt habe ist die Möglichkeit sich einmal abseits des Trubels etwas auszuruhen. Bis auf eine Reihe halbierter Baumstämme gab es so gut wie keine Sitzmöglichkleit. Selbst an den Kiosken gab es nur Baumstümpfe (passend zur Landschaft). Eine kleine Auswahl von Fotos gibts wie immer in meinen Fotoalben bei Flickr oder Sevenload.