Geh’ma anne Bude (Tag der Trinkhalle)

TagderTrinkhalleWieder mal große Leere im Kopf und beim Einkauf die Hälfte vergessen? Wieder mal großen Durst und nichts mehr im Haus? Keine Lust mit dem Auto noch raus zum Supermarkt zu fahren? Da gibt’s nur eins, ab anne Bude. Rückblende, wir schreiben das Jahr 1974. Damals war die Sicht auf die große weite Welt noch ganz klein. Damals schien im Sommer noch die Sonne und im Winter schneite es. Damals war ich so um die 10 Jahre alt und wenn ich Spiel, Spaß und etwas Süßes brauchte, dann wurden die Einkäufe anner Bude erledigt. Mal ein Comic, mal ein Eis, für Papa ein paar Zigaretten, Sammelbildchen für die Fußball WM und natürlich ein paar Bonbons, einzeln abgezählt 😉 . Wenn Opa mal wieder 50 Pfennige spendierte, dann reichte das locker für ein kleines Milcheis (30 Pf.), zweimal Mausespeck (10 Pf.) und 10 Brausebonbons (10 Pf.). Eines Sommertages, wir waren gerade aus dem Urlaub heimgekehrt, spielten wir die Restaurantbesuche unseres Urlaubsortes nach. Wir kochten das Essen und Opa war mal wieder unser Gast. Weiterlesen →

Beim nächsten Ton ist es …

telefon Irgendwie kam ich heute auf das Thema Zeitansage. Im Zeitalter von Funkuhren ein kaum noch genutzter Dienst der Deutschen Telekom, aber es gibt ihn noch. Wie bei Wikipedia zu lesen ist, war die ursprüngliche Rufnummer 01191 (bis in die 1980er Jahre 119) noch bis 2005 erreichbar. Seitdem wurde die Zeitansage auf eine 0180’er Nummer ausgelagert (0180 4 100 100), die leider 0,20 EUR pro Anruf kostet. Aber es gibt noch eine Alternative. Unter der Berliner Rufnummer 030 2 555 555 7 erreicht man noch eine Zeitansage zum normalen Telefontarif.

In dem Zusammenhang könnte man mal auf die Preise zurückblicken, die man früher für ein Telefonat bezahlt hat. Bis 1979 (Westberlin 1996) gab es eine quasi Flatrate für ein Ortsgespräch. Man zahlte 1 x 23 Pfennig und konnte telefonieren so lange mal wollte (oder die Leitung standhielt). 1980 startete der 8 Minuten Takt (tagsüber) bzw. der 16 Minuten Takt nach Feierabend. Bei gleichen Preisen (23 Pfennig) sank danach der Minutentakt langsam auf 6 / 12 Minuten. Mit der Öffnung des Call by Call Marktes 1998 gab es erstmals Konkurrenz und ab 1996 gab es dann verschiedene Zeitzonen in denen jeweils 12 Pfennig fällig wurden.

Ferngespräche wurden je nach Tageszeit in 21 bzw. 42 Sekundenschritten abgerechnet (was umgerechnet zw. 35 bzw. 66 Pfennig/Minute kostete) und pendelten sich 1996 zwischen umgerechnet 6 und 60 Pfennig/Minute für ein „über 200 km“ Gespräch, ein.

Heute im Zeitalter von Flatrates und Call by Call Tarifen sind diese Preise kaum mehr vorstellbar. Besonders lustig (natürlich nicht aus Datenschutzsicht) war, daß der Angerufene früher nicht auflegen konnte. Konnte er schon, aber sobald er den Hörer wieder abnahm, war der Anrufer wieder in der Leitung, solange bis dieser endlich den Hörer auf die Gabel legte. Ja so war das früher … 😀 .