Geh’ma anne Bude (Tag der Trinkhalle)

TagderTrinkhalleWieder mal große Leere im Kopf und beim Einkauf die Hälfte vergessen? Wieder mal großen Durst und nichts mehr im Haus? Keine Lust mit dem Auto noch raus zum Supermarkt zu fahren? Da gibt’s nur eins, ab anne Bude. Rückblende, wir schreiben das Jahr 1974. Damals war die Sicht auf die große weite Welt noch ganz klein. Damals schien im Sommer noch die Sonne und im Winter schneite es. Damals war ich so um die 10 Jahre alt und wenn ich Spiel, Spaß und etwas Süßes brauchte, dann wurden die Einkäufe anner Bude erledigt. Mal ein Comic, mal ein Eis, für Papa ein paar Zigaretten, Sammelbildchen für die Fußball WM und natürlich ein paar Bonbons, einzeln abgezählt 😉 . Wenn Opa mal wieder 50 Pfennige spendierte, dann reichte das locker für ein kleines Milcheis (30 Pf.), zweimal Mausespeck (10 Pf.) und 10 Brausebonbons (10 Pf.). Eines Sommertages, wir waren gerade aus dem Urlaub heimgekehrt, spielten wir die Restaurantbesuche unseres Urlaubsortes nach. Wir kochten das Essen und Opa war mal wieder unser Gast. Weiterlesen →

Winterwoche

winterNun ist es fast eine Woche so richtig Winter und mal ganz ehrlich, die meisten von uns haben das Winterwetter schon wieder satt. Wer das neue Jahr mit Urlaub begonnen, und den Schlitten noch nicht dem Sperrmüll zugeordnet hat, der hat alles richtig gemacht. Der Rest durfte sich durch Eis und Schnee kämpfen. Autofahrer hatten es da kaum besser als Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel.

Früher als Kind, da wurden die Straßen Tag und Nacht geräumt, da zogen zahllose orange gekleideten Mitarbeiter aus, um Bürgersteige und Radwege zu streuen. Aber dieses Jahr war irgendwie alles anders. Egal wo ich hinkam, jeder beschwerte sich. Die eine Stadt hatte nach 3 Tagen kaum mehr Streusalz (Einkauf zu teuer, wann schneit das in unserer Gegend schon mal), die andere Stadt hatte nur 30 Mitarbeiter um alle Gehwege abzustreuen, viel zu wenig, um auch nur annähernd durchzukommen. Nebenstraßen sind selbst nach einer knappen Woche nicht geräumt.

Und bei der öffentlichen Verkehrsmitteln? Alles eingefroren und nicht genug Mitarbeiter um Weichen zu enteisen oder zugfrorene Türen zu reparieren. Kollege Computer kann eben doch nicht alle Arbeiten übernehmen. Ehrlich gesagt ich mache mir ein wenig Sorgen, wenn der Sparzwang so weiter geht.

Gute Geschäfte haben all diejenigen gemacht, die Winterware zu verkaufen hatten. Winterreifen, Streugut und Schneeschieber, Schlitten und alles für die Skipiste, warme Unterwäsche, Schals und Mützen.

Bleibt die Gewissheit, daß wir (je nach Alter) unseren Kindern oder Enkeln irgendwann mal erzählen können 2008/2009 war einer der kältesten Winter seit 100 Jahren. Seen und Flüsse waren zum Teil zugefroren, vereinzelt platzten Wasserrohre und trotzdem, wir werden den Winter überstehen. Vor über 100 Jahren war sogar der Rhein zugefroren. Das werden wir nicht mehr erleben.

P.S. Wohnt zufällig jemand von euch am Funtensee in Bayern? -34,6 Grad sollen es dort gewesen sein. Kein neuer Rekord, denn im Winter 2001/2002 soll es dort sogar -45,9 Grad gegeben haben 😀 .