RuhrAtoll

Hallo werte Blogleser(innen), nach ein paar Tagen ohne Beiträge geht’s heute ans Aufarbeiten der Themen. In der vergangenen Woche habe ich dem Baldeneysee einen Besuch abgestattet.

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Der Baldeneysee, ein künstlicher Ruhrstausee, ist schon so einen Besuch wert, doch zur Zeit findet dort das RuhrAtoll statt. Kunstinstallationen in Form großer künstlicher Inseln liegen seit ein paar Tagen dort vor Anker, unweit der Staumauer und nur wenige Minuten zu Fuß vom Parkplatz am Ragattaturm entfernt. Wer näher heran will hat zwei Möglichkeiten. Entweder ein Tretboot mieten (reservieren!) und selber bis zum Anlegesteg fahren, der (so sah es für mich aus) an drei von z.Zt. vier Inseln zu finden ist, oder man nimmt die Personenfähre, die einen ans andere Seeufer bringt (einfache Fahrt oder hin und zurück).

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Die Fähre fährt relativ nahe an den Inseln vorbei, so dass sich auf jeden Fall ein paar Fotos von außen ergeben. Ich habe die letztere Variante genutzt, den Weg über die Staumauer bin ich gelaufen und zurück bin ich gefahren. Außerdem war der letzte Samstag gleichzeitig auch der letzte Schachtzeichentag und wenn man genau hingesehen hat, gab’s am anderen Ende des Sees auch noch einen großen gelben Ballon zu sehen. Fotos im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

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Nebenbei, wer gerne ein paar größere Flugzeuge sehen will, das Ende des Baldeneysees liegt in der Einflugschneise des Düsseldorfer Flughafens.

Villa Hügel

Wer in oder um das Ruhrgebiet aufgewachsen ist, der kennt auch die Villa Hügel. 1873 von Alfred Krupp errichtet war die Villa Hügel das Wohn- und Repräsentationshaus der Industriellenfamilie Krupp. Selber da gewesen bin ich aber auch noch nie und daher habe ich mir letzte Woche einen Tag dafür Zeit genommen.

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Heute wird es durch die Kulturstiftung Ruhr verwaltet und ist für Konzerte oder außerhalb davon zur Besichtigung geöffnet. Wer das Gelände (nebst riesigem Park) betreten möchte wird zunächst um einen Eintritt von 3,- Euro gebeten. Dafür sind dann aber die Räume der Villa Hügel zur Besichtigung freigegeben und wer mal sehen will, wie die Fabrikantenfamilie Krupp von Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts gelebt hat, sollte sich die Zeit nehmen, mal durch die Räume zu schlendern.

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Die Villa Hügel ist übrigens aus Richtung Norden mit dem Auto zu erreichen, wenn ihr allerdings anschließend noch einen Abstecher zum Baldeneysee machen wollt, parkt besser gleich dort. Vom Parkplatz am Regattaturm sind es nur rd. 5 Minuten zu Fuß. Apropo Baldeneysee, dieser ist vom 14.5. bis in den Oktober 2010 Ziel des Kunstprojekts „Ruhr-Atoll“ der Kulturhauptstadt RUHR.2010. Schon mal vormerken.

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Vorgemerkt hatte ich mir auch einen Twitter Tip von RPB2010 zur Brückenlandschaft in den Mülheimer Ruhrauen. Nur wenige 100 Meter vom Autobahnkreuz Duisburg Kaiserberg entfernt überqueren insgesamt 11 Brücken die Ruhr. Eine Fußgängerbrücke, zwei Autobahnbrücken und 8 Eisenbahnbrücken. Als Fußgänger oder Radfahrer hat man die Möglichkeit auf einem etwas erhöhten Fuß- bzw. Radweg (Route Industriekultur) unmittelbar unterhalb der Brücken hindurchzugehen bzw. hindurchzufahren. Achtung, es könnte laut werden, denn wenn man Glück (oder Pech) hat fährt gerade ein ICE über eine der Brücken. Und last but not least nicht vergessen den Kopf einzuziehen, denn bei einem Teil der Brücken ist nur 2 Meter Kopffreiheit.

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Ich fand es fasszinierend die verschiedenen Brücken so aus der Nähe zu betrachten. Mehr Brückenbilder wie immer bei Flickr, Sevenload oder Picasaweb.