
Was, schon wieder im Landschaftspark Duisburg, werden jetzt einige von euch fragen und die Antwort ist so einfach wie kurz. Ja! Einfach weil es schön dort ist (und ich anschließend noch einen Abstecher nach Oberhausen machen durfte). Während ich normalerweise wie von einem Magnet gezogen einfach geradeaus aufs Gelände laufe, wollte ich mal wieder die Ecken ablaufen, die ich normalerweise nicht als erstes aufsuche. Vorbei an der alten Gebläsehalle (mit einem Schattenspiel aus Rohren), da vorbei, wo die Bergsteiger trainieren und mal nicht auf Hochofen 5.




Vermutlich war ich schon mehr als 30 x im Landschaftspark und was soll ich sagen, ich habe doch tatsächlich noch was neues entdeckt. Wobei, je länger ich darüber nachdenke, habe ich das Gefühl doch schon mal da gewesen zu sein. Geht euch das auch schon mal so? Man ist felsenfest überzeugt, an dem Ort war ich noch nie und je länger der Eindruck wirkt, je mehr schwindet der Gedanke. Also vorbei an den Bergsteigern (kaum zu glauben, aber es gibt einen Ableger des Deutschen Alpenvereins in Duisburg) rauf auf die kleine Halde oberhalb des Sinterplatzes. Von hier hat man einen guten Gesamtüberblick, fast über das gesamte Gelände inclusive der Autobahn A42, umgangssprachlich Emscherschnellweg genannt.




Der weitere Weg geht direkt unterhalb der Autobahn vorbei und als es wieder etwas ruhiger wird, erreicht man hinter einem Zaun den Stadtrandgarten. Es sieht wirklich aus, wie ein Garten mit Obstbäumen, im März noch ohne bunte Pflanzen und diversen Steinbeeten, welche verschiedene Materialen des Geländes aufweisen. Bis in die 1920’er Jahre war hier die Grenze zur damals noch eigenständigen Stadt Hamborn. Mit dem Bau der Autobahn wurden die restlichen Häuser und eine Gaststätte in den 1970’er Jahren abgerissen. Erst mit der Entwicklung des Landschaftsparks wurde der Garten sozusagen wiederentdeckt und neu gestaltet.




Auf dem Rückweg zum vorderen Teil des Parks bin ich dann nochmal durch die Sintergärten spaziert und habe selbst zwischen Industriekultur den Frühling entdecken können. Es ist schon irgendwie verrückt, daß auf einem Industriegelände heute die Narzissen blühen. Im Durchgang vom Bunkervorplatz zum Cowperplatz hängt seit ein paar Tagen auch die neue OpenAir Bildergallerie. Auch Kunst gibt’s also auf dem Gelände und wem das nicht genug ist, der klettert eben noch auf den Hochofen (ich dieses Mal nicht). Die Bilder des Beitrags und ein paar mehr gibt’s auch wieder bei Flickr und Google Photos.







Fast vergessen, auf der anderen Straßenseite gab’s natürlich auch wieder Neues in Sachen Graffiti bzw. StreetArt, die Motive hielten sich diesmal allerdings in Grenzen. Mehr zum Landschaftspark erfahrt ihr unter Landschaftspark.de (incl. Parkplan).


Ich muss da dringend auch mal wieder hin. Dieses Jahr hat es bisher noch nicht gepasst.