The Sixties and more

Was sagt euch der Name Linda Eastman? Ich gebe mal einen Tipp. Sie war verheiratet mit einem Beatle. Na? Den meisten dürfte sie unter dem Namen Linda McCartney bekannt sein, aber einen Namen hat sie sich schon unter ihrem Mädchennamen Eastman gemacht und zwar als Fotografin. Als Mitarbeiterin einer Zeitung wurde sie Mitte der 1960’er Jahre mehr zufällig Gast beim Presseempfang zur Vorstellung eines neuen Rolling Stones Albums.

Dieser Empfang auf der SS Sea Panther (den Names des Schiffs solltet ihr euch merken, falls das mal die Millionen Euro Frage im TV Quiz werden sollte) und ihre Hartnäckigkeit führten dazu, daß sie danach weitere Künstler von Janis Joplin über Aretha Franklin, The Who bis zu Bob Dylan ablichten durfte. Und es war wiederum Zufall, daß sie beim Pressetermin zum Sgt. Pepper Album der Beatles anwesend war und dort Paul McCartney kennen lernte. Der Rest ist Geschichte.

Ich finde Ausstellungen mit Künstlern der 1960’er immer äußerst interessant, weil ich zu der Zeit ja selbst erst das Licht der Welt erblickt habe. Und trotzdem kennne ich die meisten Musiker/-innen zumindest dem Namen nach. Einige von ihnen sind heute nicht mehr unter uns, einige sind sogar sehr jung verstorben (Stichwort Club 27) und einige machen heute noch Musik.

Die Ludwiggalerie in Oberhausen zeigt noch bis zum 11. September 2022 eine Ausstellung mit Bildern von Linda McCartney unter dem Titel „The Sixties and more“. Ursprünglich lief die Ausstellung im Frühjahr 2020, aber Corona machte ihr einen Strich durch die Rechnung und auch der zweimal angesetzte Bloggertag mußte leider ausfallen. Also war ich selber in der Ludwiggalerie und habe mir die Ausstellung angesehen.

Daß Paul McCartney auf dem berühmten Abbey Road Cover barfuß über die Straße geht wußtet ihr natürlich, aber die Ausstellung zeigt die Szene davor („how it begins is how it ends“ würde man heute sagen). Außerem findet man in der Ausstellung ein Cover des Rolling Stones Magazin, für das Linda McCartney die Stars der 60’er fotografiert hat. Aber sie war auch die einzige die nicht nur für das Magazin fotografiert hat, sondern später auch auf dem Cover neben ihrem Mann Paul erschienen ist.

Für Jimi Hendrix „Electric Ladyland“ hat Linda McCartney ein Innencover fotografiert, dumm nur, daß sich die Polydor dafür entschieden hat, stattdessen 19 nackte Frauen auf das Innencover zu drucken. Lindas Bild kam dann erst auf Electric Ladyland-50th Anniversary zur Geltung. Apropos Album, Linda McCartneys erstes und einzige Soloalbum „Wild Prairie“ erschien ein halbes Jahr nach ihrem Tod. Die kurzweilige Ausstellung schließt mit weiteren Plattencovern und mit Bildern von Linda McCartneys, die sie auf Reisen mit der Familie und z.T. als Schnappschüsse aus dem Auto gemacht hat.

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