Düsseldorf Kaiserswerth

Ortskundige werden wissen, daß es zwischen Langst-Kierst (gehört zu Meerbusch) und Kaiserswerth (gehört zu Düsseldorf) zwar keine Brücke aber eine Fährverbindung gibt. Alle paar Minuten kann man hier zum jeweils anderen Rheinufer übersetzen. Mein Navi führt mich allerdings über die nahe Autobahn A44 und die sogenannte Flughafenbrücke. Ich bin an diesem Samstag, nach gefühlt 15 Jahren, mal wieder in Kaiserswerth.

Die Kinder waren noch klein, als ich das letzte Mal hier war und den (kostenlosen) Parkplatz an der Straße „An St. Swidbert“ gab es damals auch noch nicht. Es herrschte an Wochenenden regelmäßig ein ziemliches Chaos auf der kleinen Zufahrtsstraße, die nur ein paar Parkplätze am Straßenrand bot und gleichzeitig Zufahrt zur Fähre war. Nun ist hier Platz für rund 150 Autos und bis zur Kaiserpfalz sind es dann nur noch ein paar Minuten zu Fuß.

Die Kaiserpfalz, eine Burgruine aus dem 12. Jahrhundert, war auf Grund von Corona allerdings noch geschlossen. Also habe ich die Aussicht auf den Rhein halt vom Ufer aus genossen. In der Ferne ist die Flughafenbrücke an ihren markanten Pylonen zu erkennen, davor pendelt die Fähre unaufhörlich zwischen Langst-Kierst und Kaiserswerth. Kosten pro PKW 3,50 €, für jede (weitere) Person 1,50 € (Stand Juni 2021).

Schon bewundernswert, wie der Schiffsführer zwischen den großen Pötten, die hier den Rhein befahren und den Paddelbooten der Sonntagsausflügler hin und her manövriert. Am Rheinufer vor der Kirche St. Suitbertus bevölkert gerade eine Hochzeitsgesellschaft die Promenade, nein Moment vielleicht doch eher ein verspäteter Abiball, wer weiß das schon so genau. Jedenfalls jede Menge gut gekleidete junge Menschen, die für Fotos posieren. Zurück bleiben leider eine Menge leere und sogar noch ein paar ungeöffnete Bierflaschen.

Gleich um die Ecke ist die Altstadt von Kaiserswerth. Hochwassermarken markieren die Wasserstände des Rheins. Erinnerungen kommen auf, vielleicht ist es auch schon länger als 15 Jahre her, daß ich das letzte Mal hier war. Ich hätte mich dann evt. auch an das Eiscafe erinnert, daß ich heute trotz mehr als 30 Grad verpaßt habe. Ich komme einfach nochmal, ich habe ja jetzt wieder 15 Jahre Zeit.

Sehenswert und fast ein bisschen versteckt liegt der Suitbertus Stiftsplatz (gleich hinter St. Suitbertus). Sehr schön angelegt und an diesem Samstag regelrecht verlassen. Bis auf einen Superhelden, Iron Men versteckte sich hier gleich gegenüber der Polizeistation von Kaiserswerth, ein Schelm der böses dabei denkt. Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, hier gibt’s noch ein paar Bilder bei Flickr und Google Photos.

3 Kommentare

  1. Haste schön beschrieben, Michael.
    Ich bin im Jahr so oft in und um Kaisersewerth herum zu Fuß unterwegs: immer wieder schön.
    Ich habe zwei Lieblingsrunden:
    Einmal vom Schloß Kalkum aus Richtung Flughafen, dort am Flughafenzaun längs Richtung Kaiserswert, Burghof, Kaiserpfalz und zum Schloss zurück.
    Oder parken an der Recke-Stiftung Einbrungen , von dort Richtung Wittlaer, an Brands Jupp, dem urigen Wirtshaus in dem historischen Fachwerkhaus, nahe am Rhein vorbei, und dann am Rhein wieder Richtung Kaiserwerth, Schloss Kalkum und dann an Freemann vorbei übers verträumte Unterdorf zur Recke-Stiftung zurück. Immer wieder schön.
    Liebe Grüße!
    Lo

    Antworten

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