2. Tag der Trinkhallen

Es gibt ja Dinge im Leben, die hat man längst vergessen, aber die Bude anne Ecke, die habe ich niemals vergessen. Für mich als kleiner Steppke war die Bude die erste Möglichkeit selber Geschäfte abzuwickeln und nicht nur das, man hat auch Dinge ausgehändigt bekommen, da würde mancher Büdchenbesitzer heute teuer für bezahlen. Ein Cappuccino Eis, 5 Blatt Eßpapier und eine Packung Zigaretten. Eis und Eßpapier für mich, die Zigaretten natürlich für Papa oder Opa 🙂 .

Zwei Jahre ist es her, daß wir sie zum ersten Mal gefeiert haben, die Büdchen und Trinkhallen, daher war es am letzten Wochenende Zeit den 2. Tag der Trinkhallen im Ruhrgebiet auszurufen. Die Anziehungskraft der Trinkhalle schien am letzten Wochenende, trotz längerer Supermarkt Öffnungszeiten ungebrochen. Zugegeben, ich bin nicht mehr so häufig da, weil meine jetzige Heimat der Niederrhein nicht so großzügig mit Büdchen gesegnet ist und außerdem ist Papa längst Nichtraucher 😀 .

Weil am letzten Wochenende auch die Gourmetmeile auf Zeche Zollverein stattfand, habe ich mich zunächst mal lecker in Essen mit dem Bergmannsgericht „Currywurst“ und Stachelbeer Tiramisu auf den Nachmittag eingestimmt und danach ging’s rüber zum Tag der Trinkhallen. Ich hatte mir so 3-5 Buden zwischen Oberhausen und Duisburg vorgenommen. Von der Zeche Zollverein ging es zunächst nach Mülheim, wo die Festivitäten mit Graffiti und Grill am „Kiosk am Springweg“ (Mühlenstraße 85, 45473 Mülheim/Ruhr) gerade erst gestartet wurden.

An „Olis Büdchen“ (Grillostraße 40 (Ebertbad), 46045 Oberhausen) gab’s dann leider ein kleines Veranstaltungsloch, weil der Künstler erkrankt war, so daß ich die Zeit mit einem Stück Kuchen überbrückt habe. Weiter gings zu „Das Büdchen“ (Spessartstr. 53 47137 Duisburg). Lateinamerikanische Musik der Gruppe Yacambu schallte mir hier schon auf der Zufahrt entgegen. Am „Blauen Büdchen“ (Amtsgerichtsstraße 38, 47119 Duisburg) gab’s PoetrySlam und für mich endlich die gemischte Tüte.

Zu Fuß nur wenige 100 Meter weiter steht der Kultkiosk „KUKI“ (Neumarkt 28, 47119 Duisburg) und dort stand gerade Jacqueline Feldmann auf der Bühne. Ich kannte sie bisher nicht und darf sagen, sie hat mir gefallen. 20.000 Menschen haben den Tag der Trinkhallen insgesamt gefeiert und für viele bleibt die Trinkhalle Treffpunkt in der Nachbarschaft. Für ortsfremde ist es etwas schwieriger, in der kurzen Zeit das Flair der Bude mitzunehmen. Vielleicht sollte ich im Laufe des Jahres auch einfach mal die eine oder andere Bude aufsuchen. Häufig genug unterwegs bin ich ja im Ruhrgebiet.

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