Botanischer Garten und Kemnader See

Wenn man Heuschnupfen bzw. Frühblüher geplagt ist, macht der Frühling ein paar Umstände, aber das kann mich am ersten schönen Frühlingswochenende trotzdem nicht aufhalten. Also zusätzliche Taschentücher eingepackt und los. Nachdem ich letzte Woche ja schon in der Zeche Hannover war, sollte es einen weiteren Abstecher nach Bochum geben. Der Botanische Garten der Ruhruniversität Bochum (RUB) und der Kemnader See standen als Ausflugsziel für dieses Wochenende an.

Die Wachstumsphase hängt in diesem Frühling noch etwas hinterher, was man im Botanischen Garten auch gut sehen konnte. Jeder Frühlingstupfer fällt einem da gleich ins Auge. Ich parke mein Auto i.d.R. an der Ruhruniversität, weil ich den Parkplatz kenne, auch wenn ich mich, auf Grund der vielen verwinkelten Straßen auf dem Gelände, jedes Jahr aufs Neue verwirren lasse. Umso erstaunter war ich, als ich durch die noch kahlen Bäume einen, für mich neuen, kleinen Parkplatz am Südende (Im Lottental) entdeckte. Ich glaube den merke ich mir für die Zukunft mal vor.

Der erste Weg führte mich zum Chinesischen Garten, der etwas versteckt im Tal des Botanischen Gartens liegt. Das heißt aber nicht, daß er unbekannt wäre, ganz im Gegenteil. Er bietet eine schöne Fotokulisse, an diesem Tag z.B. für ein frisch vermähltes Brautpaar. Das lange Hochzeitskleid fegte über den Boden und vorbeikommende Spaziergänger gratulierten dem Paar, als wäre man sich schon ewig bekannt. Ich gucke mich derweil nach Narzissen und anderen Frühlingsblühern um. Zur besseren Orientierung gibt es auf der Webseite der RUB übrigens einen Gartenplan. Nicht daß ihr später nicht mehr heraus findet 🙂 .

Immer wieder bewundernswert finde ich die Mammutbäume die hier wohl schon ewig wachsen und den Tertiärgarten mit dem schönen Holzsteg. Im Sommer habe ich an der Stelle auch schon mal den blühenden Taschentuchbaum gesehen. Den gibt’s wirklich und seine Blütenblätter ähneln (Überraschung) einem Taschentuch. Genug des Gartens, den Rest des Tages wollte ich am Kemnader See verbringen und nachdem ich später nochmal den Weg nachvollzogen habe, frage ich mich, warum ich fast eine ½ Stunde (incl. Parkplatzsuche) dahin gebraucht habe.

Im Grunde führt die Straße südlich des Botanischen Gartens (daher wollte ich mir den dortigen Parkplatz merken) direkt dorthin, aber da Navis i.d.R. Hausnummern haben möchten, bin ich einmal um den ganzen See gefahren. Also wieder etwas dazugelernt. Ebenso habe ich dazugelernt, daß zwölfigtausend andere an dem sonnenverwöhnten Nachmittag den gleichen Gedanken hatten 😀 . Dafür weiß ich nun wo die Ausflugsschiffe abfahren und werde beim nächsten Besuch die Ruhrtopcard für eine Rundfahrt mit der MS Kemnade nutzen.

Der Kemnader See ist etwas kleiner als der Baldeneysee in Essen, dafür werden hier die Besucherströme (Fußgänger, Skater, Radfahrer) auf unterschiedlichen Wegen um den See geführt. Die Idee ist gar nicht mal so verkehrt. Und sonst? Sonst bin ich gemütlich vor mich hingelaufen, habe mein Ruhrpott T-Shirt ausgeführt 😉 , habe mir das Fauchen eines jungen Schwanes sowie das mähen der Schafe am Ufer angehört und beim Fotografieren ungewollt mal den Finger an den Elektrozaun der Schafe gehalten.

Fast so schön wie die Bier, die so schön geprickelt hat in meine Bauchnabel 😀 . Man glaubt gar nicht wie schnell man 4 km zusammengelaufen hat. Kamnader See, ich komme nochmal wieder, vielleicht zusammen mit einem Besuch im Planetarium, das dieses Jahr auch mal wieder auf dem Ausflugsplan steht. Für ein weitere Bilder hier entlang zu Flickr oder Google Photos.

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